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-   -   [gelöst] Taufregister aus dem Jahr 1855 aus Filke in Unterfranken, Name: Landgraf (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=127553)

Chris sucht Vorfahren 20.11.2015 13:05

Taufregister aus dem Jahr 1855 aus Filke in Unterfranken, Name: Landgraf
 
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Jahr, aus dem der Text stammt: 1855
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Filke in Unterfranken
Namen um die es sich handeln sollte: Johannes Landgraf



Guten Tag liebe Forschergemeinde,

im Anhang befindet sich ein Auszug aus dem Taufregister aus Filke in Unterfranken. Bei der Person handelt es sich um meinen Ur-Ur-Großvater.

Die erste Spalte mit "Name des Kindes" kann ich lesen. Bei den Spalten danach tue ich mir unheimlich schwer.

Deshalb meine Bitte, wie lautet der Name des Vaters (3. Spalte)? Der Name der Mutter (6. Spalte) lautet Johanna Katharina Landgraf. Ist dort auch irgendwo der Geburtsname ersichtlich?

Viele Grüße,
Chris

baerlinerbaer 20.11.2015 13:30

Hallo Chris,

also zur Mutter:

Johanna Katharina Landgraf, ledige Taglöhnerin, evang. u. löbl. (???)

Beim Vater steht ein Vermerk zur Anerkennung der Vaterschaft, den ich leider auch nur in Bruchstücken ein wenig entziffern kann.

.... ...., lediger
...... ehelich u. hier hat
sich nach Landgericht Mittfrken (?)
lt. .... am 17. Juny 1856
als Vater desr Kindes be-
stimt

Vielleicht kann ja jemand anderer den Rest auch noch irgendwie entziffern.

Gruß
Christian

Karla Hari 20.11.2015 13:37

etwas unscharf, aber:

Kesper? Saller?, lediger
Maurergeselle v. hier hat
sich nach landgerichtl. Mittheilung
lt. .... vom 17. Juny 1856
als Vater des Kindes be-
kannt

Karla Hari 20.11.2015 13:39

Johanna Katharina Landgraf, ledige Taglöhnerin, evang. luth[erisch]

Baptist 20.11.2015 14:58

Hallo,
als Vater lese ich Kaspar Valler, nicht Saller, da V wie Vater.

gabriel 20.11.2015 15:01

Väller
 
Hallo,
der Großbuchstabe hat viel mit dem V in Vater zu tun,
aber dann ist da über dem zweiten Buchstaben (der wie die beiden a in Kaspar daherkommt) noch ein Häkchen.
Demnach Väller?

Gruß
Gabriel

ajnat 20.11.2015 16:17

Kaspar Valler, lediger
Maurergeselle hier hat
sich nach langerichtl. Mittheilung
lt. ??? v. 17. Juny 1856
als Vater des Kindes be
kannt


Für die Häkchen muss man genau hinschauen aber die sind da, und bei dem Vater-V nicht.
Zur Sicherheit die Matrikel nach dem Namen Valler /Väller sichten

ajnat 20.11.2015 16:17

Kaspar Valler, lediger
Maurergeselle hier hat
sich nach langerichtl. Mittheilung
lt. ??? v. 17. Juny 1856
als Vater des Kindes be
kannt


Für die Häkchen muss man genau hinschauen aber die sind da, und bei dem Vater-V nicht.
Zur Sicherheit die Matrikel nach dem Namen Valler /Väller sichten

Chris sucht Vorfahren 20.11.2015 16:52

Vielen Dank für eure zahlreichen Hinweise.

Bedeutet das schlußfolgernd, dass der Name Landgraf dann über die Mutter in die Familie gebracht worden ist?
Könnte der Herr Valler/Väller auch der leibliche Vater sein, nur dass das Kind den Namen der Mutter angenommen hat, da die Eltern nicht verheiratet waren? Kennt sich da jemand aus wie das damals so abgelaufen ist? Damals war das doch ein Drama wenn ein uneheliches Kind auf die Welt kam.

Viele Grüße,
Christian

ajnat 20.11.2015 17:23

Ja, illegitim (unehelich) geborene Kinder bekamen bis 196x/197x zunächst den Geburtsnamen der Mutter, den Familiennamen des Vaters bekamen sie erst nach der Heirat der Eltern und erfolgter Legitimation (das ist dann im Geburtseintrag meist vermerkt).


Früher wurde den Frauen ja leider auch nicht sonderlich viel zugetraut deshalb bekamen diese unehelichen Kinder einen (männl.) Vormund- dem gesamten Prozess ging natürlich einiges voraus wie die Anerkennung der Vaterschaft durch den Erzeuger (leibl. Vater) und die Festsetzung der Alimentierungssumme (ich müsste lügen aber meine das dies damals [vor 1900] eine einmal zu zahlende Summe war). Über dem Ganzen wachte das Vormundschaftsgericht!
Du könntest evtl. noch im zuständigen Staatsarchiv anfragen ob die Vormundschaftsakten zu Deinem
Ur-Ur-Großvater noch vorhanden sind, die mussten ja bis zu seiner Großjährigkeit geführt werden und befanden sich immer im Gerichtssprengel des Wohnorts der Mutter. Dort enthalten sein wird dann u. a. die Vaterschaftsanerkennung des Herrn V. Und die Alimentierungsvereinbarung.


Ich dachte auch das uneheliche Kinder früher voll das Drama gewesen ein mussten, aber hab in meinem Stammbaum auch mehrere Illeg. drin und stolperte bei meinen Suchen über soviele unehelich geborene Kinder. Das Drama machten nur die anderen daraus:wink:


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