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Fronja 21.10.2013 10:12

Geburten der Kinder - zeitlich großer Abstand
 
Hallo,

ich habe gerade eine Meldekarte meines Ururopas bekommen. Ich hatte eigentlich gehofft, auch meine Uroma dort zu finden, die nach ihrer Scheidung in den Ort ihrer Eltern gezogen ist. Leider Fehlanzeige. Auch existiert sie nicht in der Meldekartei als selbständige Person. Die Meldekarte stammt aus dem Jahr 1926/27 (geschätzt), da mir das Stadtarchiv mitgeteilt hat, das es dort erst ab 1926 Meldekarten gab. Zudem ist meine Ururoma dort als Witwe aufgeführt und mein Ururopa starb am 28.09.1926.

Jetzt sind ihre drei Schwestern (mir waren bis dato nur zwei bekannt) aufgeführt, mit Namen und Geburtsdatum. Die Namen sind auf der Meldekartei auch alle durchgestrichen. Hat das eine Bedeutung?

Nun zu meiner eigentlich Frage. Ist das normal, das man nach dem ersten Kind, Geburt 1897, rund 15 Jahre Pause macht mit dem Kinderkriegen? Tochter 2 kam 1912, Tochter 3 kam 1914 und Tochter 4 kam 1919 zur Welt.

Meine Ururgroßeltern sind 1870 und 1878 geboren.

Jetzt kam mir der Gedanke, das die erste Tochter (meine Uroma) vielleicht gar nicht von ihm war und er meine Ururoma nur geheiratet hat. Er steht aber als Vater in der Geburtsurkunde drin.

Ich sehe den Wald vor Bäumen nicht, hab ich das Gefühl.

Gruß
Stefanie

wowebu 21.10.2013 17:55

Hallo Stefanie,

üblich sind 15 Jahre auf keinen Fall. Vielleicht gab es aber dazwischen einige Fehlgeburten, ich meine keine tot Geborenen (die werden in der Regel ja eingetragen). Oder eine längere (schwere) Krankheit. An sich kann man nur spekulieren.

Gruß Wolfgang

dorsch 22.10.2013 00:55

Hmmm...., deine Uroma war 19 bei der Geburt des ersten Kindes, und dann ging es erst mit 34 weiter? Krieg, also Abwesenheit des Mannes, war nicht. Andere Gründe für (häufige) Abwesenheit?

Denkbar wäre auch, dass das erste Kind unehelich war (egal, ob von ihm oder einem anderen) und aus finanziellen Gründen Heiratsverbot bestand; das hatte man damals öfter, dass Paare erst heiraten durften, wenn sie eine Familie ernähren konnten. Wilhelminische Sozialpolitik ging davon aus, wenn keine Heirat, dann keine Kinder, und versuchte so, das um 1900 ständig wachsende Armenproblem zu lösen. So kamen die oft erstaunlichen Anzahlen unehelicher Kinder bei einigen Paaren zustande, nach denen hier im Forum auch schon gefragt wurde. Ungewöhnlich wäre dann allerdings, dass das bei deinen Urgroßeltern wirklich genützt hat! :wink:
Lieben Gruß
DorSch

Fronja 22.10.2013 09:27

Die zwei haben vor der Geburt meiner Uroma geheiratet hab ich gerade noch mal nachgeschaut. Bis zu ihrer Geburt sind dann noch rund 10 Monate vergangen.

Hochzeit am 08.05.1896
Geburt 09.02.1897

Also keine "Zwangsheirat" weil sie schwanger war. Von irgendwelchen Krankheiten ist mir nichts bekannt.

Gruß
Stefanie

gabyde 22.10.2013 19:40

Hallo Fronja,

eine Frage, wenn auch nicht die entscheidende, kann ich Dir beantworten: Die Namen sind durchgestrichen, weil die Personen weggezogen sind.
Ich hatte auch den Fall, daß Kinder ausgezogen sind und später wieder zurückkamen, die wurden dann als neuer Eintrag aufgeführt.

Was aber sein kann: die Meldekarte gibt ja nur den "Zustand" bei Erstellung derselben wieder. Wenn nun die älteren Geschwister schon nicht mehr im Haushalt lebten, als die Meldekarte eröffnet wurde? Dann hättest Du wohl immer noch eine Lücke, die wäre aber dann nicht mehr so groß.
Auch können Kinder gestorben sein, bevor die Karte erstellt wurde.

LG
Gaby

Fronja 22.10.2013 21:06

Ok, also muss ich mich auf die Suche nach weiteren Kindern machen, um zu sehen, ob es da noch mehr gibt, die die Lücke schliessen.

Ich sag ja, sehe den Wald vor Bäumen nicht.


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