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Octavian Busch 09.05.2021 15:19

Gerichtshandelsbücher Sachsen - Wo könnten wir die Transkriptionen sammeln?
 
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum:
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Sachsen
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):


Hallo zusammen
Ich hatte die Tage mal beim Staatsarchiv Sachsen nachgefragt, ob es geplant ist, die Transkriptionen der Gerichtshandelsbücher mit zu veröffentlichen (z. B. wenn wir Hobbyforscher einen Text transkripiert haben). Folgende Antwort habe ich erhalten:

das Sächsische Staatsarchiv denkt bereits über geeignete Formen zur Einbindung von Transkriptionen Dritter nach. Wir haben uns jedoch noch nicht entschieden, wie wir dies organisieren und technisch umsetzen wollen und können. Das Staatsarchiv bittet daher um Verständnis, dass Ihr Angebot derzeit noch nicht wahrgenommen werden kann. Unabhängig davon steht es Ihnen aus Sicht des Staatsarchivs frei, die Transkriptionen an anderer geeigneter Stelle zu publizieren und auf die Digitalisatdateien auf unserer Website zu verlinken. Wir haben die einzelnen Verzeichnungseinheiten mit UUID versehen, die teilweise über die Internetsuchmaschinen, mindestens aber über unsere Website suchbar ist und dauerhaft stabil gehalten werden soll, z. B. "65ba74c3-3f3b-46ba-b9d0-fcf3f3339f9b" (gesamte derzeitige Adresse: "https://archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?guid=65ba74c3-3f3b-46ba-b9d0-fcf3f3339f9b&_ptabs=%7B%22%23tab-digitalisat%22%3A1%7D#digitalisat").

Jetzt meine Frage in die Runde. Wo könnten wir sinnvollerweise und mit möglichste wenig Aufwand die transkripierten Texte den Forschenden zur Verfügung stellen? Ich z. B. habe von meinen sächsischen Vorfahren mittlerweile 120 Einträge in diversen Gerichtshandelsbücher gefunden. Die "Übersetzungen" würde ich auch anderen Forschern zur Verfügung stellen wollen, da zum Teil auch Hilfestellungen hier im Forum geleistet wurden.
Ich persönlich stelle mir das so vor:

Gerichtsbuch - Link - Seite - Ort - Jahr - Name Käufer - Name Verkäufer - PDF der Transkription
Dann lässt sich auch eine Suchfunktion noch integrieren.

Beispiel:

Gerichtsbuch AG Frohburg Nr. 0141 - https://archiv.sachsen.de/archiv/bes...53#digitalisat - S.401b - Frohburg - 1825 - Johanna Rosina verw. Teuchert - Johanne Eleonore Näumann geb. Teuchert - PDF

Ich bin auf Eure Meinung/Tipps/Hinweise gespannt.
Liebe Grüsse und noch schönen Sonntag.
Thomas

Bergkellner 09.05.2021 17:21

Hallo Thomas,

hier auf der site kannst du - wenn du willst - Transkripte aus den sächsichen Gerichtshandelsbüchern einstellen. webgenealogie.de

Zum Teil sind bereits Auswertungen von Gerichtshandels bzw. Konsensbücher eingestellt.
Neue Teilnehmer sind immer willkommen...:D

Lg, Claudia von den bergkellners:wink:

wolli222 09.05.2021 18:39

Hi,
ist auf jeden Fall eine tolle Idee und es wäre super, wenn das umgesetzt werden kann! :)

Octavian Busch 09.05.2021 20:31

Hallo Claudia
Danke für den Tipp. Werde ich mal probieren.
Gruss
Thomas

rigrü 10.05.2021 15:50

Ich ermutige jeden, aus Gründen der Effektivität auf vollständige Transkriptionen zu verzichten und stattdessen Regesten anzufertigen (so, wie sie bereits für viele Gerichtsbücher vorhanden sind). Diese beinhalten die wesentlichen Daten und sind viel schneller geschrieben als eine Transkription, die vor allem bei ausführlichen Gerichtsbucheinträgen seitenlang aber teilweise absolut uninteressant sein kann. In derselben Zeit erschließt man so deutlich mehr Informationen. Bereits vorhandene Abschriften betrifft das natürlich nicht. :) Zur technischen Lösung könnte sich das Sächsische Staatsarchiv an der Fotothek der SLUB orientieren, wo an als Nutzer kommentieren kann aber die Mühlen der Behörden ...

Octavian Busch 11.05.2021 07:31

Hallo rigrü
Schauen wir mal, wie sich das Sächsische Staatsarchiv entscheidet.

Bzgl. Deiner Meinung Regsten vs. vollständiger Transkription bin ich etwas hin und her gerissen: Ich hatte gestern grade den Fall, dass im Fliesstext versteckt stand, dass der Verkäufer das Gut von seinem Vater, der vor gut 30 Jahren verstorben ist, übernommen hat. Das hätte ich beim groben Schauen tatsächlich überlesen (vom Vater ist mir das Sterbedatum nicht bekannt gewesen, so habe ich wenigstens eine grobe Eingrenzung). Dann kommt noch hinzu, dass es auch eine sehr gute Übung zum Lesen der Schrift ist. So kann ich mich den immer schwereren Texten auch annähern. Siehe dazu auch mein Post eines komplizierten Textes: https://forum.ahnenforschung.net/sho...d.php?t=204041
Auf der anderen Seite ist natürlich bei der Fülle des Materials eine lückenlose Transkription nicht möglich, da gebe ich Dir Recht. Zumal wenn man systematisch vorgehen möchte, so nach dem Motto: Heute nehme ich mir GB Nr. 4711 vor. Soll nicht heissen, dass man weniger sorgsam vorgehen soll, aber hier reicht eine Zusammenfassung. Findet dann ein Forscher über die Regesten Vorfahren, kann er sich ja den Text im Detail noch mal anschauen und transkripieren, um noch die letzte familienbezogen Info rauszuquetschen.

Gruss und schönen Tag
Thomas


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