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Ex-DeutschLehrer 03.01.2013 17:39

Ich habe gerade die Information von der Leiterin des Standesamtes in Jablonec erhalten, dass seit 1.7.2012 Unterschriften auf Anträgen zur Ausstellung von Urkunden beglaubigt werden müssen.

Gruß DL

wied25 04.01.2013 08:15

Beglaubigung / Apostille
 
Ich habe im Oktober 2012 beim Standesamt Trebivlice (Triblitz) eine Geburtsurkunde meines Vaters beantragt. Von dort erhielt ich die Mitteilung, dass der Antrag mit einer Apostille, also einer Beglaubigung in einer für den internationalen Urkundenverkehr vorgeschriebenen Form, versehen sein muss. Dazu müsste ich nun zum Notar, habe aber den damit verbundenen Mehraufwand und die zusätzlichen Kosten gescheut. Hat bereits jemand Erfahrung mit dieser neuen Regelung?
Ich persönlich habe den Eindruck, dass man durch diese Regelung die Vielzahl der Anfragen an die Standesämter der tschechischen Städte und Gemeinden eindämmen will.

Grüße
wied25

Ex-DeutschLehrer 04.01.2013 10:22

Es heißt einfach, dass die bisherige pragmatische Praxis (100 Kc in Brief und einfacher Antrag) nicht mehr funktioniert. Selber zum Standesamt oder zu einer tschechischen Auslandsvertretung gehen. Wenn man da vor Ort unterschreibt, hat sich die Beglaubigung erledigt.
Wer allerdings nicht allzu weit von der tschechischen Grenze wohnt, kann auch die Beglaubigung für 50 Kc (ca. 2 Euro) bei jeder tschechischen Gemeinde erhalten. Ansonsten ist eben die briefliche Anforderung von Urkunden aus dem Ausland passé.

Gruß DL

Sir Michael 15.03.2013 11:50

Was brauche ich, um mich als Nachkomme auszuweisen?
 
Moin, Moin, Gemeinde! :moin::moin:
Vorweg als erstes: Ich hatte in meinem Leben noch nie mit tschechischen Behörden zu tun, kann die Sprache nicht und weiß nicht, wie die so drauf sind. http://www.mysmilie.de/smilies/boese/3/img/018.gif
Der Deutschlehrer meint, man könne auch bei tschechischen Auslandsvertretungen und Gemeinden die Beglaubigung erledigen lassen:
Zitat:

Zitat von Ex-DeutschLehrer (Beitrag 601370)
Es heißt einfach, dass die bisherige pragmatische Praxis (100 Kc in Brief und einfacher Antrag) nicht mehr funktioniert. Selber zum Standesamt oder zu einer tschechischen Auslandsvertretung gehen. Wenn man da vor Ort unterschreibt, hat sich die Beglaubigung erledigt.
Wer allerdings nicht allzu weit von der tschechischen Grenze wohnt, kann auch die Beglaubigung für 50 Kc (ca. 2 Euro) bei jeder tschechischen Gemeinde erhalten. Ansonsten ist eben die briefliche Anforderung von Urkunden aus dem Ausland passé.
Gruß DL

Die Frage, die sich mir stellt, ist nun: Wovon genau eigentlich? Welche Papiere weisen mich für die tschechischen Behörden als zugriffsberechtigter Nachkomme aus? Ich habe (wie die meisten Deutschen)
  • 1 Personalausweis
  • 1 Geburtsurkunde
von denen aber auch gar nichts auf meine Großeltern schließen läßt. Was also sollte man mitbringen, damit die einem glauben?
:heul:
Gruß
Michael

Joanna 15.03.2013 12:33

Hallo Michael,

da wäre
1. die Geburtsurkunde Deiner Mutter / Deines Vaters (also vom Kind dieser Großeltern) und

2. die Sterbeurkunde der Großeltern.

Und natürlich die beiden Dokumente, die Du bereits genannt hast.

Gruß Joanna

PS: Aber ich sehe gerade, Du hattest eine Urkunde für Deinen Vater beantragt. Da musst Du entweder eine Vollmacht Deines Vater beibringen oder aber die Sterbeurkunde, falls er nicht mehr lebt. Und immer Deine Geburtsurkunde und Personalausweis in Kopie. Für Deinen Hinweis auf die Großeltern dann die obengenannten Dokumente.

Ex-DeutschLehrer 15.03.2013 12:37

Joanna hat Recht, der eigene Personalausweis und die lückenlose Folge von Geburtsurkunden weisen die Verwandtschaft eindeutig nach. Die Sterbeurkunde ist nicht erforderlich.

Gruß DL

Sir Michael 19.03.2013 14:46

Dankeschön!
 
Na, dann weiß ich ja Bescheid. Übrigens hat mein Vater damit nichts zu tun, der ist Holsteiner. Mir geht's um Opa...

Gruß
Michael

Joanna 19.03.2013 15:52

Zitat:

Zitat von Sir Michael (Beitrag 627177)
Na, dann weiß ich ja Bescheid. Übrigens hat mein Vater damit nichts zu tun, der ist Holsteiner. Mir geht's um Opa...

Gruß
Michael

Hallo Michael,

das kommt davon, wenn nicht jeder User ein eigenes Thema sein eigen nennt.

Tschuldigung.

Gruß Joanna

rionix 04.04.2013 22:54

Guten Abend zusammen,

also auch der Erhalt von Kopien aus Personenstandsbüchern ist möglich. Ich habe heute den Taufeintrag meines Vaters, den Sterbeeintrag einer Urgroßmutter sowie den Trauungseintrag meiner Großeltern in Kopie erhalten. Notwendig hierzu war ein Anschreiben, die Nachweise der direkten Verwandtschaft in Form der entsprechenden Geburtsurkunden sowie ein 200.- Kc Schein. Die Scans waren in einer hervorragenden Qualität. Die Gebühren richten sich nach der Anzahl der zu kopierenden Seiten. Ein einseitiger Scan kostet 15.- Kc, ein zweiseitiger (vor allem bei Tauf- bzw. Traueinträgen) kostet 30.- Kc. Im Preis inbegriffen ist die Beglaubigung der Kopien. Das Wechelgeld bekam ich auf die Krone genau per Post mit den Fotokopien.

rionix 26.11.2013 11:03

Bezahlung von Verwaltungsgebühren
 
Hallo zusammen,

es wurde hier kürzlich erst besprochen. In der Zwischenzeit habe ich mal ein Standesamt angeschrieben, mit welchem ich schon öfter zu tun hatte. Da es aber viele interessieren dürfte, poste ich die Antwort hier.
  • Die Begleichung der Verwaltungsgebühren hat grundsätzlich in tschechischer Währung zu erfolgen.
  • Die Bezahlung muß immer vorab erfolgen und kann sowohl in bar als auch per Überweisung (in CZK!) erfolgen.
  • Einzige Ausnahme: bei Zustellung der Urkunden über die tschechische Botschaft, hier erfolgt vorab ein Gebührenbescheid. Dieser ist in EURO zu begleichen.
Soll der Betrag überwiesen werden, muß man vorher die Bankverbindung und das Kassenzeichen erfragen. Vermutlich wird man die Bankverbindung in dieser Form mitgeteilt bekommen: 00-0000000000/0000 In diesem Falle kann man sich hier die SEPA-Bankverbindung berechnen lassen:

http://www.iban-rechner.de/bic_und_iban.html

Da es sich in diesem Falle um eine Fremdwährungsüberweisung handelt, sollte man sich vorher über die Gebühren informieren. Die VR-Bank in meiner Stadt verlangt stolze 11.50 Euro.

Grundlage für die entstehenden Verwaltungsgebühren ist das Gesetz 634/2004 Sb. Die uns interessierenden Gebührentatbestände sind im Anhang Teil1 geregelt.


Für uns sind besonders wichtig:
  • Položka 2: "a) Einsichtnahme in Personenstandsbücher oder Urkundensammlungen."
  • Položka 3: "a) Herausgabe von Abschriften, Kopien aus Büchern, Sammlungen etc."
  • Položka 3: "b) Herausgabe von Abschriften von (Personenstands-) Urkunden."


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