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Ex-DeutschLehrer 03.01.2013 17:39

Ich habe gerade die Information von der Leiterin des Standesamtes in Jablonec erhalten, dass seit 1.7.2012 Unterschriften auf Anträgen zur Ausstellung von Urkunden beglaubigt werden müssen.

Gruß DL

wied25 04.01.2013 08:15

Beglaubigung / Apostille
 
Ich habe im Oktober 2012 beim Standesamt Trebivlice (Triblitz) eine Geburtsurkunde meines Vaters beantragt. Von dort erhielt ich die Mitteilung, dass der Antrag mit einer Apostille, also einer Beglaubigung in einer für den internationalen Urkundenverkehr vorgeschriebenen Form, versehen sein muss. Dazu müsste ich nun zum Notar, habe aber den damit verbundenen Mehraufwand und die zusätzlichen Kosten gescheut. Hat bereits jemand Erfahrung mit dieser neuen Regelung?
Ich persönlich habe den Eindruck, dass man durch diese Regelung die Vielzahl der Anfragen an die Standesämter der tschechischen Städte und Gemeinden eindämmen will.

Grüße
wied25

Ex-DeutschLehrer 04.01.2013 10:22

Es heißt einfach, dass die bisherige pragmatische Praxis (100 Kc in Brief und einfacher Antrag) nicht mehr funktioniert. Selber zum Standesamt oder zu einer tschechischen Auslandsvertretung gehen. Wenn man da vor Ort unterschreibt, hat sich die Beglaubigung erledigt.
Wer allerdings nicht allzu weit von der tschechischen Grenze wohnt, kann auch die Beglaubigung für 50 Kc (ca. 2 Euro) bei jeder tschechischen Gemeinde erhalten. Ansonsten ist eben die briefliche Anforderung von Urkunden aus dem Ausland passé.

Gruß DL

Sir Michael 15.03.2013 11:50

Was brauche ich, um mich als Nachkomme auszuweisen?
 
Moin, Moin, Gemeinde! :moin::moin:
Vorweg als erstes: Ich hatte in meinem Leben noch nie mit tschechischen Behörden zu tun, kann die Sprache nicht und weiß nicht, wie die so drauf sind. http://www.mysmilie.de/smilies/boese/3/img/018.gif
Der Deutschlehrer meint, man könne auch bei tschechischen Auslandsvertretungen und Gemeinden die Beglaubigung erledigen lassen:
Zitat:

Zitat von Ex-DeutschLehrer (Beitrag 601370)
Es heißt einfach, dass die bisherige pragmatische Praxis (100 Kc in Brief und einfacher Antrag) nicht mehr funktioniert. Selber zum Standesamt oder zu einer tschechischen Auslandsvertretung gehen. Wenn man da vor Ort unterschreibt, hat sich die Beglaubigung erledigt.
Wer allerdings nicht allzu weit von der tschechischen Grenze wohnt, kann auch die Beglaubigung für 50 Kc (ca. 2 Euro) bei jeder tschechischen Gemeinde erhalten. Ansonsten ist eben die briefliche Anforderung von Urkunden aus dem Ausland passé.
Gruß DL

Die Frage, die sich mir stellt, ist nun: Wovon genau eigentlich? Welche Papiere weisen mich für die tschechischen Behörden als zugriffsberechtigter Nachkomme aus? Ich habe (wie die meisten Deutschen)
  • 1 Personalausweis
  • 1 Geburtsurkunde
von denen aber auch gar nichts auf meine Großeltern schließen läßt. Was also sollte man mitbringen, damit die einem glauben?
:heul:
Gruß
Michael

Joanna 15.03.2013 12:33

Hallo Michael,

da wäre
1. die Geburtsurkunde Deiner Mutter / Deines Vaters (also vom Kind dieser Großeltern) und

2. die Sterbeurkunde der Großeltern.

Und natürlich die beiden Dokumente, die Du bereits genannt hast.

Gruß Joanna

PS: Aber ich sehe gerade, Du hattest eine Urkunde für Deinen Vater beantragt. Da musst Du entweder eine Vollmacht Deines Vater beibringen oder aber die Sterbeurkunde, falls er nicht mehr lebt. Und immer Deine Geburtsurkunde und Personalausweis in Kopie. Für Deinen Hinweis auf die Großeltern dann die obengenannten Dokumente.

Ex-DeutschLehrer 15.03.2013 12:37

Joanna hat Recht, der eigene Personalausweis und die lückenlose Folge von Geburtsurkunden weisen die Verwandtschaft eindeutig nach. Die Sterbeurkunde ist nicht erforderlich.

Gruß DL

Sir Michael 19.03.2013 14:46

Dankeschön!
 
Na, dann weiß ich ja Bescheid. Übrigens hat mein Vater damit nichts zu tun, der ist Holsteiner. Mir geht's um Opa...

Gruß
Michael

Joanna 19.03.2013 15:52

Zitat:

Zitat von Sir Michael (Beitrag 627177)
Na, dann weiß ich ja Bescheid. Übrigens hat mein Vater damit nichts zu tun, der ist Holsteiner. Mir geht's um Opa...

Gruß
Michael

Hallo Michael,

das kommt davon, wenn nicht jeder User ein eigenes Thema sein eigen nennt.

Tschuldigung.

Gruß Joanna

rionix 04.04.2013 22:54

Guten Abend zusammen,

also auch der Erhalt von Kopien aus Personenstandsbüchern ist möglich. Ich habe heute den Taufeintrag meines Vaters, den Sterbeeintrag einer Urgroßmutter sowie den Trauungseintrag meiner Großeltern in Kopie erhalten. Notwendig hierzu war ein Anschreiben, die Nachweise der direkten Verwandtschaft in Form der entsprechenden Geburtsurkunden sowie ein 200.- Kc Schein. Die Scans waren in einer hervorragenden Qualität. Die Gebühren richten sich nach der Anzahl der zu kopierenden Seiten. Ein einseitiger Scan kostet 15.- Kc, ein zweiseitiger (vor allem bei Tauf- bzw. Traueinträgen) kostet 30.- Kc. Im Preis inbegriffen ist die Beglaubigung der Kopien. Das Wechelgeld bekam ich auf die Krone genau per Post mit den Fotokopien.

rionix 26.11.2013 11:03

Bezahlung von Verwaltungsgebühren
 
Hallo zusammen,

es wurde hier kürzlich erst besprochen. In der Zwischenzeit habe ich mal ein Standesamt angeschrieben, mit welchem ich schon öfter zu tun hatte. Da es aber viele interessieren dürfte, poste ich die Antwort hier.
  • Die Begleichung der Verwaltungsgebühren hat grundsätzlich in tschechischer Währung zu erfolgen.
  • Die Bezahlung muß immer vorab erfolgen und kann sowohl in bar als auch per Überweisung (in CZK!) erfolgen.
  • Einzige Ausnahme: bei Zustellung der Urkunden über die tschechische Botschaft, hier erfolgt vorab ein Gebührenbescheid. Dieser ist in EURO zu begleichen.
Soll der Betrag überwiesen werden, muß man vorher die Bankverbindung und das Kassenzeichen erfragen. Vermutlich wird man die Bankverbindung in dieser Form mitgeteilt bekommen: 00-0000000000/0000 In diesem Falle kann man sich hier die SEPA-Bankverbindung berechnen lassen:

http://www.iban-rechner.de/bic_und_iban.html

Da es sich in diesem Falle um eine Fremdwährungsüberweisung handelt, sollte man sich vorher über die Gebühren informieren. Die VR-Bank in meiner Stadt verlangt stolze 11.50 Euro.

Grundlage für die entstehenden Verwaltungsgebühren ist das Gesetz 634/2004 Sb. Die uns interessierenden Gebührentatbestände sind im Anhang Teil1 geregelt.


Für uns sind besonders wichtig:
  • Položka 2: "a) Einsichtnahme in Personenstandsbücher oder Urkundensammlungen."
  • Položka 3: "a) Herausgabe von Abschriften, Kopien aus Büchern, Sammlungen etc."
  • Položka 3: "b) Herausgabe von Abschriften von (Personenstands-) Urkunden."

Mitteleuropäer 03.12.2013 14:24

Hallo Ex-DeutschLehrer und Rionix,

in Euern Beiträgen sehe ich einen Widerspruch. Klappt es nach wie vor nach der Variante Formular+Geld+Verwandtschaftsnachweis (Beitrag 89) oder ist das nicht mehr / nur noch mit Beglaubigung möglich (Beitrag 83)?

Danke
Mitteleuropäer

rionix 03.12.2013 15:17

Tach Mitteleuropäer,

mir ist auch nur über das Forum bekannt, daß für Anträge welche die Ausstellung von Urkunden etc. betreffen, eine Beglaubigung der Unterschrift auf dem Antrag erforderlich ist. Die entsprechende gesetzliche Grundlage kenne ich nicht. Ich habe in diesem Jahr bereits mehrfach Kopien aus Personenstandsbüchern bekommen ohne daß jemand eine beglaubigte Unterschrift haben wollte. Ich würde sagen: Versuch macht kluch!

Mitteleuropäer 03.12.2013 15:34

Hallo Rionix,

danke für den hilfreichen Kommentar, dann werde ich mein Glück tatsächlich mal versuchen...

Viele Grüße
Mitteleuropäer

rionix 03.12.2013 16:18

Alles klaro, viel Erfolg! Eine Bitte: wenn Du als Antwort bekommst daß eine beglaubigte Unterschrift erforderlich sei, stelle mal bitte die im Schreiben sicherlich aufgeführte gesetzliche Fundstelle hier ins Forum!

Mitteleuropäer 03.12.2013 16:40

...mach ich natürlich, auch wenn mir natürlich eine andere Antwort lieber wäre.

Brief geht wohl noch diese Woche raus.

Gruß
M.

Dinchen84 16.01.2014 13:00

Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt alles durchgelesen und bin total verwirrt ... ...
Mein Opa wurde in Görkau Kreis Komotau 1923 geboren. Welches Standesamt ist denn hier für zuständig? Wo finde ich die Adresse?

habe ich das richtig verstanden,dass ich die pdf-Datei ausfülle zusammen mit 100 CZK und dem Nachweis,dass ich mit der Person,von welcher ich die Urkunde beantrage verwandt bin?

Entschuldigt bitte,wenn ich noch mal genau nachfrage und schon mal vielen Dank :)

schöne Grüße aus Düsseldorf ;)

rionix 16.01.2014 15:16

Hallo Dinchen84,

willkommen im Forum!

Das zuständige Standesamt findest Du zum Beispiel unter www.risy.cz > dort unter obce den gesuchten Ort eingeben.

Für Görkau ist das Standesamt Görkau zuständig:

Městský úřad Jirkov - Matrika
nám. Dr. Beneše 1
CZ 43111 Jirkov

Ansonsten hast Du alles richtig verstanden. Und wenn du noch Fragen hast: fragen! :)

Dinchen84 16.01.2014 17:40

Vielen Dank für deine Antwort. Dann bin ich jetzt mal gespannt,ob das auch alles klappt.

:)

Dinchen84 17.01.2014 09:23

Nachweise habe ich jetzt alle und die CZK habe ich bestellt :)
Jetzt würde ich gerne noch wissen,ob ich ein extra Briefumschlag bei legen soll mit meiner Adresse oder übernehmen die vom Standesamt das Porto?

Vielen Dank ;)

rionix 17.01.2014 09:37

Guten Morgen,

nein, einen Rückumschlag brauchst Du nicht beilegen. Und in den 100.- böhmischen Kronen ist das Porto (~70.- CZK) schon mit drin. :) Eine sehr preiswerte Sache also... ;)

Dinchen84 23.01.2014 22:39

Vielen Dank für deine Antwort rionix ... ;)

Divi:* 04.02.2014 11:04

Hallo alle zusammen,
ich habe diese Antwort auf meine Nachfrage bekomme ( ich wollte Einsicht in eine Geburtsurkunde einer evtl. Tante):

Dobrý den,



Na základě doručeného emailu Vám sdělujeme následující:



Podle zákona č. 301/2000 Sb., o matrikách, jménu a příjmení a o změně některých souvisejících zákonů, ve znění pozdějších předpisů (dále jen zákon o matrikách), matriční úřad vydá matriční doklad, nebo povolí nahlédnout do matriční knihy a činit výpisy z nich v přítomnosti matrikáře

a) fyzické osobě, které se zápis týká, nebo členů její rodiny, jejím sourozencům …. (§25 odst. 1 a) zákona o matikách).

Doslovný výpis z matriční knihy se vydává

a) fyzické osobě uvedené v odstavci 1 písmeno a) (viz. výše).



Za členy rodiny se pro účely tohoto zákona považuje manžel, partner, rodiče, děti, prarodiče, vnuci a pravnuci (§ 8a odst. 6 zákona o matrikách).



Vzhledem k tomu, že nespadáte do okruhu oprávněných osob (jedná se o Vaší tetu), nelze poskytnout požadovaný zápis narození.





V případě, že by se jednalo o osobu, která spadá do okruhu oprávněných osob, je nutné podání žádosti v českém jazyce. Musí být doložena oprávněnost k vydání matričního dokladu (např. rodný list, oddací list ….. – doklad musí být doložen v originále nebo úředně ověřené kopii a musí mít náležitosti veřejné listiny - opatřen ověřovací doložkou „Apostille“ a úředním překladem do českého jazyka českým soudním tlumočníkem). Dále musí být za vydání matričního dokladu uhrazen správní poplatek ve výši 100 Kč.

Habe sie in den google-Übersetzer eingegeben. Aus der sehr gebrochen deutschen Übersetzung reimte ich mir zusammen, dass ich keine Auskunft bekomme, da keine direkte Verwandte. Diese aber mit entsprechenden Unterlagen und besagten 100 Kronen berechtigt wären. Was mir jetzt nicht so ganz klar ist, da der Satz für mich nach Übersetzung keinen Sinn ergibt: Ist eine Schwester auskunftsberechtigt? Vielleicht kann mir von euch jemand besser übersetzen als google? Das wäre furchtbar nett und würde mir sehr weiter helfen. Vielen lieben Dank schon mal im Voraus :)

rionix 04.02.2014 12:32

Auweia, die machens Dir aber schwer. Ja, die Schwester ist auskunftsberechtigt, siehe auch Dein anderer Thread in der Plauderecke.

Zitat:

a) fyzické osobě, které se zápis týká, nebo členů její rodiny, jejím sourozencům …. (§25 odst. 1 a) zákona o matikách).
sourozenci = Geschwister

Viel schlimmer ist, daß Du entweder die Originaldokumente hinschickst oder Du die Kopien mit einer Apostille versehen läßt. In jedem Fall ist eine amtliche Übersetzung in die tschechische Sprache durch einen vereidigten Dolmetscher notwendig. Komisch ist, daß es völlig unterschiedlich gehandhabt wird. Ich glaube fast, daß es die einfachste Variante in diesem Fall wäre im nächsten Urlaub selbst hinzufahren...

Divi:* 04.02.2014 13:17

Die Geburtsurkunde meiner Mutter ist schon auf den Postweg zu mir. Da habe ich schon 10€ investiert, damit ich nicht ihre eigene wegschicken muss. Ich hoffe aber, ich bekomme sie wieder, für weitere Recherchen. Aber das mit dem amtlichen Dolmetscher ist ja heftig. Das hat mir der goolge-Übersetzer verschwiegen :roll:...Für was soll das denn gut sein? Wollte mir mein Schreiben jetzt eigentlich von ner tschechischen Nachbarin übersetzen lassen. Meint ihr es wäre sinnvoll, es einfach mit einem höflichen netten Brief ohne amtlichen Dolmetscher zu versuchen oder ist die Gefahr zu groß, dass die Urkunde weg ist und ich trotzdem keine Auskunft kriege. Naja, vielleicht kann ich meine Mutter überreden, dass wir im Frühling mal nen Ausflug in die alte Heimat des Opas machen... Danke für deine schnelle Antwort :)

rionix 04.02.2014 15:20

Hallo Divi,

gerne.

Zitat:

Zitat von Divi:*
Aber das mit dem amtlichen Dolmetscher ist ja heftig. Das hat mir der goolge-Übersetzer verschwiegen

In der Mail vom Standesamt steht es:

Zitat:

a úředním překladem do českého jazyka českým soudním tlumočníkem
...und amtlicher Übersetzung in die tschechische Sprache durch einen Gerichtsdolmetscher.

So würde ich das übersetzen, aber ich denke das paßt. Frag mal Deine Nachbarin was die sagt.

Viel Erfolg!

HugoHabicht 06.02.2014 02:14

Hallo,

hier geht es zwar um Standesämter, das ganze ist aber sicher auch auf den Umgang mit Matrikenämtern anwendbar?

Ich habe auf der Suche nach dem Aufbewahrungsort neuerer Bücher, die noch nicht online sind, Frau Kopečková im Pilsener Archiv angeschrieben, die mich für die Bücher von Tinchau (= Pfarrei Prostibor) und Kostelzen ans Matrikenamt Kladrau (Kladruby), für die Bücher von Poppowa (= Pfarrei Obersekerschan) ans Matrikenamt Hermannshütte (Hermanova Hut) verwiesen hat.

Vom Matrikenamt Kladrau habe ich dann auf meine Bitte um die Anfertigung einiger Kopien folgende Antwort erhalten:

k Vámi zaslané žádosti Vám sdělujeme, že tuto žádost je nutné zaslat v českém jazyce v souladu s ustanovením § 16 zákona č. 500/2004 Sb., správní řád ve znění pozdějších předpisů a s náležitostmi dle ustanovení zákona č. 201/2000 Sb., o matrikách, jménu a příjmení a o změně některých souvisejících zákonů. Po té budeme Vaši žádost řešit.

Übersetzung per Google:

zu dem Sie die Anfrage gesendet, um Sie zu informieren, dass dieser Antrag muss in der tschechischen Sprache in Übereinstimmung mit § 16 des Gesetzes Nr. eingereicht werden 500/2004 Coll., die Verwaltungs-Code, geändert und Anforderungen nach den Bestimmungen des Gesetzes Nr. 201/2000 Slg.. auf Registern, Name und Vorname und die Änderung der entsprechenden Gesetze. Danach werden wir Ihre Anfrage bearbeiten.

Damit kann ich leider nicht viel anfangen - was genau soll ich da machen?

Tut man sich vor Ort allgemein leichter als bei schriftlichen Anfragen?

Ich bin direkter Nachfahre aller gesuchten Personen (Enkel, Urenkel usw.); nur einmal geht es auch um die mittlerweile sämtlich verstorbenen Geschwister meiner Großmutter.

Viele Grüße,
Hugo

rionix 06.02.2014 08:34

Morjen Hugo,

das heißt ganz einfach, daß der Antrag in tschechischer Sprache und gemäß den Anforderungen des Gesetzes 201/2000 Sb* zu stellen ist. Hier in diesem Thread ist ein Antragsformular verlinkt.

* hier hat sich die Dame oder der Herr vertippt, ich vermute das Gesetz 301/2000 Sb. ist gemeint.

HugoHabicht 07.02.2014 00:38

Hallo Mario,

danke für die Antwort! Das Formular habe ich gefunden, und ich habe auch den ganzen Thread hier durchgelesen. Ich habe halt das für den Ahnenforscher typische Problem, daß ich eben keine exakten Daten kenne, sondern danach gesucht werden müßte. Das nächste Problem ist, daß ich jeweils gerne Scans oder Kopien hätte und nicht nur eine einfache Bestätigung über Geburt, Heirat oder Tod. Abgerundet wird das dadurch, daß natürlich auch Geschwister der direkten Vorfahren interessant sind.

Wie flexibel und umgänglich sind die Ämter denn, wenn man einmal vorbeischaut? Hat jemand konkrete Erfahrungen mit den Matrikenämtern Kladrau (Kladruby) und Hermannshütte (Hermanova Hut)?

Danke und viele Grüße,
Hugo

rionix 07.02.2014 09:54

Morjen Hugo,

ohne exakte Daten ists eher schlecht. Aber wenn man das Datum und den Ort des Ereignisses so halbwegs eingrenzen kann und man mal nett fragt stehen die Chancen so schlecht nicht. Zu Geschwistern von Vorfahren wirst Du denke ich auf schriftlichem Wege keine Auskunft erhalten.

Zitat:

Das nächste Problem ist, daß ich jeweils gerne Scans oder Kopien hätte
Nö, ist kein Problem. Kopien aus Personenstandsbüchern sind im Gesetz 301/2000 Sb. grundsätzlich vorgesehen. Es kommt natürlich auf den Zustand des entsprechenden Buches an.

Ansonsten würde ich sagen: es kommt auf einen Versuch an. Auch die Einsichtnahme vor Ort ist im genannten Gesetz vorgesehen. Dann macht es sich aber gut wenn Du Dich auf tschechisch verständigen kannst oder jemanden in Begleitung hast der diese Sprache spricht.

rionix 23.04.2014 21:29

Änderungen im tschechischen Personenstandsgesetz
 
So wie es aussieht, hat das tschechische Personenstandsgesetz einige Änderungen erfahren. Eine aktuelle Version gibt es hier:


http://www.zakonyprolidi.cz/cs/2000-301


Neben einigen Änderungen welche eingetragene Partnerschaften betreffen, hat der für uns relevante §25 unter anderem einen §25b erhalten, hier der Wortlaut:



§ 25b


(1) Matriční úřad vydá fyzické osobě matriční doklad nebo povolí nahlédnout do matriční knihy a činit výpisy z ní v přítomnosti matrikáře, uplynula-li od provedení dotčeného zápisu v matriční knize lhůta 100 let u knihy narození, 75 let u knihy manželství nebo knihy partnerství a 30 let u knihy úmrtí.


Sinngemäß: “Das Matrikenamt gibt natürlichen Personen Personenstandsdokumente aus oder gewährt Einsichtnahme in die Personenstandsbücher und erstellt Auszüge in Gegenwart des Matrikenverwalters, wenn seit der Erstellung des Eintrages 100 Jahre in Geburtsbüchern, 75 Jahre in Trauungsbüchern oder Partnerschaftsbüchern und 30 Jahren in Sterbebüchern vergangen sind.”


Das würde für mich heißen, daß Einträge nach 100/75/30 Jahren unabhängig von einem Verwandtschaftsverhältnis verfügbar sind.


Ich bin kein Tschechischexperte, daher ohne jegliche Garantie! Vielleicht kennt jemand jemanden, der den Text wortgetreuer als ich übersetzen kann.

Kasstor 19.05.2014 15:33

Hallo,

Zitat: Das würde für mich heißen, daß Einträge nach 100/75/30 Jahren unabhängig von einem Verwandtschaftsverhältnis verfügbar sind.

also in etwa wie in Deutschland. Ich hätte eine Geburt 1926 in Vodnany, da ist dann ja zunächst nichts zu machen.

Frdl. Grüße

Thomas

bcfrank 24.09.2014 22:13

Wer kann mir helfen bei der Standesamtssuche?
 
Hallo!

Ich erbitte Eure Hilfe bei einer vermutlich einmaligen Anfrage einer Geburtsurkunde in Tschechien. Mein Opa wurde - so die mündliche Überlieferung - auf der Durchreise von Österreich nach Deutschland in Pilsen geboren, und zwar im Jahr 1913. Ich verstehe kein Wort tschechisch, habe leider auch keinen Tschechen im Bekanntenkreis und habe deshalb dieses Musterformular ausgefüllt.

http://www.genealogy.net/reg/SUD/images/formular-cz.pdf

Hat jemand die Adresse des Standesamts Pilsen, oder werden die Geburtenregistern dort auch nach 100 Jahren in ein Archiv überführt (diese Grenze hätte ich ja nun gerade überschritten :(). Hätte dann jemand die Adresse des Archivs zur Hand? Optimalerweise natürlich die Email-Adresse?

Vielen Dank für Eure Unterstützung
& Beste Grüße
bcfrank

rionix 25.09.2014 08:54

Guten Morgen bcfrank,

Taufbücher sind (zumindest für den Bereich Pilsen Innenstadt) nur bis 1912 im Archiv verfügbar. Die jüngeren befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Standesamt Pilsen. Hier sind die Kontaktdaten: [klick] Mit dem Musterformular kannst Du eigentlich nichts verkehrt machen.

Viel Erfolg!

bcfrank 25.09.2014 12:37

Danke!
 
Zitat:

Zitat von rionix (Beitrag 773280)
Guten Morgen bcfrank,

Taufbücher sind (zumindest für den Bereich Pilsen Innenstadt) nur bis 1912 im Archiv verfügbar. Die jüngeren befinden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit im Standesamt Pilsen. Hier sind die Kontaktdaten: [klick] Mit dem Musterformular kannst Du eigentlich nichts verkehrt machen.

Viel Erfolg!

Super, da werde ich es probieren (posta ät plzen.eu).
Vielen Dank!

bcfrank 04.11.2014 19:20

Erfahrungsbericht
 
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hallo,

hier nun ein kurzer Bericht: Ich habe zuerst das Standardformular ausgefüllt incl. Unterschrift eingescannt und als pdf an posta ät plzen.eu geschickt. Die freundliche Antwort kam sofort: (1) bitte die Urkunde per Post mit Original-Unterschrift anfordern, Email wird hier nicht akzeptiert (2) die Urkunde würde sogleich gesucht werden, bitte schon mal 100 Kronen auf gegebene Bankverbindung überweisen. So geschehen. 10 Tage später kam die Urkunde als Einschreiben mit Rückschein per Post.

Besonders schön: die Geburtsurkunde von 1913 kam in einer schön verzierten Deko-Papphülle, vermutlich für Neugeborenenanzeigen
:sensationell:
Sehr schön! Schade, dass nicht noch mehr meiner Vorfahren aus Tschechien kommen.

Beste Grüße
bcfrank

rionix 04.11.2014 20:32

Hallo bcfrank,

danke für die Rückmeldung, eine Frage noch: Hast Du Verwandtschaftsnachweise mit eingereicht oder wurden diese angefordert? Konkret gehts mir um den neuen §25b im Gesetz 301/2000 Sb, nach dem Taufeinträge älter als 100 Jahre unabhängig vom Verwandtschaftsgrad erhältlich sein müßten.

bcfrank 07.11.2014 22:27

Hallo,
ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen - eine Scankopie meines Personalausweises (beidseitig) hatte ich bei der ersten Anfrage per Email unaufgefordert angehängt. In meinem Fall wurde nicht nach weiteren Dokumenten gefragt.
Viele Grüße
bcfrank

rionix 07.11.2014 22:48

Alles klar, vielen Dank! Dann scheint der 25b bekannt zu sein und angewendet zu werden... ;)

wied25 08.04.2015 16:07

Hallo,

zwei Jahre nach meinem vergeblichen Versuch (siehe meinen Beitrag #82 weiter oben) habe ich nun endlich den Geburts-/Taufregistereintrages meines Vaters (geb. 1929) erhalten. Eine amtliche Beglaubigung meines Antrages mittels Apostille ist wohl nach der aktuellen Rechtslage nicht mehr notwendig.

Ich habe das passende Formular von der Seite

http://www.mzv.cz/berlin/de/visa_und...n_aus_der.html

ausgefüllt und mich mittels Kopie meines Personalausweises und meiner eigenen Geburtsurkunde als Angehörigen ausgewiesen.

Nach rund drei Monaten bekam ich Post von der tschechischen Botschaft, dass der Registereintrag jetzt dort vorliege und ich 10 € Gebühren (5 € pro Seite) überweisen möge. Nachdem ich das getan hatte bekam ich nach einer Woche den Registerauszug mittels Einschreiben (mit Rückschein, eigenhändig zu unterschreiben!) zugestellt.

Da ich nach den Beiträgen hier den Eindruck habe, dass die Standesbeamten durchaus unterschiedlich handeln, empfehle ich, immer diesen Weg über die Botschaft zu wählen. Das spart vielleicht enttäuschende Zwischenergebnisse.

Ein wenig belustigt bin ich, weil die 10 € Verwaltungsgebühr schon fast allein für das Porto innerhalb der Bundesrepublik draufgingen.

Grüße
Udo

Tora 12.10.2015 19:37

Hallo zusammen,

ich möchte gerne die Geburts/Heirats und Serbeurkunden meines Vaters und meines Großvaters in Liberec anfordern.

Meine Frage: Wo genau muss ich das hinschicken - verstehe kein Wort tschechisch außer prosim :-)
Wieviel Kronen muss ich dem Brief beilegen? Für jede U'rkunde 100?

Und am Rande: wie bekomme ich dieses Häkchen auf c, z. usw.?

Danke Euch,

Tora


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