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-   -   Flüchlinge in den Lagern in Dänemark 1945-1949 (https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=194527)

Benpaetz 23.09.2020 16:49

Flüchlinge in den Lagern in Dänemark 1945-1949
 
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1945-1949
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Dänemark
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):


Hallo Zusammen.
Zur Zeit sammel ich Informationen über die Zeit im Flüchtlingslager in Dänemark.
Hier ein ganz lieben Dank an Olaf Berg Nielsen ,der sehr viel dazu beiträgt die Zeit unserer Vorfahren nicht zu vergessen.

Ich würde gerne mit Nachfahren u. Zeitzeugen kleine Berichte hier sammeln. Natürlich nur jeder was er dazu beitragen mag. Das können Informationsfetzen sein oder auch Tagebucheinträge.
Mit Hilfe dieser Sammlung schaffen wir es vielleicht ein klein wenig diese Zeit unserer Vorfahren lebendig werden zu lassen.
Wer mag schreibt einfach hier rein , welche Person(-en), welches Lager ,woher sie kamen u. wohin sie nach Deutschland gingen. Und dann was man noch so schreiben mag.

Ich fange mal an:
Meine Grossmutter Auguste Paetzel mit ihren beiden Töchtern Waltraut Edith u. Elli.
Sie kamen aus Kuckerneese, Kreis Heydekrug, Ostpreussen mit dem Schiff Orion , so viel ich weiss.
Zuerst waren sie in Kopenhagen untergebracht u. dann später im Lager Aarnborg Ost.
Erst ca. 1948 konnten sie nach Deutschland u. sind nach Cappeln bei Detmold.
Mit Hilfe von Olaf habe ich herausgefunden , dass meine Tante Elli in Aarnborg konfirmiert wurde.
Die einzige Erzählung meiner Mutter war, dass sie oft Hunger hatten u. schimmeliges Brot gegessen haben.

Ich freue mich auf eure Beitrage
Lg. Michaela alias Benpaetz

OliverS 23.09.2020 21:49

Hallo, das Elli konfirmiert wurde steht ja in der Datenbank als Hinweis mit drin, die kennst du oder?
Aber von Waltraut Edith steht dort nichts ? Es gibt noch ein Michael.
http://westpreussen.de/pages/forschu...-daenemark.php

Ich war schon öfters beim Friedhof Oksböl, dort liegen die Bücher aus, und ich hatte nach den Vorfahren meiner Frau gesucht. Auf dem Gelände des ehemaligen Lagers wird, so war der Plan, eine Informationsstätte gebaut.
Vielleicht kann Olaf etwas sagen, ist die Planung noch oder wird schon gebaut?

Grüße
Oliver

Olaf Berg Nielsen 24.09.2020 09:35

Hallo Michaela

Das Flüchtlingslager wo deine Familie war, heißte Aalborg Ost (nicht Arnborg).

Hier ist eine die viele Berichte: "Flucht aus Ostpreußen nach Aalborg":

https://www.grafschafter-geschichte.de/flucht-1945

Gruß Olaf

Benpaetz 24.09.2020 09:49

Vielen Dank Oliver.S und Olaf

henry 24.09.2020 16:13

Hallo,


Flucht von der Försterei Friedrichsfelde nach Dänemark
Flüchtlingslager Öksböl/Gammel/Skallerup
mit Hilfskreuzer "Orion" am 12 April - Kopenhagen
Erinnerungen von Karl-Georg Mix

Quelle:Ortelsburger Heimatbote 2009
Seite 114 - 116

Briefe aus dem Flüchtlingslager Oxböl
Klaus Schneider/Rudolf Gromm

Quelle:Ortelsburger Heimatbote 2010
Seite 171

Lager Grove Dänemark
Einsegnung
Lagerpfarrer 14.Juli 1946

Quelle:Ortelsburger Heimatbote 2010
Seite 43

Benpaetz 24.09.2020 17:37

Vielen Dank Henry. Kann man diese auch beziehen. auf deren Seite habe ich keinen HInweis gefunden.
Lg BenPaetz

UrsulaK 24.09.2020 20:07

Hallo

Die Eröffnung des Museums in Oksbøl ist für 2022 gebplant.
https://vardemuseerne.dk/de/museum/flugt-de/

Benpaetz 24.09.2020 22:01

danke euch

raseroma114 25.09.2020 17:58

Flucht nach Dànemark
 
Hallo, aus Erzählungen meiner Mama , sie war damals noch ein Kind flüchtete ihre Mutter mit 5 Kindern ( der kleinste war 5 Jahre alt) von Ostpreussen mit einem Schiff (Deutschland oder Großdeutschland hieß es wohl)

nach Dànemark. Sie mußten ùber die zugefrorenen Ostsee laufen, viele Menschen und Pferde mit ihren Wagen sind im Eis ertrunken. Meine Mama erzàhlte, daß es bitterkalt war, sie hätten nur Zucker zu essen, es kamen russische Tiefflieger ùber das Eis, sie schossen einfach in die Flùchtlingsmenge hinein.

Meine Tante soll sich auf das Eis gelegt haben, weil sie keine Kraft mehr zum laufen hatte. Sie mußten dann auch von Eisscholle zu Eisscholle springen, weil es an vielen Stellen eingebrochen war.
Auf dem Schiff sollen katastrophale Zustände geherrscht haben, viele verwundete Soldaten, Kinder, Frauen und Mànner.
Meine Oma ist dort sehr krank geworden und wurde im Lazarett behandelt.
In Dänemark angekommen schliefen sie in Schulen, in der Kirche und in Scheunen.
Dann kamen sie in ein Lager, ( Lager Krokodil) welches mit Stacheldraht umzäunt war. Aber sie bekamen etwas zu essen, konnten sich waschen und bekamen frische Kleidung.
Nach 2 Jahren kamen sie dann nach Deutschland. Da mein Onkel im Osten war, entschied sich meine Oma dorthin zu gehen, weil sie auf Unterstützung hoffte. Nach der Wende bekam meine Mama Bescheid, daß ihr Vater in einem russischen Speziallazarett verstorben ist, unweit von ihrem Heimatort.


Ich weiß nicht, wie sie das alles ùberstanden hat. Es ist einfach unvorstellbar für mich. obwohl sie noch Glück hatten, viele Familien haben es nicht ùberlebt. (Meine Tante hatte auch ein Tagebuch von dieser schrecklichen Zeit geschrieben).
In der Hoffnung, man nimmt es mir nicht ùbel, wenn ich zu weit ausgeholt haben sollte.


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