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MartinaOE 13.02.2012 18:27

Vorgehen bei Auskunftsersuchen Standesamt
 
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum:
Genauere Orts-/Gebietseingrenzung:
Fernabfrage vor der Beitragserstellung genutzt [ja/nein]:
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive, Datenbanken):


Hallo,
ich möchte eine Auskunft aus Butovice/ Studenka über den Verbleib meiner Großmutter erhalten, die 1913 auf jeden Fall dort gelebt hat. Wenn ich das dortige Standesamt anfrage,
  • kann ich das auch in deutsch tun,
  • gibt es Besonderheiten, die zu beachten sind und
  • was ist mit Gebühren?
Vielen Dank schon jetzt für hilfreiche Hinweise! :help:
Viele Grüße
Martina

rionix 14.02.2012 07:46

Guten Morgen Martina,

hast Du schonmal in den Gebietsarchiven nachgeschaut ob für den fraglichen Zeitraum Kirchenbücher vorhanden sind? Auch lohnt sich ein Blick auf familyserach.org, dort sind inzwischen viele Volkszählungslisten online gestellt worden, eine sehr interessante Sache!

Zu den Standesämtern:

Anfragen an Standesämter solltest Du möglichst in tschechischer Sprache stellen, notfalls mit google Translator. Bei Auskünften über Personen die noch den gesetzlichen Schutzfristen unterliegen wird ein Nachweis der direkten Verwandtschft gefordert. Für die Ausstellung von Personenstandsurkunden gibt es eine "teuere" und eine "preiswerte" Variante: Bei der teueren Variante läßt man sich die Urkunden per Nachnahme über die tschechische Botschaft schicken, kostet rund 12.- Euro und dauert gut 3 Monate. Bei der preiswerten Variante legt man seinem Ersuchen 100.- tschechische Kronen in bar (etwa 4.- Euro) bei und man bekommt die Urkunde nach ca. 3 Wochen direkt vom Standesamt. Alle anderen Gebühren sind mir nicht bekannt.

Viele Grüße und viel Erfolg!

Mario

MartinaOE 14.02.2012 11:06

Danke Mario,
kann ich wohl auch 5 Euro in bar zu dem Brief legen?
LG Martina

rionix 14.02.2012 14:56

Zitat:

Zitat von MartinaOE (Beitrag 504164)
5 Euro in bar zu dem Brief legen?

Glaube nicht das dies funktioniert. Offizielle Währung ist in Tschechien die Krone, da müßte der Amtsmitarbeiter erstmal zur nächsten Bank und tauschen :) Tschechische Kronen bekommst Du eigentlich in jeder größeren Stadt. Wenn es zuweit weg ist, suche mal im Netz nach Onlineshops für Banknotensammler. 100.- Kronen Scheine in der schlechtesten Erhaltungsqualität (für unsere Zwecke aber völlig ausreichend) bekommt man schon fast zum normalen Wechselkurs ;) Ausgabejahr ab 1993 und Achtung: 20.- und 50.- Kronen Scheine sind soviel ich weiß nicht mehr gültig!

Gruß
Mario

MartinaOE 15.02.2012 19:12

Herzlichen Dank Mario!
Ich habe mir heute CZK besorgt und werde morgen die per Google übersetze Anfrage verschicken. Hoffentlich hält man mich in Studenka nicht für eine kpl. Idiotin :o , ich kann ja nicht prüfen, ob die Übersetzung korrekt ist. Bin mal gespannt....
Liebe Grüße
Martina

fxck 15.02.2012 19:34

Hallo Martina,

ich würde abraten, Geld in bar zu senden. Zum einen gibt es auch in CZ soetwas wie Korruptionsbekämpfung (was sicher nicht überall ganz erfolgreich ist), zum anderen schickt Dir ein normales Standesamt eine Rechnung, die Du dann (z.T. sogar in Euro!) begleichen kannst. Ansonsten kannst Du auch dann die Kronen in bar verschicken... Aber lieber nicht schon vorher!!

Liebe Grüße,
Anton

rionix 16.02.2012 08:03

Guten Morgen Anton,

also ich habe in den vergangenen 2 Jahren 10 Urkunden beschafft und bisher mit meiner Vorgehensweise ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. Einmal hatte ich kein Geld beigelegt, da bekam ich tatsächlich eine Rechnung, allerdings nicht vom Standesamt sondern von der tschechischen Botschaft in Berlin. Die konnte ich dann in Euro begleichen. Kann man generell so machen, dauert aber gut 3x so lange und ist 3x so teuer...

Gruß
Mario

fxck 16.02.2012 16:46

Hallo Mario,

also wenn es klappt, is es ja okay... Aber ich persönlich würde es nicht unbedingt machen... ;)

Liebe Grüße,
Anton

DeutschLehrer 16.02.2012 17:22

Zitat:

also wenn es klappt, is es ja okay... Aber ich persönlich würde es nicht unbedingt machen... ;)
Die Alternative ist der "große Dienstweg" = langes Warten + hohe Kosten.
Es hat sich einfach bewährt und ich kenne noch keinen Fall, bei dem das schiefgegangen wäre.

Gruß DL

PS: Ich empfehle immer noch, einen adressierten Rückumschlag beizulegen.

MartinaOE 21.02.2012 14:50

abwarten
 
Vielen Dank Ihr Lieben!
Den Brief (ausgestattet für den "kleinen" Dienstweg= inkl. CZK) habe ich am Samstag aufgegeben. Ich werde ja in einiger Zeit sehen, ob dies der richtige Weg war, auf jeden Fall werde ich vom Ergenis berichten!

:kuss:


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