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Silke Schieske 18.03.2019 21:31

Wie wahrscheinlich wäre es wenn ...
 
Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: um 1824
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung:
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):



Hallo ihr Lieben,


Ich stehe seit geraumer Zeit vor der Frage geheiratet oder nicht:roll:
Es geht um folgendes


Mein 3xUrgroßvater Christian August Köhn ist unehelich am 11.07.1824 in Busch/Iden, Osterburg geboren. Eltern Christian Friedrich Köhn Tagelöhner zu Busch und Katharina Dorothea Garlipp. Sie ist seine Hauswirtschafterin.


1851 heiratet mein Christian August in Petersmark und als Eltern Christian Friedrich Köhn Handarbeiter zu Osterburg und seine daselbst verstorbene Ehefrau Catharine Dorothee Garlipp. Der Vater hat mündlich zur Trauung eingewilligt.



Und hier beginnt das Desaster. Eine Eheschließung der Eltern ist weder in Busch, Osterburg oder in der Umgebung zu finden. Das gleiche gilt auch für ein Sterbeeintrag der Mutter. Ich habe von 1851 rückwärts das KB Osterburg nach der Beerdigung der Mutter durchsucht- nichts8o


Da mein Christian August den FN des Vaters trotz unehelicher Geburt bereits bei der Taufe trägt gehe ich mal davon aus, das die Eltern die Absicht hatten noch zu heiraten bzw auch kurz vorher bereits geheiratet haben könnten( obwohl es hier dann einen Nachtrag des Pfarrers gegeben hätte). Leider kann ich auch keine Trauung 1824 in der Umgebung finden.


Wie wahrscheinlich wäre es hier jetzt, dass meine 4xUrgroßeltern nie geheiratet haben? Oder habe ich die Trauung nur noch nicht gefunden? Ich kann mir so gar nicht vorstellen, dass sie aus heiterem Himmel auftauchen und auch wieder verschwinden:wink:


Wer hat hier eine Idee für mich?


Vielen Dank
LG Silke

AKocur 18.03.2019 22:03

Hallo,

Gibt es in Busch, Osterburg oder Umgebung weitere Kinder des Paares Köhn/Garlipp? Bzw. sind Geschwister des Christian August bekannt (evtl. durch Patenschaften bei seinen Kindern)? So könnte man evtl. des Todeszeitraum für die Mutter einschränken.
Der Beruf als Tagelöhner könnte die Familie auch (zeitweilig) in einen weiter entfernt gelegenen Ort verschlagen können, wo dann evtl. geheiratet wurde oder die Mutter verstarb (dann wäre das "verstorben daselbst" im Traueintrag des Sohnes ein Fehler). Meine Tagelöhner waren jedenfalls teilweise ziemlich mobil (man ging halt dahin, wo gerade Arbeitsmöglichkeiten sind).

LG,
Antje

Friedrich 18.03.2019 22:42

Moin Silke,

wurden denn die Ehefrauen alle mit ihrem Mädchennamen angegeben? Hasz Du den Sterbeeintrag der Frau? Sie ist ja laut Eintrag schon tot gewesen, als der Sohn starb. Gibt es weitere Geschwister von ihm, wo vermerkt ist, ob die auch unehelich waren?

Friedrich

Silke Schieske 18.03.2019 23:12

Hallo Antje und Friedrich,


Geschwister konnte ich keine finden. Daher bin ich davon ausgegangen, dass die Mutter möglicherweise auch schon um die 40 Jahre alt war. Ich denke mal das eine jüngere Frau auch nicht zwingend eine Hauswirtschafterin wäre. Das wäre auch ein weiterer Aspekt zu sagen, dass mein Christian Friedrich möglicherweise gutes Geld verdiente, denn eine Haushälterin will auch bezahlt werden.:wink: Ich habe schon geschaut, ob der Vater evt schon mal verheiratet gewesen sein könnte. Die Namenskostelation gibts zu Hauf. Bisher geht nur aus einer Trauung hervor das der Bräutigam schon mal verheiratet war. Nur leider hat der Pfarrer vergessen einzutragen, mit wem er verehelicht war8o:evil:


Friedrich, ich habe ja gar keinen Sterbeeintrag der Mutter. Das ist ja das verwerfliche. Sie soll mit meinen Christian Friedrich Köhn verheiratet gewesen sein und auch bereits vor der Trauung des Sohnes verstorben und nichts ist zu finden.:evil:
Und ja, alle Frauen wurden in den KB mit ihren Geburtsnamen eingetragen. Es sei sie hatten einen Aliasnamen, dann kam der noch dazu als" genannt"


LG Silke

krbrady10 18.03.2019 23:17

Hallo Silke

Nicht aus deutscher Sicht, sondern aus australischer Sicht, haben meine Urgroßeltern nie geheiratet. Meine Urgroßmutter, Mary Ann Palser, kam nach Australien, um bei ihrem Onkel zu leben. Sie traf Samuel Dilling, aber ihr Onkel mochte ihn nie.

Sie lebten zusammen und hatten 8 Kinder. Auf der Geburtsurkunde jedes Kindes wurde ein anderes Datum für die vermeintliche Heirat angegeben (selbst wenn er bereits in England geheiratet hatte).

Viele Jahre später, als ich zum ersten Mal mit meiner Familiengeschichte anfing, teilte uns ein Familienmitglied des Onkels mit, es sei allgemein bekannt, dass Mary Ann Palser und Samuel Dilling nie heirateten, aber sie waren über 52 Jahre zusammen. Sie war immer als Mary Ann Dilling bekannt.

Kevin aus Australien

AKocur 18.03.2019 23:21

Hallo Silke,

woher hast du die Information, dass sie seine Haushälterin war? Im Taufeintrag des Sohnes (bei Ancestry) lese ich davon nichts...

LG,
Antje

Silke Schieske 18.03.2019 23:46

Hallo Antje,


Die Kirche für Busch ist in Iden und daher gibt es den Eintrag das sie seine Haauswirtschafterin war im KB in Iden und den du gefunden hast (den hab ich ebenfalls auch) ist wohl das Dublikat. Die Taufzeugen sind die gleichen und letztl. steht auch da kein Verweis ob/wo geheiratet wurde:roll:


LG Silke

Silke Schieske 18.03.2019 23:53

Hallo Kevin,


Vielen Dank. Sicher lebt es sich unverheiratet genauso gut



Das ist nicht nur eine Sichtweise in Australien, die gibt es in Deutschland auch.:D Es ist mir schon mal passiert das ich die Trauung nicht finden konnte, obwohl sie in einem Nachbarort war. :o:wink:

Daher wollte ich erst abwägen an alles gedacht/gesucht zu haben, bevor ich hier wegen mangelnder Daten aufgebe:wink:


LG Silke

AKocur 19.03.2019 00:07

Okay, das erklärt das dann.

Tagelöhner mit Haushälterin klingt wirklich seltsam und ich würde da schon in Richtung "wilde Ehe" vermuten. Wer lässt sich denn als Haushälterin von jemanden einstellen, der kein regelmäßiges Einkommen hat? Ein Alter für sie würde ich daraus aber nicht ableiten wollen.

LG,
Antje

Silke Schieske 19.03.2019 00:48

Hallo Antje,


Das Problem wäre zumindest kleiner, gäbe es nicht derart viele Christian Friedrich Köhn in der Umgebung.


LG Silke


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