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Hasenclever 02.09.2017 22:00

Hasenclever - Familienwappen
 
Hallo,

als Neuling möchte ich mich zunächst vorstellen. Mein Name ist Ingo und ich beschäftige mich seit kurzem mit der Ahnenforschung. Wir haben unseren Namen inzwischen belegbar bis Dietrich Hasenclever (geb. 1618) zurückverfolgen können.
Sein Großvater müsste Wilhelm Hasenclever (1560-1549) gewesen sein, dem nachgesagt wird der Namensgeber gewesen zu sein, als er den Hof Hasenclev bei Remscheid erbaute.

Ich weiß, dass es ein Familienwappen gibt und habe auch bereits die beiden Darstellungen im Siebmacher gesehen und mir jüngst das Band 60 der DWR bestellt, aber:
mir fehlen bisher Angaben über den eigentlichen Stifter und ab welcher Person der "Mannesstamm" genau startet.

Soweit ich mich bisher schlau gelesen habe, müsste ich nichts registrieren lassen, sondern könnte es dann einfach führen, sofern ich den Nachweis der Abstammung erbringen kann?
Ich habe zwar keine Ahnung, was ich wirklich damit anfangen sollte, aber die Vorstellung einer fast 500 jährigen "Namenstreue" bis zum Ursprung finde ich durchaus irgendwie cool. :-)

Vielen Dank vorab für ein paar hilfreiche Schubser in die die richtige Richtung.

lg
Ingo

Lewh 03.09.2017 10:30

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 3)
Hallo,

ich denke, das wenn du eine Verbindung zu den im Siebmacher als führungsberechtigt genannten Personen nachweisen kannst, du damit auch deine eigene Führungsberechtigung nachweist.
Im Anhang der Text.

Grüße
Lars

focke13 03.09.2017 11:30

Im Internet steht mehr zu ihm:
 
Navigationslinks überspringenStartseite | Persönlichkeiten | H | Peter Hasenclever
Peter Hasenclever (1716–1793), Unternehmer
Peter Hasenclever war ein deutscher Kaufmann und gewerblicher Unternehmer des 18. Jahrhunderts, der sich in Deutschland, Spanien, Portugal und Nordamerika betätigte.
Peter Hasenclever wurde am 24.11.1716 als Sohn von Luther (1691–1752) und Klara Hasenclever (1691–1773), geborene Moll, in Remscheid geboren. Luther Hasenclever, Kaufmann und Besitzer mehrerer Werkstätten, in denen Eisen und Stahl hergestellt wurde, stammte aus einer traditionsreichen Kaufmanns- und Hammerherrenfamilie, die seit Ende des 16. Jahrhunderts im Bergischen Land, insbesondere in Remscheid, ansässig war. Im Alter von sieben Jahren wurde Peter Hasenclever von seinem Vater nach Lennep (heute Stadt Remscheid) geschickt. Der Großvater mütterlicherseits, Peter Moll (1659–1727) war dort Bürgermeister und Tuchfabrikant. In Lennep erhielt Peter Hasenclever zunächst Privatunterricht, bevor er ab 1726 am Unterricht der öffentlichen Schule in Lennep teilnahm.
Im Anschluss an seine schulische Ausbildung vermittelte ihn sein Vater 1730 an einen Geschäftsfreund in Solingen, wo Peter Hasenclever drei Jahre als Lehrling in einer Messerschmiede arbeitete. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt in Lüttich, der dazu diente, neben dem Studium der Buchhaltung und des Rechnens die französische Sprache zu erlernen, kehrte er nach Remscheid zurück: er arbeitete fortan im Geschäft seines Vaters und absolvierte für diesen bis 1740 fünf Geschäftsreisen nach Frankreich. Die geschäftliche Partnerschaft, die er ebenfalls in diesem Zeitraum mit einem Vetter in Burtscheid (heute Stadt Aachen) einging, scheiterte.
Tuchgeschäfte seines Vaters führten Peter Hasenclever zu Beginn der 1740er Jahre auf eine Geschäftsreise durch Frankreich, Spanien und Portugal, wo ein Vetter, Anton Hasenclever, lebte und ein Handelsgeschäft betrieb. Nach dessen Tod gründete Peter Hasenclever mit zwei Neffen seines Cousins in Lissabon einen eigenen Leinenhandel unter dem Namen „von Lang und Hasenclever". In Lissabon lernte er auch seine Frau Katharina Wilds (gestorben 1797) kennen, die er 1745 heiratete und mit der er eine Tochter hatte.
Als der Handel mit deutschem Leinen in Lissabon zurückging, löste er fünf Jahre später die geschäftliche Verbindung in Portugal und ließ sich in Cadiz nieder. Dort gründete er 1755 gemeinsam mit Peter Timmermann sein eigenes Handelshaus „Hasenclever und Timmermann". Doch auch in Cadiz entwickelten sich die Geschäfte zunächst nicht zu Hasenclevers Zufriedenheit, denn die Beschaffenheit deutscher Leinwand blieb hinter der Qualität französischer Waren zurück. Unstimmigkeiten mit seinen Gesellschaftern über finanzielle Dispositionen trugen ferner dazu bei, dass er die bestehende Sozietät 1755 nicht verlängerte. Hasenclever schloss sich stattdessen mit zwei deutschen Kaufleuten zusammen, die Erfahrungen im Überseehandel hatten und dem Leinwand-Geschäft zu neuem Aufschwung verhalfen. 1762 traten der Gesellschaft auch Hasenclevers Bruder Franz sowie der Bruder eines Kompagnons bei.
1758 führten sein eigener angeschlagener sowie der schlechte Gesundheitszustand seiner Frau allerdings dazu, dass Hasenclever Spanien nach 14 Jahren geschäftlicher Tätigkeit verließ. Die Familie siedelte sich auf Rat der Ärzte in England an. Nach seiner Genesung unternahm Peter Hasenclever verschiedene Geschäftsreisen auf dem europäischen Festland, in denen er alte Handelsverbindungen auffrischte und neue Kontakte knüpfte. Seine Idee, die reiche Rohstoffbasis der britischen Kolonien in Nordamerika zur Errichtung von Industriebetrieben zu nutzen, veranlasste ihn 1763 dazu, die englische Staatsbürgerschaft anzunehmen und eine neue geschäftliche Verbindung mit den Engländern Andrew Seton und Charles Crofts einzugehen. Über diese Verbindung sicherte er sich den notwendigen finanziellen Rückhalt für seine geplante amerikanische Unternehmung.nach oben
Von Juni 1764 bis Mai 1769 weilte Peter Hasenclever in Amerika, wo die Geschäfte zunächst florierten: Er erwarb verschiedene Eisenwerke, Pottaschesiedereien sowie Wälder und Ländereien zum Anbau von Flachs, Hanf und Röte und führte technische Neuerungen ein. Die einzelnen Betriebe lagen allerdings weit entfernt von New York und anderen bedeutenden Siedlungen. Diese Abgelegenheit führte zu hohen Transportkosten. Rasch gab es auch Lohnstreitigkeiten mit den Fachkräften, die er in Deutschland angeworben hatte – die amerikanische Unternehmung geriet in einen prekären finanziellen Zustand. Hinzu kamen Auseinandersetzungen mit seinen Teilhabern in London, die hohe Schulden gemacht hatten. Letztlich drängten indes die Partner Hasenclever wegen fehlender Rechnungslegung aus dem Unternehmen und strengten ein Verfahren gegen ihn an. Hasenclever verlor seinen gesamten Besitz in England und Nordamerika: 1787 wurde er freilich von allen Forderungen der Gläubiger, die seine Teilhaber ihm angelastet hatten, freigesprochen.
Während seine Frau in England blieb, siedelte sich Peter Hasenclever 1774 gemeinsam mit seiner Tochter Marie Elisabeth in Landeshut (Schlesien) an. Hier schloss er sich mit Johann George Ruck (1726-1805) zusammen, der später Hasenclevers Tochter heiratete. Verbliebenes Vermögen aus seinen spanischen Geschäften ermöglichte es Peter Hasenclever, eine florierende Leinwandhandlung aufzubauen, in die er 1784 seinen Neffen Jochen Peter Flügel als Kompagnon aufnahm.
Neben den Geschäften bewegten Peter Hasenclever – insbesondere an seinem Lebensabend – auch theoretische Fragen. Bereits während seines Aufenthaltes in Amerika hatte er seine Reiseeindrücke in Briefen an Bekannte festgehalten, die er nun drucken ließ. Ferner erschienen Briefe und Erörterungen, in denen er sich mit Fragen des amerikanischen Außenhandels, der Sklavenarbeit in Nordamerika, der geographischen Lage und dem Wirtschaftsleben der Küstengebiete sowie den Zukunftsmöglichkeiten der amerikanischen Wirtschaft beschäftigte.
Wiederholt äußerte er auch – allerdings zu seinen Lebzeiten nicht verwirklichte – Vorschläge zur Steigerung der Eisen- und Stahlproduktion und zur Verbesserung des schlesischen Leinenhandels. Peter Hasenclever trat nachhaltig für die Anlage von Flachs- und Garnmagazinen sowie die Einrichtung eines Kommerzkollegiums nach französischem Vorbild ein. Letzteres hatte er auch in New York angeregt, wo seine Idee verwirklicht worden war. In einem Aufsatz widmete sich Peter Hasenclever 1788 den verschiedenen Arten von Kaufleuten und entwarf das Idealbild eines Gewerbetreibenden, der nach Auffassung Hasenclevers nicht nur die klassischen Aufgaben eines Kaufmanns, sondern auch verschiedene Sprachen beherrschen sowie Kenntnisse unter anderem in Geschichte, Geographie, Mechanik und Architektur haben müsse. Ferner solle er ein Vorbild an Ehrlichkeit und Redlichkeit sein.
Der Forschung gilt Peter Hasenclever als „typischer Verfechter des kameralistisch geprägten Fortschrittsgedankens seiner Zeit" und „Patriot im besten Sinne der Aufklärungszeit", der hoch angesehen war, aber letztlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des schlesischen Gewerbes erlangte. Auch sein letztes Projekt, die Gründung einer Handelsgesellschaft, die von Stettin aus das Geschäft mit Nordamerika organisieren sollte, wurde von der Berliner Regierung zurückgewiesen. Peter Hasenclever erscheint eher als ein für das 18. Jahrhundert typischer „projector" denn als früher industrieller Unternehmer.
Zum Nachteil wurde ihm wiederholt seine Gutgläubigkeit und mangelnde Menschenkenntnis. Auch seine schnelle Begeisterungsfähigkeit für neue Projekte wurde ihm nicht positiv, sondern schon von Zeitgenossen eher als Beliebigkeit und Oberflächlichkeit ausgelegt.
Peter Hasenclever starb am 13.6.1793 im Alter von 76 Jahren in Landeshut.

Literatur
Glauber, Christian G., Peter Hasenclever, Landeshut 1794.
Hasenclever, Adolf, Peter Hasenclever aus Remscheid-Ehringhausen. Ein deutscher Kaufmann des 18. Jahrhunderts. Seine Biographie, Briefe und Denkschriften, Gotha 1922.
Kellenbenz, Hermann, Peter Hasenclever (1716–1793), in: Rheinische Lebensbilder 4 (1970), S. 79-99.
Redlich, Fritz, Frühindustrielle Unternehmer und ihre Probleme im Lichte ihrer Selbstzeugnisse, in: Fischer, Wolfram (Hg.), Wirtschafts- und Sozialgeschichtliche Probleme der Frühen Industrialisierung, Berlin 1968, S. 339–412.

Sein Vater steht auf dieser Seite
http://gedbas.genealogy.net/person/show/1127750877
Vielleicht mal.Kontakt aunehmen mit dem Einsteller (2017 eingestellt) zwecks Datenaustausch?
Emal steht unten auf der Seite
Mfg
Focke13

Billet 03.09.2017 12:25

und hier der Eintrag in der Sammlung Siebmacher :
http://wappen-billet.de/Kunden/Hasenclever1.jpg

und ein Eintrag bei der ADW
http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever-2/

auch bei der DWR,
Bd. 60, Seite 74

sowie noch im Berg. Wappenbuch,
Bd. 1, Seite 101

Hemaris fuciformis 03.09.2017 14:46

Hallo Ingo,

also ich stamme auch irgendwie von dem Dietrich Hasenclever 1618 ab - aber dabei kommt meine Linie nicht über den wappenstiftenden Peter Hasenclever. Ich weiß ja nicht wo Du wohnst - aber wenn es noch der Bergische Raum sein sollte - dann leih Dir mal die Hasenclever-Bücher in einer Bücherei und schau ob Deine Linie über den (einen der) Wappenstifter läuft - sonst vergiß das Wappen.

LG Christine

focke13 03.09.2017 14:50

Hallo
 
Hallo
Ist die Frage ob nur die Nachkommen des wappenstifters oder alle Nachfahren des zb Urgroßvaters vom Wappenstifter das wappen führen dürfen.
Mfg
Focke13

Hemaris fuciformis 03.09.2017 15:17

Zitat:

Zitat von focke13 (Beitrag 1032576)
Hallo
Ist die Frage ob nur die Nachkommen des wappenstifters oder alle Nachfahren des zb Urgroßvaters vom Wappenstifter das wappen führen dürfen.
Mfg
Focke13

Die Frage müßte Billet beantworten - ich glaube nein.
(Der Text heißt glaube ich: für sich und seine ehelichen Nachkommen im Mannesstamm)
Und ich glaube außerdem, daß der Wappenstifter Peter H. in der Generation kurz nach 1600 auf einen Arnold und nicht Dietrich zurückgeht.
Aber da Ahnenforschung keine Glaubensfrage ist, müßte das ordentlich geprüft werden - ich habe nur mal kurz rumgeschaut.

LG Christine

Duppauer 03.09.2017 15:37

Hallo Ingo,

die Wappen im Siebmacher und das Wappen in der Deutschen Wappenrolle (DWR), Band 60, Seite 74 sind nicht identisch!!!

Text aus der DWR, Band 60, Seite 74.
Zitat:

Hasenclever
aus Lüttringshausen, Stadt Remscheid.
Ältester bekannter Vorfahre im Mannesstamm, Dietrich Hasenclever *... um 1630, +Hallbach .... 1715. Vater des Dietrich Hasenclever, * Hägener Mühle Nüdelshalbach, Amt Burg .... 1663, + ebenda 15.3.1731.

In Gold ein roter Balken, belegt mit einem laufenden Hasen und begleitet von drei (2:1) grünen Kleeblättern.
Auf dem Helm mit grün-goldenen Decken, ein aufgerichtetes grünes Kleeblatt, zwischen einem goldenem Flug.

Neu angenommen am 1. Oktober 1994 vom Antragssteller Harald Hasenclever, Kaufmann in Esslingen, für sich und die übrigen Nachkommen im Mannesstamm seines Stammvaters Dietrich Hasenclever (1663-1731), soweit und solange sie noch den Familiennamen des Wappenstifters führen.
Entwurf des Wappenstifters.
Eingetragen am 2. Juni 1995 unter Nr. 9949/95.
Soweit der Eintrag in der DWR. Das Wappen, Genealogie und evtl. Symboldeutung kann man beim Herold in Berlin anfordern.

Es gibt noch einen weiteren Eintrag in der DWR, das Wappen wurde aber nicht veröffentlicht! Hier müsste man beim Herold in Berlin nach dem Wappen und der Genealogie nachfragen.

Zitat:

Hasenclever aus Remscheid.
Bernhard Hasenclever, Landrat a.D., 5408 Nassau a.d. Lahn, Emser Str. 10 (1971)
1.9.1959- unveröffentlicht.
Eingetragen unter Nr. 5465/56
LG
Duppauer

Hemaris fuciformis 03.09.2017 15:43

Nun ist ja ein
Zitat:

Dietrich Hasenclever *... um 1630, +Hallbach .... 1715.
garantiert nicht identisch mit einem Dietrich Hasenclever 1618 - 1697 - also für Ingo irgendwie auch uninteressant.

Hasenclever mal so eben geht nicht - da gibt es einfach zuviele :(

LG Christine

Hasenclever 03.09.2017 17:29

wow.... ich hatte nicht gedacht so schnell, so viele Antworten zu bekommen. Vielen Dank euch dafür. :-)

Ich muss die Infos mal alle sortieren.

@Christine: nein, wir sind nicht mehr bei Remscheid. Joahnnes Gottlieb H. (geb. 21.06.1805) ging nach Ahlen/Warendorf und wir wohnen seit einiger Zeit im Westmünsterland (Ochtrup).

@lewh: der Gedanke ist eigentlich logisch. Da der Peter Hasenclever zwar nicht auf meiner direkten Linie ist, aber selbst nicht Stifter und nur als führungsberechtigt genannt wurde, muss logischerweise sein Vater zumindest ebenfalls führungsberechtigt gewesen oder selbst Stifter (glaube ich nicht), gewesen sein. Ergo: evtl. hatte der andere Söhne und dort gibt es eine Verbindung. peter hatte ja scheinbar "nur" eine Tochter.

Wenn der Hinweis "mit Führungsberechtigung der ehelichen Nachkommen im Mannesstamm des gemeinsamen Stammvaters Wilhelm Hasenclever, Erbauers des Hofes Hasenclev (1595 - 1632)" so korrekt ist, müsste ich ja "nur" noch Brücke vom 1618 Dietrich zu ihm schlagen. Auch wenn W. H. nicht der Stifter gewesen sein sollte, sondern der eigentliche Stifter später das Wappen mit dem Hinweis auf die Nachkommenschaft von W. Hasenclever "gegründet" hat, wäre das ja ok?

Namen und Daten dazu habe ich, aber noch keine Belege dafür. Vater des 1618 D.H. soll Johannes Hasenclever (Schöffe zu Remscheid-Haddenbach) gewesen sein. Um 1590 geb., nach 1640 verstorben und um 1610 verheiratet mit Agnes Wüstenhagen (geb. um 1590). Der Vater wäre dann besagter Wilhelm.

lg
Ingo

Duppauer 03.09.2017 18:53

@ Christine
Ich wollte damit nur aufzeigen, das das Wappen Hasenclever im Siebmacher und das Wappen Hasenclever in der DWR, Bd. 60, Seite 74, nicht identisch sind:!

@ Ingo
Herr Billet hat ja schon das Wappen Hasenclever aus der Allgemeinen Deutschen Wappenrolle (ADW) hier eingestellt http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever-2/
Er hat aber versäumt das andere Wappen Hasenclever das auch in der ADW geführt wird mit einzustellen http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever/

Hier geht die Führungsberechtigung auf einen Wilhelm Hasenclever, Erbauer des Hofes Hasenclev (1595-1632) zurück.
Du hast ja in Deiner Ahnenforschung einen Wilhelm Hasenclever Erbauer des Hofes Hasenclev gefunden, allerdings mit anderen Daten.
Solltest Du hiermit im Mannesstamm verwandt sein, bist Du für dieses Wappen führungsberechtigt, egal wer der Stifter des Wappens war und brauchst es nicht mehr registrieren zu lassen.
Es findet sich im Band 2 der ADW, Seite 305.
Leider bin ich zur Zeit im Urlaub und habe keinen Zugriff auf die Bände der ADW. Du kannst aber die Bände evtl. in einer Deiner nahegelegenen Landes-, oder Universitätsbibliothek, oder Staats-/Landesarchives einsehen, oder Dir den Band über Fernleihe über Deine Stadt-oder Gemeindebibliothek bestellen, das kostet in der Regel glaub ich nur 1.50 € Gebühren.
Evtl. Kannst Du bei der ADW mehr erfahren, frag dort einfach mal nach.
http://eherold.org/kontakt/

LG
Duppauer

Billet 03.09.2017 20:31

@ Duppauer

Er hat aber versäumt das andere Wappen Hasenclever das auch in der ADW geführt wird mit einzustellen http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever/

Sorry :arrow: Asche auf mein Haupt :tutmirleid:

Hasenclever 03.09.2017 20:37

@Duppauer: die Daten (1595-1632) beziehen sich vermutlich eher auf den Hof und die gebaute Pulvermühle, Bauzeit quasi. Habe diesen Zeitraum bereits öften gelesen. Sollte das Geburts- bzw. Sterbejahre sein, dann passt bei mir gar nichts mehr, es sei denn mein Stammbaum ist n Kreis oder zumindest ne 8. ;-)

Bzgl. ADW forsche ich mal nach. Ich hatte mit denen in der letzten Woche auch schon telefonisch Kontakt und man hat mir direkt eine Registrierung (?) für ca. 2490,- angeboten, sofern ich die Linie belegen kann.
Es ist sehr verwirrend die Zusammenhänge all dieser Vereine und der Wappenrollen zu verstehen, lerne aber dazu.

Hasenclever 03.09.2017 20:57

Allgemeine Deutsche Wappenrolle - Band 2 (1980) konnte ich mir grad für kleines Geld bestellen. Das dürfte einfacher sein. Band 60 der DWR müsste nächste Woche auch da sein. - Bin gespannt.

Duppauer 04.09.2017 00:15

@ Ingo,
also das verstehe ich jetzt nicht.
Die ADW hat Dir ein Angebot gemacht das Wappen Hasenclever für 2490 € zu registrieren sofern Du die Linie (männliche Stammfolge) belegen kannst?
Das Wappen Hasenclever ADW, Band 2, Seite 305
http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever/
ist doch schon in der ADW registriert und wenn Du die männliche Stammfolge belegen kannst, brauchst Du das Wappen nicht mehr in der ADW oder in einer anderen Wappenrolle registrieren zu lassen :!:!:!
Du darfst dann das Wappen auch führen:!
Zur Erklärung vielleicht noch, der eherold wo das Wappen genannt wird und worauf sich der Link bezieht, ist die digitale Ausgabe der ADW:!
Und bevor man ein Wappen registriert, sollte man sich auch bei anderen Wappenrollen kundig machen, was dort die Registrierung eines Wappens kostet:!
LG
Duppauer

Duppauer 04.09.2017 01:01

P.S.
@ Ingo
Außerdem findet sich ja auch das Wappen Hasenclever das in der ADW registriert ist http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever/
auch im Siebmacher Bürgerliche, 5 Band, 8 Abteilung, Seite 23, Tafel 26
wurde ja schon von Lars gefunden.

http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms...ysid=PHYS_0031

http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms...ysid=PHYS_0153

Laut dem Eintrag soll der sehr bekannte Wappenmaler Georg Otto das Wappen gemalt haben.
http://www.familienkunde.at/Biographie_Otto_Georg.htm

Somit wäre das Wappen auch im guten altem Siebmacher registriert und Du kannst es bei entsprechender Führungsberechtigung auch führen!

Natürlich bleibt es Dir freigestellt das Wappen in alle möglichen Wappenrollen, die es in Deutschland gibt, eintragen/registrieren zu lassen.

LG
Duppauer

Hasenclever 04.09.2017 09:35

@Duppauer: Moin. Ja, das mit diesem Angebot ist so richtig. Fand's auch etwas seltsam.

Muss nun dran arbeiten, die letzten beiden Verwandschaften belegen zu können. Es ergibt zwar nichts anderes Sinn, aber ich habe bereits gelernt, dass dies keine Glaubensfrage ist. :-)

Vielen Dank nochmals an euch alle. Das hat mich wirklich sehr weitergebracht. :danke:

Duppauer 04.09.2017 11:56

Hallo Ingo,

welche Forschungsmöglichkeiten/- quellen, hast Du denn bis jetzt bei deiner Ahnenforschung benutzt?

Hasenclever 04.09.2017 12:29

Es ist eher meine Schwester, die sich dieser Sisyphus-Arbeit angenommen hat und ich bin nur dabei mich um den Wappenpart zu kümmern, seit wir davon erfahren haben. Ich bin daher in der Ahneforschung nicht so tief drin.

Gestartet sind wir nbatürlich bei den eigenen Stammbüchern und den Unterlagen deren wir von Eltern, groß- un Urgroßeltern noch habhaft werden konnten.
Die Hasenclever-Linie betreffend ging es dann über Ahlen/Warendorf. Dort lassen sich viele Kirchenbücher online einsehen. Hier konnte meine Schwester die Verbindung nach Remscheid ausmachen und von dort habe ich mir eine CD mit Abschriften der Familienbücher schicken lassen. Diese konnte man dann relativ einfach durchsuchen und so kam ich bis 1618.
Ancestry nutzen wir zusätzlich. Dort hatte ich z.B. bereits die Hinweise zum Siebmacher gefunden.
Ich habe bisher auch nur eine Familie gefunden, die das Wappen tatsächlich führt. Leider kommen die aus einer anderen Linie und haben es selbst nicht durchgängig bis zum Namensgeber, sondern bis zu jemandem der führungsberechtigt war. Falls es dich interessiert, einfach Forstgut Ehringhausen googeln

Hasenclever 04.09.2017 17:49

grad n 15 Jahre alten Eintrag von jemandem gefunden, der dies wohl aus dem Sippenbuch Hasenclever (Hugo Gerstmann, 1922) hat. Von diesem Buch habe ich gehört, man kann es aber nicht kaufen, es ist nicht digitalisiert und die nächste Bücherei zu weit weg.

Hier werden aber genau die Namen und Daten gelistet, nach denen ich gesucht habe. :-)

Will es aber erst schwarz auf weiß sehen, oder es muss eine offizielle Quelle sein, dann reicht mir auch eine Liste/Nennung.

Bin am Wochenende aber mit der Familie in Remscheid verabredet, die haben sicher was handfestes.

Duppauer 04.09.2017 23:30

Hallo Ingo,

ist Dir diese Seite bekannt, schau da mal auf die 8 Generation!
http://listsearches.rootsweb.com/th/...-06/1024827264

Weiter Quellen, außer den Kirchenbüchern, wären Stadtbücher in denen man oft Kaufverschreibungen, Erbschaftsverschreibungen findet, aus denen man Rückschlüsse auf die Verwandtschaft schließen kann.
Oder Herrschaftsbücher, Zinsbücher, Grundbücher usw.
Diese müssten in den entsprechenden Stadt-oder Landesarchiven gelagert sein.
Oder Kontakt zu dem örtlichen historischen Vereinen, Stadthistoriker, oder Genealogischen Vereinen aufnehmen und dort nach entsprechenden Quellen fragen.
http://wiki-de.genealogy.net/Bergisc...nde_e.V._(BVfF)
http://wiki-de.genealogy.net/Remscheid_OFB

Hier z.B. alles was die Stadtbibliothek in Remscheid zu "Hasenclever" auswirft
http://webopac.remscheid.de/webOPACC...01&curPos=1#-1

Viel Glück bei der Familie in Remscheid am Wochenende!

Und es wäre schön wenn Du uns hier weiter über Deine Ahnen-/Wappenforschung berichten würdest.

LG
Duppauer

Hasenclever 05.09.2017 00:35

@Duppauer: den ersten Link kenne ich. Der bezieht sich auf ein Sippenbuch. Hier habe ich vor einiger Zeit eine Uni gebeten mit Band 3 einzuscannen.

Die Links zu bvff kenne ich auch. Die haben mir die Familienbücher auf CD geschickt. Die waren übrigens überaus hilfreich. :-)

Der vorgenannte Hinweis zum Sippenbuch schließt eigentlich die Lücke der letzten beiden, aber ich hatte noch keine Einsicht. Evtl. hat der Mann, den ich am WE besuche ja ein Exemplar.

Den letzten Link kenne ich gar nicht. da forste ich mich mal eben durch. Vielen Dank dafür!

Das ist alles echt wie eine Schatzsuche. Bin voll angefixt. Dachte nicht, dass so ein Thema sooo interesannt sein kann. :-)

Duppauer 05.09.2017 11:21

Tja man sagt ja auch das Ahnenforschung süchtig macht !:wink:
Und die Verwandtschaft wird immer größer! :)

Hasenclever 05.09.2017 12:54

Grad den Band 60 der DWR bekommen. Ein Bild davon darf ich nicht posten glaube ich, aber leider haben wir nur eine nachweisbare Linie zu einem Bruder (Clemens) der Person, von dem der Mannesstamm auszugehen hat (Dietrich Hasenclever 1663-1731). Zumindest verstehe ich das so.

Ist jedenfalls ein goldener Hase mit drei grünen Kleeblättern. Hätte mir gefallen. :-)

Hasenclever 05.09.2017 13:09

Oh... wurde hier ja auch schon geschrieben.... Ich muss wirklich aufmerksamer lesen.... :-(

Hasenclever 06.09.2017 11:59

Habe grad den Band II ADW bekommen. Dort findet sich auf der Seite 305 das erwartete Wappen mit Bezug auf den Wilhelm. Die letzten beiden Ahnenbelege hole ich mir am Wochenende in Remscheid und dann mache ich den Sack zu. :-)

MaJaLu 06.09.2017 19:32

Hasenclever
 
Hallo Ingo,

Dein Johannes Gottlieb geb. 21.06.1805, gest.07.09.1878,
Schuhmacher von Beruf, heiratete 1828 Frl. Engels, geb.1809.

Dein Dietrich Hasenclever aus der Clarenbach, kirchlicher Provisor zu
Lüttringhausen, heiratete Frl. Christine Jakobs geb.1640.

Wenn ja, melde Dich. Wenn sie es nicht sind müssen wir weiter suchen:)))))

Liebe Grüße
Andrea

Hasenclever 06.09.2017 23:55

Hallo Andrea,

ja die sind es. Allerdings nennst du bei Dietrich die zweite Ehefrau. Die erste (Name unbekannt) hatte mit ihm 4 Kinder: Peter ca 1647, Michael ca. 1649, Clemens ca 1657 (meine Linie) und Dietrich ca 1663.

Die "1618-Dietrich" ist der letzte, zu dem ich einen Beleg habe bzw. eine offizielle Abschrift. Vater Johannes und Großvater Wilhelm sind wohl belegt im "Sippenbuch", aber darin hatte ich noch keine Einsicht.

Nach meinem Tripp am WE kann ich hoffentlich mehr berichten. Hier scheint es ja zumindest jemanden zu interessieren. Freunde und Familie hält mich fast durchgängig für durchgeknallt. *gg*

lg
Ingo

MaJaLu 07.09.2017 17:35

Hallo Ingo,

ich halte Dich nicht für durchgeknallt:)

Aber Du wirst auch nicht am Wochenende den Sack zu machen8o

Du wirst ganz viele neue Türen öffnen und bestimmt viel zu lesen haben.

Dein Klemens heiratete 1681 Elisabeth Henß.

Ich schicke Dir eine PN.

Viele liebe Grüße aus dem Bergischen Land.

Andrea

Tunnelratte 07.09.2017 18:15

Hallo Ingo,

natürlich bist du durchgeknallt, so wie wir alle hier ;-)
Weiterhin viel Erfolg bei der Suche

MaJaLu 08.09.2017 09:45

Hasenclever
 
Guten Morgen,

nun kommen wir dem Wappen ganz nahe.

Dietrich Hasenclever hieß wohl Theodor und wurde nur Dietrich genannt.
Er wurde fast 80 Jahre.

Er hatte 2 Frauen, 22 Kinder und 65 Enkel:sensationell:
Liebe Grüße
Andrea

Hasenclever 08.09.2017 09:50

Moin,

die hatten damals wohl noch keine Fernseher oder Internet. ;-)

Bin gespannt. die Verbindung von dem Johannes zu seinem Sohn Dietrich ist noch die letzte Lücke. Wer kann denn schon ahnen, dass Dietrich auch Theodor heißt? :roll:

lg
Ingo

Hasenclever 08.09.2017 09:52

P.S.: mir wird von so vielen lieben Menschen im Hintergrund auch per E-Email geholfen, u.a. weil die auf ähnlicher Suche sind: falls ich irgendjemandem eine Info weitergeleitet habe, die er/sie MIR eigentlich vorher geschickt hat: bin inzwischen in jeder Hinsicht durcheinander. brauche Urlaub... ;-)

Xylander 08.09.2017 10:02

Zitat:

Zitat von Hasenclever (Beitrag 1033640)
Moin,
Bin gespannt. die Verbindung von dem Johannes zu seinem Sohn Dietrich ist noch die letzte Lücke. Wer kann denn schon ahnen, dass Dietrich auch Theodor heißt? :roll:
lg Ingo

Hallo Ingo,
das kommt oft vor, durch fälschliche Gleichsetzung der beiden Namen. Ich habe zb im 17. JH einen Dietrich, der sich später in seiner Laufbahn als Notar Theodorus nannte. Auch wird in lateinischen KB-Einträgen ein Dietrich schon mal als Theodorus geführt.
Viele Grüße
Xylander

Hasenclever 08.09.2017 12:27

@all: Andrea hat mir die letzten fehlenden Belege geliefert. :-)

vielen Dank Andrea!!

Dennoch werde ich am Wochenende die Wappentragenden, entfernten Verwandten besuchen. Die haben sicher noch einiges an individuellen Infos und Dokumenten.

Ich bin ja eigentlich eher ein Hobby-Hopper und verliere nach einiger zeit das Interesse, um mich etwas anderem zu widmen. Bin gespannt, ob danach eine Leere kommt, oder ich der nächsten Spur nachjage... ;-)

Die Großmutter meiner Mutter war z.B. eine geborene Bieber und von denen ist wohl jemand nach Kanada ausgewandert. Ob ich dieses loch allerdings aufbuddeln will..... ;-)

Vielen, vielen Dank nochmals an all!

lg
Ingo

Hasenclever 12.09.2017 20:31

War am Wochenende bei einem der wenigen Sippenbuch-Besitzer. Musste an einem Punkt dann leider abbrechen. Ich schreibe dass hier jetzt auch eher für diejenigen, die später evtl. über Google was suchen, weil sie eben an diesem Punkt auch scheitern:

In der "Dietrich-Linie" (einer der Söhne des Namengebers), geht es u.a. an einen Punkt in der VIII. Generation zu einem Arnold (Nr. 43). Dieser hat laut Sippenbuch lediglich eine Tochter Helene, somit war Ende.
Ich hatte zwar irgendwo eine Kopie aus dem Taufregister, allerdings habe ich die im Durcheinander nicht gefunden.
Daheim bin ich dann noch mal in die online verfügbaren Kirchenbücher Ahlens und dort wurde ich dann fündig. Ich konnte insgesamt 4 Kinder belegen, einer davon war ein Sohn (Wilhelm Albert) und mein Vorfahre. Der wiederum von Paul August und dieser von Wilhelm Theodor, unserem Vater.
Durch den Anschluss in das Sippenbuch Hasenclever, sind meine Geschwister gleichen Namen nun wohl führungsberechtigt (was immer das auch bedeuten mag). Dennoch warte ich mal etwas ab, ob ich noch ein Feedback des Oberahnenforschers der Hasenclever bekomme.
Den Geschwistern, die es evtl. für ihre Selbstständigkeit nutzen möchten, habe ich bereits geraten es in einer der Wappenrollen durch die vorliegenden Nachweise neu eintragen zu lassen bzw. es neu anzunehmen. Bei dem Herold in Berlin geht dies für einen recht schmalen Kurs glaube ich.

Weiß jemand, inwieweit sich Wappen im Laufe der Zeit "auf natürliche Weise" verändern? Dürfen die das überhaupt?

Das wirklich schöne, farbige Wappen auf dem 100 Jahre alten Wappenbuch, hat nämlich kleine Unterschiede zu dem im Band II der ADW. So steht im Text z.B. etwas von einem rotgezungten Leoparden. Ein Leopard ist wohl ein Löwe, der zum Betrachter blickt. In der Wappenrolle tut er das auch und die Farbe der Zunge kann man nicht erkennen, weil s/w Zeichnung. Auf dem Sippenbuch blickt er nach links, man sieht den Kopf also von der Seite und die Zumge ist nicht rot, sondern silber, wie der Rest des Löwen.
Das zweite: in der Wappenrolle sieht man einen Helm. Dies scheint wohl ein "Stechhelm" zu sein, der angeblich eher bei bürgerlichen Wappen genommen wird (zumindest habe ich das so gelesen, wobei auch erwähnt war, dass dies so in Deutschland nicht unbedingt gilt). Auf dem Sippenbuch ist es dagegen ein "Kolbenhelm", was angeblich eher bei adligen Wappen genommen wird, zudem hat es ein Kleinod in Form einer goldenen Kette, was angeblich die verschiedenen Häuser auseinanderzuhalten hilft. habe das was mit Lanzen-Turnieren etc gelesen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich bürgerlich bin.
Ist sowas normal und woran müsste ich mich dann halten? Eher an dem "gewachsenen", auch wegen der Einheitlichkeit, oder zwingend an der Originalen Abbildung?
Mir fällt grad ein, dass dies allgemeine Fragen sind, die ich evtl. besser erst hier im Forum suchen sollte, aber ich habe den Text jetzt schon geschrieben. :-)

lg
Ingo

Duppauer 13.09.2017 19:19

@ Ingo

Zitat von Ingo
Zitat:

Weiß jemand, inwieweit sich Wappen im Laufe der Zeit "auf natürliche Weise" verändern? Dürfen die das überhaupt?
Eigentlich sollten sich die Wappen nicht ändern!
Nun kommt es aber immer auf den Aufriss des Wappens durch den entsprechenden Heraldiker an und was er für eine Blasonierung (Beschreibung) des Wappens, oder welche Vorlage er bekommen hat, an.
Hat die Familie ihm z. B. gesagt im Wappen ist ein Leopard, hat er einen Leopard gezeichnet, oder einen Löwen, Die Zunge ,ob rot oder nicht, konnte auch schon mal vergessen werden.
Hmm wie soll ich Dir das verdeutlichen. Ich versuch es mal so.
Wenn Du nur eine Wappenbeschreibung bekommst hast z,B. im blauem Schild ein silberner rechtsgewendeter Widderkopf und nie eine bildliche
Darstellung gesehen hast und ich sage Dir zeichne mal dieses Wappen, dann wirst Du sicherlich einen anderen Widderkopf wie ich zeichnen! Trotzdem bleibt es ein Widderkopf. Wenn ihn der Künstler nicht gar zu sehr verreisst und nicht zwischen Widder und Steinbock u.ä. zu unterscheiden weiß.
Schau Dir hier mal die verschiedene Aufrisse des Wappens Reuter an.
http://www.frank-reuther.de/
Schau mal die Wappenbeschreibung auf der Seite an und dann die Wappenaufrisse. Es ist immer das gleiche Wappen.
Es kommt immer auf die Wappenbeschreibung (Blason) an. z.B. muß ein Leopard ein Leopard sein und nicht ein Löwe. Wie der Künstler nun diesen Leoparden zeichnet bleibt ihm überlassen. Nur er muß als solcher erkennbar sein!

Bei Deiner Wappensuche, wäre es hilfreich festzustellen welches das Ursprungswappen, bzw.das erste nachweisbare Wappen war.
Nachfolgende Wappen können sich an dieses Wappen "angelehnt" haben.
Wie z.B. hier http://eherold.org/emblem/wappen-hasenclever-2/
Dort steht ja auch geschrieben:
Zitat:

In Anlehnung an das bereits länger bestehende Wappen gleichen Namens
Nur wie sah dies aus?
Hier hat der Wappenstifter evtl. nicht den Nachweis der direkten Männlichen Stammfolge erbringen können, oder er hat für seinen Familienzweig ein abgewandeltes Wappen gestiftet.

Wir haben ja nun mehrere Wappen Hasenclever hier gefunden! Wenn Du und Deine Geschwister, mit einem der Wappenstifter in direkter männlicher Stammfolge verwandt seid, könnt Ihr das Wappen führen!

LG
Duppauer

Hasenclever 13.09.2017 21:54

Hallo Duppauer,

besten Dank. Das hilft mir grundsätzlich schon einiges weiter. Gestern auch ziemlich lange über Straffierungen, Farben/Metall und Pelzwerk gelesen. Evtl. hole ich mir mal n Buch. ;-)
Das mit den Pelzen und wie ein Schild nur mit Farben aussehen müsste o.ä. ist alles noch sehr verwirrend. Aber das finde ich schon alles nch raus.

Das älteste gefundene, ist aus der ADW Band II von 1980 auf Seite 305. Dort steht auch nichts von einem Stifter, sondern nur "seit etwa 1840 nachgewiesen", allerdings mit dem Hinweis auf die Führungsberechtigung bei Nachfolge des Namengebers.

Alle anderen, zB habe ich grad nochmal beim Siebmacher nachgesehen, sehen dem wirklich sehr ähnlich, aber scheinen alle neu gestiftet worden zu sein und dann immer mit einem Hinweis auf einen Vorfahren aus anderer Linie bzw. sich selbst.
Evtl. ist das auch der Grund, warum im Sippenbuch eine leichte Abwandlung zu sehen ist. Die einzige Variante an die wir anknüfen können, ist aber eben dieses. Wenn ich das löschen muss und hier trotz Hinweis nicht reinpacken darf, sagt doch eben Bescheid.
In diesem Fall bin ich mir wegen dem Nutzungsrecht voll unklar.

Dann werde ich das aus der ADW mal digitalisieren und colorieren lassen...

Hracholusky 14.09.2017 01:15

Die Abbildung aus der ADW einfach 1:1 übernehmen, colorieren und dann benutzen ist nicht zulässig, da der Zeichner des Wappens ein Urheberrecht daran hat. Da hilft nur selbst zeichnen oder zeichnen lassen.

Duppauer 14.09.2017 05:12

Hallo Ingo,

das Wappen aus dem Siebmacher Bürgerliche, Bd. 5, Teil 8 http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms...ysid=PHYS_0153
und das Wappen aus der ADW, Band 2, Seite 305 sind doch für mich identisch :!:!:!
Einzigster Unterschied im Siebmacher steht Panter und in der ADW Leopard.
Aber ich denke mal hier liegt eine Verwechslung der Figuren vor und man kannte nicht den Unterschied.

Also ist dann das älteste bisher gefundene Wappen das aus dem Siebmacher:!
Das Wappen aus der ADW bezieht sich dann auf das im Siebmacher.

Jetzt ist die Frage, bist du mit dem in der ADW Wilhelm Hasenclever, Erbauer des Hofes Hasenclev, oder dem im Siemacher genannten Besitzer der Frima
Johann Bernhard Hasenclever und Söhne, aus Remscheid verwandt:?

Sicherlich hat Hracholusky recht das das 1:1 kopieren/digitalisieren und colorieren des Wappens aus der ADW aus urheberechtliche Gründen nicht geht.
Aber bei dem Wappen im Siebmacher dürften die Urheberechte des Verlags und des Künstlers abgelaufen sein !:wink:
Deshalb ist der Siebmacher ja auch digitalisiert worden!
Als Künstler des Wappens wird im Siebmacher der Heraldiker Georg Otto genannt, dieser lebte von 1868-1939. Das Urheberrecht des Künstlers, hier Georg Otto, erlischt 70 Jahre nach dessen Tod, also 2009. Somit ist dieses Wappen "gemeinfrei" und Du darfst es digitalisieren,kopien, colorieren usw.

Bei der ADW Bd.2., Ausgabe 1980 läuft die Schutzfrist demnach 2050 aus.
Demnach darfst Du keine Wappen aus diesen Band hier veröffentlichen.

Aber ich bin kein Jurist und lasse mich gerne eines anderen belehren!

LG
Duppauer


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