Thema: FN Dremel
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Alt 06.04.2014, 17:18
holsteinforscher holsteinforscher ist offline
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Hallo aus Kiel,
die Onomastik / Namenskunde ist wohl eine der
schwirigsten Distziplinen der Familienforschung,
oftmals mit sehr unbefriedigenden Ergebnissen:
eine Ortsbezeichnung
Berugsbezeichnung
Siedlergruppe...usw..
Hier ein kleines Beispiel zum FM/RN Thomas
Thomas
aus dem gleich lautenden RN , der auf einen Beinamen aramäischen Ursprungs (teóma=Zwilling) zurückgeht.
Der Name war im MA weit verbreitet, vor allem durch den Einfluß des hl. Thomas.
Varianten:
Thomann, Thumann, Thomae, Thomä, Thome, Thomasius, Thom(s), Thomsen, Thömel, Thöm, Thöming
Domann, Dohm(s), Duman, Döhmel, Dehmel, Domke, Demke, Dumke,
Maas, Maass, Maaß, Mass, Maß, Maassen, Maaßen, Maßmann, Masius.
Slaw. Ableitungen, Thomal(l)a, Tomal(l)a, T(h)omanek, Tomczak, Tomczyk, Tomic.

Solltest Du ggf. ein gesteigertes Interesse haben, so gibt
es an der UNI Leipzig ein Institut für Namenskunde, zwar kosten-
pflichtig, aber vielleicht ja mal ein nettes Geburtstagsgeschenk.

Aber erwate nicht all zuviel, wesentlich anders dürfte das
Ergebnis, abergesehen von Jahreszahlen, Vorkommen und
Verbreitung auch nicht ausfallen.

Ferner habe ich noch gefunden:
Trömel wie Trem(m)el, Dremel entweder von bayerisch für Knüttel, mhd. für Balken evtl. als FN in der Bedeutung von "Grobian" (Joh. Tremel 1385 Budweis/ Kuntz Dremelindenarsch, 14. Jh.) oder von sorbisch tremel (Hummel)

Aus der deutechen Enzyklopädie:
Treml, Tremmel, Familiennamenforschung: ûbername zu mittelhochdeutsch drëmel »Balken, Riegel«, frühneuhochdeutsch trem(el) »Balken, Stock«, übertragen »ungeschlachter Kerl«. Johel Tremel ist anno 1385 in Budweis bezeugt, Tremel tucher anno 1447† †¢1460 in Esslingen.

LG. Roland
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