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Alt 02.03.2021, 10:48
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Herr v. Roy antwortet hierzu :
Die Familie Guenther finde ich im Raum T i l s i t lange vor 1800.

So erging am 10. Mai 1690 der Befehl des Landesherrn, des Kurfürsten Friedrich III.,
an mehrere ausgewählte ostpreußische Amtsschreiber, darunter den Amtsschreiber GÜNTER
zu Fischhausen, sich bereits am 21. Mai in Königsberg zu der am 23. Mai 1690 dort
stattfindenden Huldigung einzufinden (GÜNTER möge an der „Aufwartung“ teilnehmen).

Dem HANß GÜNTHER und 8 weiteren Bewohnern des kölmischen Dorfes Wolfsberg
sowie einer Vielzahl von „Cöllmern, Schultzen und Krügern“ des Amtes Tilsit wurde befohlen,
sich am 23. Mai 1690 in Königsberg zu Huldigung einzufinden.

JACOB GÜNTHER, Schulze in Macharren, legte gemeinsam mit 48 weiteren Schulzen
aus dem Bereich der Stadt Sensburg am 23. Mai 1690 zu Königsberg den Erb-Eid
auf den Kurfürsten ab.

JOHANN ULRICH GÜNTHER, „Ambt- und Adelicher Gerichtschreiber“ zu Rastenburg,
legte am 1. Nov. 1714 den „Erbhuldigungs-Eyd“ auf den Landesherrn, den König von Preußen
im Amtshaus der Stadt Rastenburg ab. - Am 3. Jan. 1718 berichtete der Amtsschreiber
GÜNTHER dem König, daß ihn keine Schuld an der verspäteten Abgabe der Erbeid-Berichte
treffe. Er habe „in 16 Jahren nichts versehen oder verabsäumt.“

SAMUEL GÜNTHER, Färber in der Stadt Tilsit, gehörte zu den zahlreichen Bürgern der Stadt,
die in der Zeit von 1711 bis 1717 den „Bürger-Eydt“ geschworen haben. Dieser Bürgereid
enthielt auch die Klausel der Treue und Untertänigkeit gegenüber dem König.

Quelle: Hans H. Diehlmann, Erbhuldigungsakten des Herzogtums und Königreichs Preußen
1678 bis 1737, Hamburg 1992, S. 62, 109, 159, 270, 376-378, 399.

MfG
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