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Alt 12.02.2013, 12:43
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Tina,

das wurde letztendlich genauso unterschiedlich gehandhabt, wie wir es in der Ahnenforschung auch tun. Je nachdem, welche Quellen den Verfassern bekannt waren und zur Verfügung standen, wurden sie auch mehr oder weniger intensiv ausgewertet.

Die meisten Verfasser, die sich als Chronisten der Familie betätigten/betätigen, dürften selbst Familienmitglieder sein und sozusagen die Hand auf dem letztendlich aber freiwillig von der Familie gespeisten Familienarchiv haben. Darüber hinaus haben Familien auch entsprechende Aufträge an Genealogen, Historiker oder wen auch immer sie dafür geeignet fanden, vergeben. Es gibt im Prinzip keine Einheitlichkeit, wie die jeweiligen Aufsätze mit Daten gefüllt wurden. Hatte die Familie ein gut organisiertes Netzwerk/Familienverband, wurden neue Ereignisse an den Chronisten gemeldet aber auch aus anderen Quellen ausgewertet. Eine Garantie für Korrektheit und Vollständigkeit gibt es trotzdem nicht immer. Manche Familien haben sich nicht in Familienverbänden organisiert und da ist eine Aufrechterhaltung einer vollständigen Datensammlung immer schwierig. Das ist ja auch immer vom Interesse der einzelnen Familienmitglieder abhängig. In dem Moment, wo zugelieferte Daten dann schon nicht mehr von den Betreffenden, sondern von anderen Familienmitgliedern stammen, tut sich auch wieder eine mögliche Fehlerquelle auf.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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