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Alt 12.02.2013, 13:31
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Johannes v.W. Johannes v.W. ist offline männlich
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Hallo

Es ist, wie Lars und Hina es bereits beschrieben haben. Die Familien werden von den Herausgebern angeschrieben, wobei Listen erstellt werden, welche Familien vllt. schon lange Zeit nicht mehr erschienen sind oder (z.B. bei Briefadel) evt. noch nie. Solche letzteren Faelle gibt es aber heute nur noch wenige. Familien koennen sich umgekehrt selbst fuer eine Publikation bewerben. Der "Gotha" ist im wesentlichen ein Werk fuer die lebenden Generationen und das Verstaendnis von deren Zusammenhaengen. Fuer die einzelnen Familien nimmt das dann ein geeignetes Mitglied- manchmal auch ein Genealoge- in die Hand und informiert sich bei allen anderen ueber neue Daten, Veraenderungen etc.
Etwas anderes ist die Publikation von den historischen aelteren Genealogien. Hier greift das, was Hina geschrieben hat: nur wenn sich jmd. damit intensiv beschaeftigt hat, sei es innerhalb oder ausserhalb einer Familie, kann das gewaehrleistet werden. Die Guete ist dementsprechend unterschiedlich, wobei seit ca. Mitte des 20. Jh. bereits strengere Qualitaetsansprueche angesetzt wurden.
Am Ende ist fuer die weiterfuehrende geneal. Forschung (z.T. auch fuer erloschene Familien) das moderne blaue Adelslexikon erschienen mit jeweils einer Einleitung und Bibliographien zu den Familien. So kann sich jeder Forscher selbst ein Bild machen und weiter ansetzen.

Viele Gruesse
Johannes
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Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752

Geändert von Johannes v.W. (12.02.2013 um 13:40 Uhr)
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