Thema: FN Hanschoo
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Alt 11.10.2019, 10:07
Xylander Xylander ist gerade online männlich
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Danke Laurin. Ich habe nochmal im Wörterbuchnetz nachgeschaut, bin aber auch nicht weitergekommen.
Auf meiner CD Die Dialekte von Nordrhein-Westfalen, herausgegeben vom LVR und LWL mit 44 Sprachaufnahmen, spricht der Sprecher des Ostwestfälischen aus Eissen/Höxter das Wort Schole (Schule) mit Schule-sch aus, also nicht Skole oder S-chole.

Im Interaktiven Sprachatlas ISA des LWL gibt es Sprecherinnen/Sprecher aus Diemelstadt-Neudorf, Volkmarsen-Külte und Twistetal-Gembeck. Alle drei sprechen das sch in schengen (schimpfen) und schon graut (schon groß, siehe unter groß) wie in hochdeutsch Schule aus.
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/komuna/isa/#/10/15/33/79
https://www.lwl.org/LWL/Kultur/komuna/isa/#/10/12/12/79

Also kann in Hanschoo durchaus ein plattdeutsches sch enthalten sein. Ob allerdings doch Schuh(e) gemeint ist, das hängt davon ab, ob das Wort im Waldecker Platt als Schoh oder als Schauh erscheint.

Zur anderen Theorie: den FN Hansohn findet Google. Hanschohn nicht.

Nachtrag:
Um die vielen Bürger gleichen Nachnamens auseinanderhalten zu können, wurden Hausnamen vergeben, die auf Berufe verweisen und noch heute in Gebrauch sind. So etwa „Ligges“ in Helmighausen. Der Beiname „Konsum“ für eine Familie Ständeke dürfte auf einen Dorfladen verweisen.
https://www.wlz-online.de/waldeck/ba...g-5384964.html

Demnach müssten wir nach einem Beruf suchen

Wir kommen offensichtlich nicht weiter, solange wir keinen schriftlichen Beleg haben.

Adele, hier müsstest Du in der Ortsgeschichte weiterforschen. Siehst Du da einen Weg?

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (11.10.2019 um 16:19 Uhr) Grund: Nachtrag: Beruf
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