Thema: FN Bethig
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Alt 15.04.2010, 19:31
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Laurin Laurin ist offline männlich
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Hallo Kate,

die Abstammungs-Geschichte können wir zwar hier im Forum nicht klären,
dafür aber Hinweise auf die mögliche Bedeutung des FN Bethig geben.

Der FN Bethig scheint ein echter Oberlausitzer Name zu sein.
Eine slawische (wendische) Namensherkunft ist für diese Gegend nicht auszuschließen, dazu wäre aber Deinerseits noch weitere Ahnenforschung notwendig.

Bethig ist vermutlich eine der vielen Abwandelungen und Schreibweisen (siehe Anhang: Namensfamilie nach http://christoph.stoepel.net/geogen/v3/Default.aspx),
die heute (z.B. Prof. Udolph) auf den Wortstamm bet(h), abgeleitet von ahd. beraht "glänzend, berühmt" zurückgeführt werden;
früher (Förstemann, Heintze) auch auch auf badu, altsächs. "Kampf, Streit".

http://www.familysearch.org/eng/Sear...set_search.asp
listet Bethig 11 x auf, davon 9 x zwischen 1728 und 1822 nur aus Oppach b. Bautzen!

http://www.gen-evolu.de/index.php?id=69 (Verteilungskarten anbei):

Für den Familiennamen Bethig finden sich insgesamt 3 Einträge im Reichstelefonbuch von 1942.
Die eingetragenen Orte mit den häufigsten Telefonanschlüssen sind:
* (1x) Neusalza-Spremberg (Sachsen)
* (1x) Zittau (Sachsen)
* (1x) Dresden

Für den Familiennamen Bethig finden sich insgesamt 33 Einträge im Telefonbuch von 1998.
Die dreistelligen Postleitzahlenbezirke in denen der Name am häufigsten auftritt sind:
* (6x) PLZ(027) Zittau, auch Ebersbach und Olbersdorf
* (4x) PLZ(080) Zwickau, auch Rottmannsdorf
* (3x) PLZ(026) Bautzen, auch Wilthen und Sohland an der Spree

Nach Udolph:

Betke 1306 tauchen erste Vorformen des Namens auf. Kurzform eines Personennamen , -ke = Verkleinerungsfom (niedlich)/
Bet - evt. Abkürzung von Berthold. Name bedeutet : Kleine Berühmtheit.

Bethe Telefonteilnehmer: 222
Streuung: Ostfalen
Bedeutung: Bet(h)e könnte von dem Personennamen Elisabeth stammen und eine Kurzform von ihm sein.
Möglich ist auch die Kurzform vom männlichen Bertold oder Bertram.

Bethge
- Anzahl 1204-mal in Deutschland vertreten, Fassung Betke 506-mal
- Kurz- und Koseform zu den Rufnamen Berthold oder Bertram (seltener), die im Namenerstglied Beraht für hell, glänzend, berühmt enthalten ist.

Nach Bahlow und Naumann:

Bethge
norddeutsche Kurzform zu dem Rufnamen "Bertram" oder "Berchtold"

Beteke (um 1223), Betemann (um 1300), Beteke (um 1311)
Bertram(mi) (um 1290), Bethke (um 1481)

Verteilungskarten und Literaturauszüge siehe Anhänge!
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Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (16.04.2010 um 00:16 Uhr)
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