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Alt 27.04.2013, 23:32
gki gki ist offline
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Zitat von lisetta Beitrag anzeigen
@gki

Mein Fall ereignete sich im hessischen Hinterland (Ecke Marburg). Aber vielleicht gab es da ja auch solche Heiratseinschränkungen, ich weiß es nicht.
Müßtest Du erforschen. Bayern war allerdings bekannt für die hohe Quote von unehelichen Kindern, die sich aus dieser Einschränkung ergaben. Dies führte dann auch zur Abschaffung dieser Regelung.

Zitat:
Aber wurden denn bei solch gesetzlichen Regelungen die Existenz solch vorehelicher Kinder "achselzuckend" hingenommen oder bedeutete es für die Mutter ein Spießrutenlaufen?
Das steht leider nicht dabei...

Bis mindestens 1760 gab es ja noch Strafen wg. "Leichtfertigkeit", die waren um 1820 allerdings schon abgeschaft.

Ich vermute, daß das ganze zu der Zeit schon recht gewöhnlich war. Solange die Kinder vom Vater anerkannt wurden, hat man vermutlich mal nach dem Hochzeitstermin gefragt, aber ansonsten wird da wohl nicht so viel gewesen sein.

Ich hab mal gerade nachgezählt: Auf dem Blatt des Taufbuchs auf dem die Taufe geführt wird, um die es bei meinen Ahnen geht, sind insgesamt 13 Taufen aufgeführt. 6 davon sind unehelich, eine davon mit der späteren Legitimation. Das ist natürlich noch keine Statistik, zeigt aber wie die Situation ungefähr war. Gutgeheißen wurde das natürlich nicht.

Zitat:
Wo /Wie lebten solch unehelichen Kinder (der Vater der Catharina Johanetta (also der Großvater) war schon tot ...), wenn doch schon für eine Ehe nicht genug Geld da war?
Vermutlich war sie Magd irgendwo, möglicherweise bei ihrem Bruder. Der Wohnort der Mutter müßte ja aus dem Taufeintrag der Kinder hervorgehen.
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Gruß
gki
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