Thema: Auswanderer
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Alt 31.10.2016, 22:02
derteilsachse derteilsachse ist offline männlich
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Standard Donauschwaben in der Batschka

Hallo zusammen!
im Rahmen meiner geschichtlichen Forschung bin ich auf einen sehr interessanten Link gestoßen:
http://www.genealogienetz.de/reg/ESE/dsbat-d.htlm (eventuell manuelle Eingabe nötig)

Ich zitiere nur auszugsweise!
- bulgarisch slawische Beiträge zur Namenslandschaft der Region sind z.B.: Szeremle, Tavankut, Tupolca, Bereg, Nadudvar, Toti, Totfalu, Totcsereg, Tothhaza, Szanto und Gara.
- Ungarn wurde nun in in Grafschaften unterteilt> Grafschaften= Komitate>ungarisch megye. Der südliche Teil der Batschka war zu jener Zeit ein Komitat namens Batschka mit Zentrum Batsch. Ursprünglich eine Burg die der Region ihren Namen gab und dem nördlichen Teil namens Bodrog mit der gleichnamigen Stadt als Zentrum.
- nach 1239 siedelten sich Kumanen an. Dorfnamen wie Kunbaja, Örszallas, Ladomeri, Borsod, Katymar und Zabotka spiegeln sich hier wieder.
- bereits ca. 1242 kamen einige wenige Deutsche in diese Region: insbesondere nach Szeremle, Madaras und Szabadka. Es kamen aber nicht nur Deutsche! Auch Polen, Tschechen, Russen und andere.
- Kirchen und Klöster besaßen große Ländereien. Csavoly, Filipowa und Apatin sind Beispiele dafür.
- zwischen 1543 und 1687 hatten die Osmanen das Sagen in der Batschka. In dieser Zeit wurde die Batschka mit der Region Szeged zusammen gelegt. Das ganze Gebiet wurde in 6 Bezirke aufgeteilt. Die Zentren waren Batsch, Baja, Szabadka, Szeged, Titel und Sombor.
- Die deutsche Besiedlung begann etwa 1730 und endete 1885. Eine der ältesten Ansiedlung dürfte Neusatz (=Raitzentadt) gewesen sein.
Aufgrund der Ansiedlungspolitik kam es dann zu Ortsgründungen beziehungsweise Auffüllen bestehender Orte auf Staatsbesitz> den sogenannten Kameralgütern.
> Kolut 1757
> Bukin 1749
> Apatin 1749
> Hodschag 1756
> Gajkowa 1764
> Kernei 1765
> Kruschiwl 1767
> Gajdobra und Filipowa 1762
> Sentiwan und Karawukowa 1767
> Weprowatz, Palanka, Neu-Futok und viele andere....> dazu stehen keine Angaben.

- in der Ansiedlungsperiode 1780 bis 1790 wurden vornehmlich protestantische Dörfer gegründet: Alt-und Neu- Torschau, Alt- und Neu Ker, Alt-und Neu-Schowe, Alt-und Neu Siwatz, Sekitsch, Feketitsch, Torschau, Tscherwenka, und andere....

- in der nachjosephinischen Zeit entstanden 1801 auf Kronland Rigitza und auf Privatland Tscheb.

Nun, ich wollte diese meine Erkenntnisse nicht vorenthalten.
viele Grüße
Reinhard

PS: der Ausgangsgrund meiner Forschung war Tscheb> siehe Forum.
Die Schwabenzüge habe ich bewußt hier nicht erwähnt> dazu ist im Forum schon genügend geschrieben worden.

Geändert von derteilsachse (04.11.2016 um 22:06 Uhr) Grund: Ergänzungen
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