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Alt 14.05.2020, 09:54
andreas_hm andreas_hm ist offline
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Hallo Susanne,
Als Neuling in diesem Forum bin ich sehr ueberrascht, dass sich jemand (Du) so viel Zeit nimmt, um meine Anfrage zu verstehen, zu "beleuchten" und zu beantworten.
Danke!

Erstmal:
Kopien von (3) Musik-Geschichte-Buechern, in denen Joseph(us) Maulitz
erwaehnt wird, hatte ich gemacht. In einem werden auch fuenf oder sechs Briefe von ihm erwaehnt, die Joseph an den Herzog (bzw. an seinen "Verwalter") schrieb.
Diese Briefe liegen in einer Bibliothek (Berlin ?) vor und ich hatte Sie kopiert. Leider hatte ich niemanden gefunden, der/die die Briefe lesen kann. Es handelt sich im wesentlichen um kommentierte Rechnungen von Rohmaterialen, die Joseph zu Orgelreparaturen eingesetzt hat. Der letzte Brief/Rechnung wurde nach seinem Tod von seiner Frau (Name unbekannt) verfasst, da die Zahlung(en) in Verzug waren.
Warum schreibe ich das in der Vergangenheitsform? Das hatte ich vor etlichen Jahre gemacht und die Kopien sind in einem anderen Kontinent eingelagert.

Das Zitat aus dem Buch von Fritz Gause lautet (etwas erweitert):
"Nach Buchs' Tode 1560 gewann er [Albrecht] Joseph Maulitz aus Breslau.
Da dieser nicht gleich von dort abkommen konnte, stellte er einen Organisten aus Danzig an. Maulitz wurde dann Domorganist und blieb es bis zu seinem Tode (gest. vor 1585).
"


Daher gehe ich (bis auf weiteres) davon aus, dass Joseph 1560 (oder ~1567) tatsaechlich aus Breslau (bzw. der Umgebung) kam!

SvG: "Wenn er aber doch um 1560 berufen wurde, muß er sich ja zuvor qualifiziert haben bzw. irgendwie muß diese Herzogin auf ihn aufmerksam geworden sein.".
Sehr logisch. Diesem Punkt stimme ich absolut zu!
Allerdings heisst das nicht notwendigerweise, dass der Herzog oder die Herzogin Joseph persoenlich oder dem Namen nach kannten. Jocab Probst scheint ihn mehrmals empfohlen zu haben: (S. 179: "Von ihnen scheint Maulitz der bedeutendste gewesen zu sein: ein Musiker von betraechtlichen Ruf, wie seine briefliche Anforderung durch Herzog Albrecht und die mehrfach genannte Eingabe des Jacob Probst erweisen.")
Vielleicht ist er einfach "promoted"/empfohlen worden.
Und natuerlich hast Du Recht: Er muss vorher "gut genug" gewesen sein, um empfohlen zu werden. Und daher koennen wir annehmen, das er irgendwo (vorher) schriftlich erwaehnt sein sollte.
"... von Hand durchgesehen ...": Vielen Dank fuer Deine Hilfe!


Wie dem auch sei, ich moechte ueber diesen Organisten wissen:
- [von wo er nach Koenigsberg kam],
- welche Vorfahren er wo hatte. Der Vater waere ein guter Anfang, :-)
- ob er Kinder hatte und
- ob er maennlich Geschwister hatte.

Liebe Gruesse aus Suedostasien und bleib gesund,
Andreas


p.s. Das Buch "Musik des Ostens" ist in vielen deutschen Bibliotheken zugaenglich. Hier kannst Du sehen, ob eines direkt bei Dir "um die Ecke" steht:
https://www.worldcat.org/title/musik...s/oclc/4595650


p.p.s Das Buch von Maria Federmann kannte ich nicht. Vielen Dank!
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