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Umfrageergebnis anzeigen: Anzahl der durch den 2. Weltkrieg verstorbenen Vorfahren
1 62 26,38%
2 27 11,49%
3 20 8,51%
mehr als 3 36 15,32%
keiner 90 38,30%
Teilnehmer: 235. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

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  #111  
Alt 03.03.2017, 18:38
Benutzerbild von Matthias Möser
Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Adea Beitrag anzeigen
Hallo,

bei mir starben 3 direkte Vorfahren.

Mein Großvater mütterlicherseits fiel 1942 in Rußland. Er war damals Vater von 4 kleinen Kindern, das jüngste noch nicht einmal 6 Monate alt.

Meine Urgroßeltern aus Ostpreußen starben 1945 auf der Flucht, nach 53 Ehejahren, 900 km von ihrem Heimatort entfernt. Bis heute weiß niemand aus der Familie, wie sie überhaupt von Ostpreußen nach Mecklenburg gelangten. Ihr Sohn befand sich zu diesem Zeitpunkt in russischer Kriegsgefangenschaft und ihre Tochter mit 5 Kindern war mit einem der letzten Flüchtlingsschiffe nach Dänemark gekommen und dort über 2 Jahre in einem Internierungslager....

LG Adea
Ein trauriges Kapitel in Deiner Familiengeschichte....

Gruß
Matthias
__________________
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  #112  
Alt 10.03.2017, 19:59
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Araminta Araminta ist offline
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Hallo,

bei mir starb zum Glück nur ein direkter Vorfahre und zwar mein Urgroßvater im 2. Weltkrieg.
Ich weiß leider noch kein genaues Datum aber er ist ganz kurz vor Ende auf dem Rückzug im Mai 1945 gefallen.

Seine Schwester, also meine Urgroßtante war Krankenschwester und man hat nach ihrem Tod einige Notizen über diese Zeit gefunden.
Sie war unter anderem mit 500 Verwundeten auf einem ramponierten Walfischfrachter aus Riga geflohen.
Sie schrieb, dass sie knöcheltief im Wasser standen ohne Versorgung. Nach mehreren Tagen Arbeit ist sie eingeschlafen und wachte auf einem Berg Leichen wieder auf.....unvorstellbar.
Sie wurden dann von einem Rettungsschiff übernommen und in ein Lager gebracht.
"Was da alles passierte, behalte ich lieber für mich", schrieb sie.

Dieses Notizbuch besitze ich leider nicht selbst, sondern habe nur über einen ihrer Neffen und über meine Oma einige Lebenspunkte erhalten. Aber wenn jemand dieses Schiff kennt, würde ich mich freuen wenn ich mehr Informationen darüber bekäme.

Ein weiterer Urgroßvater ist angeblich aus Russland desertiert und nach Hause gelaufen. Dort wurde er verraten und saß bis Kriegsende mit Aussicht auf die Todesstrafe im Gefängnis. Das hat mir meine Mutter so erzählt. Sie selbst hat ihren Großvater nie kennengelernt.
Ich bin mir auch nicht sicher ob es stimmt, da er nicht nur einen Betrieb hatte und ohne Brüder war.
Der älteste Bruder meines Opas wurde eben aus ähnlichen Gründen auch nicht eingezogen. Von daher ist diese Geschichte vielleicht mit Vorsicht zu genießen.

Dann habe ich natürlich noch einen Großvater, der auch als Soldat dienen musste aber nach Kriegsgefangenschaft kehrte er gesund nach Hause heim! Zum Glück, sonst gäbe es mich heute nicht.
Er war wohl in Kriegsgefangenschaft aber mehr weiß ich leider nicht, da er sehr früh verstarb und meine Oma nie über dieses Thema reden wollte.
Ich weiß nicht, ob ihr auch etwas schlimmes passiert ist, aber sie war sicher keine Unterstützerin des Regimes. Das waren sehr einfache Leute, die sich nicht um Politik gekümmert haben!
  #113  
Alt 19.04.2017, 18:04
Benutzerbild von TheCaedmon
TheCaedmon TheCaedmon ist offline männlich
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Bei mir ist keiner meiner direkten Vorfahren im 1. oder 2. Weltkrieg gefallen.
Der Bruder meines Opas mütterlicherseits ist seit 1942 bei Stalingrad vermisst. Ein Bruder meiner Oma väterlicherseits ist im Februar 1945 bei Danzig gefallen. Eine Tante und Onkel meiner Oma väterlicherseits sind bei einem Fliegerangriff auf Hamburg 1943 getötet worden.
__________________
Viele Grüße
Uwe
www.meine-vorfahren.com

Ich bin auf der Suche nach Dürrschmidt in Sachsen
  #114  
Alt 20.04.2017, 18:48
Benutzerbild von Hemaris fuciformis
Hemaris fuciformis Hemaris fuciformis ist offline weiblich
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Registriert seit: 19.01.2009
Ort: Oberbayern
Beiträge: 1.509
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Eigentlich ist ja der Titel dieses Themas erfreulich neutral und hat erstmal auch nichts mit "Tod" zu tun, sondern nur mit "Auswirkungen" - mir fehlt ein Abstimmungspunkt in Richtung "Leben".

Also ohne die durch den 2.Weltkrieg ausgelösten Völkerwanderungen / Umsiedelungen hätten sich meine Eltern wohl nicht kennen gelernt und ggf. gilt das beim 1ten Weltkrieg auch für meine Großeltern. Mein mütterlicher Großvater hat die Schwester eines Kriegskameraden geheiratet - allerdings stammten alle aus derselben Stadt.

Unter meinen direkten Vorfahren habe ich jedenfalls keine Weltkriegstoten, aber in den dazugehörigen Familien.

LG Christine
  #115  
Alt 20.04.2017, 20:10
Teutonia Teutonia ist offline
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Registriert seit: 10.12.2011
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Standard Auswirkungen des. Weltkrieges

Die Familie meines Vaters wurde 1940 aus der Bukowina umgesiedelt. Mein Vater verlor an der russ. Front sein Bein und war einige Jahre in Gefangenschaft. Seine Eltern bekamen einen ehemals polnischen Hof. Dort wurde einer ihrer Söhne erschossen.
Die Familie meiner Großmutter mütterlicherseits stammt aus Nemmersdorf. Dort sollen auch Angehörige gestorben sein. Meine Großmutter wurde auf der Frucht aus Gumbinnen von meinem Großvater getrennt und war zusammen mit meiner Tante und meinem Cousin in einem dänischen Flüchtlingslager.
  #116  
Alt 23.04.2017, 12:46
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Tusnelda Tusnelda ist offline weiblich
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Standard 2 Brüder - 2 Geschichten

Mein Opa (geb, 1899) war mit 18 in den 1. WK nach Flandern geschickt worden, von wo er leicht verwundet und Lungenkrank zurück kam. Mit 38 dann in den 2. WK und von Norwegen aus direkt in Gefangenschaft.

Sein Bruder (geb. 1910) war der "Schlaue" in der Familie - er war Polizist in Stettin, im 2. WK dann bei der Gendarmerie im Osteinsatz (Zagreb, wahrscheinlich Partisanenjagd), floh am Kriegsende in die SBZ und war dann Kurdirektor auf Rügen, bis ihm die DDR-Führung auf seine braune Vergangenheit kam (steht im Braunbuch der DDR), er weiter nach Westen zog und schließlich Polizeichef in Itzehoe wurde.

Mein Vater (geb. 1929) ist Anfang 1945 dem Volkssturm Stettin entwischt - von den 600 Jungen überlebten ca. 90. Er floh mit seiner Mutter und seinen Tanten nach Westen und landete in einem Lager in Assel bei Stade. Dort lebten mein Opa und meine Oma bis 1957. Meine Eltern sind mangels Arbeit nach Wuppertal gezogen. Kontakt zum Bruder meines Opas gab es quasi nicht mehr. Ich habe kürzlich dessen Sohn gefunden, so dass mein Vater nach über 70 Jahren mit seinem kleinen Cousin - zwischenzeitlich 80 Jahre alt - sprechen konnte.

Mein Opa ist letztlich an den Folgen der Lungenkrankheit aus dem 1. WK 1961 gestorben.
  #117  
Alt 23.04.2017, 15:10
traupi54 traupi54 ist offline weiblich
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Hallöchen,ja auch in meiner Familie sind Opfer zu beklagen. Mein Großonkel ist seit den Kämpfen bei Orel 1943 vermißt. Mein Onkel (Bruder meines Vaters)liegt auf der Kriegsgräber-Gedenkstätte in Weeze. Mein Opa ist 1940 verstorben, konnte aber in Deutschland beerdigt werden. Meine Vorfahren Väterlicherseits stammen alle aus dem sudetenland.Erwähnen kann ich noch dass mein anderer Onkel im ersten Weltkrieg sein Bein verloren hat.

Geändert von traupi54 (23.04.2017 um 15:12 Uhr)
  #118  
Alt 23.04.2017, 15:14
traupi54 traupi54 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Matthias Möser Beitrag anzeigen
Ein trauriges Kapitel in Deiner Familiengeschichte....

Gruß
Matthias
Traurig!!!!!Da hat Ihre Familie ordentlich was mit gemacht
  #119  
Alt 27.04.2017, 21:45
Andrea1984 Andrea1984 ist offline weiblich
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Ein Ururgroßvater ist 1919 gestorben, an den Folgen einer Lungenkrankheit, die er sich als Kriegsteilnehmer im Ersten Weltkrieg zugezogen hat.

Zwei Urgroßväter sind 1945/1948 gestorben. Der eine im Konzentrationslager Mauthausen, wie und warum er dort hin gekommen ist, weiß ich nicht. Der andere etwas später eines natürlichen Todes und "relativ" alt, so dass sein Tod wohl kaum etwas mit dem Krieg zu tun gehabt hat.

Die anderen zwei Urgroßväter sind kurz vor bzw. kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gestorben, allerdings ohne an Kampfhandlungen teilgenommen zu haben, weil sie bereits zu alt dafür gewesen sind.

Mein Großvater väterlicherseits - ist zu jung gewesen, um am Zweiten Weltkrieg teilnehmen zu können/wollen/dürfen (wenn er gewollt hätte) u.a. deshalb weil sein Bruder - mein Großonkel - eingerückt und verwundet, allerdings auch wieder heimgekommen ist.

Der Onkel meines Vaters, Bruder meiner Großmutter, ist auch zu jung gewesen, um im Zweiten Weltkrieg kämpfen zu können.

Mein Großvater mütterlicherseits hat im Zweiten Weltkrieg gekämpft, leicht verwundet worden, ist in Kriegsgefangeschaft geraten, nach drei Jahren heimgekommen, hat meine Großmutter kennengelernt, sich mit ihr verlobt, eine Familie gegründet, als Beamter gearbeitet und ist dann hochbetagt sanft entschlafen. Der Beamte entschlaft sanft. Passt irgendwie.

Sein Vater ist im Ersten Weltkrieg verwundet worden, nach Kriegsende heimgekommen und hat dann eine Familie gegründet.

Über die anderen Urgroßväter dieser Linie weiß ich nichts näheres.

Noch ein Detail am Rande: Mein Großvater mütterlicherseits und der Cousin meiner Großmutter väterlicherseits - der älteste Sohn des ältesten Sohnes , des nach dem Ersten Weltkrieg verstorbenen Ururgroßvaters - sind beide im gleichen Jahr eingezogen worden und haben gemeinsam gekämpft. Beide Herren sind inzwischen gestorben.

Vereinfacht dargestellt: "Großvater Willi" auf der einen Familienseite und "Albert jun." (Sohn des Urgroßonkels Albert sen.) auf der anderen Familienseite. Aus Datenschutzgründen darf ich die richtigen Namen nicht nennen.

Die Welt ist doch wirklich ein Dorf.
__________________
Mühsam nährt sich das Eichhörnchen. Aufgeben tut man einen Brief.

Geändert von Andrea1984 (27.04.2017 um 22:26 Uhr)
  #120  
Alt 04.05.2017, 15:14
Schleifischer Schleifischer ist offline
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Von meinen direkten Vorfahren ist keiner in einem der Weltkriege verstorben

Mein väterlicher Opa (* 1926) wurde gegen Ende des 2.WK zur Marine geschickt, als er gerade mal 17 Jahre alt war. Er geriet in Frankreich in Kriegsgefangenschaft, kam aber wieder frei, weil er so jung war. Seine drei älteren Brüder (* 1917, 1921, 1923) waren auch im Krieg und überlebten. Was genau die gemacht haben, weiß ich leider nicht. Der Familienvater war bei Kriegsbeginn bereits Mitte 50, demenstsprechend nicht im Krieg.

Bei meiner väterlichen Oma war nur der Vater (* 1901) im Krieg. Er hatte das Unglück, an die Ostfront geschickt zu werden Er geriet in Gefangenschaft und blieb dort mehrere Jahre. Irgendwann ließ man ihn wieder frei, aber die Erfahrung prägte ihn für den Rest seines Lebens.

Mein mütterlicher Opa (* 1931) hatte das Glück, gerade so zu jung für den Krieg zu sein. Sein Vater war bei Kriegsbeginn bereits Ende 50, somit auch nicht mehr wehrpflichtig, allerdings wurde ein Bruder meines Opas (* 1926) an die Front geschickt. Er war ein Kriegskamerad und guter Freund meines anderen Opas (die Welt ist klein ), hatte jedoch nicht so viel Glück wie dieser und starb 1944 in Frankreich Er ist in meiner näheren Verwandtschaft der einzige Tote aus dem 2.WK.

Meine mütterliche Oma (* 1930) hatte zwei Brüder, die aber beide viel zu jung für die Front waren, sie kamen nämlich erst gegen Anfang des Krieges zur Welt. Der dazugehörige Uropa (* 1902) war vermutlich im Krieg, allerdings weiß ich noch nicht, was er dort genau tat, ich werde mich demnächst aber mal erkundigen. Fest stet nur, dass er heil nach Hause kam.
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