Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Aktuelle Umfragen
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Hinweise

Umfrageergebnis anzeigen: Anzahl der durch den 2. Weltkrieg verstorbenen Vorfahren
1 62 26,38%
2 27 11,49%
3 20 8,51%
mehr als 3 36 15,32%
keiner 90 38,30%
Teilnehmer: 235. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #11  
Alt 16.07.2014, 20:16
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.123
Standard

Zitat:
Zitat von Ute69 Beitrag anzeigen
Hallo Silke


Habe aber jetzt sogar noch Verwandte gefunden die sich freuen dass da jemand ist den sie auch noch nicht kennen.

Reger Kontakt per Telefon und Brief.



freundliche Grüße Ute
Ja Ute, die Freude ist auch bei den Verwandten die ich jetzt durch das Forschen gefunden habe. Natürlich kamen auch einige Geschwister unserer Omi nach dem Mauerfall zu Besuch.

Vorher führte da kurrioser Weise kein Weg hin, da keiner Auskunft über seine Geschwister im Osten bekam

LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
  #12  
Alt 16.07.2014, 20:42
Benutzerbild von herby
herby herby ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.12.2006
Ort: Eifel
Beiträge: 1.964
Standard

Hallo Freunde,

Verluste in den beiden Weltkriegen habe ich -Gott sei Dank- nicht zu vermelden.
Mein Vater hat seinen 17ten Geburtstag in dem Hungerlager Goldene Meile in den Rheinwiesen bei Remagen "gefeiert".
Er hat mir noch in seinen letzten Briefen aus Brasov in Rumänien, wo er 2011 verstarb, beschrieben, wie es damals da zuging. Die tägliche Essensration passte jedenfalls in eine Hand...Geschirr gab´s nicht.
Aber das war dann auch die örtliche Gegebenheit, dass er meine Mutter kennen lernte.
Deren Freund (aber eben keine Verwandtschaft) ist am 26. Juni 1941 bei Surwiliski im Zuge des Unternehmens Barbarossa gefallen. Hier sind mir die Feldpostbriefe erhalten, die sehr schön geschrieben sind und in Kürze in einem Buch über die entsprechende Division und das Panzer Regiment 27 veröffentlicht werden (von Denis de Zwart aus NL).

Viele Grüße
Herbert

p.s. in der Anlage ein Bild meines Vaters als Soldat?-mit 16/17 Jahren wahrscheinlich noch nicht??? und die Meldung über den Tod des Freundes meiner Mutter.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Soldat.jpg (142,4 KB, 31x aufgerufen)
Dateityp: jpg Aus KTB Paderborn (FPNR 20855).jpg (97,9 KB, 36x aufgerufen)

Geändert von herby (16.07.2014 um 21:22 Uhr)
  #13  
Alt 16.07.2014, 22:27
Mark Obrembalski Mark Obrembalski ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 05.12.2011
Ort: Tübingen
Beiträge: 130
Standard

Tja, diese Frage kann ich leider nicht beantworten. Vielleicht war es nur einer, vielleicht waren es auch zwei.

Sicher weiß ich, dass einer meiner Großväter im 2. Weltkrieg gefallen ist. Bemerkenswert ist dabei, dass er trotz seiner polnischen Herkunft deutscher Soldat war - ich vermute, dass er wegen seiner deutschen Frau über die Deutsche Volksliste nach Deutschland eingebürgert worden ist. Ich habe einige Angaben über seinen Kriegseinsatz von der WASt, und in den Familiendokumenten gibt es die Übersetzung einer polnischen Gerichtsentscheidung, die seinen Tod feststellt.

Über meinen Urgroßvater, den Schwiegervater des gefallenen Großvaters, weiß ich aber nichts Genaues. Er lebte als Ansiedler in einem Dorf in Posen und war wohl entsprechend deutschnational eingestellt. Nach dem, was man in der Familie erzählt, soll er Ende der 30er-Jahre bei einem Kampf mit Polen am Ort ums Leben gekommen sein. Gut möglich, dass die Auseinandersetzung mit dem deutschen Angriff auf Polen 1939 im Zusammenhang stand - ich weiß es aber nicht.

Mein anderer Großvater war im 2. Weltkrieg, hat ihn aber überlebt. Direkte Kampfhandlungen blieben ihm zum Glück erspart, denn er war als Koch eingesetzt, vor allem in Eisenbahn-Truppentransporten. Gegen Kriegsende geriet er leider noch in russische Gefangenschaft, was ihm gesundheitlich wohl ziemlich zugesetzt hat - überlebt hat er's aber. Mindestens so schlimm für ihn und meine Großmutter war wohl - sie waren Sudetendeutsche - die Vertreibung, die ja auch eine Kriegsfolge war.
  #14  
Alt 17.07.2014, 08:16
Sandra79 Sandra79 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 28.03.2014
Ort: NRW / Krefeld
Beiträge: 254
Standard

Guten Morgen,

bei mir finde ich es etwas kurios. Ich habe aus zahlreichen Personen, die durchaus im richtigen Alter gewesen wären nur einen einzigen Fall gefunden der im 1. Weltkrieg war.
Dies war ein Sohn (*1895) meines Ur-Großvaters, der mit 20 Jahren (*1916) in Senne (Ostwestfalen-Lippe) gefallen ist. Von ihm habe ich auch die Sterbeurkunde ergattert, wo das Regiment drauf verzeichnet ist.

In unserem Stadtarchiv ist es so unterteilt:

Bombenopfer in Krefeld (1939-1945)
Kriegssterbefälle (1. Weltkrieg)
Kriegssterbefälle (2. Weltkrieg)

Vom 2. Weltkrieg kriegen sie immer noch vereinzelt Meldungen rein

Ich habe alle drei ordentlich durchgelesen und nichts, außer meinen Ur-Großonkel mütterlicherseits. Diese Linie hat immer in Krefeld gewohnt und der Archivar erklärte mir, dass die Sterbefälle vom 1. Weltkrieg auch wieder zum Geburtsort gelandet sind und beim 2. Weltkrieg nur in diese Liste eingetragen wurde und man die Sterbeurkunde beantragen müsste.

Bei meinem Großvater (*1905) weiß ich warum: Er hat bei den Edelstahlwerken gearbeitet und hat fleißig Waffen gebaut - war sozusagen unabkömmlich.
Aber der Rest der Männer waren Seidenweber, Tagelöhner etc.

Mich wundert auch, dass es keine Bombenopfer bei meiner Familie gab - in Krefeld ist es wirklich hoch her gegangen

Ich wollte schon Auskunft bei der WAst beantragen, aber ich weiß ja nicht, für welche Person Habt ihr eine Idee?

Ein gutes hat es vielleicht (auch wenn ich nicht sicher bin) Meine Großmutter ist im Krieg geflohen und hat dadurch meinen Großvater kennengelernt - wäre das nicht gewesen, hätte es meine Mutter nicht gegeben...

LG
Sandra
  #15  
Alt 17.07.2014, 10:50
Klingerswalde39_44
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo,
zuerst einmal vielen Dank für eure interessanten Beiträge. Es ist schon erstaunlich, wie groß der Einfluss dieses furchtbaren Krieges auf die nachfolgenden Generationen gehabt hat. Viele von uns würde es gar nicht geben. Auch mein Vater hätte wohl den elterlichen Hof in Ostpreußen übernommen und wäre meiner Mutter, die in Berlin lebte voraussichtlich nie begegnet.

Geändert von Klingerswalde39_44 (17.07.2014 um 11:13 Uhr)
  #16  
Alt 17.07.2014, 11:07
MartinaOE MartinaOE ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.04.2010
Beiträge: 109
Standard

Hallo,

in meiner Familie waren die Kriegsfolgen Fluch und Segen zugleich.

Segen: Mein Vater war als Zwangsarbeiter im Bergbau (Ruhrgebiet) eingesetzt und blieb, verliebte sich in meine Mutter (Kriegerwitwe) und so kam es zu meiner Schwester und mir.

Fluch: Das letzte Lebenszeichen seiner Mutter kam während des Krieges aus Ratibor. Vermutlich wurde sie von dort vertrieben. Ihr Verbleib ist unbekannt. Ich habe schon viel nach ihr gesucht, bisher ohne Erfolg. Schade, ich hätte viele Fragen an sie gehabt!

LG Martina
__________________
Mynar/ Drössler im Raum Vratimov, Poprad, Botenwald/ Butovice, Hof/ Dvorce, Zabreh
Schoppe, Kühr im Raum Kr. Olpe
  #17  
Alt 17.07.2014, 11:47
Benutzerbild von astromio
astromio astromio ist offline
Benutzer
 
Registriert seit: 10.03.2010
Ort: Heimat Berlin, Wohnort Brandenburg, Herzensheimat Pommern
Beiträge: 86
Standard

In direkter Linie, also Großeltern, Urgroßeltern, ist niemand im 2. Weltkrieg gestorben. Mein Opa war Funker in Stalingrad und hat sogar anschließend die Kriegsgefangenschaft überlebt. Aber fragt nicht wie!

In der nicht direkten Linie sind viele Verwandte umgekommen.

Zu Familienfeiern in den 60er und 70er Jahren kamen immer etliche alleinstehende "Tanten", deren Männer noch jung im Krieg starben.

Die Umfrage zeigt natürlich, dass wir, die hier schreiben, die Nachkommen der Überlebenden sind (oder vielleicht sogar noch ein paar selbst Überlebende?); also sind unsere Vorfahren logischerweise zumindest zum Teil am Leben geblieben.

Meine Oma hat alle Brüder, junge Männer, noch ohne Kinder aber zum Teil verheiratet, im 2. Weltkrieg verloren und Ihre Eltern starben, nicht alt, wenige Jahre nach der Flucht. Sicher wegen der Belastungen seelischer und körperlicher Art.

LG
__________________

Ich forsche nach: ANHOFF BAATZ BEOW BRUHN, BUCHHOLZ BUKOWSKI BUNTROCK BURCHARDT CRAMER DOBBERSTEIN DUMKE FRISCHKE FRITZSCHE GIESE HOPPE KÄMP KASTEN KEMP KÖNNECKE KRAMER KRIESEL KRÜGER KRÜSEL MARQUARDT PETERS ROLLFINKE RUNGE SCHNUTZ SOMMER STEFFEN STORM STRENZKE TIMM WARLICH
WEBER WUNDERLICH und viele mehr
  #18  
Alt 17.07.2014, 12:12
Klingerswalde39_44
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von astromio Beitrag anzeigen
...also sind unsere Vorfahren logischerweise zumindest zum Teil am Leben geblieben.
Hallo,
zumindest zum Teil trifft es ...
Viele Kinder sind geboren worden bevor die Väter in den Krieg ziehen mussten oder waren "Ergebnisse" eines Fronturlaubs. Mein leiblicher Großvater (*1919) ist am 03.09.1940 eingezogen worden. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon 2 Kinder, ein drittes war unterwegs. Das 4. Kind (*1943) war so ein Ergebnis eines Fronturlaubs.

Der Pflegevater meines Vaters (*1900) wurde am 13.12.1939 eingezogen und am 29.07.1940 war für ihn aufgrund einer Verwundung der Krieg zu Ende. Im Februar 1945 wurde er als Zivilist auf seinem Hof gefangen genommen und nach Sibirien abtransportiert. Auf dem Transport wurde er erschossen, weil er seine warmen Stiefel nicht hergeben wollte. Zu dem Zeitpunkt war mein Vater 6 Jahre alt. Er blieb mit seiner Pflegemutter noch bis 1946 auf dem Hof in Ostpreußen.
  #19  
Alt 17.07.2014, 14:16
Benutzerbild von Kleeschen
Kleeschen Kleeschen ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 01.03.2014
Ort: Norddeutschland
Beiträge: 1.460
Standard

Hallo zusammen,

bei mir ist tatsächlich kein Vorfahre gefallen. Mein Ururgroßvater (mütterlicherseits) ist während des Zweiten Weltkrieges verstorben. Aber er hatte einen Unfall beim Kamin..
Dann habe ich Vorfahren, die an den Wirkungen des Zweiten Weltkriegs gestorben sind. In Russland wurde ja oft repressiert. Mein Urgroßvater (väterlicherseits) starb vier Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg an folgen von Repressierungen. Er ist entkommen, aber er ist an den Folgen verstorben.
Dann stirbt seine Ehefrau (also meine Urgroßmutter) in ein Arbeitslager. Sie ist dahin gekommen, da sie ja Deutsche war und ihr Mann für die Deutschen im Zweiten Weltkrieg gekämpft hat..

Liebe Grüße,
Kleeschen
  #20  
Alt 17.07.2014, 17:19
Benutzerbild von JuHo54
JuHo54 JuHo54 ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 27.12.2008
Beiträge: 844
Standard

Hallo zusammen,
unsere Familie hat es komplett durcheinandergeworfen, durch die Vertreibung und die Flucht aus Danzig, West-und Ostpreußen, sowie Oberschlesien wurden sie in alle Winde verstreut, viele blieben in der DDR und die Familie erfuhr dadurch einen weiteren großen Riss, mein Onkel ist gefallen, viele weiter Verwandte ebenfalls oder kamen im Bombenhagel vor allem rund ums Ruhrgebiet ums Leben, waren in russischer Kriegsgefangenschaft...... das sind die negativen Seiten, doch es gibt auch positive, so hätten sich meine Eltern nie kennen gelernt und meine Schwiegereltern ebenfalls nicht....und das bedeutet unsere Familie gäbe es so heute nicht....
Liebe Grüße
Jutta
__________________
Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen,
nicht das Besitzen, sondern das Erwerben,
nicht das Dasein, sondern das Hinkommen,
was den größten Genuss gewährt.
Carl Friedrich Gauß


FN Wittmann und Angehörige - Oberpfalz-Westpreußen/Ostpreußen/Danzig - Düsseldorf- südliches Afrika
FN Hoffmann und Angehörige in Oberschlesien- FN Rüsing/Gierse im Sauerland

IG Oberpfalz- IG Düsseldorf und Umgebung - IG Bergisches Land - IG Ostpreußen-Preußisch Holland -IG Nürnberg und Franken
Thema geschlossen

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:54 Uhr.