Zurück   Ahnenforschung.Net Forum > Allgemeine Diskussionsforen > Ortssuche
Hier klicken, falls Sie Ihr Kennwort vergessen haben.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #21  
Alt 28.05.2019, 20:21
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.159
Standard

Zitat:
Zitat von scheuck Beitrag anzeigen
Hallo, Silke und carinthiangirl !



Natürlich, Frau und Kinder können auch durch/an eine/r Krankheit gestorben sein, das kam früher vor und passiert auch heute noch (wenn auch seltener).
Schlimm für einen Ehemann und Vater, keine Frage; aber wird das dann auch zu einem absoluten Tabu?

Liebe Scheuck,


Lese dir mal das zu Schwangerschaft und Kinder durch. Wenn Frauen gezwungen wurden sich die Kinder abtreiben zu lassen bzw wenn sie der deutschen Norm entsprachen ihnen auch weggenommen und zur Addoption frei gegeben wurden, dann glaube ich da schon eher den Grund für. Ich glaube nicht, das man sich die Kinder nach Kriegsende zurück holen konnte...


LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
Mit Zitat antworten
  #22  
Alt 28.05.2019, 21:38
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.488
Standard

Nabend, liebe Silke!

Ja, "Schwangerschaften und Kinder" habe ich gelesen, sei bedankt.

Nein, ich glaube auf keinen Fall, dass Onkel Ossip's Frau jemals in Deutschland war. Der Familien-Überlieferung nach waren Frau und Kinder schon "gesichert" nicht mehr am Leben, als er nach Deutschland bzw. nach Osnabrück gekommen ist. Ich habe auch in einem ganz kurzen Nebensatz von ihm selbst irgendwann gehört, dass Frau und Kinder tot sind. - Abtreibung und Adoption scheiden also wohl aus.

Ich komme irgendwie von dem Gedanken "nicht los", seine Frau könne Jüdin gewesen sein (und damit auch die Kinder). Mehr als 80% der Bevölkerung in jenem Örtchen waren offenbar jüdisch ...

Wenn ich doch bloß in Erfahrung bringen könnte, wann, warum und wie Onkel Ossip die Bukowina verlassen hat und wie es ihm möglich war, 1944 schon als Lehrer zu arbeiten! - Ich gehe davon aus, dass er sein Studium schon abgeschlossen hatte bzw. auch schon promoviert hatte; davon, dass das alles erst hier passiert ist, war nie die Rede.
Ob da eventuell die Sammelakte (falls vorhanden) zum Sterbefall helfen könnte? Kann man da irgendwelche Infos zu seiner Geb.-Urkunde (falls er überhaupt noch eine hatte) bzw. zur 1.Ehe erwarten???
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #23  
Alt 29.05.2019, 00:29
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.159
Standard

Hallo Scheuck,


"Wer nicht wagt, der nich gewinnt..." Versuch macht Klug


Ich würde schauen ob es eine Sammelakte gibt. Er muss ja evt polizeiliches Führungszeugnis gehabt haben. Zumindest gehe ich davon aus, das dieses vorzulegen war wenn er Lehrer war....


LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
Mit Zitat antworten
  #24  
Alt 29.05.2019, 00:34
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.488
Standard

Hallo, Silke,

ja, der Meinung bin ich auch; wer nicht fragt, kann auch keine Antwort kriegen; wer nichts versucht, hat schon verloren!

Viel erwarte ich von einer Sammelakte zwar nicht, aber einen Versuch ist's auf jeden Fall wert. - Und wenn ich mich an die Schule bzw. an's Schulamt wende, irgendwas muss doch zu finden sein ...
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #25  
Alt 30.05.2019, 11:01
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.488
Standard

Ihr Lieben,

wenn man so gaaaar nichts in Händen hat (ich habe bislang noch nicht mal eine Geb.-, Heirats- oder Sterbe-Urkunde ), "muss" man zunächst mal in "Erinnerungen" wühlen und versuchen, dort irgendwelche "Ansätze" zu finden.

Der Vorname, der beim Friedhofsamt eingetragen ist, ist definitiv Basilus Josef, wir haben ihn aber alle "Ossip" genannt, also gehe ich davon aus, dass das sein Wunsch war. Auch seine 2.Frau hat ihn so angesprochen und jeweils so genannt, wenn von ihm die Rede war.

Ich habe Tante Google befragt und erfahren, dass

Ossip (auch Osip) ist ein männlicher Vorname.
Der Name ist eine Variante von Josef. Er wird in Osteuropa bzw. im osteuropäischen Judentum häufig verwendet.


Warum mag ein Mann, der offensichtlich katholisch war, im privaten Bereich die osteuropäisch-jüdische Form seines eigentlichen Vornamens Josef gewählt haben?
Würdet Ihr daraus irgendwelche "Schlüsse" ziehen wollen/können und wenn ja, welche? - Ich hätte schon eine Idee, möchte Euch aber nicht beeinflussen.
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #26  
Alt 30.05.2019, 11:24
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.159
Standard

Moin Scheuck,


Es wäre denkbar das dein Onkel Ossip aus Sicherheit konvertiert ist. Es gab viele die das so gemacht haben, vorallem wenn es um ihre Kinder ging.



LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
Mit Zitat antworten
  #27  
Alt 30.05.2019, 11:30
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.488
Standard

Moin, Silke-Freundin!

Sei bedankt! - Ja, diese Idee hatte ich auch schon, habe sie aber wieder verworfen, weil ...

Nehmen wir mal an, er sei nach damaliger "Definition" selbst "Voll-, Halb- oder Viertel-Jude" gewesen und sei aus Sicherheitsgründen konvertiert.
Wäre das nicht "verdächtig/anrüchig" gewesen bzw. aufgefallen, als er 1944 in den "höheren" Schuldienst übernommen wurde?
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #28  
Alt 30.05.2019, 11:48
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.159
Standard

Liebe Scheuck,


Mag sein aber sicher ist auch, das sehr viele Juden dennoch überlebt haben gerade weil sie eine "falsche Identität" annahmen. Es suchen heute noch 1000`sende von einst jüdischen Kindern nach ihrer wahren Identität, da ihre Eltern sie in andere Familien gaben(sei es das evangelische Kindermädchen oder die katholischen Nachbarn), nur um damit sie den Holokaust überleben. Papier war auch damals geduldig. Und letztendlich konnte auch da keiner Nachweisen, das es nicht so war


LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
Mit Zitat antworten
  #29  
Alt 30.05.2019, 12:13
Benutzerbild von scheuck
scheuck scheuck ist offline weiblich
Erfahrener Benutzer
Themenstarter
 
Registriert seit: 23.10.2011
Beiträge: 3.488
Standard

Ja, liebe Silke,

hast durchaus recht, was die Kinder angeht, die man hoffnungsvoll in "andere Hände" gegeben hat, damit sie vielleicht eine Chance haben.

Ossip war aber 1939 bereits 36 Jahre alt, war ganz sicher schon ein studierter, promovierter Mann und aller Wahrscheinlichkeit nach auch schon Lehrer.

Ich glaube auch nicht, dass er um 1939 noch in seinem Geb.-Ort gelebt haben wird; wenn ich das richtig in Erinnerung habe, gab's da knapp 4.000 Einwohner.

Soweit ich weiß, hat man Lehrer zur NS-Zeit bis auf die Knochen "durchleuchtet" und manche Berufsgruppen (Ärzte, Anwälte, sicherlich auch Lehrer) hatten ein Berufs-Verbot bzw. durften nur noch "unter ihres Gleichen" arbeiten.

Wirklich blöd ist, dass ich vor Ende des Jahres an keinerlei Urkunden komme, denn Sterbe-Urkunden aus 1989 (und alles, was damit zusammenhängt) werden erst Anfang 2020 frei, habe ich erfahren.

Dieser wundervolle Onkel ist nicht mit den Haasters verwandt, er ist aber nicht weniger kompliziert
__________________
Herzliche Grüße,
Scheuck
Mit Zitat antworten
  #30  
Alt 30.05.2019, 13:25
Benutzerbild von Silke Schieske
Silke Schieske Silke Schieske ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 02.11.2009
Ort: Arendsee/Altm.
Beiträge: 4.159
Standard

Liebe Scheuck,


Das mit den Namen ist so eine Sache. Man kann im Grunde genommen nicht unbedingt gleich ausmachen welcher Religion dieser angehörte.


Meine Urgroßmutter war eine geborene Heymann, die es evangelisch, katholisch aber auch jüdisch gab. Meine Omi hätte meinen Opa, einen Offizier, sicher nie heiraten dürfen, wenn in irgendeiner Art festgestellt worden wäre, hier war ein Vorfahre mal jüdisch gewesen.

Also kann es nicht vielleicht auch sein, das dein Onkel Ossip seinen Namen bereits aus Kindertagen hatte? Ich meine damit, das er als katholisch Getaufter in einer mehrzählig jüdischen Gegend aufgewachsen ist und man ihn daher dort Ossip nannte. Also vielleicht vom Opa aus dem Nachbarhaus, weil er als Kind dort häufig ein und aus ging. Spitznamen haben sich halt aus Kindertagen erhalten und erinnern somit auch an schöne Zeiten


LG Silke
__________________
Wir haben alle was gemeinsam.
Wir sind hier alle auf der Suche, können nicht hellsehen und müssen zwischendurch auch mal Essen und Schlafen.
Mit Zitat antworten
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 04:55 Uhr.