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  #1  
Alt 11.04.2021, 14:43
heike_b heike_b ist offline
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Beiträge: 314
Standard "geistige Betreuung" von französischen Kriegsgefangenen 1941-43

Hallo,

in einem Entnazifizierungsfragebogen bin ich beim militärischen Lebenslauf auf einen Eintrag gestoßen, unter dem ich mir nichts vorstellen kann: Der Betreffende war von 1941 bis 1943 für "geistige Betreuung" von französischen Kriegsgefangenen eingesetzt. (Zuvor war er drei Wochen für ihre Bewachung eingesetzt; nach 1943 war er in der Verwaltung, Ausbildung und Adjutant.)

Die Suchmaschine meines Vertrauens konnte mir leider auch nicht weiterhelfen; ich habe nur Informationen zur "geistigen Betreuung" von Wehrmachtssoldaten gefunden, und einen Hinweis auf Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung für die "geistige Betreuung" von Kriegsgefangenen. Wisst Ihr, worin die "geistige Betreuung" von französischen Kriegsgefangenen bestand?

Vielen Dank,

Heike
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  #2  
Alt 11.04.2021, 16:30
Benutzerbild von Matthias Möser
Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Beiträge: 2.244
Standard

Vielleicht war es einfach ein Lehrer, der sich um die Kriegsgefangenen gekümmert hat.


Gruß
Matthias
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Geändert von Matthias Möser (11.04.2021 um 16:32 Uhr) Grund: fehler
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  #3  
Alt 11.04.2021, 16:36
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 23.10.2012
Ort: Berlin
Beiträge: 9.681
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Hallo

Einerseits "Beschäftigungstherapie" für die Gefangenen, also z.B. Beschaffung von französischer Literatur, und sonstige kulturelle Ablenkungen, wie Einstudieren von Theaterstücken etc.

Anderseits wahrscheinlich auch das, was wir neudeutsch als Gehirnwäsche bezeichnen: also ein Ziel war vermutlich zu zeigen, das der Nationalsozialismus eine kulturelle Bereicherung und die richtige Zukunft für Frankreich sei, und das die Deutschen eigentlich nette Menschen, und die Freunde des französischen Brudervolks seien.
__________________
Viele Grüße
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  #4  
Alt 11.04.2021, 17:53
heike_b heike_b ist offline
Erfahrener Benutzer
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Registriert seit: 15.07.2007
Beiträge: 314
Standard

Vielen Dank Euch beiden!

Der Betreffende war eigentlich Rechtsanwalt, und ich hatte bisher den Eindruck, dass er dem Nationalsozialismus reserviert gegenüberstand (er war kein Parteimitglied, und saß 1933 mal für kurze Zeit in Schutzhaft, weil er sich in einem Brief kritisch über Partei- und Regierungsstellen geäußert hatte).

Viele Grüße,

Heike
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