#1  
Alt 11.10.2020, 16:56
Ginsemer Ginsemer ist offline
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Hallo beisammen,

ich bin relativ neu in dem Thema Ahnenforschung und würde gerne mal eure Erfahrungen nutzen.
Wie seid ihr vorgegangen, als ihr angefangen habt, Daten über eure Vorfahren zu sammeln ?
Ich haben einen mehr oder weniger umfangreichen Datenbestand, der aus mündlichen Überlieferungen und vorhandenen Original-Dokumenten besteht.

Ich habe jetzt auf der Seite Ahnenforschung.net und auch familysearch angefangen, nach verschiedenen Namen zu suchen.
Macht man hier zu genaue Angaben, bekommt man oft keine Einträge. Macht man weniger Angaben, wird mal von den Suchergebnissen "erschlagen".

Gibt es hier Tricks, die man beachten sollte ?
Oder andere Seiten, die besser sind ?

Viele Seiten sind kostenpflichtig. Lohnt sich das oder bekomme ich da auch nicht mehr Infos, als in den kostenfreien ?

Für Tipps wäre ich sehr dankbar.

Viele Grüße
Mario
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  #2  
Alt 12.10.2020, 10:18
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
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ich habe ersteinmal meine vorhandenen Daten geprüft.
Großeltern und Urgroßeltern waren einfach, da haben wir die Standesamtdaten zu Hause, danach ging es für mich als Hessen auf Lagis und in die Kirchenbücher

und so langsam Habe ich mich mit Ortssippenbüchern und Ortschroniken, Akten us den Stadt und Landesarchiven, weitergetastet

Daten aus Ancestry, Familysearch und wie sie heissen (ausser die Quellen wurden hinterlegt) habe ich alle gegengeprüft

tja und irgendwann hatte ich einen riesigen Stammbaum
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  #3  
Alt 12.10.2020, 13:11
Ginsemer Ginsemer ist offline
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In LAGIS bin ich für hessische Daten auch schon fündig geworden.
Gibt es so etwas auch für andere Bundesländer ?
Hab da bisher noch nichts gefunden
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  #4  
Alt 12.10.2020, 15:56
Benutzerbild von hmw
hmw hmw ist offline
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Hallo Mario,

welche Bundesländer interessieren dich denn noch neben Hessen? Es gibt jedenfalls fast überall Mittel und Wege - aber um dir hierzu eine hilfreiche Antwort zu geben, sollte die Gegend bekannt sein.

Einen wichtigen Tipp hat meine Vorrednerin schon erwähnt: Angaben aus dem Netz immer mit den Dokumenten von der Kirche bzw. dem Standesamt gegenprüfen. Leider gibt es viele Leute, die Sachen übernehmen, die so gar nicht stimmen. Und auch die Transkription von familysearch usw. sind nicht immer fehlerfrei. Also lieber auf Nummer sicher gehen! Bei der Suche auf familysearch und Co. ist das * jedenfalls oft hilfreich. Wenn z.B. unklar ist, ob der Name Müller oder Möller lautet, findest du mit M*ller beide Einträge. Gerade in solchen Fällen, wo die Namen mal auf Hochdeutsch und mal im Dialekt eingetragen wurden, kann das sehr hilfreich sein.

Ab 1876 gab es im ganzen Deutschen Reich die Standesämter, in den von Frankreich besetzten Gebieten links des Rheins gab es deren Vorgänger teils schon seit Beginn der Franzosenzeit 1792. Davor sind die Kirchenbücher die wichtigste Quelle. Daher ist es immer wichtig zu erfassen, welcher Religion deiner Vorfahren angehörten - damit du später weißt, in welchem Kirchenbuch du suchen musst. Auch die Berufe können wichtig sein, falls in einem Ort mal Personen mit dem selben Namen auftauchen. Außerdem geben sie manchmal wichtige Hinweise zum sozialen Stand der Familie.

Ich empfehle dir zudem, immer die jeweiligen Quellen zu notieren, z.B. bei der Geburt von Martin Mustermann am 11.11.1900 den passenden Eintrag des Standesamts: Standesamt Musterdorf - Geburtenregister - Nr. 100/1900. Dann kann jeder später nachvollziehen, wo der Eintrag zu finden ist und weiß, dass man sich auf diese Angaben verlassen kann.

Ich empfehle dir außerdem, deine Daten digital zu erfassen. Entweder über einen der Online-Anbieter wie ancestry oder mit einer kostenlosen Software wie Gramps oder Ahnenblatt. So verlierst du nicht den Überblick, auch wenn du deine Vorfahren mal ein paar Jahrhunderte zurückverfolgt hast.

Und den wichtigsten Tipp hat dir wohl schon jemand gegeben: forum.ahnenforschung.net

Gruß
Martin
__________________
SL Marx & Barst in Schmiedeberg NW Rath in Schwelm und Much PL Kunst in "Rawitz in Polen" NS Wörmer in Moisburg und Buxtehude,
Fehling & Behr in Winsen/Luhe, Heger in Göttingen und Rittmarshausen SH Frick in Breitenberg OP Krause, Falk & Lipik in Czychen/Kr. Oletzko
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  #5  
Alt 13.10.2020, 02:26
heike_b heike_b ist offline
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Hallo Mario,

zu Deiner Frage, ob sich kostenpflichtige Seiten lohnen: Es gibt Quellen, die man auf mehreren Seiten findet, und es gibt Quellen, die man nur auf einer Seite findet.

Du kannst zuerst schauen, ob Du Informationen auf kostenlosen Seiten findest. Wichtig ist aber, auch die Quellen zu haben (z.B. Scan der Kirchenbuchseite).

Oft wirst Du auf kostenlosen Seiten nicht fündig werden. Dann ist die Frage, ob die für Dich relevante Quelle überhaupt schon digitalisiert wurde, und wenn ja, auf welcher kostenpflichtigen Seite sie zu finden ist. Bei Archion z.B. kannst Du auch ohne Anmeldung sehen, welche (evangelischen) Kirchenbücher dort verfügbar sind.

Viele Grüße,

Heike
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  #6  
Alt 13.10.2020, 07:23
Ginsemer Ginsemer ist offline
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Hallo Martin,

dann bin ich ja auf gar keinem so falschem Weg.
Zu der Frage, nach welchen Bundesländern ich noch suche:
Zum einen Rheinland-Pfalz und da ich auch nach den Vorfahren meiner Frau suche, Bayern (Niederbayern)

Gruß
Mario
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  #7  
Alt 13.10.2020, 09:15
Basil Basil ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Ginsemer Beitrag anzeigen
In LAGIS bin ich für hessische Daten auch schon fündig geworden.
Gibt es so etwas auch für andere Bundesländer ?
Hab da bisher noch nichts gefunden
Hallo Mario,

in den meisten Bundesländern sind die Personenstandsbücher dezentral archiviert. Die Bücher sind nur in den jeweils zuständigen Stadt- bzw. Kreisarchiven zu finden. Ausnahme sind Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz, die Personenstandsarchive eingerichtet haben, und die Stadtstaaten.

In Hessen z.B. sind die Erstregister zwar in den zuständigen Stadt- bzw. Kreisarchiven, die Zweitregister aber im dem Landesarchiv angeschlossenen Personenstandsarchiv. Diese Zweitregister sind über die Webseite des Landesarchivs (Arcynsis), sowie bei Ancestry und MyHeritage, online verfügbar.

NRW hat zwei Personenstandsarchive für Rheinland und Westfalen-Lippe. Es werden die Sterberegister bis 1938 digitalisiert, u.a. verfügbar bei MyHeritage.
https://forum.ahnenforschung.net/sho...d.php?t=138213

Das Personenstandsarchiv für Rheinland-Pfalz ist in Koblenz. Anscheinend befindet es sich noch im Aufbau.

Für Berlin und Hamburg und weitere Städte, z.B. Dresden, Oldenburg u.a., sind die Personenstandsbücher digitalisiert und auf Ancestry verfügbar. Andere Städte, z.B. Bautzen, stellen ihre archivierten Personenstandsbücher auf eigenen Seiten kostenfrei zur Verfügung. Das muss im Einzelfall geprüft werden, die Regel ist das nicht.

Grüße
Basil
__________________
Zimmer: Oberlausitz und Dresden; Stephanus: Zittau, Altenburg und Ronneburg
Raum Zittau: Heidrich, Rudolph
Erzgebirge: Uhlmann, Lieberwirth, Gläser, Herrmann
Burgenlandkreis: Wachtler, Landmann, Schrön


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  #8  
Alt 13.10.2020, 22:11
hessischesteirerin hessischesteirerin ist offline
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Zitat:
Zitat von Basil Beitrag anzeigen
Hallo Mario,


In Hessen z.B. sind die Erstregister zwar in den zuständigen Stadt- bzw. Kreisarchiven, die Zweitregister aber im dem Landesarchiv angeschlossenen Personenstandsarchiv. Diese Zweitregister sind über die Webseite des Landesarchivs (Arcynsis), sowie bei Ancestry und MyHeritage, online verfügbar.l
aus eigener Erfahrung kann ich dir wirklich Lagis ans herz legen.
MyHeritage und Ancestry haben sehr viel im Bestand, aber nicht alles. und gerade bei den Stammbäumen wimmelt es vor Fehlern

mein liebstes Beispiel ist bei Ancestry das Fehlen der Geburtsurkunde meiner Urgroßmutter, welches z.B. auch im Stadtarchiv nicht zu finden ist.

Sie wurde aber geboren und das nicht nur, weil ich das Original im Familenbesitz habe, sondern wie Lich sonst heute hier nicht schreiben könnte - ihr nicht deutscher Nachname wird auf ancestry übrigens falsch geschrieben

daher immer doppelt prüfen
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  #9  
Alt 14.10.2020, 18:06
Erny-Schmidt Erny-Schmidt ist offline
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Hallo Martin,
Zitat:
Zitat von hmw Beitrag anzeigen
Angaben aus dem Netz immer mit den Dokumenten von der Kirche bzw. dem Standesamt gegenprüfen. Leider gibt es viele Leute, die Sachen übernehmen, die so gar nicht stimmen. Und auch die Transkription von familysearch usw. sind nicht immer fehlerfrei. Also lieber auf Nummer sicher gehen! Bei der Suche auf familysearch und Co. ist das * jedenfalls oft hilfreich. Wenn z.B. unklar ist, ob der Name Müller oder Möller lautet, findest du mit M*ller beide Einträge. Gerade in solchen Fällen, wo die Namen mal auf Hochdeutsch und mal im Dialekt eingetragen wurden, kann das sehr hilfreich sein.
Speziell bei familysearch habe ich vor allem Zweifel an den alten IGI records. Was dort an zig Namen drin steht, konnte ich bei einer Stichprobe (KB Aschersleben) nur zum kleineren Teil (ca. 8 con 100) verifizieren. Die neueren Datenbanken bringen zwar weniger Treffer, die stimmen aber, soweit ich es mit eigenen Unterlagen überprüfen konnte. Die Transkriptionen ins Englische sind natürlich in der Tat bisweilen problematisch, gelinde gesagt.
Aber danke für den Tip, dass familysearch (inzwischen?) Wildcards akzeptiert. Dazu zwei Fragen: Geht auch Sch?lz statt Sch*lz? Und darf "exact spelling" zusammen mit Wildcards verwendet werden? Wenn ich z.B. nach Sch*lz recherchiere, möchte ich nur Schulz(e) oder Scholz haben, nicht aber z.B. "Stolze", "Schüler" etc., was familysearch ohne exact spelling sonst noch so alles ausgibt.

Gruß E. Schmidt.
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  #10  
Alt 14.10.2020, 18:27
Erny-Schmidt Erny-Schmidt ist offline
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Hallo Ginsemer,
Zitat:
Zitat von Ginsemer Beitrag anzeigen
Wie seid ihr vorgegangen, als ihr angefangen habt, Daten über eure Vorfahren zu sammeln ?

Ich habe jetzt auf der Seite Ahnenforschung.net und auch familysearch angefangen, nach verschiedenen Namen zu suchen.
Macht man hier zu genaue Angaben, bekommt man oft keine Einträge. Macht man weniger Angaben, wird mal von den Suchergebnissen "erschlagen".

Gibt es hier Tricks, die man beachten sollte ?
Oder andere Seiten, die besser sind ?

Viele Seiten sind kostenpflichtig. Lohnt sich das oder bekomme ich da auch nicht mehr Infos, als in den kostenfreien ?
Angefangen hab ich mit Ahnenpässen aus dem 3. Reich. Mit denen ließ sich die Qualität der Suchportale recht gut überprüfen, sowohl was Richtigkeit als auch Umfang der Daten betrifft. Neben familysearch etc. habe ich vor allem in Adressbüchern und alten Zeitschriften gesucht. Freundlicherweise hat die UB Halle einiges aus meinem Suchfeld digitalisiert und bietet das zum großen Teil gratis an.
Die bisweilen recht seltsamen Outputs von familysearch ärgern mich auch, das ist mit der Zeit WIMRE sogar schlimmer geworden. Bei den alten IGI-Records hatte ich ca. 2005..8 bessere Trefferquoten, leider steht da allerhand drin, was nicht in den zugeörigen Kirchenbüchern zu finden ist, so jedenfalls bei einer Stichprobe meinerseits. Die lokalen Häufungen der gesuchten Namen waren aber dennoch aufschlussreich, wobei ich hoffe, dass sie nicht etwa durch den unterschiedlichen Fleiss der Mormonen in den jeweiligen Orten entstanden sind. Den Tip mit den Wildcards probiere ich demnächst aus. Hatte ich WIMRE vor Jahren schon versucht, funktionierte damals aber nicht.
Bei den kostenpflichtigen Datenbanken bin ich vorsichtig. Anchestry hat mir z.B. ohne account bessere Treffer geliefert als ab dem Zeitpunkt, als ich mir einen freien Zugang bei dem Laden eingerichtet hatte. Sobald die Digitalisierung der für mich interessanten Kirchenbücher bei Archion erfolgt ist, kaufe ich dort ein Abo, evtl. über einen Genealogie-Verein.

Gruss E. Schmidt.
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