#11  
Alt 10.12.2019, 09:43
Malte55 Malte55 ist offline
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Zitat:
Zitat von Mathem Beitrag anzeigen
und was macht der Forscher/die Forscherin mit dem "eindeutigen Regelwerk", wenn es den Ort heute gar nicht mehr gibt, also kein "heutiger Name" existiert?
Moin,

>Irgendwo im Nirgendwo<?
Ich halte es bei dem Ort eines Vorfahren so, ich nehme die heute gültige Schreibweise des Ortsnamen plus die gewachsene Region. Der Ort existiert seit vielen Jahren nicht mehr, gebe ich die beiden Angaben bei Google ein werden u.a. 2 Ergebnisse zu Topographischen Beschreibungen und vieles mehr angezeigt. Suche ich auf historischen Karten finde ich den Ort auch.
LG Malte
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  #12  
Alt 10.12.2019, 10:01
OliverS OliverS ist offline männlich
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Ich arbeite für mich und wie vorher Asphaltblume auch schon gesagt, sollen andere auch wissen, das der Ort früher anders hieß.

Gerade im Bereich Ostbrandenburg und Ostpreußen.
Ach das darf ich dann auch nicht nehmen, muss ja Polen und Russland heißen ;-)
Die ganzen Kontakte nach USA zeigen mir, die haben ja keine Ahnung und dann heißt es, "mein Urgroßvater kam aus Russland."
Nein er kam aus Ostpreußen bei Königsberg - er war nie in Russland!
Es steht aber so im Stammbaum, geboren Kaliningrad, Russland.

Für mich passt das nicht - daher der ehemalige Name und als Info der heutige dazu.
__________________
Dauersuche:

1) Frau ?? verwitwerte Wiechert, zwischen 1845 und 1852 neu verheiratete Springer, wohnhaft 1852 in Leysuhnen/Leisuhn
2) Geselle, geboren ca 1802, Schäfer in/aus Kiewitz bei Schwerin a.d. Warthe und seine Frau Henkel
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  #13  
Alt 10.12.2019, 11:25
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist gerade online
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Ich würde schreiben:

*1.1.1900 Königsberg/Kaliningrad
oder
*1.1.1900 Kaliningrad/Königsberg

OHNE Angabe eines Staates
Wichtig wäre mir auch, dass google mit der Angabe klar kommt und den richtigen Ort findet. Das teste ich immer vorher.
__________________
Viele Grüße

Geändert von Anna Sara Weingart (10.12.2019 um 11:33 Uhr)
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  #14  
Alt 10.12.2019, 11:52
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LisiS LisiS ist offline weiblich
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Gute Frage!?
Ich benenn die Orte in fast allen Fällen so, wie sie in den Kirchenbüchern/Aufzeichnungen vorkommen. Bei vielen wäre es mir gar nicht möglich rauszufinden, ob die Ortsbezeichnungen, geschweige denn die Adressen von damals noch die gleichen sind.

Bei mir ist die Suche oft im ländlichen Gebiet, auf alten Karten find ich die Höfe und Häuser, aber heute!? Viele Höfe stehen gar nicht mehr, die Ortsbezeichnungen und Straßennamen haben sich geändert, und so bin ich bei den alten Namen geblieben. So wie sie auch damals als "Momentaufnahme" von den Pfarrern aufgezeichnet wurden.

Wer weiss denn, ob nicht in 50 Jahren wieder alles anders ist?
In Österreich wurden in den letzten Jahren ganz viele Gemeinden zu einer zusammengelegt und die Namen geändert. Da hätte dann ja auch das keinen bestand mehr, was jemand vor ein paar Jahren als aktuellen Namen eingegeben hat.

Deswegen bleib ich auch bei den alten, so müsste man ja immer wieder alle die sich mit der Zeit ändern aktualisieren. Das ist mir zu mühsam und zum Teil gar nicht machbar.

Als Notiz einen Verweis auf den aktuellen Namen, oder dort, wo ich die heutige Adresse weiss, ja! Aber sonst nicht.
__________________
Liebe Grüße
Lisi
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  #15  
Alt 10.12.2019, 13:18
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Mr. Black Mr. Black ist offline
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Für mich sind nur die deutschen Ortsnamen relevant, wie sie auch schon meine Vorfahren in den Ostgebieten damals verwendeten. Ich erkenne keinen Grund, die polnischen Versionen aufzunehmen, nur weil das derzeit in Polen liegt. Nach dem nächsten Krieg werden sich die territorialen Grenzen sowieso wieder von grundauf verschieben.

Ich durfte noch einige Verwandte kennenlernen – aus jenen Gebieten – die konnten mit den neuen (und derzeit gültigen) Bezeichnungen erst recht nichts anfangen und haben sie stets abgelehnt. Lange Rede, kurzer Sinn – wie es im KB steht, so übernahm ich das entsprechend.

Alles Gute

Marcus

P.S. Eben fällt mir noch ein, daß ich einen Fall habe, wo im KB die polnische Version steht; die deutsche wurde nie verwendet (seltsam!) - hier nutze ich dann doch die polnische Schreibweise.
__________________
Just a drop of water in an endless sea. All we are is dust in the wind.
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  #16  
Alt 10.12.2019, 13:51
wimper wimper ist offline männlich
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Das kommt natürlich auch auf das verwendete Programm und welche Möglichkeiten es bietet. Ich nutze Gramps und da gibt es vielfältige Möglichkeiten, so zum Beispiel verschiedene Namen oder verschiedene Zuordnungen für verschiedene Zeiten. Das nutze ich zwar nicht, ist aber möglich.


Hilfreich finde ich bei Gramps, dass man im "Ort-Erfassungs-Dialog" auch die Kirchgemeinde angeben kann und den Gemeindenamen. Dies nutze ich hauptsächlich. Der Ort bekommt den angegebenen Namen aus den Kirchenbüchern oder anderen Unterlagen (allerdings in heutiger Schreibweise, es ist ja keine Abschrift und v.a. auch dann, wenn ein und derselbe Schreiberling es mal so und dann zwei Seiten später wieder anders geschrieben hat), dann wird der heutige Gemeindename sowie die Kirchengemeinde ergänzt. Das hilft bei späteren Suchen des zuständigen Archivs ungemein. Bei den Personen steht dann der eingegebene Orts-, aber nicht der Kirchengemeinde- oder Gemeindename.
__________________
FN in Mecklenburg u.a.: Baustian, Berlin, Biermann, Bohnhof, Boy/Boi, Borchert, Brandt, Gam(m)elin, Gottschalk, Haecker, Harbrecht, Hartig, Helms, Hoh, Howe/Hobe, Jörss, Klevenow, Köster, Kramer, Krull, Meier/Meyer, Mulsow, Ohmann, Prüß(ss)mann, Rosenow, Schliemann, Schwarz, Sternberg, Tegtow, Vick, Viehstädt, Völzer, Voss, Wahls, Wendhausen, Wendt, Wil(c)k(e), Witt, Zachow
FN in Vorpommern u.a.: Becker, Eggert, Gransow, Liermann, Müller
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  #17  
Alt 11.12.2019, 20:55
Mathem Mathem ist offline
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Hallo Forschende,

dieses Thema „Wie gehe ich bei den Ortsbezeichnungen vor?“ ist wohl ein immer wiederkehrendes Thema unter Ahnen- und Familienforschern. Ich habe ein wenig in älteren Beiträgen gestöbert und gelesen:

Wie gebt ihr Ortsbezeichnungen an?
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=64169

Ortserfassung in Datenbanken
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=77174

Grundsätzliche Frage zur Ortserfassung
https://forum.ahnenforschung.net/showthread.php?t=31332

Ich habe dabei zwar keine eindeutige Antwort auf meine Frage hier im Thread unter #10 erhalten:
„…was macht der Forscher/die Forscherin mit dem "eindeutigen Regelwerk", wenn es den Ort heute gar nicht mehr gibt, also kein "heutiger Name" existiert?“


Aber ich stelle nun fest: Es gibt wirklich keine Regel zur Erfassung der Orte!

Jede/r Forscher/in verfolgt andere Ziele und deswegen muss man sich im Klaren sein, was man mit der Bezeichnung bezweckt.

Entweder
  • Man trägt den Originalnamen ein, der mit der Lebensgeschichte der Person und mit der jeweiligen Historie des Landes/Landesteils übereinstimmt. Dazu vermerkt man in einer Notiz oder Tabelle den jetzigen Ortsnamen bzw. wenn ein Ort nicht mehr existiert. Zur leichteren Auffindbarkeit kann man dazu auch noch die Geodaten eingeben.
oder
  • Man trägt den jetzt gebräuchlichen Namen ein, was den Datenaustausch mit anderen Forschern erleichtert, aber natürlich ein Problem bei einem nicht mehr existierenden Ort ist.
Forschergrüße von
Mathem

Geändert von Mathem (11.12.2019 um 21:12 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #18  
Alt 11.12.2019, 21:19
ole ole ist offline
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Ein interessanter Artikel inklusive Diskussion darüber, wie die heutige Bürokratie mit aktuellen und historischen Ortsnamen im Osten (nicht) klarkommt: https://www.spiegel.de/kultur/gesell...a-1300541.html
Wäre interessant zu wissen, was da bei Gdynia im Ausweis steht: Gdingen oder das Gotenhafen der Nazis von 1939-1945.
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  #19  
Alt 11.12.2019, 21:29
ole ole ist offline
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Zitat:
Zitat von Mr. Black Beitrag anzeigen
... Ich erkenne keinen Grund, die polnischen Versionen aufzunehmen, nur weil das derzeit in Polen liegt. Nach dem nächsten Krieg werden sich die territorialen Grenzen sowieso wieder von grundauf verschieben.
...

Ich will hoffen, dass wir nie wieder mordend osterweitern. Sie auch? https://de.wikipedia.org/wiki/AB-Aktion
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  #20  
Alt 11.12.2019, 22:14
Benutzerbild von Ursula
Ursula Ursula ist offline
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Hallo,
Zitat:
Zitat von Mathem Beitrag anzeigen
  • Man trägt den Originalnamen ein, der mit der Lebensgeschichte der Person und mit der jeweiligen Historie des Landes/Landesteils übereinstimmt.
so mache ich es. Ich nehm das, was im KB steht. Z.B. Klein-Laupheim. Das gibt es heute nicht mehr, ist Laupheim. Ich finde Klein-Laupheim aber sehr viel präziser.

Ist oft sehr viel mühsames Gegoogle, weil viele dieser früheren Klein-Orte heute Ortsteile größerer Gemeinden sind.

Ich finde es aber genauer, und deshalb übernehm ich den Eintrag des Pfarrers.


LG
Uschi
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