#11  
Alt 27.08.2011, 23:05
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JuHo54 JuHo54 ist offline weiblich
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Eine rezessive Erbkrankheit ist z. B. auch die Farbenblindheit, wobei hier noch hinzu kommt , dass die Veranlagung auf dem x-Gen liegt also dem Geschlechtsmerkmal ( xx =Mädchen; xy= Junge). hat die Mutter eines Jungen diese Krankheit rezessiv , - d. h. sie hat die Veranlagung, die Krankheit tritt bei ihr aber nicht auf, weil das 2. "gesunde " x dominant ist -, so bekommt ein Junge mit 50% Wahrscheinlichkeit diese Krankheit. Ein Mädchen bekommt sie nur, wenn der Vater farbenblind ist und die Mutter diese Krankheit rezessiv in ihren Genen hat oder ebenfalls farbenblind ist, also reinerbig farbenblind, beide x sind betroffen.

Viel interessanter finde ich im Zusammenhang mit der Ahnenforschung die Augenfarbe. Die dunkele Augenfarbe ist dominant. Das heißt , wenn jemand helle Augen hat , dann hat er sie reinerbig, d. h. ein helles Gen von der Mutter und ein helles Gen vom Vater. Bekommt ein helläugiges Paar ein dunkeläugiges Kind, dann ist es ein "Kuckucksei". Ist einer der beiden Partner reinerbig dunkeläugig, d.h. das Gen von der Mutter als auch das Gen vom Vater sind dunkel, so bekommt dieses Paar nur dunkeläugige Kinder, auch wenn der Partner helläugig ist. Dabei kann es sein , dass die Hälfte der Kinder die helläugige Augenfarbe rezessiv in ihren Genen hat.
Trifft so ein Kind in der folgenden Generation auf einen helläugigen Partner, , dann kann die Hälfte der Kinder helle Augen bekommen. Trifft so ein Kind auf ein ebenfalls rezessiv helläugigen Partner , so kann 1 von 4 Kindern helle Augen erhalten, obwohl beide dunkeläugig sind...

Liebe Grüße
Jutta
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Carl Friedrich Gauß


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  #12  
Alt 28.08.2011, 00:19
karlfriedrich
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Zitat:
Zitat von JuHo54 Beitrag anzeigen
Viel interessanter finde ich im Zusammenhang mit der Ahnenforschung die Augenfarbe. Die dunkele Augenfarbe ist dominant. Das heißt , wenn jemand helle Augen hat , dann hat er sie reinerbig, d. h. ein helles Gen von der Mutter und ein helles Gen vom Vater. Bekommt ein helläugiges Paar ein dunkeläugiges Kind, dann ist es ein "Kuckucksei".
Wenn das stimmt, dann ist bei vielen Familien der Ehekrach vorprogrammiert . Zum Glück muss ich mich damit nicht herumplagen. Habe auch noch nie davon gehört, aber an der Sache kann was dran sein.

In meiner Familie haben wir allerdings auch eine gewisse Eigenart: Meine Urgroßmutter hatte Albinismus, zahlreiche Familienmitglieder hatten ebenfalls helle Haut, Augen und Haare. Eine Verwandte der jüngeren Generation, bei ihr ist es die Ururgroßmutter, hat auch Albinismus. Und damit einher geht das schlechte Sehen. Es gibt häufiger Starerkrankungen - zum Glück heute gut behandelbar. In meinem Führerschein steht auch, dass ich eine Brille tragen muss, normal habe ich sie aber nicht auf. Meine Augenfarbe ist Grün, aber ich bin nicht blond. Nun, irgendwo her muss das Gen kommen. Ein Vorfahre muss sehr hell gewesen sein - oder sogar mehrere ???
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  #13  
Alt 28.08.2011, 08:40
wiehopf wiehopf ist offline männlich
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Standard Ehekrach

Zitat:
Zitat von rolo Beitrag anzeigen
Wenn das stimmt, dann ist bei vielen Familien der Ehekrach vorprogrammiert . .....
Über die Vererbung der Augenfarben weiß man heute, dass das (hier geschilderte) sog. Davenport-Modell nur eine vereinfachte Darstellung gibt. In Wirklichkeit wird die Augenfarbe über mehr als ein Gen kontrolliert (polygen) - wie andere Eigenarten auch. Also keine Angst vorm Ehekrach - der Säugling verdeckt es sowieso: dessen Augenfarbe soll ja immer blau sein.

http://www.frustfrei-lernen.de/biolo...ugenfarbe.html

Die ganze Sache wird nicht übersichtlicher durch eine hohe Kopplungswahrscheinlichkeit an andere Gene (beeinflußt die freie "Durchmischung" und damit die statistische Häufigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit).

http://www.biologie-lk.de/showthread.php?t=10559
http://omim.org/entry/227220
http://omim.org/entry/227240

Und hier gibt`s für den Interessierten eine Datenbank mit Infos über Genotyp und Phänotyp und vielem anderen interessantem Zeugs:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/
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