#11  
Alt 18.01.2020, 16:38
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Hallo,

Für ZAULA gibt es auch Neues zu berichten:

Mathias ZAULA * 08.12.1819 e. Pfarre Sobehrad / Sobehrdy - Böhmen

in der Gegend sind mir auch katholische Zaula aufgefallen, z.B. Pfarre Wotitz / Votice oder Neustupow / Neustupov

Mathias ZAULA + 02.12.1880 in Wien IV, Theresianumgasse 6

Carolina HAIN * 12.11.1828 e. Pfarre Hillersdorf / Holcovice - Schlesien

Caroline ZAULA + 08.07.1880 in WIen IV, Theresianumgasse 6


LG
Wanderer40

Geändert von Wanderer40 (18.01.2020 um 17:29 Uhr)
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  #12  
Alt 20.01.2020, 00:00
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Nochmals hallo,

Nachdem wir die Familie ZAULA auf den Bezirk Beraun - Böhmen eingrenzen können (in Wien findet sich ja keine Maria ZAULA), glaube ich, dass wir die Familie HELBINGER ebenfalls geographisch eingrenzen können.

Die Linie des Karl HELBINGER aus Ungarn kann man bis 1754 zurück verfolgen:

14.05.1754 Carl HELBINGER in Wien – ULF Schotten (Vorpfarre Rossau)
Vater: Martin HELBINGER ein Soldat ledigen Stands
Mutter: Maria Anna Scharlag ledigen Stands beim Schwarzer Adler in der Rossau


Carl HELBINGER
UX 1781 in Wien – ULF Schotten (Vorpfarre Rossau) mit Anna Maria Kraus

Kinder:
1783 Johannes Nepomuk
1785 Johannes Georg +1792
1786 Thomas
1790 Anton - Lichtental (Eintrag nicht gefunden)
1793 Carl + 1793
1794 Carl

Bei den männlichen Nachkommen habe ich folgende Kinder gefunden:

Thomas HELBINGER
UX 1814 Wien - Lichtental mit Margaretha Wasserböck

Kinder:
1816 Theresia
1817 Martin
1818 Johann
1820 Martin
1821 Katharina
1824 Josepha
1826 Leopold
1829 Theresia
1834 Franz

Anton HELBINGER
UX 1818 Wien – Lichtental mit Theresia Scher

Kinder:
1819 Anton
1820 Johann
1824 Joseph

Karl HELBINGER
UX 1819 Wien – Lichtental mit Theresia Mistelberger

Kinder:
1817Barbara (unehelich/später legitimiert)
1820 Karl (--> Linie nach Ungarn)
1821 Theresia
1823 Johann
1825 Franz
1827 Johanna
1828 Magdalena
1829 Michael
1830 Joseph
1839 Leopold und Leopoldine (Zwillinge)

Die Helbingers sind nur in einem ganz kleinen Gebiet in Wien zu finden und einen Adolph oder gar Otto hätte ich in der Pfarren Lichtental und Umgebung nicht gefunden.

Ich glaube aber, dass die Helbingers aus der Wachau stammen.

Der Carl Helbinger heiratete ja 1781 die Anna Maria Kraus, Hauerstochter aus Weißenkirchen / Wachau.

Dort suche ich eigentlich wegen der Anna Maria Kraus und fand aber diesen Trauungseintrag von 1784 Peter Dillinger mit Marianna HELBLINGER, Tochter des Philipp HELBLINGER gewesten Schiffknecht zu Schwalmbach [Schwallenbach - Spitz an der Donau] Dort findet man auch genug Helblinger.

In der Pfarre Wien - Rossau fand ich diesen Trauungseintrag von 1786 Anton Wechtrop mit Magdalena HÖLBLINGER aus Heiligeneich.
In Heiligeneich findet man ihren Taufeintrag von 1748 aber sonst keine weiteren Helblingers, Ihre Eltern müssten zugezogen sein (Heiligeneich liegt nicht weit weg von der Wachau).

Einen dritten Trauungseintrag hätte ich auch noch gefunden, und zwar in der Vorgängerpfarre von Wien-Rossau vom Leopold HÖBLINGER von 1758, welcher aus Langenlois stammte, also ebenfalls Wachau. Dort findet man ebenfalls Helbingers.

Ein vierter Trauungseintrag von 1771 des Michael Aufschläger mit Anna Maria HÖLBLINGER aus Dürnrohr. Deren Vater Simon Heblinger stammt aus Traismauer.

Meine Vermutung wäre:
Das Gebiet westlich von Wien rund um Krems und der Wachau lässt sich relativ genau für die Helblingers eingrenzen. Und wie die Helbingers nach Rosenheim in Bayern gekommen sind, hat für mich der Schiffknecht Philipp Helbinger beantwortet, nämlich durch die Donauschiffahrt. Ich vermute, dass der Adolph Helbinger über die Donau nach Passau und von dort über den Inn nach Rosenheim gefahren sein wird. Das erscheint mir am plausibelsten, zumal damals der Schiffsverkehr intensiver betrieben wurde als heute.


Hier habe ich noch ein paar Helbinger Einträge, zu denen es später keine Informationen mehr gibt und von mir nicht weiter verfolgt wurden.

Franz HELBINGER Chirurg Benderisches Infanterie Regiment
1783 Joseph Florian

Anton HELBLING k.k. Landrechtsofficial
UX 1811 mit Theresia Völk
1811 Maria Theresia

Jacob HÖLBLING, Grenadier bei Carl Auersberg, Anna Hörmann
1804 Johann (ohne Eintrag)
1806 Theresia
1808 Franz

Johann HÖLBLING (Sohn d. Jacob H.)
UX 1834 mit Maria Antonia König SALZBURG
1835 Heinrich

Joseph Conrad HELBLING Handlungs Magaziner, Magdalena Neumayer
1799 Karl
1802 Friedrich
1805 Anton

Friedrich HELBLING (Sohn d. Joseph Conrad H.)
UX 1830 mit Elisabeth Träger
1829 Josefa

Joseph HÖLBLING Steinschneider Porzellanfabrik / Theresia
1797 Leopold

Leopold HÖLBLING (Sohn d. Joseph H.), Porzellanmacher
UX 1819 mit Anna Siering
1819 Leopoldine
1821 Joseph (ohne Eintrag)
1824 Anton



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Wanderer40

Geändert von Wanderer40 (20.01.2020 um 17:49 Uhr)
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  #13  
Alt 26.01.2020, 17:52
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Hallo Wanderer40,

ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das sind ja Welten, die sich da auftun! Ganz herzlichen Dank für Deine erfahrene Mitarbeit! Ich werde wohl einige Zeit brauchen, um das alles nachzuvollziehen und zu sortieren. Solange kein Alfred und kein Otto dabei sind, ist das am Ende des Tages zwar wertvolles Hintergrundmaterial, der fehlende Anschluss bleibt aber vorerst Hoffnung. Dennoch kann ich Deine Mühe und Deinen Einsatz nicht genug loben und mit großer Dankbarkeit ehren.
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Viele Grüße,
Fritz
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  #14  
Alt 31.01.2020, 12:17
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Liebe Mitforscher,

dank tätiger Unterstützung von Mitgliedern dieses Forums, die mir wertvolle Hinweise, Tipps und Links haben zukommen lassen, bin ich in Sachen OTTO HELBINGEN (vermutlich ursprünglich: OTTO HELBINGER; 1890-1956) in die Lage versetzt worden, neue Entdeckungen besser zu bewerten. Die handschriftlichen Kirchenbucheinträge des 19. Jahrhunderts lassen in manchen Fällen sehr wohl die Fehlinterpretation des End-R in Helbinger als N zu. Dies könnte, je nach dort vorgelegtem Dokument, erklären, wie es 1909 in Buenos Aires zur behördlichen Schreibweise Helbingen gekommen sein könnte, die vielleicht ohne unzumutbaren Aufwand nicht mehr zu ändern war. Aber das ist zunächst Theorie!

Der Sachstand bis gestern war, dass es im 19. Jahrhundert eine Zimmermanns-Familie Helbinger in Wien gab, die sich zunächst in Preßburg, später in Dürnbach/Szuha/Sucha nad Parnou ansiedelte. Was bisher fehlte, war eine Verbindung zu Ottos Vater ADOLF HELBINGER. Dieser Name taucht in Verbindung mit der Preßburg-Dürnbacher Familie nicht auf.

Gestern nun entdeckte ich einen Fleischer ADOLF HELBINGER hier:
Leuchs Adressbuch, Band 18: Ungarn, Kroatien und Slavonien, 1899-1904, Seite 686a. Er wird hier im Ort Nagy-Födémes, Stuhlbezirk Galánta, Gespannschaft Preßburg genannt. Den Ort habe ich mittlerweile lokalisieren können.
https://hu.wikipedia.org/wiki/Nagyfödémes
http://wiki-de.genealogy.net/GOV:VEKANYJN88SD

Was mich noch irritiert, ist die Tatsache, dass sich an den angegebenen Koordinaten heute ein Ort mit dem Namen Velké Ulany befindet. Dieser liegt um je rund 30 Kilometer Luftlinie von Preßburg wie von Dürnbach entfernt, könnte also zu der erwähnten Familie passen.

Weiterhelfen kann hier womöglich das Kirchenbuch von Nagy-Födémes oder Nagyfödémes (beide Schreibweisen üblich), was meine nächste Aufgabe beschreibt.

Ein weiterer Hinweis, den ich gestern entdeckt habe und der es mir wie Schuppen von den Augen fallen ließ, ist die Suche nach dem rätselhaften Geburtsort "Rosenheim", den Otto seiner Familie in Bolivien genannt hat und der sich durch die Angabe des Geburtsortes "Bayern" verfestigt hatte.

Ich habe gestern in diesem Buch geblättert:
Topographisches Post-Lexikon aller Ortschaften der k. k. Erbländer: Des vierten Theils, welcher Ungern, sammt den einverleibten Provinzen und Siebenbürgen in sich enthält, Band 4, Ausgabe 4, Wien 1808.
Ich habe nach allem gesucht, was mit "Rosen" zu tun hatte und bin tatsächlich auf Seite 407 auf einen passenden Ort gestoßen: Rosindoll, Rosenthal in der Gespannschaft Preßburg, Bezirk Tyrnau, Pfarrdorf. Eine Suche bei GoogleEarth führte mich zu der slowakischen Ortschaft Ružindol. Und Überraschung: Diese liegt nur rund 4 Kilometer von oben genanntem Dürnbach entfernt! Da auch Rosenthal Pfarrgemeinde war, müsste es auch dort Kirchenbücher geben.

Es bleiben an die Forschergemeinde diese Fragen:

1. Gibt es eine Erklärung für die offenbar identische Lage von Nagyfödémes und Velké Ulany? Hat es irgendwann eine entsprechende Umbenennung gegeben?

2. Kann mir jemand Links zu den Kirchenbüchern von Nagyfödémes und Rosenthal nennen?

Ich erwarte keineswegs, dass jemand meine Arbeit macht. Aber ich freue mich sehr über jeden nützlichen und weiterführenden Hinweis.
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Viele Grüße,
Fritz
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Geändert von Alter Fritz (01.02.2020 um 00:20 Uhr)
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  #15  
Alt 01.02.2020, 20:03
Wanderer40 Wanderer40 ist offline
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Hallo,

Dass nicht Rosenheim in Bayern als Geburtsort gemeint war, denke ich mir schon lange, aber solange keine genauen Unterlagen über die Hochzeit bzw. die Geburt vorliegen, ist alles Andere Kaffeesudleserei (Übersetzung für deutsche Staatsbürger: Vorhersage oder Deutung der Zukunft mittels Kaffeesatz)

Betreffend Deiner Vermutung über die Herkunft aus Rosenthal /hu: Rózsavölgy /sk: Ružindol habe ich den aufliegenden Büchern nachgesehen und nichts gefunden.

Über den Verbleib des Karl Helbinger in Ungarn verläuft sich die Spur 1856 in Dürnbach /hu: Szárazpatak /sk: Suchá nad Parnou

Der Karl Helbinger hatte, nachdem seine Frau Karolina am 21.05.1852 in Bösing /hu: Bazin /sk: Pezinok begraben wurde, 1854 in Tyrnau /hu: Nagyszombat /sk: Trnava die Christina Bründl geheiratet. Die letzte bekannte Taufe von Maria Antonia fand ja am 27.07.1856 in Dürnbach /hu: Szárazpatak /sk: Suchá nad Parnou statt (Link in vorigem Beitrag). Es sieht danach aus, dass die Familie Helbinger weitergezogen ist.

Betreffend Nagyfödémes: Der Ort hieß immer so in Ungarn. Der Begriff Veľké Úľany ist ein Fantasiename aus dem Jahre 1948, weil damals sehr viele Orte in der ČSSR von den Kommunisten umbenannt wurden. Bis 1948 hieß der Ort Veľký Fedymeš.

Wenn denn die Familie tatsächlich aus Ungarn stammte, dann käme aber auch der Bezirk Rosenau /hu: Rozsnyó/sk: Rožňava als Suchgebiet in Frage. Bei Familysearch finden sich dort Einträge über Zoula (auch Zsoulja, Csala geschrieben).

In Budapest finden sich ebenfalls einige Helbinger und Zoula.


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Wanderer40

Geändert von Wanderer40 (01.02.2020 um 20:23 Uhr)
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  #16  
Alt 02.02.2020, 20:37
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Hallo Wanderer40,

abermals Dank für Deinen wertvollen Input!

Ja, der Verdacht zu Rosenheim lag natürlich nahe, aber er erspart es einem nicht, es zu überprüfen. Kaffeesatzleserei oder, wie ich es oben genannt habe, Theorie ist die Spekulation über jeden weiteren Ort natürlich auch, bis man eine Annahme verifizieren kann - in diesem Fall offenbar aber falsifizieren muss.

Karl Helbinger muss auf meiner Merkliste bleiben. An seinem bisher bekannten letzten Aufenthaltsort war er seinerzeit 36 Jahre alt. Es könnte also noch einiges von ihm zu erwarten sein, wenn sich die Spur wiederfindet.

Im katholischen Kirchenbuch von Nagyfölmédes habe ich bislang keinen Helbinger gefunden. Da ich davon ausgehe, dass er, wenn er in einem reichsweiten Adressbuch dort um 1900 als Metzger aufgeführt ist, auch andere Spuren als einen Adressbucheintrag hinterlassen haben sollte, habe ich mittlerweile an die Kommunalverwaltung des Ortes geschrieben, um Spuren des örtlichen Archivmaterials aufzunehmen oder Kontakt zu einem örtlichen Heimat-/Familienforscher zu finden. Ich bin gespannt auf eine Antwort.

Wertvoll für mich ist auch der Hinweis auf den Bezirk Rosenau und auf Budapest. Vielleicht werde ich am Ende auch noch die Spuren der Herkunftsfamilie von Karl Helbinger in Wien aufnehmen müssen, wenn alles andere scheitert. Es soll nichts unversucht bleiben.
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Fritz
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