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  #1  
Alt 15.04.2010, 09:38
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lazykate lazykate ist offline weiblich
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Familienname (bitte für jeden FN ein gesondertes Thema erstellen): Bethig
Zeit/Jahr der Nennung: um 1728
Ort/Region der Nennung:Oppach, Oberlausitz


Hallo Ihr Lieben,

ich interessiere mich für den Familiennamen Bethig aus dem Stammbaum meines Mannes, da die Geschichte kursiert, diese Linie stamme von "morovian jewess gypsies - mährischen, jüdischen, Zigeunern" ab (so wurde es unseren Verwandten in den USA überliefert). Der Vorname der Dame ist Hanna.

Bin mal gespannt.

Vielen Dank und liebe Grüße
Kate
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Kelbra: Hendrich, Karnstedt
Stolberg/ Harz: Kramer
Neuhaldensleben: Jacobs, Kannenberg, Keesdorf
Neustadt/ Orla (Lichtenau): Körner, Köhler
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  #2  
Alt 15.04.2010, 18:31
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Hallo Kate,

die Abstammungs-Geschichte können wir zwar hier im Forum nicht klären,
dafür aber Hinweise auf die mögliche Bedeutung des FN Bethig geben.

Der FN Bethig scheint ein echter Oberlausitzer Name zu sein.
Eine slawische (wendische) Namensherkunft ist für diese Gegend nicht auszuschließen, dazu wäre aber Deinerseits noch weitere Ahnenforschung notwendig.

Bethig ist vermutlich eine der vielen Abwandelungen und Schreibweisen (siehe Anhang: Namensfamilie nach http://christoph.stoepel.net/geogen/v3/Default.aspx),
die heute (z.B. Prof. Udolph) auf den Wortstamm bet(h), abgeleitet von ahd. beraht "glänzend, berühmt" zurückgeführt werden;
früher (Förstemann, Heintze) auch auch auf badu, altsächs. "Kampf, Streit".

http://www.familysearch.org/eng/Sear...set_search.asp
listet Bethig 11 x auf, davon 9 x zwischen 1728 und 1822 nur aus Oppach b. Bautzen!

http://www.gen-evolu.de/index.php?id=69 (Verteilungskarten anbei):

Für den Familiennamen Bethig finden sich insgesamt 3 Einträge im Reichstelefonbuch von 1942.
Die eingetragenen Orte mit den häufigsten Telefonanschlüssen sind:
* (1x) Neusalza-Spremberg (Sachsen)
* (1x) Zittau (Sachsen)
* (1x) Dresden

Für den Familiennamen Bethig finden sich insgesamt 33 Einträge im Telefonbuch von 1998.
Die dreistelligen Postleitzahlenbezirke in denen der Name am häufigsten auftritt sind:
* (6x) PLZ(027) Zittau, auch Ebersbach und Olbersdorf
* (4x) PLZ(080) Zwickau, auch Rottmannsdorf
* (3x) PLZ(026) Bautzen, auch Wilthen und Sohland an der Spree

Nach Udolph:

Betke 1306 tauchen erste Vorformen des Namens auf. Kurzform eines Personennamen , -ke = Verkleinerungsfom (niedlich)/
Bet - evt. Abkürzung von Berthold. Name bedeutet : Kleine Berühmtheit.

Bethe Telefonteilnehmer: 222
Streuung: Ostfalen
Bedeutung: Bet(h)e könnte von dem Personennamen Elisabeth stammen und eine Kurzform von ihm sein.
Möglich ist auch die Kurzform vom männlichen Bertold oder Bertram.

Bethge
- Anzahl 1204-mal in Deutschland vertreten, Fassung Betke 506-mal
- Kurz- und Koseform zu den Rufnamen Berthold oder Bertram (seltener), die im Namenerstglied Beraht für hell, glänzend, berühmt enthalten ist.

Nach Bahlow und Naumann:

Bethge
norddeutsche Kurzform zu dem Rufnamen "Bertram" oder "Berchtold"

Beteke (um 1223), Betemann (um 1300), Beteke (um 1311)
Bertram(mi) (um 1290), Bethke (um 1481)

Verteilungskarten und Literaturauszüge siehe Anhänge!
Angehängte Grafiken
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Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (15.04.2010 um 23:16 Uhr)
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  #3  
Alt 15.04.2010, 21:37
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lazykate lazykate ist offline weiblich
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Hallo Gerhard,
Du bist echt super und wie immer eine große Hilfe. Vielen herzlichen Dank.
Ich schau gleich mal nach, ob die Oppacher Bethigs allesamt zu unserer Hanna gehören.

Was die Geschichte mit der jüdischen Zigeunerin betrifft...keine Ahnung. Da werde ich echt noch recherchieren müssen.

Dir noch einen schönen Abend.
Beste Grüße
Kate
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  #4  
Alt 16.04.2010, 00:58
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Hina Hina ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von lazykate Beitrag anzeigen
Was die Geschichte mit der jüdischen Zigeunerin betrifft...keine Ahnung. Da werde ich echt noch recherchieren müssen.
Hallo Kate,

da wird sicher etwas ganz anderes bei rauskommen. Sinti und Roma waren schon immer als "gottloses Volk" als "Heiden" bezeichnet worden. Sie waren keine Juden. Wenn man dann den FN auch noch von betig, eine früher gebräuchliche verächtliche Bezeichnung für sehr fromme Christen, ableiteten wollte, dann käme schon eine recht groteske Sache bei raus .

Sollte die Familie aber tatsächlich von weiter her sein, was durchaus wegen der Seltenheit des Namens möglich wäre, so könnte man evtl. in Richtung Siebenbürgen denken. Dort findet sich der FN Betheg. Dieser dürfte sich von ungar. beteg = krank, der Kranke abgeleitet haben.

Ich würde aber auch eher auf eine Verschleifung von Bethge tippen.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #5  
Alt 17.04.2010, 09:32
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lazykate lazykate ist offline weiblich
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Hallo Hina,

herzlichen Dank für Deine Hilfe. Der Hinweis mit Betheg bzw. "beteg = krank, der Kranke" ist sehr interessant, da in diesem Familienzweig Kleinwüchsigkeit ein Phänomen gewesen sein soll. Mal gucken, was ich dazu noch heraus finde.

Dir ein schönes Wochenende und beste Grüße
Kate
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  #6  
Alt 05.01.2017, 15:14
StudentFox StudentFox ist offline
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Beiträge: 1
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Hallo ich bin ganz neu hier -> aber da ich mich wegen eben diesem Thema angemeldet hatte, wollte ich erst einmal hier nachfragen.

Also mein Stammbaum gehört mit zu den Bethigs aus Sachsen (Bautzen + Dresden und meine Familie jetzt Berlin).

Ich wollte herausfinden, ob man eventuell Verwandte hat, die man so nicht kannte vorher.

Da hier ja schon nach dem Namen gefragt wurde.

Ich hoffe dass ich nicht allzu falsch bin!
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  #7  
Alt 05.01.2017, 17:37
Benutzerbild von Laurin
Laurin Laurin ist offline männlich
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Beiträge: 5.157
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Hallo StudentFox,

da bist Du doch nicht im zutreffenden Forum "gelandet".
Wir befassen uns hier mit der Bedeutung von Namen und deren gegrafischer Herkunft = Onomastik.
Dein Anliegen betrifft Ahnenforschung = Genealogie, bitte erstelle eine entsprechende Anfrage in einem regionalen Genealogie-Forum - vorzugsweise wohl in unserem Forum Sachsen Genealogie.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin
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  #8  
Alt 06.01.2017, 19:44
Verano Verano ist offline
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Beiträge: 6.315
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Hallo zusammen,

da scheint es auch noch eine weibliche Variante im Ursprung des Namens Bethge zu geben.
Aus Altlas der Namenskunde:
Els(e)ner, Ellisen und Bethge als heutiger FN des Bei- oder FN im 14. - 16. Jahrh. ... aus dem christl. Rufnamen Elisabeth.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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