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  #11  
Alt 17.10.2009, 11:22
Benutzerbild von Hina
Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo,

die Ausführungen über Ost- und Westpreußen sind sehr interessant und zeigen wieder auf, dass dortige Namen durchaus ganz andere Ursprünge haben können.

Jetzt wäre allerdigns die Frage, ob dieser Familienname in der Form in der Region überhaupt vorkam abgesehen von der adelige Familie?

Die o.g. Familie ist bereits Anfang des 17. Jh. von Brandenburg nach Franken ausgewandert. Davor findet sich der FN Venediger zumindest in Halle im 16. Jh. Ob es sich um die selbe Familie handelt, wäre zu erforschen. Mir scheint hier allerdings eine mögliche ursprüngliche Herkunft aus Richtung Ostpreußen sehr unklar.

Viele Grüße
Hina
__________________
"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #12  
Alt 17.10.2009, 12:23
Benutzerbild von viktor
viktor viktor ist offline männlich
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Noch 'ne Möglichkeit. Die Republik Venedig hatte über Jahrhunderte immer viele ausländische Söldner in Diensten. Selbst im tiefsten Thüringen habe ich in einem dörflichen Kirchenbuch den Hinweis gefunden, dass ein Taufpate aus venezianischen Diensten heimgekehrt ist.
Es ist durchaus plausibel, dass so ein Mensch von der Umwelt zuerst einen darauf hinweisenden Beinamen erhielt, der später zum richtigen Familiennamen wurde.
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  #13  
Alt 18.10.2009, 10:06
Szillis-Kappelhoff Szillis-Kappelhoff ist offline
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Es gibt immerhin auch die These, dass die Stadt Venedig eine Gründung der Vandalen/ Wenden sei:
* http://homepage.uibk.ac.at/~c61705/Z...eTrueStory.pdf

Auf der anderen Seite schreibt der Archäologe Gaerte, dass ein großer Teil der prußischen Galinder mit den Goten nach Süden gezogen sei und linguistische Spuren bis in die Pyrenäen hinterlassen habe.

Beate
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  #14  
Alt 19.10.2009, 19:02
Benutzerbild von Frank Böhm
Frank Böhm Frank Böhm ist offline männlich
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In "Meyers großem Conversationslexikon" von 1909 fand ich folgenden Eintrag:

Zitat:
[19] Venedĭger (Venezianer), in der Volkssage wandernde Bergleute, denen man im Harz und in Thüringen die Auffindung reicher Erzadern und Goldschätze zuschrieb; in Tirol, Vorarlberg und andern Gebirgsländern werden die Zwerge und Erdmännlein V. und V.-Männlein genannt.
Somit noch eine Herkunftsmöglichkeit, nämlich Bergarbeiter.
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  #15  
Alt 19.10.2009, 21:28
carinthiangirl carinthiangirl ist offline
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Beiträge: 1.582
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Das Venediger-Mandl (Männlein-Zwerg) ist einem bei uns ein Begriff. Dazu gibt es in Tirol diverse Sagen.
http://www.sagen.at/texte/sagen/oest...dl_debant.html
http://www.sagen.at/texte/sagen/oest...l_raeuber.html
http://209.85.135.132/search?q=cache...ient=firefox-a

Laut dieser Geschichte aus Matrei in Osttirol - der Gegend des Großvenedigers (Berg) war das Venedigermandl ein kleines walisches (welsch = in dem Sinn italienisch) Lötterle (= kleiner Mann also daraus resultiert dann der "Zwerg") das dort in den Bergen mit Hilfe eines "Spiegels" nach Gold suchte. So liegt die Vermutung nahe, daß der Berg den Namen davon bekam.
http://www.matreier-tauernhaus.com/s...gen/index.html
>Über das Männlein erzählte man aber lange noch die seltsamsten Dinge. Es sei nie durch das Tal gekommen, sondern stets über das Gebirge her. Damals hieß der Großvenediger noch Keeskogel und seine Gletscher Keesböden.Einmal hätte der Kleine gemeint: „Ich sehe, wie die Leute hier aufwachsen und sterben, aber kein einziges Mal hinaufsteigen auf jene Spitze, wo man ein guter Teil Weltherrlichkeit sieht.
Wie ich diese Alpenkrone von drüben her schaue, kann ich da droben die meerumschlungene Marmorstadt, meine Heimat sehen. Ja, dort herrscht eine Pracht, und was Gold und Edelstein nicht schmückt, ersetzt die Kunst“. Die rauen Männer horchten erstaunt zu. „Eine Stadt ins Meer gebaut, das ist unglaublich“!<

Etwas abschweifend vom eigentlichen Thema, aber trotzdem sehr interessant das Ganze.
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