#31  
Alt 23.12.2018, 13:14
Malte55 Malte55 ist offline
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Zitat:
Zitat von Knobelbruder Beitrag anzeigen
auf der Karte "3368 Schocken" am rechten Bildrand, direkt neben der Stadt Schocken.
Moin,
und dort soll sich ein >Kr< befinden? Ich finde da nichts.
Malte

Für mich liegt die Erklärung vereinfacht gesagt darin, der Krug war vorwiegend für den Bierausschank(Stammkneipe ohne Essen und Übernachtungen) vorgesehen und das Wirtshaus lag meistens an vielbefahrenen Straßen und war für Übernachtungen(Hotel) zuständig.
Warum nun so viele Krüger im Kirchenbuch sind, könnte sich mit einem jährlich wechselnden Reihekrug erklären.
Malte
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  #32  
Alt 23.12.2018, 14:21
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Malte55 Beitrag anzeigen
Für mich liegt die Erklärung vereinfacht gesagt darin, der Krug war vorwiegend für den Bierausschank(Stammkneipe ohne Essen und Übernachtungen) vorgesehen und das Wirtshaus lag meistens an vielbefahrenen Straßen und war für Übernachtungen(Hotel) zuständig.

Genau so wie Malte es beschreibt ist es gewesen! Die Kruggerechtigkeit wurde vom Gutsherren oder, allgemein gesprochen, von der Obrigkeit an einen Bewohner des Dorfes vergeben, welcher dann auch verpflichtet war, das in der dem Gutsherren gehörenden Brauerei gebraute Bier auszuschenken. Wirtshäuser mit Betten waren in gewöhnlichen Dörfern ohne Anbindung an Postrouten gar nicht notwendig.
__________________
Suche:

Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Andreas Christian HAGERODT, Ackermann und Krüger in Ahlshausen, * um 1740
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725
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  #33  
Alt 23.12.2018, 15:49
Anna Sara Weingart Anna Sara Weingart ist offline
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Zitat:
Zitat von Knobelbruder Beitrag anzeigen
... auf der Karte "3368 Schocken" am rechten Bildrand, direkt neben der Stadt Schocken. ...
Dort steht "Kgr.", das bedeutet "Kiesgrube". Meintest Du das?

Der Unterschied zwischen Krug und Wirtshaus auf den alten topografischen Karten liegt wohl darin, dass Krüge der alten traditionellen Kruggerechtigkeiten entstammen. bzw. unterliegen, verbunden mit der untrennbaren Nutzung von Haus und Krugland.

Dagegen besaßen die Wirtshäuser kein Krugland, mussten deswegen auch mehr erwirtschaften, hatten dagegen aber wohl weniger Pflichten. Das heißt sie konnten eher entsprechend den Prinzipien der freien Marktwirtschaft agieren, und ihren Standort entsprechend dem Aufkommen an Reisenden und Ausflüglern frei wählen.
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Viele Grüße
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krug / krüger

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