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  #1  
Alt 22.08.2021, 15:55
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Liebe Forenkolleginnen und Forenkollegen,


Im Steuerbuch für Bojkovice aus dem Jahr 1848 gibt es eine Spalte "Empfangsbestättigung des Grundeigentümers": …https://www.familysearch.org/ark:/61903/3:1:3QHK-M3P7-GDV1?i=386&cat=4115970

https://www.familysearch.org/ark:/61...86&cat=4115970

Hier hätte ich eigentlich die eigenhändige Unterschrift oder das Zeichen (+++) des Grundbesitzers erwartet. Die Schrift ist allerdings in weiten Teilen so einheitlich, dass anzunehmen ist, dass der Name des Empfängers vom Überbringer hingeschrieben wurde.


Wie seht ihr das? Kann die Unterschrift rechts unten von meinem Vorfahren Jiří "Jurka" Kasan stammen oder wurde hier für ihn unterschrieben?
Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen.


Schöne Grüße, Susanna
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Steuerbuch 1848 Bojkovice - Simon Kasan.jpg (256,0 KB, 47x aufgerufen)

Geändert von Su1963 (22.08.2021 um 16:30 Uhr)
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  #2  
Alt 22.08.2021, 16:11
Benutzerbild von Juanita
Juanita Juanita ist offline
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Hallo Susanna,

ja, das ist die Unterschrift. Ich lese "Kasan" u. darunter "Jurka". Ob es seine eigene Unterschrift ist, kann ich nicht beurteilen.
Die andere Schrift sieht sehr nach "amtlichen Eintrag" aus. Sie ähnelt den anderen Einträgen.

Juanita

Geändert von Juanita (22.08.2021 um 16:13 Uhr)
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  #3  
Alt 22.08.2021, 16:18
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Zitat:
Zitat von Su1963 Beitrag anzeigen
Die Schrift ist allerdings in weiten Teilen so einheitlich,

Guten Tag,
aus der abgebildeten Doppelseite leite ich etwas anderes ab.
Waren die Grundbesitzer vermögend? War es ein reiches Dorf? Dann konnten die sich einen besseren Lehrer leisten und sicher auch mehr Leute schreiben.
Dass auch die Witwen 1848 allesamt schreibkundig waren, das ist natürlich wenig wahrscheinlich.
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.
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  #4  
Alt 22.08.2021, 16:20
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Horst von Linie 1 Horst von Linie 1 ist offline
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Beim Link lande ich bei Toten 1893.
Wo ist der Kontext zum angehängten Bild?
__________________
Falls im Eifer des Gefechts die Anrede mal wieder vergessen gegangen sein sollte, wird sie hiermit mit dem Ausdruck allergrößten Bedauerns in folgender Art und Weise nachgeholt:
Guten Morgen/Mittag/Tag/Abend. Grüß Gott! Servus.
Gude. Tach. Juten Tach. Hi. Hallo.

Und zum Schluss:
Freundliche Grüße.
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  #5  
Alt 22.08.2021, 16:25
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Horst von Linie 1 Beitrag anzeigen
Beim Link lande ich bei Toten 1893.
Wo ist der Kontext zum angehängten Bild?

Entschuldigung, da hatte ich mich offenbar in meinen offenen Tabs verirrt
Das ist der richtige Link: https://www.familysearch.org/ark:/61...86&cat=4115970

Geändert von Su1963 (22.08.2021 um 16:29 Uhr)
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  #6  
Alt 22.08.2021, 21:17
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Horst von Linie 1 Beitrag anzeigen
Waren die Grundbesitzer vermögend? War es ein reiches Dorf? Dann konnten die sich einen besseren Lehrer leisten und sicher auch mehr Leute schreiben.

Nein, davon gehe ich nicht aus. Meine Verwandten waren Schuhmacher und Kleinhäusler und auch der größte Teil der weiteren Bevölkerung waren dem Kataster zufolge Kleinbauern und Handwerker.


So sehr ich mir gewünscht hätte, die Handschrift des Ur-Urgroßvaters zu lesen - hier wird es sich wohl eher um "stellvertretende" und nicht eigenhändige Unterschriften handeln.
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  #7  
Alt 22.08.2021, 22:20
Pommerellen Pommerellen ist offline
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Hallo,

ich würde die Unterschriften als eigenständig ansehen. Sie sehen ähnlich aus sind aber nicht gleich. Z.B. Buchstaben oder Farbe der Tinte. Es wird auch variiert in der Form Vornahme zuerst oder am Ende. Es ist aber auch möglich, da nicht alle zur selben Zeit die Empfangsbestätigung bekommen haben, der Beamte dies vorgenommen hat und damit immer wieder neu ansetzten musste. Auf der anderen Seite waren die Amtsschriften sehr ausgeprägt. Die Unterschriften die ich im diesem Zeitraum von "einfachen" Leuten kenne sind oft ähnlich => Schulschrift. Doch hier ist eine sehr hohe Ähnlichkeit vorhanden ob jemand wenig oder viel geschrieben hat ist nicht zuerkennen.
Ich habe mir nochmal andere Seiten der Quelle angesehen. Das sieht sehr nach eigenständigen Unterschriften aus. Da gibt es schon einige Ausreißer vom Schriftbild. Diese angezogene Seite ist sehr ähnlich und damit auffällig.
Eindeutige Antwort ?

Viele Grüße

Geändert von Pommerellen (22.08.2021 um 22:26 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #8  
Alt 23.08.2021, 00:18
TükkersMitÜ TükkersMitÜ ist offline weiblich
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Guten Abend,

für mich sieht das alles nach eigenständigen Unterschriften aus. Die Ks am Anfang sehen alle unterschiedlich aus.

Auch die Alphabetisierungsrate schwankte ja wie schon beschrieben von Ort zu Ort stark. Ich habe schon häufiger diesbezüglich Überraschungen erlebt. An manchen Orten konnten sehr früh sehr viele Bewohner schreiben, darunter auch viele Frauen. An manchen Orten war die Alphabetisierungsrate selbst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts sehr gering. Es ist also schon alles vorstellbar.

Es ist natürlich auch möglich, dass viele nur ihren Namen und sonst nichts schreiben konnten.

Viele Grüße
__________________
Eheschließung Philipp Frommel und Maria Catharina Storr um 1800 im Raum Niederwörresbach/Herrstein und Umgebung
Familie Kunde in Pollnow Krs. Schlawe
Schäfer(?) Gottfried Wesenig o.ä. aus Bukow (Groß Jehser) und Umgebung
Pächter Johann George Schimkönig, angeblich aus Lübben, + zwischen 1760 und 1767, zuletzt in Pritzen nachgewiesen
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  #9  
Alt 23.08.2021, 09:26
Su1963 Su1963 ist offline weiblich
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Vielen Dank für eure Einschätzungen!
Vielleicht hatten ja tatsächlich ein bis zwei Generationen in Bojkovice denselben Schreib-Unterricht und wurden auf ähnliche Schreibung "gedrillt" - das würde zB die durchgängig seltsame Schreibweise des großen J erklären, das eher aussieht wie ein G.

Ich tendiere aber schweren Herzens nach wie vor eher dazu, dass die Zusteller (eventuell mehrere) unterschrieben haben und nur einzelne selbstbewusste Empfänger selbst zur Feder gegriffen haben.

LG Susanna
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