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  #1  
Alt 22.10.2013, 13:54
MonikaElisabeth MonikaElisabeth ist offline
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Registriert seit: 01.10.2013
Beiträge: 8
Standard Sladoslawek

Familienname: SLADOSLAWEK
Zeit/Jahr der Nennung: 1896
Ort/Region der Nennung: Berchtesgaden


Kann mir jemand die Bedeutung und den Ursprung (Land) von Sladoslawek sagen.
Danke.
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  #2  
Alt 22.10.2013, 15:57
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Laurin Laurin ist offline männlich
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Registriert seit: 30.07.2007
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Hallo,

der FN Sladoslawek ist äußerst selten und heute außer einem Eintrag in Österreich weder in Polen noch in Tschechien zu finden.

Bei GeneaNet ist nichts genannt, bei FamilySearch zwei Einträge (USA-Einbürgerung 1882 aus Österreich -> Anhang! / Geburt in D ca. 1873)

Er dürfte zurückgehen auf die sprachlichen slawischen Urformen zu
poln. ślad "Fährte, Spur" (śladuię "nachspüren, Spur verfolgen") + poln. sława "Ruhm, Ehre"
+ Verkleinerungs-Suffix -ek -> "kleiner Śladosław"; evtl. auch als patronymisches Suffix ->"Sohn des Śladosław".
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg canvas.jpg (67,6 KB, 4x aufgerufen)
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (22.10.2013 um 18:43 Uhr) Grund: GeneaNet + FS ergänzt
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  #3  
Alt 04.11.2013, 10:29
MonikaElisabeth MonikaElisabeth ist offline
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Registriert seit: 01.10.2013
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Herzlichen Dank.
Ich habe noch einen Hinweis hinsichtlich möglicher Bedeutung bekommen:
Sladoslawek: Goldene Lerche oder aber auch goldener Koffer?
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  #4  
Alt 04.11.2013, 11:25
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Laurin Laurin ist offline männlich
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Hallo MonikaElisabeth,

da müßte jemand "nur phonetisch" nach evtl. passenden Worten gesucht und vielleicht damit einen Zufallstreffer gelandet haben.

Sowohl nach historischen WB poln.-dt. als auch aktuell (z.B. PONS) bedeuten:
  • golden złoty / złota
  • Lerche skowronek
  • Koffer walizka (Felleisen waliz)
Ich erkenne keinen Zusammenhang - vielleicht kann uns noch ein exzellenter Kenner slaw. Sprachen helfen.

Auch bei Stankiewicz wird ein ähnl. FN Sladowski auf "Spur, Fußstapfen (verfolgen)" bezogen erklärt.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (04.11.2013 um 11:30 Uhr)
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  #5  
Alt 04.11.2013, 12:50
Schmid Max Schmid Max ist offline
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Registriert seit: 18.03.2013
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moin,
Slawek als Rufname zu Slawomir , der Ruhmreiche, wie von Laurin schon gesagt poln. auch allgemeinslav. Wurzel slav /Ruhm.
Im slaw. Sprachraum weit verbreiteter VN als auch FN.
Slado hat nmM nix mit Zlaty, zolotoj etc zu tun sondern mit slado / sladky in der Bedeutung von süss. (auch übertragen für nett)
Z.B slado led /serbokroatisch für (süsses / Speise) Eis.
Sladak si / du bist ein Süsser.
Erg: Auch Ort und Datum der Nennung spricht für eine neuzeitliche Bezeichnung eines Zuwanderers (evtl. aus dem Tiroler/Slowenischen Bereich)
"Der nette Slawomir"

Gruss vom
Schmid Max
__________________

.................................................. .....................
Es ist nicht möglich, den Tod eines Steuerpflichtigen als "dauernde Berufsunfähigkeit" im Sinne von § 16 Abs. 1 Satz 3 EStG zu werten ...
( BFH - Urteil vom 29.4.1982 (IV R 116/79) in BStBl. 1985 II S. 204)

Geändert von Schmid Max (04.11.2013 um 13:23 Uhr) Grund: Ergänzung
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  #6  
Alt 04.11.2013, 15:07
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Laurin Laurin ist offline männlich
Moderator
 
Registriert seit: 30.07.2007
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Beiträge: 5.157
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Noch eine Idee:

Könnte nicht irgendeinwann einmal ein Kirchenbuchführer etwas falsch gelesen haben?
Sladoslawek anstelle Wladoslawek - in Kurrent (oben) und in Sütterlin sieht das etwa so aus:



Die erste Schlaufe des Anfangsbuchstabens W könnte leicht für ein S gehalten worden sein - und so begann eine seltene Verschleifung.
Der Grund-Name wäre dann Wladoslaw, einer ggf. dialektbedingten (ukrainischen? litauischen?) Form von poln. Władysław,
mit patronymischem bzw. Diminutiv-Suffix -ek.
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (04.11.2013 um 15:28 Uhr)
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  #7  
Alt 04.11.2013, 19:19
carinthiangirl carinthiangirl ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.08.2006
Beiträge: 1.582
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Mit Tirol wird es nichts zu tun haben, denn da ist rein gar nichts slawisch - normalerweise.
Slowenisch erscheint es mir in der Form auch nicht.
Die Endung ist doch eine polnische Verkleinerungsform -> -ek: der Suffix "ek" ist in Polen sehr beliebt als Verniedlichungs - oder Verkleinerungsform, z.B. "Antek und Frantek" = Hänschen und Fränzchen. Er kommt aber auch oft bei Familiennamen vor, z.B. "Zurek" = der kleine Zur (Zur = Sauer), oder auch als Patronym "Sohn des Zur." Swiarek; von swiety, heilig), Smialek (von smialy, mutig, kühn, keck) Musialek, (von Musik, müssen, gezwungen sein zu ... ); ebenso patronymic, Jamrozek (von Ambrozy), Marcinek (von Marcin, Martin), ebenso in "Spitznamen", z.B. Papst Johannes Paul II. (Karol Wojtyla), wurde in seiner Jugend "Lolek" genannt.

Hört sich irgendwie nach "süßer, kleiner Slave" an, lach.

Geändert von carinthiangirl (04.11.2013 um 19:24 Uhr)
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