#1  
Alt 18.12.2018, 17:45
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Ryusoken Ryusoken ist offline männlich
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Registriert seit: 28.10.2018
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Hallo,



einigen von euch ist eventuell Josef Ressel, der Erfinder der Schiffsschraube, bekannt. Seine Familie kam aus Friedland in Niederschlesien.

Meine Vorfahren heißen auch Ressel und ich habe insgeheim immer gehofft, das ich mit diesen auch verwandt bin. Nun habe ich auch einen Hinweis gefunden, welcher meine Theorie, zumindest etwas, unterstützt.



Mein Ururgroßvater war:


Wilhelm Bruno Ressel
* 06.09.1867 in Friedeberg am Queis (Mirsk)
† 11.03.1947 in Hamburg
oo 15.10.1897 Marie Louise Bierstedt



Friedeberg am Queis liegt nur etwa 90 Kilometer neben Friedland! Und da Ressel kein allerwelts Name ist, könnte es ja eine Verbindung geben!


Die Eltern von Wilhelm Bruno waren:


Franz Ressel und Laura Fritsch; Beide in Friedeberg am Queis, Kreis Löwenberg zwischen 1867 und 1897 verstorben.



Übrigens: Josef Ressel hieß mit vollem Namen Josef Ludwig Franz Ressel. Die Drittnamen wurden ja mal des Öfteren an die Kinder und auch an die Enkel weitergegeben.



Eventuell weiß ja jemand von euch etwas über diese Ressel's.


Viele Grüße
Sönke
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  #2  
Alt 18.12.2018, 18:21
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zitat von Ryusoken Beitrag anzeigen
Seine Familie kam aus Friedland in Niederschlesien.
?
Der Herr Ressel war Böhme oder Österreicher, aber kein Schlesier oder Preuße. Es gab 2x Friedland in Schlesien. Das eine war in Niederschlesien, Kreis Waldenburg, Bezirk Breslau, das andere in Oberschlesien, Kreis Falkenberg, Bezirk Oppeln. Mit beiden hatte der Erfinder Schiffspropellers aber nichts zu tun.

Ein Nachtrag:
Es gibt eine Chronik der Familie Ressel, die allerdings im Zweigstellenarchiv Liegnitz aufbewahrt wird. Friedeberg gehört zum Zweigstellenarchiv Hirschberg. Aber wenn der Name ja selten war, könnte der Friedeberger Zweig vielleicht darin erwähnt sein. Siehe hier.
Und da ist doch eine Akte mit 131 Seiten zu einer Weberfamilie Ressel, die liegt auch tatsächlich im Zweigstellenarchiv zu Hirschberg. Vielleicht sollte man da aber zunächst um nähere Auskunft zum Inhalt bitten, bevor man sich so umfangreiches Material kopiern läßt. Siehe hier.

Geändert von Kleinschmid (18.12.2018 um 18:46 Uhr)
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  #3  
Alt 18.12.2018, 18:51
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Hallo,



vielen Dank für deine Antwort. Laut dem Klappentext des Buches "Josef Ressel: Erfinder der Schiffsschraube - Seine Vorfahren und Nachkommen" stammt seine Familie "seit 700 Jahren um Friedland in Nordböhmen". Friedland in Nordböhmen liegt sogar nur ca. 30 Kilometer neben Friedeberg am Queis.
Josefs Vater Anton stammte aus Friedland und lebte in Chrudim. Daher ist Josef auch dort geboren.

Es kann auch sein, dass Josef Ressel nicht mein direkter Vorfahre ist, sondern sein Vater, Großvater oder Urgroßvater.



Das Buch muss ich mir auch nochmal per Fernleihe besorgen. Da steht bestimmt sehr viel wissenswertes über die Familie Ressel drin.


Ich denke mal, dass der Name eher selten ist. Ich habe den Nachnamen Ressel bisher nirgendwo anders gehört, als bei Josef Ressel und meinen Vorfahren halt.



Viele Grüße
Sönke
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  #4  
Alt 18.12.2018, 19:14
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Der Herr Ressel stammt aus Nordböhmen - d'accord. Aber nicht Niederschlesien. Friedberg am Queis gehörte zum Kreis Löwenberg. Die Firma Ancestry hat u.a den Jg. 1940 des Stadt- u. Kreisadressesbuches Löwenberg indiciert und vermeldet 36 Treffer für Ressel. Der Name war also dort gewiß nicht selten.
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  #5  
Alt 18.12.2018, 19:38
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Das der Name in Löwenberg so häufig vorkommt, war mir gar nicht bewusst! Daher vielen Dank für diese Information. Ich habe auch gerade mal bei ancestry.de nachgeschaut und konnte dort per Nachnamensuche gerade einmal 6 Ressel's ausfindig machen. Denke mal ich "falsch gesucht". (Wenn man versteht was ich meine)

Löwenberg, 1940 habe ich ausgewählt zum durchsuchen.


Die Häufigkeit eines Nachnamen kann natürlich unterschiedliche Gründe haben. Einerseits kommen Nachnamen wie Schmidt und Fischer oft vor, da sie Berufe sind. Andererseits kann bei einem Nachnamen wie Ressel auch mal jemand dabei gewesen sein, der gleich 10 Söhne in die Welt gesetzt hat. Und jeder von denen auch 3 - 5 Söhne und dann hat man schon 30 - 50 mit dem Nachnamen. Mal sehen, ob ich mit Josef Ressel schlussendlich verwandt bin.

Wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt


Viele Grüße
Sönke
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  #6  
Alt 19.12.2018, 09:17
Kleinschmid Kleinschmid ist offline
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Zurück zur Familie. Das sieht doch so aus:
Franz Ressel, + Friedeberg v. 1897, oo Laura Fritsch, + Friedeberg nach 1897
- Wilhelm Bruno Ressel, katholisch, Maschinist, * Friedeberg 6.9.1867, + Hamburg 11.3.1947, oo Hamburg 15.10.1897, Marie Louise Bierstedt (1872-1911)

Es dreht sich also zunächst um den Franz R. Aktuell sind die Standesamtsregister von Friedberg am Q. bei den Mormonen noch einzusehen - siehe hier. Zwar nur bis 1885, aber die Chance sollte man sich nicht entgehen lassen, falls es für einen Termin in einer Forschungsstelle nicht schon zu spät ist. Die Originale der Standesamtsregister sind hier verzeichnet - und scheinen (fast) vollständig zu sein. Es gibt sogar Indices - also Namensverzeichnisse (poln.Skorowidze urodzeń, małżeństw i zgonów, 1874-1936), so daß man nicht alle Urkunden durchsehen muß. Da ließe sich im Zweigstellenarchiv Hirschberg anfragen, ob ein Franz R. zws. 1874 und 1897 darin mit einem Sterbeeintrag erscheint. Falls ja, bitte von der Sterbeurkunde eine Kopie zusenden. Dann sollten wir eine Generation weiter sein.
Wenn die Ressels schon länger in Friedeberg lebten, könnte noch interessant sein:
Hans Erich Stoltzenberg: Neubürger der Städte Greiffenberg und Friedeberg in Schlesien in der Zeit von 1710–1750. In: Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete, 16 (1939), S. 242–245, 277–281.

Ein Nachtrag:
Die o.g. Chronik der Familie Ressel hilft uns nicht weiter. Es handelt sich dabei auch nicht um eine Handschrift, sondern einen Druck. Siehe:
Bd. 1
Bd. 2
Autor ist der Arzt Johannes Ressel aus Breslau. Der Stammbaum seiner Familie findet sich hier u. hat keine erkennbare Verbindung nach Friedeberg.

Geändert von Kleinschmid (19.12.2018 um 09:46 Uhr)
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  #7  
Alt 19.12.2018, 13:35
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Hallo Kleinschmid,



vielen Dank für deine Antwort und deine Nachforschungen. Ich werde mich dann mal darum kümmern, dass ich in ein Familiencenter der Mormonen (Entschuldige... Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) aufsuche und in diesem mal nachforschen.

Wenn Franz Ressel nicht zwischen 1874 - 1885 drin stehen sollte, kann man wenigstens diese Jahrgänge ignorieren.



Viele Grüße
Sönke
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friedeberg , löwenberg , niederschlesien , ressel

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