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  #11  
Alt 31.10.2019, 23:10
Brunoni Brunoni ist offline
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Registriert seit: 07.04.2012
Beiträge: 1.567
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Hallo Marcus,

danke für die Rückmeldung.

Ich kann mich noch sehr gut an die Besuche meiner Verwandten erinnern.
Aber das der Bürgermeister zum Gespräch bei uns war, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Sogar über das Lieblingsthema meines Onkels wurde berichtet. Und das man im nächsten Jahr nicht zu Besuch kommt, da Nachwuchs erwartet wird.

Viele Grüße
Brunoni
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  #12  
Alt 05.11.2019, 15:13
rionix rionix ist offline
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Registriert seit: 24.03.2010
Beiträge: 1.154
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Zitat:
Zitat von Ilja_CH Beitrag anzeigen
Falls ja, wo könnte man diese Infos einsehen?

Falls Schweizer oder Ausländer mehrmals in der DDR und Ostberlin waren, kann es sein, dass sich die DDR für diese Besucher interessiert hat?
Beim Grenzübertritt waren sogenannte Zählkarten auszufüllen, welche offiziell Statistikzwecken dienten. Ich weiß, daß nach dem 1. Juli 1990 (wahrscheinlich auch schon vorher) diese Zählkarten massenhaft vernichtet wurden. Da die Verwaltung dieser Zählkarten der HA VI des MfS oblag, könnte man evtl. noch bei BStU fündig werden.
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  #13  
Alt 05.11.2019, 15:43
zummelt zummelt ist offline
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Registriert seit: 15.02.2016
Beiträge: 366
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Hallo,

in größeren Wohnhäusern (z.B. der Wohnungsbaugenossenschaften) gab es meiner Erinnerung nach auch "Hausbücher", in denen entsprechende Besuche aus dem NSW eingetragen wurden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hausbuch_(DDR)
Wo diese nach der Wende abgeblieben sind, ob bei den WBG, staatlichen Stellen oder ob sie gar gleich vernichtet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

Beste Grüße
Steffen
__________________
Beste Grüße
Steffen
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  #14  
Alt 05.11.2019, 17:33
Benutzerbild von Mariolla
Mariolla Mariolla ist offline weiblich
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Registriert seit: 14.07.2009
Ort: Halle (Saale)
Beiträge: 1.682
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Hallo,
ja, Besucher wurden in die Hausbücher eingetragen, wo diese Hausbücher nach der Wende
hin kamen steht in den Sternen. Für die Hausbücher gab es einen
Verantwortlichen in den großen Wohnblöcken. Für Eigenheimbesitzer war der
Eigentümer verantwortlich, welches sich oftmals noch immer beim Eigentümer befindet .
Viele Grüße Mariolla
__________________
Krs. Schwetz/Westpr.: Kadatz, Bojanowski, Bogalecki, Malkowski, Müller, Golenski, Schötzau, Stothut, Hin(t)ze
Krs. Graudenz/Westpr: Dirks, Penke, Poley, Knof, Labian, Bauermeister, Wollert, Klein, Flöthing,
Krs. Schlochau/Krs. Dt. Krone: Vogel, Zehnpfund, Sültz, Hin(t)ze
Sa-Anhalt: Dober, Zausch, Grenzer, Sieber, Schulze, Buder, Staudte, Bockel, Müller, Werner, Hornbogen, Ebisch, Schmalz, Schweinigel
Sachsen: Neuhäuser oo Moses
Überall:Zehnpfund, Vogel, Blocksdorf, Sül(t)z, Pol(l)akowski
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  #15  
Alt 05.11.2019, 18:38
Nebelmond Nebelmond ist offline
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Registriert seit: 03.09.2019
Beiträge: 90
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... ach ja, die Hausbücher der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung der DDR) finden sich wirklich überall und nirgends ! Speziell die Bücher der Hauseingänge von Neubaublocks. Eigenes Erlebnis : auf dem Wühltisch (!) eines Gebrauchtwarenhandels (!) für 20 Cent durfte ich`s mitnehmen, kein Witz, mit Datensch(m)utz hat das ja alles herzlich wenig zu tun. Hauptsache, unsereiner erfährt nicht, wann Omas Schwester gestorben ist, wenn`s noch keine 30 Jahre her ist Mein Fund war mit großer Wahrscheinlichkeit kein Einzelfall, 12 Mietparteien eines Eingangs, ganze Familien mit Geburtsdaten, Namen, Tätigkeit, noch 1988 frisch eingezogen in den Neubau einer mittleren sächsischen Industriestadt, zumindest war es damals eine. - Und reichlich Platz ist in so einem Hausbuch, wo sich speziell der Westbesuch eintragen mußte : mit Namen, Geburtsdatum, Staatsbürgerschaft, zur Zeit ausgeübte Tätigkeit, Anschrift der Hauptwohnung, Datum des Grenzübertritts, bei wem zu Besuch und wie lange, Unterschrift, An - und Abmeldung bei der Deutschen Volkspolizei ...
Böse Zungen behaupten, die DDR hätte seinerzeit das beste Meldesystem gehabt weit und breit, da ging niemand verloren ...
Grüße, Nebelmond
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  #16  
Alt 05.11.2019, 19:03
Benutzerbild von Adea
Adea Adea ist offline weiblich
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Registriert seit: 17.10.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 381
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Hallo,

ich vermute mal, dass die meisten Hausbücher nach dem Ende der DDR im Altpapier landeten. Bei ebay und in Antiquariaten ist auch heute noch einiges im Angebot. Nur wenige Exemplare haben es in die Archive geschafft.

Hier ein Bericht vom mdr:
https://www.mdr.de/zeitreise/hausbuc...om-abv100.html

Und ein Artikel über ein Rostocker Hausbuch:
https://www.svz.de/regionales/meckle...d16401266.html

LG Adea
__________________

Dauersuche:

- Eltern und Geschwister von Emma Niklaus (* 1866 in Groß Jahnen, Kirchspiel Szabienen, Kreis Darkehmen/Ostpreußen)
- Herkunft von Christian Rausch, um 1811 als Soldat beim dänischen Militär in Warder (bei Segeberg/Holstein)
- Alles über die Papiermacher-Familie Seidler (vor 1800 in Mecklenburg und Holstein)

Meine Suchregionen: Mecklenburg, Ostpreußen, Holstein, Hamburg, Vogtland, Salzburger Land (vor 1732)


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  #17  
Alt 06.11.2019, 20:07
Benutzerbild von Matthias Möser
Matthias Möser Matthias Möser ist offline männlich
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Ort: Seit 1967 mit Unterbrechung 1985/86 in Baden-Baden in 69412 Eberbach/Neckar
Beiträge: 2.175
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Bin mir ziemlich sicher, daß bei den Grenzübergängen Daten von Touristen aus dem Westen von den verantwortlichen Stellen und der Stasi gespeichert wurden. Habe als Kind und Jugendlicher oft meinen Vater beim Besuch seiner Schwester in der Nähe von Arnstadt (Thüringen) begleitet, immer mit einem beklemmenden Gefühl. Zuerst wurde in den Interzonen-Zügen gefilzt und kontrolliert, später dann beim "Hinüberfahren" mit dem eigenen Auto der Inhalt der Fahrzeuge akribisch untersucht, z.B fahrbare Spiegel unter den Wagen geschoben oder im Einfüllstutzen des Benzintanks herumgestochert (was sollte man da hineintun?), Sitzrückbänke ausgebaut, man hätte ja irgendwas Verbotenes schmuggeln können!!! Wir fuhren meistens über den Grenzübergang Meiningen-Mellrichstadt, später wurden die Straßen dann auch dort hinter der eigentlichen Grenze vom "Westen" entsprechend ausgebaut und finanziert, denn das DDR-Regime brauchte Devisen ohne Ende. Das Grenzpersonal Ost war oft sehr unfreundlich und mißtrauisch, vorallem die Zöllnerinnen! Man durfte ja nix sagen... Möchte nicht wissen, was man über die Besucher des Ostens so alles notiert und festgehalten hat, z.B wie oft jemand besucht wurde, wie lange, vom wem, warum etc.etc. Totale Überwachung. Gott sei Dank sind diese schlimmen Zeiten vorbei.


Gruß
Matthias
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Suche nach:
Gernoth in Adelnau, Krotoschin, Sulmierschütz (Posen)
und Neumittelwalde/Kruppa (Schlesien)
Spaer/Speer in Maliers, Peisterwitz, Festenberg, Gräditz u. Schweidnitz (Schlesien)
Benke in Reichenbach, Dreissighuben, Breslau (Schlesien)
Aust in Ernsdorf, Peterswaldau, Bebiolka in Langenbielau (Schlesien)
Burkhardt in Nieder-Peterswaldau (Schlesien)
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  #18  
Alt 06.11.2019, 22:47
Ilja_CH Ilja_CH ist offline
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Registriert seit: 05.11.2016
Beiträge: 212
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Danke für all eure sehr detaillierten Infos. Da es nicht mich selber betrifft, muss ich warten, bis besagte Person das Formular ausfüllt und zur entsprechenden Stelle geht. Aber das kann dauern

Gab es Unterschiede, ob man in die DDR allgemein oder nach Ost-Berlin ging? Und war Prag Ende 60er bzw. Anfang 70er auch ein Ort, in dem ev. Notizen oder Unterlagen von westlichen Besuchern angefertigt wurden?
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