#1  
Alt 23.02.2020, 20:27
UlrichDemlehner UlrichDemlehner ist offline
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Standard (Haus-)Nummern im BayernAtlas Sicht Uraufnahme

Im BayernAtlas (https://geoportal.bayern.de/bayernatlas) sieht man in der Sicht "Historische Karte", welche die Karten aus der Uraufnahme in Bayern um 1810 wiedergibt, (Haus-)Nummern, mit denen die Grundstücke bezeichnet sind. Diese Nummern stimmen aber NICHT überein mit den Nummern, die im "Häuser- und Rustikalsteuerkataster" von 1810 ff sowie im "Urkataster" von 1840 ff verwendet werden. Meine bisherigen Rückfragen im Staatsarchiv und in der Vermessungsverwaltung haben kein Ergebnis gebracht, ob es - wie man vermuten würde - eine Zuordnung dieser Nummern zu Besitzern existiert. Kann mir jemand in dieser Angelegenheit weiter helfen?

Danke im Voraus!

Ulrich
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  #2  
Alt 24.02.2020, 09:11
BenediktB BenediktB ist offline männlich
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Meiner persönlichen Erfahrung nach sind die Hausnummern aus dem Bayernatlas - zumindest in allen mir bekannten Fällen - sehr wohl identisch mit den Hausnummern im Urkataster von 1840+. Bislang habe ich in den Orten, in denen ich die Häuser meiner Vorfahren bearbeitet habe, hiervon keine Ausnahme finden können. Was natürlich nicht heißt, dass es anderswo nicht so sein kann.
Was richtig ist, ist dass die Hausnummern im Kataster von 1808 zum Teil andere sind. Eine Zuordnung über die Hofnamen ist hier jedoch oft ohne Probleme möglich.

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  #3  
Alt 24.02.2020, 09:32
UlrichDemlehner UlrichDemlehner ist offline
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Interessant, dann scheint das von der Gemeinde abzuhängen. In den Fällen, die ich bisher überprüft habe, hatte keine der verschiedenen Nummernserien überein gestimmt. Das heißt wohl, dass man weitgehend auf sein Glück angewiesen ist, was ich mir eigentlich auch nicht vorstellen kann.

Danke und schöne Grüße!
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  #4  
Alt 24.02.2020, 11:20
gki gki ist offline
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Zitat:
Zitat von UlrichDemlehner Beitrag anzeigen
Interessant, dann scheint das von der Gemeinde abzuhängen. In den Fällen, die ich bisher überprüft habe, hatte keine der verschiedenen Nummernserien überein gestimmt. Das heißt wohl, dass man weitgehend auf sein Glück angewiesen ist, was ich mir eigentlich auch nicht vorstellen kann.
Wir haben allerdings die Kataster von 1810 überprüft, nicht die von 1840, oder?
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gki
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  #5  
Alt 24.02.2020, 11:45
UlrichDemlehner UlrichDemlehner ist offline
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Doch, die Aussage gilt auch für die von 1840 (Aunkirchen). Hier tauchen gleich drei verschiedene Nummernserien auf, von denen eine anscheinend die noch heute gültige Flurnummer ist, aber keine dieser Nummernserien stimmt mit den Nummern in der Uraufnahme überein.

Aber anscheinend muss man da auch mal eine andere Gemarkung vergleichen. Es lässt sich wohl nicht ausschließen, dass die Situation von Gemarkung zu Gemarkung verschieden ist.
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  #6  
Alt 24.02.2020, 21:05
gki gki ist offline
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Benedikt, könntest Du uns hier mal eine Archivalie heraussuchen, bei der Du weißt, daß die Nummern passen?

https://www.gda.bayern.de/findmitteldb/Archive/
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Gruß
gki
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  #7  
Alt 25.02.2020, 14:10
BenediktB BenediktB ist offline männlich
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Also ich kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass z.B. die Hausnummern aus dem Urkataster der Gemeinde Arnbruck (StALa, Grundsteuerkataster (Rep. 127) 18 / 3) oder der Gemeinde Ottmaring (StAM, Kataster 26318) mit den Hausnummern im Bayernatlas übereinstimmt. Das kann ich deswegen sagen, da ich die heutige Lage der Häuser kenne und diese sowohl zu der Katasternummerierung als auch zur Kartennummerierung passt. Hier passen darüber hinaus auch die den Hausnummern zugeorndeten Flurnummern zu der Kartierung.
Ich war immer der Meinung, dass die Karten aus dem Bayernatlas und die Urkataster quasi als "Set" zu sehen sind und deshalb in jedem Fall aufeinander aufbauen!?

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  #8  
Alt 25.02.2020, 16:39
Benutzerbild von Bachstelze1160
Bachstelze1160 Bachstelze1160 ist offline weiblich
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Hallo Ulrich und allerseits,


von Nürnberg, meinem derzeitigen Forschungsgebiet, weiß ich, dass die Hausnummern, die auch in den Adressbüchern angegeben sind mit denen in der Historischen Karte übereinstimmen, wobei es bei der Familie auch Nummernänderungen in den Taufregistern variieren ob die dann umgezogen sind oder die Nummer gewechselt wurde müßte ich noch ergründen.

Oft steht aber auch der Straßen- /Gassennamen dabei da kann man es dann wieder sehen.

Grüßle
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Die Bachstelze


Ich sende einen Dank in den Himmel, wenn ein Pfarrer sich Mühe gab zu schreiben, das freut ihn dann!
Was die Ahnen wohl so alles mitbekommen, was wir wegen Ihnen uns für eine Arbeit machen!!!

Geändert von Bachstelze1160 (25.02.2020 um 16:41 Uhr)
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  #9  
Alt 26.02.2020, 10:56
gki gki ist offline
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Hmm, also mir liegt ein Blatt aus StALa, Grundsteuerkataster (Rep. 127) 20 / 9 Band 3 vor, wo die Nummern definitiv nicht mit der Karte übereinstimmen. Sehr frustrierend.
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Gruß
gki
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  #10  
Alt 27.02.2020, 08:23
BenediktB BenediktB ist offline männlich
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Das ist in der Tat sehr seltsam, dass das so uneinheitlich gehandhabt wurde. Jetzt ist der von dir angesprochene Band nicht mal einer der jüngeren, so dass man noch eine Revision zwischendurch hätte annehmen können. Ggf. gab es maximal noch ein paar Erbteilungen oder solche Späße, aber normal wurden diese entweder mit 1/2 Hausnummern oder mit Fortsetzung der existierenden Zählung nummeriert.
Basierend auf diesem Thread habe ich gestern noch einmal ein paar Stichproben in anderen Ortschaften gemacht und leider auch hier keine Ausnahmen feststellen können.
Gerade in ländlichen Bereichen wird ja heute noch oft mit den Hofnamen gearbeitet. Lässt sich eventuell darüber eine Korrelation herstellen, so dass man das Nummerierungssystem irgendwie verstehen könnte?

VG
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