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  #1  
Alt 24.04.2016, 19:08
knabbe knabbe ist offline
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Standard Akpositenschein, Testament 1863

Testament 1863 Nordniedersachsen
Guten Tag an alle,
am Ende eines Testaments steht:

Und ist ein akpositenschein zugesagt. Beglaubigt
Issendorf
Ex officies eröffnet _____, unterm Protokoll am 9. Februar 1870.

Habe ich "akpositenschein" richtig übertragen?
Und was ist das?
Was folgt auf "Ex officies eröffnet .."?
Habe ich "Protokoll" richtig übertragen?
Vielen Dank im Voraus.

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg akpositenschein.JPG (58,0 KB, 14x aufgerufen)

Geändert von knabbe (24.04.2016 um 19:27 Uhr) Grund: Fragebogen ausgefüllt
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  #2  
Alt 24.04.2016, 19:33
Balthasar70 Balthasar70 ist offline weiblich
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Ort: bei Berlin
Beiträge: 1.098
Standard

Hallo Knabbe,

ich meine zu entziffern:

Und ist ein Depositenschein
zugesagt. Beglaubigt

Issendorf
Ex officies eröffnet laut? be
kannten??
Protokolls vom 9. Februar 1870.


Gruß Balthasar70
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  #3  
Alt 24.04.2016, 22:13
knabbe knabbe ist offline
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Registriert seit: 24.04.2016
Beiträge: 8
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Danke an Balthasar70,
das ist die Lösung.
Und es heißt wohl auch "Ex officio"

Geändert von knabbe (24.04.2016 um 22:24 Uhr) Grund: ergänzt
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  #4  
Alt 26.04.2016, 10:15
Benutzerbild von Christian40489
Christian40489 Christian40489 ist offline männlich
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Ort: findet es doch raus!
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Standard

Moin zusammen,

also da steht ganz gewiss nicht "Depositenschein", sondern wie Du, Knabbe, zuerst schon richtig vermutet hattest "akpositenschein", eventuell auch mit Großbuchstabe am Anfang, doch dazu fehlt eine Vergleichsstelle im Text. Das Wort Akpositenschein finde ich zwar auch in älteren Nachschlagewerken nicht (z.B. Krünitz Oekonomische Encyclopädie http://kruenitz1.uni-trier.de/), aber ein Blick auf die lateinische Präfixe hilft:

ad- (ac-, af-, ag-, ap-, at-, as-) ad = heran, hinzu, dabei

Beispiele: Adaption, Addition, Adhäsion, Adjektiv, Adoption, Adoration, Adsorption, Advokat, Affinität, Affix, Aggregat, Akquisition, Akzeptanz, Akzeptor, Akzise, Apposition, Assimilation, Assoziation, Attraktion

Das Grundwort ~position geht zurück auf das lateinische ponere - setzen, stellen, legen.
Weitere Bedeutungen lt. Der kleine Stowasser- lateinisches Schulwörterbuch: zu etwas rechnen, zählen, aufzählen, anführen.

Der Akpositionsschein ist demnach wohl so etwas wie eine zum Testament gehörende Aufstellung (z.B. des Inventars).

Vielleicht kann ein Wirtschafts- oder Rechtshistoriker das noch einmal überprüfen und bestätigen?

"Ex officio" - von Amts wegen stimmt.

Viele Grüße

Christian
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suche für mein Projekt www.Familienforschung-Freisewinkel.de alles zum Namen Freisewinkel, Fresewinkel, Friesewinkel.

Geändert von Christian40489 (27.04.2016 um 23:24 Uhr)
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  #5  
Alt 27.04.2016, 13:19
knabbe knabbe ist offline
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Beiträge: 8
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Danke für den Hinweis,
allerdings bin ich doch der Ansicht, dass "Depositenschein" richtig ist.
Dafür sprechen zwei Gründe:
1. Die Schreibweise des "A" (klein oder groß) ist im Text doch signifikant anders. Zum Vergleich stelle ich das Dokument und den gelesenen Text hier zur Verfügung.
https://onedrive.live.com/redir?resi...t=folder%2cpdf
Wie man sieht, ist noch einiges offen.
2. Akpositen.., Akposition o.ä. findet man online tatsächlich nicht; im Gegensatz dazu Depositen.., Deposition usw.
Beste Grüße
Jörn Knabbe
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  #6  
Alt 27.04.2016, 23:41
Benutzerbild von Christian40489
Christian40489 Christian40489 ist offline männlich
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 24.03.2008
Ort: findet es doch raus!
Beiträge: 1.116
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Hallo Jörn,

Gerade weil das D und das A sich allgemein - und wie auch im Testament zu sehen - deutlich unterscheiden, bin ich so sicher, dass es nicht Depositenschein heißt. Vergleiche mal das D und das A in Der Altentheiler am Testamentsanfang: nicht die geringste Ähnlichkeit. Dagegen große Ähnlichkeit des A in Altentheiler und Akpositenschein. Der zweite Buchstabe in Akpositenschein ist niemals eine e wie in Depositen, sondern zweifelsfrei ein k. Also zwei Argumente gegen Depositen- vs. Akpositenschein, einen Begriff, der uns aber noch unbekannt ist. Zum Vergleich hier auch noch eine Buchstabenkarte mit vielen Beispielen, in keinem der Fälle eine Ähnlichkeit zwischen D und A. http://www.suetterlinschrift.de/Lese/Kanzlei2.htm

Die Schreibweise kann m.E. als gesichert gelten, es wäre jetzt die Bedeutung/Existenz des Begriffes zu klären. Leider findet sich dazu im Internet nicht der leiseste Hinweis. Vielleicht stellst Du das mal als Anfrage in das Forum "Begriffserklärung, Wortbedeutung und Abkürzungen" ein.
Viel Glück bei der weiteren Recherche.
Christian
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Geändert von Christian40489 (27.04.2016 um 23:44 Uhr)
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akpositenschein , ex officies , protokoll , testament

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