#1  
Alt 23.07.2021, 22:13
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Standard Y-DNA Test meines Vaters

Hallo in die Runde,
ich bin seit einiger Zeit am Überlegen, dass ich meinem Vater zu einem Y-DNA Test verhelfe. Ich habe keine Brüder, er auch nicht und sein Vater ist schon verstorben. Er ist also der letzte männliche Nachkomme für unseren Familiennamen. Selbst in Seitenlinien konnte ich bisher keine weiteren Männer ausmachen.
Jetzt ist die Frage, wo lasse ich den machen? Meine Suche führte mich eigentlich nur zu FTDNA, denn 23andme liefert nicht nach Deutschland (das könnte ich allerdings durch Postadresse in den USA umgehen, falls das eine Option wäre).
Hat jemand Erfahrungen mit FTDNA? Gibt es noch andere Firmen?

Ich danke euch!

PS: Bitte keine Diskussion um DNA-gestützte Forschung. Bei ancestry haben wir uns schon testen lassen.
__________________
Viele Grüße,
Melanie
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  #2  
Alt 24.07.2021, 09:30
Paramecium Paramecium ist offline
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Ich habe bei Living DNA einen Test machen lassen. Lief alles genau so problemlos wie bei Ancestry. Nach etwa 6 Wochen hatte ich die Ergebnisse. Vorteil ist, dass du bei Living DNA die Haplogruppen der mtDNA und Y-DNA in einem Test untersuchen kannst. Hinzu kommt, dass du mit ein bisschen Hintergrundwissen die Daten die du bereits aus deinem Ancestry-Test erhalten hast verifizieren kannst.

Geändert von Paramecium (24.07.2021 um 09:38 Uhr)
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  #3  
Alt 24.07.2021, 09:40
Kaisermelange Kaisermelange ist gerade online
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Hallo Melanie,

vielleicht hilft dir dieser Anbieterüberblick weiter

https://genwiki.genealogy.net/Anbiet...nealogie-Tests
oder
https://saecula.de/dna-genealogie-1
Grüße Kaisermelange

Geändert von Kaisermelange (24.07.2021 um 09:49 Uhr)
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  #4  
Alt 24.07.2021, 11:23
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Melanie_Berlin Beitrag anzeigen
Er ist also der letzte männliche Nachkomme für unseren Familiennamen. Selbst in Seitenlinien konnte ich bisher keine weiteren Männer ausmachen.
Rein Interessehalber: wieso muss es denn unbedingt ein männlicher Nachfahre sein um den Namen weiter zu tragen?
In der heutigen Zeit trägt doch jeder den Namen den er möchte. Sprich, du wie auch jede andere weibliche Person der Familie kann den Namen weiter tragen. Selbst wenn es einen männlichen Nachfahren gäbe ist das heute kein Garant mehr das er nicht den Namen seiner Frau annimmt und seine Kinder auch. Dann bleibt es am Ende doch wieder bei den Mädchen hängen. Und wer kontrolliert den Fortbestand des Namens in den folgenden Generationen....
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  #5  
Alt 24.07.2021, 11:31
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Rein Interessehalber: wieso muss es denn unbedingt ein männlicher Nachfahre sein um den Namen weiter zu tragen?
In der heutigen Zeit trägt doch jeder den Namen den er möchte.
Hallo Carolien,

selbstverständlich kann in der heutigen, durch eine Wischiwaschi-Beliebigkeit geprägten Zeit auch eine Tochter den Namen weitertragen. Und dennoch wäre im vorliegenden Falle die Familie im Mannesstamm erloschen. Das sind nun einmal zwei völlig verschiedene Dinge. Und das ist auch gut so!

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #6  
Alt 24.07.2021, 11:40
Franziska SB Franziska SB ist offline
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Carolien,

selbstverständlich kann in der heutigen, durch eine Wischiwaschi-Beliebigkeit geprägten Zeit auch eine Tochter den Namen weitertragen. Und dennoch wäre im vorliegenden Falle die Familie im Mannesstamm erloschen. Das sind nun einmal zwei völlig verschiedene Dinge. Und das ist auch gut so!

Viele Grüße
consanguineus
"Wischiwaschi-Beliebigkeit". Wieso nur habe ich das Gefühl, dass das beleidigend oder herabwürdigend gemeint sein könnte?
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  #7  
Alt 24.07.2021, 14:49
Carolien Grahf Carolien Grahf ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
selbstverständlich kann in der heutigen, durch eine Wischiwaschi-Beliebigkeit geprägten Zeit auch eine Tochter den Namen weitertragen. Und dennoch wäre im vorliegenden Falle die Familie im Mannesstamm erloschen.
Das würde ich so nicht als endgütlig unterschreiben. Trägt den Namen eine weibliche Person und bekommt dann selbst Kinder, besteht durchaus die Möglichkeit das mit diesen Kindern die männliche Linie erneut auflebt. Und wenn nicht in dieser Generation, vielleicht in der nächsten.

Alles hat seine Vor- und Nachteile. Die freie Namenswahl die heute gern angenommen wird ist m.E. eine gute Sache für Menschen die ihren Familiennamen aus welchen Gründen auch immer, absolut nicht ausstehen können. Der vielleicht mit einem Makel behaftet wurde. Der viel zu große Angriffsfläche für disserei und mobbingaktionen darbietet oder weil man den Namen des Partner schlicht schöner findet. Viele Namen lassen den Träger in der Flut der Bedeutungslosigkeit untergehen oder machen ihn unsichtbar.
Namen sind Geschmacksache. Nicht jeder legt Wert darauf Blöd, Bratfisch oder Krautwurm zu heißen.

Als wirklich unschön entwickelt sich diese "Freiheit" für uns Ahnenforscher. In 70 Jahren wird es schier unmöglich sein allein am Namen eine Familienzugehörigkeit feststellen zu können. Von den Homosexuellen Ehen ganz zu schweigen. Man wird sich daran gewöhnen müssen nicht immer von einer Frau, respektive Mann, als Partner auszugehen. Ahnenforschung unterliegt mittlerweile einem deutlichen Wandel. Die Forschung wird sehr spannend in der Zukunft und verlangt dann eine erheblich größere Flexibilität.

Nicht ohne Grund sind Namen in der Genealogie Beiwerk. Sie unterliegen Trends, immer wieder veränderlichen Wertvorstellungen, immer wieder neu überarbeiteten Regeln, Gepflogenheiten und Gewohnheiten. Im übrigen wird man noch eine Software entwickeln müssen, die das dritte Geschlecht berücksichtigt. Es wird Überlegungen geben müssen, wie man Personen registriert die ihre Geschlecht gewechselt und auch den Namen geändert haben. Das wird sicher eine interessante Programmierarbeit.

Meiner Meinung nach ist ein Name zunächst einmal ein Wort. Worte erheben per se keinerlei Anspruch an Moral, Ethik, Ehre oder Tradition. Was man in ein Wort oder Name "rein interpretiert" findet doch nur im Kopf des Benutzers statt. Ist demnach eine ganz private individuelle Angelegenheit die sich bisweilen nur schwer auf den Nächsten übertragen lässt. Zumindest in der heutigen Zeit wo jeder eine Wahl hat.
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  #8  
Alt 24.07.2021, 15:12
AllaDann AllaDann ist offline
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Hallo Melanie,

ich weiß nicht, welchen Test Du bei FTDNA im Auge hattest (Big-Y?), aber ich würde an deiner Stelle einen WGS-Test (Whole Genome Sequencing) machen. Damit hast Du alle Daten, sowohl Y-DNA, als auch mt-DNA und diejenigen aller SNPs der Chromosomen 1-22.
Ich selbst habe sowohl einen BIG-Y als auch einen WGS-Test machen lassen (neben den STR-basierten Y-DNA-Tests von FTDNA).
Ich favorisiere z.Zt. den deutschen Anbieter YSEQ, der einen entsprechenden Test für ca. 340€ anbietet. Alternative ist z.B. Nebula Genomics.
Das Resultat des WGS kann dann für Y-DNA und mt-DNA bei YFull hochgeladen werden.

Gruß
Andreas
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  #9  
Alt 24.07.2021, 21:51
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Zitat:
Zitat von Carolien Grahf Beitrag anzeigen
Rein Interessehalber: wieso muss es denn unbedingt ein männlicher Nachfahre sein um den Namen weiter zu tragen?
In der heutigen Zeit trägt doch jeder den Namen den er möchte. Sprich, du wie auch jede andere weibliche Person der Familie kann den Namen weiter tragen. Selbst wenn es einen männlichen Nachfahren gäbe ist das heute kein Garant mehr das er nicht den Namen seiner Frau annimmt und seine Kinder auch. Dann bleibt es am Ende doch wieder bei den Mädchen hängen. Und wer kontrolliert den Fortbestand des Namens in den folgenden Generationen....
Um deine Neugier zu befriedigen. Ich trage tatsächlich meinen Mädchennamen, obwohl ich verheiratet bin, weil ich meinen Namen viel schöner finde. Meine Kinder tragen den Namen meines Mannes, haben aber die Option, später den Nachnamen zu ändern, da wir nicht nach deutschem Namensrecht entscheiden können.
Mir geht es um einen Y-DNA Test und denn kann man eben nur mit männlichen Nachkommen machen.
Es geht mir bei dem Test doch nicht um den Nachnamen, sondern darum, einen Anschluss an die männliche Linie zu finden, denn die endet bei mir Ende des 19. JH und mangels Quellen ist es ein Problem irgendwo Ansätze zu finden. Also ein vielleicht toter Punkt. Der hätte genauso gut auf einer anderen Linie sein können...
__________________
Viele Grüße,
Melanie

Geändert von Melanie_Berlin (24.07.2021 um 22:02 Uhr)
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  #10  
Alt 24.07.2021, 21:52
Melanie_Berlin Melanie_Berlin ist offline
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Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Hallo Carolien,

selbstverständlich kann in der heutigen, durch eine Wischiwaschi-Beliebigkeit geprägten Zeit auch eine Tochter den Namen weitertragen. Und dennoch wäre im vorliegenden Falle die Familie im Mannesstamm erloschen. Das sind nun einmal zwei völlig verschiedene Dinge. Und das ist auch gut so!

Viele Grüße
consanguineus
Genau darum geht es mir. Danke dir.
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Viele Grüße,
Melanie
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