#11  
Alt 16.07.2010, 00:07
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aber es soll ja auch schon das ein oder andere Mal Nachwuchs eines katholischen Geistlichen gegeben haben. Wie war das noch gleich mit z.B. Lucretia Borgia?
Liebe Christel,

da triffst Du den Nagel genau auf den Kopf. Über meine großmütterliche Linie stamme ich belegt ausgerechnet von dieser Familie ab. Also wenn schon, dann mache ich es nicht unter einem Papst . Er war mein Urgroßvater in 17. Generation. Bei mir geht die Linie aber über Giovanni. Lucretia hätte ich ja besser gefunden .

Irgendwie ist das wirklich gemein. Da schleicht man dann wie die Katze um den heißen Brei. Man hat eigentlich alles in der Hand, nette Leute helfen fleißig mit, alle sind happy über jedes kleine gefundene Puzzleteil, alles ist von allen Seiten eingekreist und ausgerechnet der letzte Puzzlestein mit dem Aha-Effekt, der fehlt .

Viele Grüße
Hina
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  #12  
Alt 17.07.2010, 04:04
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Heureca ich habs .

Ich habe heute die Portugiesischen Regestren bekommen und mich gleich auf die Suche gemacht, ob sich da nicht doch noch etwas zu einer Standeserhöhung der Familie findet. Mir war klar, dass eine Kaufmannsfamilie kein alter Adel sein konnte. Und tatsächlich, ich habe die Nobilitierung gefunden und nicht nur das, auch das gesuchte Kettenglied . António de Freitas Branco wurde von Pedro II. am 2. März 1688 zum Fidalgo Cavalleiro nobilitiert, nachdem er erfolgreich in geheimer Mission König Pedro II. dessen zweite Ehefrau aus Deutschland beschafft hatte. Er war auch Ritter des Orden Christi (scheinbar war er auch ohne Adelsprobe durchgekommen ). Durch seine Nobilitierung ist nun klar, dass nur er der Vater meines Ahnen sein kann. Wer seine Ehefrau war, weiß ich auch und die kommt aus einer Familie, die zum Glück schon sehr gut erforscht ist. Warum die Genealogie meiner Familie im Portugiesischen "Gotha" von 1950 bei dem Ahnen abbricht, bei dem die KBs keine Geburteneinträge mehr hergeben, weiß ich nicht. Da wurde wahrscheinlich keinerlei weitere Anstalten gemacht. Allerdings hatte die Familie selbst ja auch bisher nicht ernsthaft geforscht.

Der letzte Beweis, ein konkreter Hinweis zu seinen Kindern, fehlt zwar noch aber da ich mich jetzt in 98,5 % Sicherheit wähne, habe ich jetzt keine Skrupel mehr, meine Genealogie an dieser Stelle zu erweitern und natürlich bleibe ich an dem António dran. Der hat nämlich eine Reisebeschreibung nach seiner Mission hinterlassen. Das könnte spannend werden.

Viele Grüße
Hina
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  #13  
Alt 17.07.2010, 08:22
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Zitat:
Zitat von Hina Beitrag anzeigen
Heureca ich habs .

Ich habe heute die Portugiesischen Regestren bekommen und mich gleich auf die Suche gemacht, ob sich da nicht doch noch etwas zu einer Standeserhöhung der Familie findet.
Hallo Hina,

herzlichen Glückwunsch. Na hab ich's nicht gesagt da musste doch noch irgendwo etwas "herumliegen"...

Es ist doch immer wieder schön, wenn man so lose Fäden verknüpfen kann.

Viele Grüße
Eva
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  #14  
Alt 17.07.2010, 14:14
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Hallo Eva,
dankeschön . Damit hatte ich eigentlich garnicht gerechnet, dass ich da gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, denn das war ja eigentlich ein anderes Thema, das mich eher beiläufig interessierte. Wäre sein Vater oder ein anderer Vorfahre oder gar keiner nobilitiert worden, wäre ich genauso schlau wie vorher gewesen.
Viele Grüße
Hina
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  #15  
Alt 17.07.2010, 15:22
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Hallo Hina,

meinen herzlichen Glückwunsch zu Deinem Fund und zu der weiteren Generation.
Man muß halt auch einmal Glück haben.
Du bist der Glückspilz dieser Woche!!!!

Viele Grüße
Gudrun
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  #16  
Alt 17.07.2010, 16:17
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Danke Gudrun. Aber ich bin ganz ehrlich, ich bin nicht nur der Glückspilz der Woche. Ich bin der geborene Glückspilz . Nun sind es drei Generationen mehr und ich bin in meiner Stammlinie ins 16. Jh. gelangt. Jetzt wird erstmal das ganze Umfeld der Herren weiter abgeklopft. Ich habe schon durch die Briefwechsel herausgefunden, dass die Wein nach Angola verkauft haben, dafür Sklaven nach Brasilien brachten und für die gab es dann Zucker und Tabak, den sie nach Funchal bzw. dann auch nach London, Amsterdam, Hamburg usw. verkauften. Scheint also wirklich kein schönes Kapitel in der Familiengeschichte zu sein. Interessant ist es aber allemal.

Viele Grüße
Hina
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  #17  
Alt 17.07.2010, 21:29
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Glückwunsch, Hina. Das sind immer tolle Momente, wenn die lang gehegten Thesen dann auch wirklich aufgehen.
Klingt jetzt komisch, aber irgendwie hatte ich es so im Gefühl, daß du kurz vor einer Lösung stehst
Die Reisebeschreibung dürfte sicher hochinteressant sein, denn es bleibt die Frage, wie hat er sich bewegt in so einer heiklen und wichtigen Mission als reiner Kaufmann, also ohne "Stand". Da kam er nicht leicht an die Höfe heran, zumindest nicht durch den Vordereingang. Und die Braut war immerhin eine Schwägerin des Kaisers. Auf der anderen Seite steht in deinem Link, daß die ausgehandelte Mitgift eigentlich viel zu hoch für die Pfälzer war. Vielleicht brauchte es dafür den gewieften Kaufmann
Bleibt also spannend.

Viel Spaß und Grüße
Johannes
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Dergleichen [genealogische] Nachrichten gereichen nicht nur denen Interessenten selbst, sondern auch anderen kuriosen Personen zu einem an sich unschuldigen Vergnügen; ja, sie haben gar oft in dem gemeinen Leben und bei besonderen Gelegenheiten ihren vielfältigen Nutzen. Johann Jakob Moser, 1752
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  #18  
Alt 17.07.2010, 22:23
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Zitat:
Zitat von Johannes v.W. Beitrag anzeigen
Die Reisebeschreibung dürfte sicher hochinteressant sein, denn es bleibt die Frage, wie hat er sich bewegt in so einer heiklen und wichtigen Mission als reiner Kaufmann, also ohne "Stand". Da kam er nicht leicht an die Höfe heran, zumindest nicht durch den Vordereingang.
Lieber Johannes,

Danke für die Blumen .

Genau das ging mir auch durch den Kopf, dass der doch schon vor der Nobilitierung hoffähig gewesen sein müsste, was aber ein Privileg des Adels war. Das hat sich nun aber ganz schnell mittels Google und den richtigen Stichworten gelöst. In der Nobilitierung steht, dass er einen Dr.-Titel hatte und die waren den Fidalgos, also dem niederen Adel gleichgestellt. Das hat ihn dann scheinbar nicht nur die Türen am Hofe, sondern auch zum Orden Christi geöffnet. Dann habe ich noch rausgefunden, dass er Oberster Richter am Obersten Gerichtshof war. Er hat nur "nebentätig" in den Geschäften von Vater und Brüdern mitgemischt. Auf jeden Fall war er somit wohl eben wirklich der "richtige" Mann für die geheime Mission . Aber es ist schon ganz schön heftig, wie die Marie Sophie von der Pfalz mit politischem Kalkül als Gebärmaschine und Geldquelle nach Portugal verschachert wurde. Aber so war das eben an den Höfen.

Bin gespannt, was da noch alles kommt .

Viele Grüße
Hina
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  #19  
Alt 18.07.2010, 12:47
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Hallo Hina,
schön, Deine Beiträge zu lesen. Herzlichen Glückwunsch zu Deinen Erfolgen.
Liebe Grüße
Waltraud
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  #20  
Alt 18.07.2010, 14:46
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Danke Waltraud. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass es an dieser Stelle nochmal richtig spannend werden könnte. Morgen kommt unser "Familienoberhaupt", mein Bruder, für ein paar Tage zu Besuch. Das wird eine lustige Überraschung für ihn und da er viiiiiiieeeeel besser Portugiesisch kann, wird er viiiiiieeeeel zu tun bekommen .
Viele Grüße
Hina
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