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  #1  
Alt 13.08.2011, 14:26
Benutzerbild von Hina
Hina Hina ist offline weiblich
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Standard Vom Beinamen zum Familiennamen

Immer wieder stößt man auf Familiennamen, deren Bedeutung man nicht kennt oder die so simpel zu sein scheint, dass man der Sache nicht so ganz über den Weg traut. Onomastik (Namenkunde) steht in sehr engem Zusammenhang mit unserem Lieblingshobby Ahnenforschung. Früher oder später wundert sich vielleicht jeder einmal über einen Namen und das ist für viele der Anfang, auch dieses schöne Radgebiet zu streifen.

In loser Folge wollen wir hier Themen rund um die Familiennamen besprechen. Es soll in diesen Themen nicht speziell um die Deutung einzelner Familiennamen gehen, sondern beabsichtigt ist ein kleiner Exkurs zu Familiennamen allgemein.

Eine Bitte habe ich an alle, die sich an dem Austausch beteiligen wollen. Wir sind hier alle keine Berufsonomasten und wollen auch nicht so tun, als würden wir einer Vorlesung an der Uni folgen und in hochkomplizierte Sphären abdriften . Onomastik ist unser Hobby, einige sind schon lange dabei, andere noch am Anfang, wieder andere haben einfach nur allgemeines Interesse daran. Es sollte hier deshalb auch allgemeinverständlich zugehen. Ab und an wird natürlich der eine oder andere spezifische Begriff auftauchen. Es wäre dann sehr schön, wenn dieser auch für den Laien verständlich erklärt wird, selbst wenn die „Insider“ natürlich genau wissen, was der Begriff bedeutet. Sollten wir das einmal übersehen, sind Fragen dazu herzlich willkommen.

Ich würde mir auch wünschen, wenn wir dicht an den jeweils aufgerufenen Themen bleiben und nicht von einem Thema ins andere abschweifen und nicht vom deutschen Mittelalter bis zu den alten Römern. Das macht die Sache sehr unübersichtlich, wobei es sich nicht immer ganz vermeiden lässt, dass es Themenverquickungen gibt. Aber wir sollten es zumindest versuchen. Themenideen sind natürlich herzlich willkommen.


Und nun zum ersten Thema.

Warum gibt es denn überhaupt Familiennamen?

Im Mittelalter lebten längst nicht so viele Menschen wie heute. Die Dörfer waren klein, die Städte überschaubar. Es reichte in der Regel aus, dass die Personen einen Personennamen (heute Vorname) hatten und so ziemlich jeder aus der Umgebung wusste, wer gemeint ist. Da es aber üblich war, seinem Kind einen christlichen Namen zu geben, gab es dann durchaus in der Umgebung auch mal fünf Johann auf einen Schlag. Um Verwechslungen zu vermeiden, beschrieb man die jeweilige Person zusätzlich mit einem Beinamen (zusätzlicher Name), der meist auf eine markante Eigenschaft desjenigen verwies, z.B. Johann Weißhaupt (der blonde Johann). Diese Beinamen wurden nicht weiter vererbt.

Im Laufe der Zeit stieg die Bevölkerungszahl weiter an und viele zog es in die Städte. Es wurde immer beschwerlicher, die Personen zu identifizieren und so entwickelten sich aus den Beinamen feste erbliche Familiennamen, die nicht nur einzelne Personen kennzeichneten, sondern die gesamte Familie.

Was uns Familiennamen im einzelnen sagen, das wollen wir in den nächsten Thema besprechen. Hier soll es uns nun erstmal darum gehen, was uns über Beinamen bekannt ist, wer den Personen die Beinamen gab, wie offiziell diese überhaupt waren und wann es in den verschiedenen Regionen üblich wurde, zu erblichen Familiennamen überzugehen.

Viele Grüße
Hina
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"Der Mensch kennt sich selbst nicht genügend, wenn er nichts von seiner Vergangenheit weiß." Karl Hörmann
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  #2  
Alt 13.08.2011, 21:29
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo Hina, hallo alle

ein sehr interessantes Thema, leider kann ich aus eigener Genealogie kaum etwas beitragen. Der einzige Beiname, den ich überhaupt habe, lautet "Hals". Er findet sich in einer lateinischen Lehnsurkunde von 1322 für zwei Güter Frielinghausen in Gennebreck und bei Gevelsberg in SW-Westfalen.

"... die Güter in Frielinghausen (Vrilinchusen) beide Häuser die Thilmann (Thylemannus) und der Hals Genannte (et dictus Hals) bewohnen..."

Später finde ich keinen "Hals" mehr, so weiß ich auch nicht, wie fest der Name schon war. Er bestätigt aber Deinen Hinweis, dass anfangs häufig besondere Kennzeichen für die Bildung von Beinamen herangezogen wurden. Wenn Hals nun wirklich Hals bedeutet, dann muss er schon einen sehr besonderen Hals gehabt haben. So besonders, dass er nicht mal einen Personennamen brauchte? Die naheliegende alternative Übersetzung Thilmann, auch Hals genannt, passt nicht zu "beide Häuser".

Auf ergiebigere Bei-Namengeschichten bin ich sehr gespannt.

Viele Grüße
Xylander
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  #3  
Alt 13.08.2011, 23:16
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo Xylander,

Du hast uns da ein wunderbares Beispiel gegeben, wie "offiziell" Beinamen sein konnten. Sie wurden teilweise tatsächlich in wichtigen Aufzeichnungen verwendet, um die Identität einer Person klar zu umschreiben. In dem Beispiel werden wir es wohl nie erfahren, wie sein eigentlicher Name war aber es ist schon erstaunlich, dass eine Lehensurkunde alleine auf seinen Beinamen ausgestellt wurde.

Dieses Beispiel zeigt auch auf, dass Beinamen sehr oft etwas mit körperlichen Merkmalen zu tun haben. Was an seinem Hals nun so besonders war, verrät uns sein Beiname leider nicht. Wir finden das häufig noch viel näher beschrieben, wie Langhals, Krummhals, Weißhals usw.

Beachten muss man allerdings auch, dass im Mittelalter einige Körperteile des Menschen etwas anders definiert waren, als wir das heute tun und dass es da auch regionale Unterschiede gab. Manchesmal handelte es sich auch um ein Synonym für eine ganz andere Eigenschaft des so genannten. So konnte Hals auch ein Hinweis auf jemanden mit einem etwas lockeren Mundwerk sein oder gar ein Schreihals und das bringt einen darauf, dass viele Beinamen durchaus auch spöttisch gemeint sind. Man ging nicht gerade vornehm und diplomatisch miteinander um . Es gibt ja noch heute eine ganze Reihe sehr derber Namen.

Viele Grüße
Hina
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  #4  
Alt 14.08.2011, 22:44
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Catha-Tina Catha-Tina ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Hina Beitrag anzeigen
und wann es in den verschiedenen Regionen üblich wurde, zu erblichen Familiennamen überzugehen.

Viele Grüße
Hina
Hallo Hina,
darüber habe ich schon manchmal nachgedacht, insbesondere in Bezug auf meine mütterliche Linie, die zum größten Teil aus dem Westerwald stammt. Ich habe den Eindruck, dass gerade in dieser Region sich relativ spät aus Beinamen (hier handelt es sich zum größten Teil um Herkunftsnamen) erbliche FN entwickelten. Wie ich in Christian Benz' Enführung las, überwogen schon im 14./15. Jahrhundert Herkunftsnamen ohne die Präpositionen "aus, von, zu" . Ich habe Beispiele, dass sich dort z. T. erst im Verlaufe des 17. Jh, die Präpositionen verloren:
* um 1600 Matthias zu Krautscheid
* 1635 sein Sohn Johannes von Krautscheid
* 1657 dessen Tochter Anna Gertrud Krautscheid

Ich gehe davon aus, dass der Westerwald um diese Zeit vllt. noch nicht so stark besiedelt war, so dass Beinamen länger gebräuchlich waren...
Auch das OFB Asbach/Westerwald vermittelt diesen Eindruck:
Andreas am Limberg
Andreas zu Mendt
Andreas zu Schümmerich
Diese drei heirateten nach 1650 und standen in dieser Form im Trauregister.

Bei meinen mir bekannten Vorfahren aus Mitteldeutschland kommt dies dagegen schon im 16. Jh. nicht mehr vor.
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Viele Grüße
Catha-Tina

Suche
- die Herkunft des Joh. August Kuhblank, Geburt um 1722, Tod 1808 in Schafstädt, seit 1751 in Schafstädt nachweisbar, sowie
- die Herkunft des Joh. Gottfried Siegmund, Holz- und Revierförster bei den Grafen von Stolberg in Wachau (Sachsen), Geburt um 1719,
Heirat 1751 in Wachau mit Johanna Rosina Förster, Tod 1805 in Wachau

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  #5  
Alt 15.08.2011, 09:34
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo Catha-Tina,

ja, regionale Unterschiede habe ich auch, aber ebenso wird die Tatsache eine Rolle spielen, dass es sich um Wohnstätten-Namen handelt. Die wurden sicherlich im Bewusstsein stark mit der jeweiligen Wohnstätte verbunden, die man ja kannte. Bei mir, wieder SW-Westfalen, floss im mündlichen Sprachgebrauch bis mindestens Mitte 20. JH gern mal ein aufm/opm oder vom/vam ein. Ein Beispiel kenne ich, wo derjenige familiär noch heute mit Vornamen + Präposition + Namen der Wohnstätte bezeichnet wird, den die Familie aber schon 1812 durch Einheirat verlor. Aber das hat inzwischen fast den Charakter eines Spitznamens angenommen.

Zur Entwicklung zwei Steuerlisten für die Bauerschaft Gennebreck, heute Stadtteil von Sprockhövel/Ennepe-Ruhr-Kreis

1644

60 Steuerpflichtige
3 ohne Wohnstättenangabe (Schmidt, Ehedomb = Schwiegersohn, Creditores = Gläubiger)
57 Wohnstätten-Namen
18 davon ohne Präposition

1705

67 Steuerpflichtige
1 ohne Wohnstättenangabe (Hahn)
6 mit Wohnstättenzusatz (zB. Schmidt auf Fluisloh, Schmidt auf der Straßen, Hahn Flanhard)
60 Wohnstätten-Namen
29 davon ohne Präposition

Die Entwicklung zum Wegfall der Präposition zeichnet sich klar ab, auch in der namen-konservativen niederdeutschen Region. Es gibt aber auch Fälle, wo die Präpositionen zum Bestandteil des festen Namens wurden, getrennt geschrieben Typ ten Hoff, oder zusammen geschrieben, Typ Aufderheide. Oder Zumbach, um mal andere Regionen zu betrachten.

Das große Übergewicht der Wohnstätten-Namen wird von einer Steuerliste, die kein Einwohnerverzeichnis darstellt, natürlich überzeichnet. Trotzdem erleichtert es die Familienforschung und erschwert sie zu gleich, Thema Genannt-Namen, die ja im dortigen Raum meist zwei Wohnstätten-Namen enthalten, aber das verdient einen eigenen Thread.

Als Vergleich für dieselbe Epoche habe ich bei mir nur den Raum Gummersbach im Oberbergischen: bei meinen Vorfahren deutlich geringerer Anteil der Wohnstätten-Namen, kein einziger mit Präposition. Generell vermute grob gesprochen eine Süd/Nordwanderung und eine Stadt/Landwanderung.

Sehr neugierig wäre ich auf süddeutsche, österreichische, Schweizer, ostdeutsche Beiträge, allgemein zu Beinamen, nicht nur zur Untergruppe Wohnstättennamen.

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (15.08.2011 um 12:42 Uhr)
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  #6  
Alt 15.08.2011, 13:43
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Hina Hina ist offline weiblich
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Hallo allerseits,

vielen Dank für Eure Ergänzungen.

Ja, es ist ganz richtig, die Entwicklung vom Beinamen zu Familiennamen ging zeitlich von Süd nach Nord und in den Städten in der Regel früher als auf dem Lande.

Jetzt haben wir schon schöne Beispiele mit Übernamen (Namen, die aus einem Merkmal des Menschen abgeleitet sind) auch als Spottnamen, Herkunftsnamen und Wohnstättennamen als Beinamen.

Im niederdeutschen Sprachraum, vor allem in Westfalen gibt es sogar teilweise noch heute das Nebeneinander von Familiennamen und sog. Vulgonamen, Hofnamen usw. Das ist dann schon die "hohe Schule" . Ein sehr interessantes aber auch richtig kompliziertes Thema, zu dem wir ganz bestimmt auch noch kommen werden.

Aber lassen wir uns überraschen, vielleicht ist jemand bei seinen Forschungen im süddeutschen Raum auch noch fündig geworden. Hier ist es natürlich etwas schwieriger, da die Entwicklung meist schon vor Beginn der Führung der Kirchenbücher lag. Aber ich werde auch mal schauen, was ich noch in Urkundenbüchern finde.

Viele Grüße
Hina
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  #7  
Alt 15.08.2011, 19:51
roi roi ist offline
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Bei uns im Münsterland spielen die Wohnstättennamen natürlich auch eine sehr große Rolle, wobei es viele von denen dann fast in jedem Ort gibt, obwohl die Leute natürlich nicht miteinander verwandt waren, z.B. Middendorp, Overesch oder Bockholt - was eben überall so vorkommt.
Der Anteil der von Personennamen abgeleiteten Familiennamen ist noch höher, es wimmelt von Berning, Conerts, Hindrixen usw. Manchmal ist es der ganz schlichte Vorname, der dann Familienname wird, häufiger ist der Vorname (natürlich in der Regel männlich!) mit einer Endung versehen, etwa s oder t, gerne auch man oder ebenso oft ing. Während dieser ersten Jahrhunderte veränderten sich die Namen dabei nicht nur im Laufe der Zeit, sondern die gleichen Leute können auch mal Conert, Conerman oder Konerding (alles abgeleitet von Konrad) heißen. Manchmal werden auch Buchstaben beigefügt, aber man lernt schnell, dass es sich bei Hinderkinck um die Nachkommen eines Hinrichs (Hindrich oder zur Abwechslung auch mal Heidenreich) handelt.
Dazu kommen natürlich noch Berufsnamen, aber die Übernamen, die bestimmte Eigenschaften beschreiben, sind hier weit abgeschlagen - grob geschätzt höchstens 10 Prozent.
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  #8  
Alt 15.08.2011, 20:41
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Hina Hina ist offline weiblich
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Was die Berufsnamen betrifft, so wäre das mal ganz interessant, ob jemand schon vor der Zeit der erblichen Familiennamen in Urkunden Hinweise auf Beinamen gefunden hat, die sich von Berufsnamen ableiteten, wie z.B. Johann der Schmied ?

Viele Grüße
Hina
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  #9  
Alt 16.08.2011, 09:50
Xylander Xylander ist offline männlich
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Hallo Hina,
ich habe lediglich

1585 Verzeichnis der Bergischen (= bergische Untertanen)
im Hogericht Schwelm (Grafschaft Mark)

17 Namen insgesamt, davon

14 Vorname + Präposition + Wohnstätte, u.a. Jasper thom Sche (Vorfahr)
1 Vorname + Wohnstätte
1 Wohnstätte + -er: der Uldenbrocker(?), ohne Vornamen

1 Berufsname: der Schmidt im Brock, ohne Vornamen

Vermutung: er war Schmied, aber der Übergang zum Familiennamen war fast vollzogen.

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (16.08.2011 um 11:17 Uhr)
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  #10  
Alt 16.08.2011, 19:03
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Laurin Laurin ist offline männlich
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Hallo zusammen,

auch in späteren Zeiten, als die Herausbildung von Familiennamen längst als abgeschlossen galt,
gibt es in Deutschland eine wohl einmalige Festlegung zu Beinamen in der Thüringer Glasbläserstadt Lauscha.

Die häufigsten Familiennamen sind in Lauscha Doppelnamen, die meist mit Greiner oder Müller beginnen. Warum?

Im 16.Jahrhundert kamen die Glasmacherfamilien Greiner und Müller aus dem Schwäbischen nach Lauscha.
Der damalige Herzog von Sachsen-Coburg gestattete ihnen, Glashütten zu gründen.
Diese wurden später an die Kinder und Enkel vererbt, die wiederum Firmen gründeten, die namentlich kaum auseinander zu halten waren.
Auf eine preußische Namensreform geht deshalb die Verwendung der wohl einzigartigen Lauschaer Doppelnamen,
besonders in Verbindung mit den Familiennamen der Nachfahren der Stadtgründer Greiner und Müller,
aber auch mit anderen in Lauscha verbreiteten Nachnamen zurück.

Zur Unterscheidung der Familien wurden die Nachnamen durch die gebräuchlichen Spitznamen der Namensträger,
die Verwandtschaftsverhältnisse, Berufe oder Eigenschaften umschreiben, ergänzt.

Diese oder neu erfundene Namen sind für Greiner und Müller (nach aktuellen Tel.-Einträgen):

Greiner-
-Adam
-Bär
-Bechert
-Fuchs
-Haas
-Hiero
-Hupp
-Jean
-Kaiser
-Lar
-Mai
-Matzen
-Mauschel
-Pachter
-Petter
-Pol
-Schwed
-Stöffele
-Well
-Willibald

Müller-
-Blech
-Deck
-Hipper
-Keupert
-Litz
-Löb
-Lustig
-Marks
-Sachs
-Scherr
-Schmied
-Schmoß
-Schulwim
-Schwefel
-Uri
-Zschach

Zitierte Quellen:
- http://www.dooyoo.de/staedte-regione...ringen/786522/
- http://www.hotellauscha.hoteldeutsch...en-lauscha.php
- Das Örtliche Telefonbuch für Sonneberg, Neuhaus und Umgebung

Siehe auch:
http://www.lauscha.de/24-0-Historisches.html
__________________
Freundliche Grüße
Laurin

Geändert von Laurin (16.08.2011 um 19:10 Uhr)
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