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  #1  
Alt 15.11.2016, 20:20
Benutzerbild von henrywilh
henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Standard Abschrift 1747 - ein Wort

Quelle bzw. Art des Textes:
Jahr, aus dem der Text stammt: 1747 (Abschrift von 1564)
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Grafschaft Schaumburg Hess. Anteils
Namen um die es sich handeln sollte:


Liebe kluge Kolleginnen und Kollegen,

hier handelt es sich um die Abschrift (1747) eines niederdeutschen Besaat- (Besath-/Besate- ...) Registers von 1564. EIN Wort kann ich nicht lesen.

Curt Schwarte Möller und sinn fruwe
sin der Herren eigen lieget
__de in der Möle. Sunst hebben
de nichts.


Sieht aus wie "mede" - das gibt mir zurzeit keinen Sinn. Der andere Scan soll Vergleichstext liefern. Wenn ich noch mehr übersetzen soll, sagt es mir bitte.
Ich rechne auf Euch!

Br Rhg 2.jpg
Br Rhg 1.jpg
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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  #2  
Alt 15.11.2016, 20:24
katrinkasper
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Guten Abend,
mein erster Gedanke war MODO.

Lesen tue ich es aber nicht. Ich lese auch mede und tippe auf MITTEN. Auch falsch.
Es ist Weideland/eine Wiese :
http://www.platt-wb.de/platt-hoch/?term=Mede

Geändert von katrinkasper (15.11.2016 um 20:29 Uhr)
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  #3  
Alt 15.11.2016, 20:32
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henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Danke, Katrin!

Es ist vielleicht doof, wenn ich jetzt selber eine Lösung anbiete - aber kann es "wede" heißen: Färber-Waid
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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  #4  
Alt 15.11.2016, 20:36
mawoi mawoi ist offline
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Vielleicht bedeutet mede auch "mit"?

VG
mawoi
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  #5  
Alt 15.11.2016, 20:40
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Der Satz-Zusammenhang (hochdeutsch) lautet ja:

"(es) lieget ..... in der Mühle. Sonst haben die nichts."
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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  #6  
Alt 15.11.2016, 20:48
Verano Verano ist offline
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Hallo zusammen,

ich denke auch an eine Wiese „an“ der Möle.

Ist das "i"n wirklich so deutlich zu sehen?
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #7  
Alt 15.11.2016, 20:58
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henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Danke mawoj, danke August,

ja, das "in" ist deutlich, mit i-Punkt. In meiner Fotokopie sieht man das zweifelsfrei, dieser Scan hier stammt von der Notebook-Kamera - nicht so toll.
in.png
Also: Es liegt etwas in der Mühle. Ein geringer Besitz, denn außer diesem haben die nichts.
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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  #8  
Alt 15.11.2016, 21:58
Verano Verano ist offline
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Na, gut! Mir schien das i nicht so deutlich. Aber „mede“ ist sicher.

Dann ist es was anderes. Jetzt spekuliere ich mal. Ist ja erlaubt.
Die Eheleute Schwarte sind Leibeigene.
Sie liegen „mede“ (mit)(einem anderen Müller) in der Mühle.
Sonst haben sie nichts.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #9  
Alt 15.11.2016, 23:03
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Zitat:
Zitat von Verano Beitrag anzeigen
Sie liegen „mede“ (mit)(einem anderen Müller) in der Mühle.
Sonst haben sie nichts.
Danke Dir, kann sein . Es heißt zwar "lieget" - Singular - aber das darf man vielleicht nicht so genau nehmen.

Meine Idee war: Es heißt "wede". Verglichen mit dem u bei "und" zwei Zeilen drüber kann hier wohl ein w sein (ein Beinchen mehr und fertig).

wede.png
Waid.png
Färberwaid.png

Also entweder wohnen sie als Einlieger (!) mit in der Mühle oder sie haben dort ihren einzigen Besitz, etwas Färberwaid, liegen und haben "sonst nichts"(!).



P.S.: "Leibeigene" waren die Schaumburger Bauern alle, selbst die Vollmeier. Das war aber eine recht milde Form, die sich nach der "Meierordnung" richtete.
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm

Geändert von henrywilh (15.11.2016 um 23:14 Uhr)
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  #10  
Alt 15.11.2016, 23:43
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henrywilh henrywilh ist offline männlich
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Lieber August,

du musst jetzt ganz stark sein.
Mir ist gerade aufgefallen, dass in der 3. Zeile von oben (2. Scan) das hochdeutsche Wort "mit" in aller Herrlichkeit steht.

Damit ist es fast ausgeschlossen, dass wenige Zeilen später die niederdeutsche Form steht. Wat nu?
__________________
Schöne Grüße
hnrywilhelm
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