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  #11  
Alt 11.09.2022, 19:18
Ilja_CH Ilja_CH ist offline
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Ich war auch schon in einem solchen Zentrum und niemanden hat es gekümmert, dass ich dort war. Dort wird nicht missioniert.
Wie schon erwähnt, mussten sie beim Einscannen div. Dokumente vertraglich schwören, gewisse Dokumente nicht frei zu publizieren. Daher die Einsicht vor Ort statt alles online im Netz.

Das es jedoch einen Service gibt, nicht extra dort hin zu müssen, ist eine gute Info.
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  #12  
Alt 11.09.2022, 19:47
Gastonian Gastonian ist offline
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Hallo Xodox:


Die sind nicht an dich als Mitglied interessiert, sondern an deine Vorfahren. Es ist deren fester Glaube, daß man tote Leute rückwirkend taufen kann; dazu braucht man nur deren korrekten Namen, Geburts- und Sterbedatum, und irgendeinen Beleg der Verwandschaft mit einem heutigen Mitglied, der dann stellvertretend für den Toten die Taufe durchnehmen kann (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Totent...r_Letzten_Tage). Diese Mission, so viele schon Verstorbenen wie möglich das Erlangnis des Ewigen Leben nach Mormonenvorstellung zu ermöglichen, ist der Grund, wieso die schon seit Vorkriegszeit so intensiv Familienforschung treiben und es auch Nicht-Mormonen ermöglichen, durch Familysearch.org am Erstellen eines globalen Stammbaums beizutragen (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche...ach_au%C3%9Fen) - und wieso es auch in deren Interesse ist, Nicht-Mormonen nicht durch offene Missionierung beim Besuch eines Family History Center abzuschrecken (wie Ronny habe auch ich noch nicht eine solche Missionierung bei meinen wiederholten Besuchen in einem Center hier in den USA erlebt - ist nicht anders als die Einsicht eines noch nicht verfilmten Kirchenbuchs in einem Pfarramt in Deutschland). Falls dich aber die Mormonenlehre anekelt, mußt Du nicht nur dem Family History Center fernbleiben, sondern auch familysearch.org. Aber wie Du schon bemerkt hast, haben die (eben weil schon seit Vorkriegszeit tätig) Unterlagen, die nirgend anderswo noch erhalten sind.


VG


--Carl-Henry
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  #13  
Alt 13.09.2022, 09:42
XodoX XodoX ist offline
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Zitat:
Zitat von Ilja_CH Beitrag anzeigen
Ich war auch schon in einem solchen Zentrum und niemanden hat es gekümmert, dass ich dort war. Dort wird nicht missioniert.
Wie schon erwähnt, mussten sie beim Einscannen div. Dokumente vertraglich schwören, gewisse Dokumente nicht frei zu publizieren. Daher die Einsicht vor Ort statt alles online im Netz.

Das es jedoch einen Service gibt, nicht extra dort hin zu müssen, ist eine gute Info.

Das sind Sachen aus Schlesien in diesem Fall. Das ist nicht mehr Deutschland. Und wie ich das bisher mitbekommen habe, haben die Polen auch kein Interesse an den Sachen haben, was ja verständlich ist, da es ja nichts mit Polen zu tun hat. Deswegen weiß ich nicht, warum das jemand in Polen verlangen sollte.


Zitat:
Zitat von Gastonian Beitrag anzeigen
Hallo Xodox:


Die sind nicht an dich als Mitglied interessiert, sondern an deine Vorfahren. Es ist deren fester Glaube, daß man tote Leute rückwirkend taufen kann; dazu braucht man nur deren korrekten Namen, Geburts- und Sterbedatum, und irgendeinen Beleg der Verwandschaft mit einem heutigen Mitglied, der dann stellvertretend für den Toten die Taufe durchnehmen kann (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Totent...r_Letzten_Tage). Diese Mission, so viele schon Verstorbenen wie möglich das Erlangnis des Ewigen Leben nach Mormonenvorstellung zu ermöglichen, ist der Grund, wieso die schon seit Vorkriegszeit so intensiv Familienforschung treiben und es auch Nicht-Mormonen ermöglichen, durch Familysearch.org am Erstellen eines globalen Stammbaums beizutragen (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Kirche...ach_au%C3%9Fen) - und wieso es auch in deren Interesse ist, Nicht-Mormonen nicht durch offene Missionierung beim Besuch eines Family History Center abzuschrecken (wie Ronny habe auch ich noch nicht eine solche Missionierung bei meinen wiederholten Besuchen in einem Center hier in den USA erlebt - ist nicht anders als die Einsicht eines noch nicht verfilmten Kirchenbuchs in einem Pfarramt in Deutschland). Falls dich aber die Mormonenlehre anekelt, mußt Du nicht nur dem Family History Center fernbleiben, sondern auch familysearch.org. Aber wie Du schon bemerkt hast, haben die (eben weil schon seit Vorkriegszeit tätig) Unterlagen, die nirgend anderswo noch erhalten sind.


VG


--Carl-Henry

Soll das jetzt besser sein als das, was ich erst befürchtet hatte.


Die Kirchenbücher sind sicherlich noch irgendwo in Polen. Die wissen aber teilweise nicht wo und das ist dann zeitaufwendig rauszufinden, wo die sind.
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  #14  
Alt 13.09.2022, 09:59
rpeikert rpeikert ist offline
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Zitat:
Zitat von XodoX Beitrag anzeigen
Das sind Sachen aus Schlesien in diesem Fall. Das ist nicht mehr Deutschland. Und wie ich das bisher mitbekommen habe, haben die Polen auch kein Interesse an den Sachen haben, was ja verständlich ist, da es ja nichts mit Polen zu tun hat. Deswegen weiß ich nicht, warum das jemand in Polen verlangen sollte.

Die Kirchenbücher sind sicherlich noch irgendwo in Polen. Die wissen aber teilweise nicht wo und das ist dann zeitaufwendig rauszufinden, wo die sind.
Meine schlesischen Vofahren erforsche ich seit sechs Jahren, und von dem was Du da sagst, kann ich rein gar nichts nachvollziehen.

Es ist aber sicher hilfreich, wenn man unvoreingenommen an die Sache herangeht.

Gruss, Ronny
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  #15  
Alt 13.09.2022, 10:08
sonki sonki ist offline
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Da muss ich Ronny zustimmen. Irgendwo sind da falsche Vorstellungen über die Archive in Polen noch im Kopf (vielleicht noch aus pre 90er Zeiten?).
Mal abgesehen das die poln. Archive irre viele "deutsche" Archivalien online stellen (umsonst für uns) gibt es genug Leute "drüben" die einfach an Geschichte interessiert sind oder selbst Vorfahren in den Gebieten haben. Die alten Vorurteile beiderseits der Grenze sind in diesen Kreisen meist nicht mehr existent..

Und wo die Kirchenbücher liegen erfährst du z.B. hier:
http://www.christoph-www.de/kbsilesia3.html
oder hier:
http://schaetzleingenealogy.de/grund...ung-schlesien/

P.S. Und zu den Mormonencenter wurde bereits alles gesagt, dort wird nicht missioniert, Punkt aus.
__________________
Слава Україні

Geändert von sonki (13.09.2022 um 10:11 Uhr)
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  #16  
Alt 13.09.2022, 11:43
Benutzerbild von Andre_J
Andre_J Andre_J ist offline
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Im ursprünglich angefragten Datensatz geht es allerdings um Unterlagen aus Alabama. Warum man die nicht online zeigen darf, hat nichts mit Polen vs Deutschland zu tun.
__________________
Gruß,
Andre
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  #17  
Alt 13.09.2022, 13:01
Manni1970 Manni1970 ist offline
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Ist schon spaßig ... genau diese Diskussionen über die Mormonen gab es schon Ende der 1990er Jahre in den eMail-Listen.

Als schlesischer Familienforscher war man ja praktisch auf die Mormonen angewiesen. Ohne die heutigen online-Quellen konnte man damals seine "Glücksmomente", wenn man also mal wieder einen "verschwundene Vorfahren" fand, nur in diesen Gemeindezentren erfahren. Von daher waren für mich rückblickend die Besuche dort mit das schönste an der Ahnenforschung überhaupt.

Im ersten Gemeindezentrum (Tempel) ging es ziemlich beengt zu, wir saßen in einer besseren Abstellkammer vor den Filmgeräten. Meist war es eine Männerrunde, weibliche Forscher kamen nach meiner Erinnerung erst viel später dazu, blieben aber stets in der Minderheit. Mit dem Neubau gab es dann einen extra großen Raum nur für die Familienforschung. Man half sich gegenseitig beim Entziffern der Eintragungen, gerade der Leiter der Forschungsstelle, also ein Mormone, war ein großer Lesekünstler und immer hilfsbereit zur Stelle.

Von deren kirchlichen Aktivitäten habe ich den vergangenen über 20 Jahren kaum etwas mitbekommen: Zeitweise war mit uns noch eine Kindergruppe dort, verm. vergleichbar mit dem Konfirmationsunterricht - haben schön gesungen. Ab und an kamen mal ein paar dieser jungen Männer zu uns rein, die scheinbar aus den USA für eine Zeit nach Europa "abkommandiert" werden. Stets mit weißem Hemd stellten sie sich artig vor und verschwanden nach ein bißchen smalltalk wieder. Ach ja, am Eingang ist eine kleine Infoecke, wer sich einen Flyer einstecken möchte, kann dies gerne tun.

Vergessen sollte man auch nicht die Verdienste der Mormonen. Hier sei Paul Curt Langheinrich erwähnt, der bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die nach Thüringen ausgelagerten west- u. ostpr. KB sowie auch die Bestände aus dem Reichssippenstand sicherte und verfilmte. Er war es auch, der die pr. Militärkirchenbücher vor den Kommunisten rettete. Honey und Konsorten hätten sie sonst womöglich dem Altpapier übergeben. Schließlich reisten die Mormonen in den 1970er nach Polen, verfilmten Bestände im Staatsarchiv Warschau oder im Breslauer Bistumsarchiv sowie in den 1990er in den Archiven der Bistümer Gleiwitz und Oppeln - was natürlich für eine Gruppe von deutschen Ahnenforschern (bspw. der AGoFF) undenkbar gewesen wäre.

Ja, wir schlesischen Familienforscher haben der Kirche Jesus Christi der Heiligen der Letzten Tage zweifelsohne viel zu verdanken.

Von daher wünsche ich Dir eine spannende und natürlich erfolgreiche Zeit in Deinem Forschungszentrum!

Geändert von Manni1970 (13.09.2022 um 13:03 Uhr)
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  #18  
Alt 13.09.2022, 20:38
Ilja_CH Ilja_CH ist offline
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In meinem Fall waren dies Kirchenbücher aus Westpreussen. Ohne die Details zu kennen oder nun nachzuschlagen denke ich, dass der Vertrag zwischen den Mormonen und der Kirche gemacht wurde. Nicht mit Deutschland. Vielleicht wurden die Dokumente sogar noch vor 45 eingescannt und so gerettet. Wenn ein solcher Vertrag vorsieht, die Daten nicht frei zu publizieren, müssen sie sich daran halten. Vielleicht wurde dort auch festgehalten, dass man sich z. B. 100 Jahre daran halten müsse oder so. Keine Ahnung.
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  #19  
Alt 23.09.2022, 01:41
gofanne gofanne ist offline
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Zitat:
Zitat von Ilja_CH Beitrag anzeigen
In meinem Fall waren dies Kirchenbücher aus Westpreussen. Ohne die Details zu kennen oder nun nachzuschlagen denke ich, dass der Vertrag zwischen den Mormonen und der Kirche gemacht wurde. Nicht mit Deutschland. Vielleicht wurden die Dokumente sogar noch vor 45 eingescannt und so gerettet. Wenn ein solcher Vertrag vorsieht, die Daten nicht frei zu publizieren, müssen sie sich daran halten. Vielleicht wurde dort auch festgehalten, dass man sich z. B. 100 Jahre daran halten müsse oder so. Keine Ahnung.
Westpreussische Kirchenbuecher sind fast alle online bei familysearch. Ist aber glaube ich noch ziemlich neu eingestellt.
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  #20  
Alt 23.09.2022, 08:11
Benutzerbild von Andre_J
Andre_J Andre_J ist offline
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Zitat:
Zitat von Ilja_CH Beitrag anzeigen
In meinem Fall waren dies Kirchenbücher aus Westpreussen. Ohne die Details zu kennen oder nun nachzuschlagen denke ich, dass der Vertrag zwischen den Mormonen und der Kirche gemacht wurde. Nicht mit Deutschland.
Der Vertrag wird natürlich mit dem verwahrenden Archiv gemacht, und nicht mit der Kirche.

Deswegen gibt es für Unterlagen aus dem ehemaligen Reichssippenamt andere Regelungen als beim polnischen Staatsarchiv und beim Bistumsarchiv in Regensburg oder Danzig. Auch wenn es sich allesamt um Kirchenbücher handeln sollte.

Im FS-Katalogeintrag der Filme ist immer angegeben, wo die Aufnahmen gemacht wurden.
__________________
Gruß,
Andre
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