#21  
Alt 13.06.2014, 23:15
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Friedtom Friedtom ist offline
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Zitat:
Wie kommst Du darauf, dass die genannten Personen aus der VZ 1919 zu deinen gesuchten Personen gehören? Wegen einer Cousine die in der Nähe des Zählortes wohnte?
Die angebliche Cosuine wohnte lange Jahre in Winsen/Aller wie meine Großeltern und Eltern. Sie hatte den gleichen FN. Da sich über meinen Großvater nichts finden ließ was "amtlich" bestätigt werden konnte, habe ich versucht Urkunden der Cousine zu erhalten, weil ich erhoffe so auch einen "amtlichen" Nachweis über den Bruder des Vaters der Cousine zu erhalten. Damit wäre dann ein Großteil der Behauptungen meines Großvaters bestätigt und ich hätte seine Herkunft ermittelt.

Von der Cousine habe ich eine Heirats- und Geburtsurkunde erhalten. Daraus geht hervor, dass sie am 14.03.1916 in Wüsten-Buchholz geboren wurde als Tochter von Stephan und Christine Majewski.

Und eben dieser Stephan Majewsky und Krystine Majewsky sind genauso in der VZ 1919 in Melkhof, nahe Wüsten-Buchholz erwähnt wie deren Tochter Helene Majewsky, geb. 14.03. aber 1919.

Ich bin mir recht sicher, dass dies die Eltern von "meiner" Helene, der Cousine meines Opas sind. Jetzt müsste ich wissen woher die Eltern zumindest der Vater stammen und ob der Vater einen Bruder hatte der Michael Majewsky hieß, denn das soll der Vater meines Opa´s gewesen sein. Fände ich dafür Anhaltspunkte oder gar Beweise würde die Geschichte meines Opa´s über weite Strecken bestätigt.

Momentan habe ich nur seine Behauptung er sei in Hamburg 1910 geboren - ohne Nachweis

Er behauptet seine Eltern seien Michael Majewski und Rosalia Majewsky geb. Pludo, Pludow ode Peudo (hier kann ich die Eidesstattlich Erkolärung schlecht lesen) Leider gibt er keine Geburtsdaten der Eltern oder Ort an.

Er behauptet seit 1939 seine wohnhaft in Bergerdamm bei Nauen gehabt zu haben - Leider blieb die Recherche im Archiv der Meldebehörde (heute Kreis Havelland) erfolglos.

Er behauptet im Mai 1942 zur Wehrmacht einberufen worden zu sein. Die Anfrage über die WAST läuft noch, aber die Geburtsdaten und Ort sind eigentlich dazu erforderlich und bisher nicht abschließend klar.

Er behauptet "mit seiner Dienststelle durch den Krieg bedingt von Spandau nach Südwinsen" in der LK Celle gekommen zu sein - Niemand kann sich erklären was für eine Dienststelle das gewesen sein könnte. In Südwinsen gab es nichts.

Die Gemeinde Archive in Winsen/Aller geben nicht sehr viel her. Er hat sich am 16.03.1945 zugezogen von Spandau/Wehrdienst in Südwinsen angemeldet und war zunächst in einem Behelfsheim untergebracht. Der Kreig war im März 1945 in Südwinsen noch nicht vorbei.

In einem späteren Antrag beim LK Celle, 1954 gab er an er sei nicht nach Bergerdamm zurückgegangen, weil er befürchtete dort "von den Russen verhaftet zu werden"

Innerhalb der Familie wurde stets erzählt der Opa sein nicht beim Militär gewesen.

Alles in Allem viele Infos und Indizien, einiges widersprüchliches und nichts, gar nichts davon ist bestätigt, außer die Anmeldung 16.03.1945 in Südwinsen.

....viel Text....sorry...

Beste Grüße
Tom
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FN: Majewski (Spuren in Winsen/Aller, Hamburg, Nauen, Perleburg, Krotoschin (?) vieles ist leider ungeklärt) FN:Theophil/Endrikat (aus Gumbinnen)
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  #22  
Alt 14.06.2014, 00:40
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Tom,

ja viel Text, den ich noch gar nicht komplett verinnerlicht habe, folgt noch.

Wieso bist Du Dir sicher, dass die Christine MAJEWSKI aus der VZ 1919 eine geborene LORENZ ist? Ist es amtlich, dass die Christine LORENZ evangelisch war?

Tatsächlich findet 1891 die Taufe einer Krystyna LORENTZ in der kath. Pfarre Klonowa statt, Geburt wohl in Leliwa, bei Klonowa.
Hast Du dies schon gesehen?
14) 1891 Nr. 108: geboren: Krystyna Lorentz; Eltern: Idzi LORENTZ und Marianna Paroń in Klonowa Powiat ...

Kopie hier:
--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka...ik=107-110.jpg

Diese verstarb aber meiner Meinung nach, laut Stempel 1970 in Połczyn-Zdrój? deutsch (Bad Polzin) Polen.

Die in der VZ 1919 MV genannte Viktoria vermutlich geborene LORENTZ verheiratete PIETZAK (PIETRZAK) wurde 1894 ebenfalls in Leliwa, bei Klonowa geboren.
--> http://metryki.genealodzy.pl/metryka...ik=163-166.jpg

Ich schlussfolgere rattenscharf, dass zumindest die Personen in der VZ 1919 PIETRZAK und LORENTZ verwandt bzw. verschwägert waren.

--> http://www.geneteka.genealodzy.pl/in...op=gt&lang=pol

Klonowa <-- 5,6km --> Klonowa --> Leliwa.
--> https://maps.google.de/maps?saddr=Kl...ra=ls&t=m&z=13
Aber abgesehen davon, hast Du Dir die Kopie der Heirat in Krotoschin schon bestellt?
Wenn dieser Trau-Eintrag gefunden wurde, dürfte Klarheit bestehen, wo die Brautleute geboren wurden und wer deren Eltern waren.

Jetzt habe ich doch das Gefühl, dass Du richtig mit Deiner Vermutung liegst, dass die genannten Personen n der VZ MV zu Deinen
Leuten gehören.

Viel Glück
Juergen

Geändert von Juergen (14.06.2014 um 02:30 Uhr)
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  #23  
Alt 14.06.2014, 22:35
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Friedtom Friedtom ist offline
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Zitat:
ja viel Text, den ich noch gar nicht komplett verinnerlicht habe, folgt noch
Was meinen außerordentlichen Dank verdient, es ist nicht selbstverständlich dass sich Jemand mit der Materie überhaupt so intensiv beschäftigt.
Danke !

Zitat:
Wieso bist Du Dir sicher, dass die Christine MAJEWSKI aus der VZ 1919 eine geborene LORENZ ist? Ist es amtlich, dass die Christine LORENZ evangelisch war?
Die Schlußfolgerung ziehe ich aus der Heiratsurkunde der Tochter Helene, denn im "Aufgebot" steht evangelisch. Amtlich habe ich das nicht.

Zitat:
Tatsächlich findet 1891 die Taufe einer Krystyna LORENTZ in der kath. Pfarre Klonowa statt, Geburt wohl in Leliwa, bei Klonowa.
Hast Du dies schon gesehen?
14) 1891 Nr. 108: geboren: Krystyna Lorentz; Eltern: Idzi LORENTZ und Marianna Paroń in Klonowa Powiat ...
Das ist genial ! Ich denke dass muss die Mutter von Helene sein. Dasa passt mit den Angaben der VZ1919.

Jetzt müsste noch der passende Stephan Majewski, Mann von Kristina und Vater von Helene gefunden werden. Ich glaube eigentlich nicht, dass es der Stanislaw aus Lututow war. Der Monat passt nicht und wenn ich den mir bekannten Russen glauben darf, dann gibt es der Namen Stephan 1:1 auch im russischen. Die Schreibweise wäre dann eben vielleicht Stepan, aber der Name Stanislaw ist ein grundsätzlich anderer Name mit Slawischen Wurzeln.

Und das Ziel der Suche wäre dann der sagenumwobene, angebliche Bruder den Stephan Majewski gehabt haben muss, Michael Majewsky den es gegeben haben muss wenn mein Opa tatsächlich der Cousin von Helene war.

Zitat:
Ich schlussfolgere rattenscharf, dass zumindest die Personen in der VZ 1919 PIETRZAK und LORENTZ verwandt bzw. verschwägert waren.
Das macht Sinn, ist mir ein völlig neuer Apsekt.

Zitat:
Aber abgesehen davon, hast Du Dir die Kopie der Heirat in Krotoschin schon bestellt?
Ich habe eine Anfrage in Krotoschin verfasst. Eine nette Standesbeamtin hat eine polnische Kollegin, die wird das übersetzen und dann geht´s nach Krotoschin, an das Archiv. Ich hoffe ich bekomme von dort eine "positive" Rückmeldung.


Wie ist Deine Meinung zu Stephan Majewski ? In der VZ 1919 hat er Lututow als Geburtsort genannt. Ich glaube Stanislaw kann er nicht gewesen sein.

Meinst Du es gibt die Chance ihn zu finden und über ihn, seinen angeblichen Bruder, so es den gegeben hat ?

Beste Grüße
Tom
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  #24  
Alt 15.06.2014, 17:29
Juergen Juergen ist offline
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Hallo Tom,

Zitat:
Wie ist Deine Meinung zu Stephan Majewski?
In der VZ 1919 hat er Lututow als Geburtsort genannt. Ich glaube Stanislaw kann er nicht gewesen sein.
Es war von mir nur eine Vermutung, da dieser Stanislaw MACIJEWSKI geb. 1893 tatsächlich in Lututow getauft wurde,
der ähnlich hieß. Er hätte in Deutschland seinen Namen ändern lassen können, wenn er dies wollte.

Zitat:
Meinst Du es gibt die Chance ihn zu finden und über ihn, seinen angeblichen Bruder, so es den gegeben hat?
Ja, dann wenn wir sicher aus dem Heiratseintrag wissen, wann und wo der
Stephan MAJEWSKI wirklich geboren wurde.

Der Ort Lututow dürfte nicht stimmen, sofern er katholisch war.

Auch der Joseph BISKUBSKY (oder poln. BISKUPSKI) aus der VZ 1919 gab an,
er wäre 1891 in Lututow geboren worden.
Dieser Name ist im kath. KB Lututow ebenfalls nicht zu finden.

Dagegen kommt der FN BISKUPSKI im KB Klonowa vor, jedoch nicht ein Joseph BISKUBSKY (BISKUPSKI) *1891.

Hier kannst Du auch in einer Datenbank suchen:
--> http://geneteka.genealodzy.pl/index.php?op=se&lang=pol

Zitat:
Momentan habe ich nur seine Behauptung er sei in Hamburg 1910 geboren - ohne Nachweis
Was heißt ohne Nachweis, hast Du in Hamburg schon nachgefragt?
MAJEWSKI gab es dort zumindest um 1900.

So ganz habe ich Deine Problematik noch immer nicht verstanden.

Hatte Deine Familie keinen Kontakt mehr zu Deinem Großvater, wurde die Ehe geschieden?


Schönen Sonntag
Juergen
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  #25  
Alt 15.06.2014, 19:39
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Friedtom Friedtom ist offline
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Zitat:
Ja, dann wenn wir sicher aus dem Heiratseintrag wissen, wann und wo der Stephan MAJEWSKI wirklich geboren wurde.
Ich hoffe ich bekomme was verwertbares aus Krotoschin.

Zitat:
Was heißt ohne Nachweis, hast Du in Hamburg schon nachgefragt?
MAJEWSKI gab es dort zumindest um 1900
Ja - ich habe über das Generalregister Hamburg angefragt. Dort gibt es aber in keinem der Hamburger Geburtenregister (auch nicht aus denen vor 1937 autonomen Städten) einen passenden Eintrag.

Zitat:
So ganz habe ich Deine Problematik noch immer nicht verstanden.

Hatte Deine Familie keinen Kontakt mehr zu Deinem Großvater, wurde die Ehe geschieden?
Mein Großvater starb bereits 1973, da war ich grad 3 Jahre alt. Mein Vater starb auch recht früh 1999, seine beiden älteren Schwestern leben noch, doch es gibt keinen sehr intensiven Kontakt. Die Schwestern stammen auch aus der 1. Ehe der Großmutter. Deren Vater starb im Krieg.

Meine Großmutter muss meinen Großvater "dann irgendwo" auf ihrem Weg von Ostpreußen gen Westen kennengelernt haben. Vielleicht auch in Ostpreußen. Über den 2. Mann meiner Großmutter wurde nicht viel gesprochen. Es wurde überhaupt nicht viel gesprochen über diese Zeit.
Mein Großvater stammt aus Polen wurde gesagt und er war nicht als Soldat im Krieg hieß es.

Nun wollte ich mal einen Stammbaum erstellen, weil die Ahnen mütterlicherseits sehr, sehr gut dokumentiert sind. Aber mein Großvater, väterlicherseits....

Da musste ich erst mal anfangen. Ich holte mir die Sterbeurkunde und war überrascht, dass er in Hamburg geboren wurde. Gut, ich dachte nichts einfacher als das..in Hamburg nach der Geburtsurkunde gefragt und weiter gehts...

Leider, leider war es nicht so einfach.

Hamburg ist bisher eine Sackgasse.
Mein Großvater hat sich am 16.03.1945 in Südwinsen angemeldet.
Ob er sich dazu ausweisen musste ... ?
Falls ja, es gibt keine Unterlagen. Keinen Ausweis, nichts... Er hat bei der Gemeinde wohl einen Flüchtlingsausweis "C" erhalten, aber es gibt keine Unterlagen mehr bei der Gemeinde (angeblich...). Er hatte angegeben von Spandau, Wehrdienst zugezogen zu sein. In einem Antrag den er 1952 beim LK Celle abgegeben hat um einen Vertriebenen Ausweis zu bekommen (welcher abgelehnt wurde, weil er keinerlei Nachweise über seine Herkunft erbringen konnte....) gab er an seine letzte Wohnhaft sei Bergerdamm gewesen.

Ich habe alle Angaben die er gemacht hat versucht zu prüfen....ohne Ergebnis. Keine Meldeadresse in Nauen (Bergerdamm). Keine Geburt 1910 in Hamburg.

Das einzig "greifbare" scheint die Cousine zu sein. Wenn es denn die Cousine war. Denn "die gab´s wirklich" mit Geburtsurkunde, VZ 1919 usw....
Wenn der Vater der Cousine einen Bruder hatte, wär die Behauptung meines Großvaters der Cousin zu sein geauso bewiesen, wie die Herkunft seiner (meiner) Majewski´s (wenn ich denn einer bin...)

Die unbewiesenen Behauptungen meines Großvaters:
  • geboren 20.12.1910 in Hamburg
  • Name Johann-Hans Majewski
  • Vater MIchael Majewsky
  • Mutter Rosalia Majewsky, geb, Pludo
Quelle: eidesstattliche Erklärung 1946
  • letzter Wohnort vor Gemeinde Südwinsen: Wehrdienst, Spandau
Quelle: Einwohnermeldekartei Gemeinde Archiv Südwinsen
  • letzer Wohnort vor 1945: Bergerdamm (bei Nauen) seit 1939
  • Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942
Quelle: Antrag auf Vertriebenen Ausweis beim Landkreis Celle 1952 (ich habe Kopien des Antrages erhalten)



  • Die Cousine meines Großvater soll sein: Helene Majewski, eben die Helene Majewski die in der VZ1919 erwähnt wird usw. Von ihr habe ich die Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, und alles was ich mit Deiner Unterstützung in Lututow, Klonowa usw. herausgefunden habe. Die Frau gab´s wirklich. Sie war eine Majewski - das ist bewiesen. Außer der Behauptung meines Großvaters, sie seine seine Cousine gewesen gibt´s nicht was das bestätigt. Sie kann auch seine Geliebte, Ex Frau oder sonst wer gewesen sein....mal rein hypothetisch.
Warum ich mich da jetzt auf einmal so drin verbeisse...? Nun, ich dachte alles sein einfach und klar wie Kloßbrühe. Offenbar wurde aber etwas verheimlicht. Das mein Opa nie Soldat gewesen sein soll scheint nicht zu stimmen. Ich glaube nicht, dass er noch im März 1945 als er sich "im Reichgebiet" befand (Winsen wurde erst einen Monat später von den Briten befreit) so einfach behaupten konnte "letzter Wohnort Wehrdienst" wenn es nicht wahr war. Ich denke dass wird schon stimmen. Aber warum wurde der Familie dann eine Lüge aufgetischt ? Warum lässt sich nichts, aber auch gar nichts von seiner Person von vor März 1945 finden ? Weder in Südwinsen/Winsen noch sonst wo ...?


Ich würde das gern erfahren. Wer er war, was er war und woher er kam.


Das ist jetzt wieder viel Text. Aber die ganze Geschichte ist halt komplex.
Beste Grüße
Tom
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  #26  
Alt 15.06.2014, 21:41
Joanna
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Hallo Tom,

ich habe mit Interesse dieses Thema verfolgt.

Was ist denn mit Deiner Oma, der Frau Deines Großvaters? Wo hat sie denn vor 1945 und nach 1945 gelebt?

Es hört sich fast so an, als sei Dein Großvater erst nach oder Ende des 2ten Weltkrieges von Polen nach Deutschland gekommen. Hast Du schon einmal versucht, über das Bundesarchiv EWZ Auskunft zu bekommen?

Und haben sich die Familienmitglieder vielleicht nach dem Krieg gesucht? Auch der Kirchliche Suchdienst in Stuttgart wäre eine gute Adresse.

Was mich allerdings wundert ist, dass Du so sehr an den Aussagen Deines Großvaters zweifelst. Häufig haben die Männer ja außer einem Wehrpass keine weiteren Dokumente bei sich gehabt. Warum sollten sie auch. Denn als sie in den Krieg zogen, dachten sie doch nicht daran, ihre Heimat nicht wieder zu sehen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der suche nach Deinen Ahnen.

Gruß Joanna
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  #27  
Alt 16.06.2014, 09:34
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Friedtom Friedtom ist offline
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Zitat:
Was ist denn mit Deiner Oma, der Frau Deines Großvaters? Wo hat sie denn vor 1945 und nach 1945 gelebt?
Hallo Joanna,
meine Großmutter stammt aus Ostpreußen, Gumbinnen. Sie ist um 1943 nachdem ihr erster Mann im Krieg fiel über Bralitz im Oderbruch (heute Kreis Bad Freienwalde), über Gransee ca. 1944-1945 heute Kreis Zehdenick nach Südwinsen gelangt. Irgendwo zwischen Gumbinnen und Südwinsen müssen sich meine Großmutter und mein Großvater getroffen haben. Wo ist nicht klar.

Zitat:
Es hört sich fast so an, als sei Dein Großvater erst nach oder Ende des 2ten Weltkrieges von Polen nach Deutschland gekommen.
Das ist es was ich bisher geglaubt hatte und was mir als Kind so erzählt wurde, in einem Satz, wie "Der Opa kam aus Polen...." - Viel wurde darüber nie gesprochen.

Umso überraschter war ich, als ich seine Sterbeurkunde hatte in der steht er sei in Hamburg geboren. Auch dass er aus dem Raum Berlin/Nauen gekommen sein soll war mir völlig neu.

Zitat:
Was mich allerdings wundert ist, dass Du so sehr an den Aussagen Deines Großvaters zweifelst. Häufig haben die Männer ja außer einem Wehrpass keine weiteren Dokumente bei sich gehabt. Warum sollten sie auch. Denn als sie in den Krieg zogen, dachten sie doch nicht daran, ihre Heimat nicht wieder zu sehen.
Na, ja...ich dachte ja noch bis vor ein paar Monaten, der Opa kam aus Polen....Die Oma hat einen "Ernährer" gebraucht nachdem der 1. Mann gefallen war und sie mit 2 Töchtern allein da stand, also hat sie sich den Erstbesten genommen und gut....auf der Flucht von Ostpreußen dann noch schwanger geworden und "unterwegs" sei mein Vater dann zur Welt gekommen....so die offiezielle Version.

Meine Recherche bis hier hin zeigt aber, dass es so nicht gewesen sein kann.

Ich finde es zudem bemerkenswert, dass es sehr viele Angaben gemacht wurden nur KEINE davon ist nachprüfbar. Eine Eidesstattliche Erklärung in der er Name der Eltern nennt, aber nicht deren Geburtdaten, -Ort ? In der Erklärung in der er eine Dienststelle in Spandau als Grund einer Versetzung nennt, aber nicht welche ? Hamburg als Geburtsort....eine von wenigen Millionen Städten....Den Großraum Berlin als letzten Wohnort...die nächste sehr überschaubare Region....keine Konkrete Adresse, weder in Hamburg noch in "Bergerdamm" ... ich werde das Gefühl nicht los, dass da Methode hinter steckt - irgendwas scheint faul zu sein.

Zumindest solange bis nicht irgendwann, irgendwas bestätigt werden kann.

Zitat:
über das Bundesarchiv EWZ Auskunft zu bekommen?
Nein - das habe ich bisher nicht. Bis zu einem endgültigen Dementi, durch z. B. eine Gebrutsurkunde die etwas anderes aussagt muss ich ja davon ausgehen, dass mein Großvater in Hamburg geboren wurde, und dort aufwuchs.

Beste Grüße
Tom
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  #28  
Alt 16.06.2014, 11:58
Joanna
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Hallo Tom,

gut - das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde zweigleisig fahren. Auch ein Ausschluß kann ja bei der weiteren Suche helfen.

Wenn der Opa wirklich in Hamburg geboren sein sollte, dann vielleicht nicht unter dem Namen Majewski, sondern unter "Mai oder Meyer". Unter diesen Namen wurden wohl SGGEE Familie mit dem Namen Majewski gefunden. Wäre ja denkbar, dass er erst in Polen (falls es sich so verhalten hat) den Namen hat ändern lassen.

Ich habe den FN z.B. in Platkownica (ca. 1925) und Laczka (ca. 1939) gelesen. Die Orte liegen ca. 70 km NO bzw. SO von Warschau. Alle Einwohner dieser Orte wurden im September bis Dezember 1939 von der Deutschen Wehrmacht in das "Warthegau" evakuiert. Und diese Personen haben dann zwischen 1939/1941 die Reichdeutsche Staatsangehörigekeit beantragt und können daher meistens im Bundesarchiv gefunden werden. Einige sind wohl dann auch weiter nach Westpreußen oder in den Posener Bereich gezogen.

Und auf Grund der Aussage "Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942" wäre vielleicht auch eine Anfrage bei der WAST interessant.

Sind aber alles nur so Ideen, die mir durch den Kopf gegangen sind, als ich die Texte hier las.

Gruß Jonna
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  #29  
Alt 16.06.2014, 12:58
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Friedtom Friedtom ist offline
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Hallo Joanna,

Zitat:
gut - das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich würde zweigleisig fahren. Auch ein Ausschluß kann ja bei der weiteren Suche helfen.
Da ist natürlich vollkommen richtig. Ich werde das auch aufgreifen und mehrgleisig fahren, denn der direkte Weg führt nicht ans Ziel.

Zitat:
"Einzug zur Wehrmacht am 16.05.1942" wäre vielleicht auch eine Anfrage bei der WAST interessant.
Die Anfrage habe ich gestellt, da muss ich eben warten was kommt.

Was ist nach Eurer Meinung von folgendem zu halten:

Das Gemeinde Archiv/Meldregister in Winsen/Südwinsen hat mir folgende Einträge genannt:
  • Hans Johann Majewski, geb. 20.12.1919 in Hamburg, Elektriker, letzter Wohnort Wehrdienst, Anmeldung in Südwinsen: 16.03.1945, wohnort Behelfsheim
  • Hans Majewski, geb. 10.07.1910 in Hamburg, Elektriker, zugezogen von Berlin Spandau, Tag der Anmeldung in Südwinsen: 16.03.1945
Das mir vorliegende "tatsächliche" Geburtsdatum meines Großvater in den meisten der Urkunden, Anträge usw. ist der 20.12.1910, Hamburg.

Was darf ich aus diesen Meldedaten interpretieren ?

Musste derjenige der sich anmeldet nicht irgendwie "ausweisen" mit einem Wehrpass z. B. ?
Ist das einfach schlampig vom Beamten ausgefüllt, wenn es am gleichen Tag, 2 Einträge mit unterschiedlichen Daten gibt ? Oder war der Beamte Besoffen ?

Es werden ja kaum Majewski´s erschienen sein, beide Elektriker, ein Hans und ein Hans-Johann, einer aus Spandau der andere Soldat....


Was meint Ihr ist davon zu halten ?


Beste Grüße
Tom
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  #30  
Alt 16.06.2014, 13:26
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Friederike Friederike ist offline weiblich
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Hallo Tom,

auch alte Meldekarten sind mitunter schwierig zu lesen. Hast du aus Winsen
eine Kopie der alten Meldekarte zu deinem Großvater erhalten? Oder hast du
die Daten per Brief übermittelt bekommen?
Falls dir eine Kopie vorliegt, stelle diese doch bitte mal in die Lesehilfe ein, um
sicher zu gehen, dass Hamburg als Geburtsort auch richtig ist.
Wenn in Winsen keine Kopie erstellt werden darf, so frage doch einfach mal, ob
man dort so nett sei und dir wenigstens den entsprechenden Ort kopiert, und
zwar so groß wie eben noch möglich. Das hat bei mir auch schon einmal wunderbar
mit einem für mich wichtigen Namen geklappt.
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Viele Grüße
Friederike
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