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  #1  
Alt 29.03.2019, 09:50
Benutzerbild von Ralf-I-vonderMark
Ralf-I-vonderMark Ralf-I-vonderMark ist offline männlich
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Standard Hilfe bei ARCHION zur Müllerfamilie GRAFF in Bromskirchen vor 1800 gesucht

Hallo zusammen,

da möglicherweise kirchenbuchrelevante Spuren zu der von mir gesuchten Müllerfamilie GRAFF (auch Graf oder KRAFT) im Kirchenbuch von Bromskirchen enthalten sein könnten und die Ev. Kirchenbücher Bromskirchen bei ARCHION nun online einsehbar sind, würde ich mich freuen, wenn jemand freundlicherweise dort nachschauen könnte.

Zwar ist meine Suche etwas spekulativ. Allerdings sollen im Jahr 1779 die Geschwister Johann Adam Graf und Christina Elisabeth Graf in Bromskirchen gewohnt haben. Da ein Familienbuch Bromskirchen 1565-1822 existiert und einsehbar ist würde ich zunächst um Mitteilung bitten, ob darin Hinweise auf die Müllerfamilie GRAFF (auch Graf oder KRAFT) enthalten sind.

Hintergrund ist, dass ich den bislang unbekannten Traueintrag der Eheleute Müller der Walmenmühle zu Eppe (ab 1760 bis 1781), später der Aarmühle zu Goddelsheim Johannes Graf [auch Graff] (*um 1720; +30.10.1792 in Mengeringhausen) und seiner erste Ehefrau Katherine Elisabeth Bauer (*um 1724; ^17.04.1774 in Eppe) sowie die Taufen der ersten vor 1762 geborenen Kinder suche.

Eine ihrer Töchter (möglicherweise die älteste) war Anna Catharina Graf (*um 1750, +07.01.1820 in Alleringhausen), welche am °°12.04.1774 in Welleringhausen mit Johann Wilhelm Behle getraut wurde. Die Spur nach Bromskirchen ergibt sich aus dem Taufeintrag des Sohnes Johann Adam Henrich Behle (*05.07.1779 in Alleringhausen) der Eheleute Wilhelm Behle & Anna Catharina Graf vom ~11.07.1779 in Welleringhausen.

Denn in diesem Taufeintrag werden als Taufzeugen genannt Johann Adam Graf und Christina Elisabeth Graf, der Mutter Geschwister von Bromskirchen aus dem Darmstädtischen.

Demnach haben die beiden Geschwister Johann Adam und Christina Elisabeth Graf zumindest 1779 in Bromskirchen gelebt und dort möglicherweise auch im Kirchenbuch relevante Spuren (Einträge) hinterlassen. Vielleicht war Johann Adam Graf zu der Zeit sogar Müller in Bromskirchen.

Ich würde mich daher freuen, wenn ein netter Helfer zum einen als Grundlage das Familienbuch Bromskirchen 1565-1822 nach GRAFF (auch Graf oder KRAFT) überprüfen könnte und zum anderen erforderlichenfalls für die Zeit um 1755 +/- 5 Jahre und um 1779 +/- 5 Jahre die Kirchenbücher von Bromskirchen nach möglichen Einträgen kontrollieren könnte.

Viele Grüße
Ralf
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  #2  
Alt 29.03.2019, 13:40
Hekla Hekla ist offline
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Standard Graff in Bromskirchen

Hallo Ralf,

im Familienbuchregister wird ein Graf, Christian genannt, FamR-Nr. 848,6


LG Hekla
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  #3  
Alt 29.03.2019, 15:04
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Karla Hari Karla Hari ist offline
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hola,

Bild 154 im Familienbuch bei 848,6 steht: (unter Famile Rumpf [Maria Rosina ist 1779 geb.])
Marie Rosine des Jhs Rumpf bei der K..dt 5 te nachgel. Tochter un des Uhrmachergesell Christian Graff aus Gießen
Johann Daniel Graf 1808 14/18 Nov. (Geburt)



***

ich mal bei den Taufen geschaut:
Taufen 1750-1760 nix
Taufen 1776-1784:
Bild 94
nr. 1049 den 8 nov. 1778 hat Johannes Graff und Catharina Elisabeth dessen Ehefrau ein Söhnlein tauffen lassen (Johann Daniel)
Bild 101
nr.1141 den 25.märz 1781 hat Johannes Graff und Catharina Elisabeth dessen Ehefrau ein Töchterlein tauffen lassen (Anna Maria)


ich habe aber immer nur auf den Vatersnamen geachtet


bei Hochzeiten kein Graf o.ä. in den genannten Jahren als Bräutigam

sterbe (am Buchende) habe ich nicht durchsucht


Hessen-Nassau: Zentralarchiv der Evang. Kirche > Dekanat Biedenkopf > Bromskirchen > Taufregister 1741-1800, Trauregister 1749-1800, Beerdigungsregister 1748-1800, Konfirmandenregister 1749-1800, Pönitentenregister 1749-1790
__________________
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KarlaHari

Geändert von Karla Hari (29.03.2019 um 15:27 Uhr) Grund: Familienbuch
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  #4  
Alt 29.03.2019, 17:25
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Ralf-I-vonderMark Ralf-I-vonderMark ist offline männlich
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Hallo Haekla, hallo Karla Hari,

zunächst Euch beiden vielen lieben Dank für das Nachschauen und Suchen.

Das Familienbuchregister Bromskirchen scheint ja zumindest zu GRAF nicht so ergiebig zu sein.
Ich hatte ein wenig die Hoffnung, dass das Familienbuch ähnlich ausführlich als die Württembergischen Familienregister wäre.

Ein Uhrmachergesell Christian Graf aus Gießen gehört aber definitiv nicht zu der von mir gesuchten Müllerfamilie GRAFF.

Aber trotzdem war die Suche erfolgreich!

Der Müller Johannes Graf [auch Graff] (*um 1720; +30.10.1792 in Mengeringhausen) wurde in 2. Ehe am °°10.08.1774 in Eppe mit Catharina Elisabeth Löwenstein (*um 1749; +04.06.1813 in Mengeringhausen) getraut.
Aus dieser Ehe waren bislang folgende Kinder bekannt:
1.) Johannes Graff; (Müllermeister in Helsen) *19.07.1775 in Eppe; +13.02.1832 in Helsen
2.) Johannette Engel Catharina Graff; *15.11.1777 in Eppe; +21.11.177 in Eppe
3.) Johann Daniel Graff; (Müllermeister der Niederthorsmühle in Mengeringhausen) *um 1778; +25.10.1841 in Mengeringhausen
4.) Frantz Phillip Graff; *19.09.1884 in Goddelsheim
5.) evt. Friedrich Franz Graff; Daten unbekannt (Er war Pate am 07.06.1812 in Helsen bei der Taufe der Johanne Marie Friederike Graf)
6.) evt. Anna Maria Graff; Daten unbekannt (Sie war Patin am 13.09.1801 in Mengeringhausen bei der Taufe des Johann Gottfried Ludwig Graf)

Denn der am ~08.11.1778 in Bromskirchen getaufte Johann Daniel ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit identisch mit dem Müllermeister der Niederthorsmühle in Mengeringhausen Johann Daniel Graff; (+25.10.1841 in Mengeringhausen).
Die am ~25.03.1781 getaufte Anna Maria Graff war demnach eine Schwester.

Bei der Mutter handelt es sich mit Sicherheit um Catharina Elisabeth Löwenstein (*um 1749; +04.06.1813 in Mengeringhausen).

Daraus folgt, dass der Müller Johannes Graff zumindest von 1778 bis 1781 in Bromskirchen gelebt hatte und vermutlich die dortige Mühle gepachtet haben könnte, bevor es 1784 Müller der Aarmühle zu Goddelsheim wurde. Insoweit hat die etwas spekulative Spur nach Bromskirchen doch zwei ergiebige Taufen erbracht.

Daher habe ich noch zwei Bitten und Fragen.
a) Wer waren die Taufpaten bei den Taufen vom ~08.11.1778 und vom ~25.03.1781 in Bromskirchen?
b) Sind GRAFF-Kinder in der Zeit von 1778 bis 1784 in Bromskirchen verstorben?

Viele Grüße
Ralf

Geändert von Ralf-I-vonderMark (29.03.2019 um 21:46 Uhr) Grund: Datenkonkretisierung zu Anna Maria Graff
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  #5  
Alt 30.03.2019, 00:27
maggi52 maggi52 ist offline
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Hallo Ralf,
in Bromskirchen gibt es einen Verein, den:
http://www.historisches-und-kulturel...omskirchen.de/. Seit einigen Jahren wird das rel. umfangreiche Gemeindearchiv gesichtet und katalogisiert. Ich habe einen der "Archivare" angeschrieben und nach einer Aufstellung der Müller (wenn so etwas existiert) und gezielt nach Graf(f) gefragt. Es existiert wohl auch ein "Findbuch" in Excel-form, das aber nicht öffentlich zugänglich ist. Mal sehen, ob mir das zur Verfügung gestellt wird. (Ich wohne in Bromskirchen und bin Vorstandsmitglied des o.g. Vereins) Wenn es etwas Zeit hätte, könnte ich auch fragen, ob ich in die alten Kirchenbücher Einblick erhalte. Allerdings geht es erst gg. Ostern..... Viele Grüße Günter
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  #6  
Alt 30.03.2019, 08:51
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Karla Hari Karla Hari ist offline
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hola,
bis 1787 keine Sterbeeinträge Graf (hab es aber mehr oder weniger überflogen)


keine Konfirmanden Graf


1778
Pathe ist der Schöffe Johann Daniel Lange die Gothe aber Anna Maria, des Conrad Steübers Ehefrau
1781
der Pathe ist Johann Jacob, des Conrad Vögels Sohn. Die Gothe aber Anna Maria, des Caspar Schwartz Tochter
__________________
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KarlaHari
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  #7  
Alt 30.03.2019, 11:23
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Hallo Karla Hari,

schönen Dank für die erneut schnelle Rückantwort mit Mitteilung der Taufpaten (damals sprachlich noch Gothe genannt) und das Durchsuchen der Sterbeeinträge.

Conrad Steuber könnte der Müller der Oberlinspher Mühle gewesen sein, welche seit 1571 durchgehend von der Müllersippe Steuber betrieben wurde. Die Familie LANGE war eine der weit verbreiteten Müllersippen im Waldeckischen. Die Namen und Familien VÖGELS und SCHWARTZ sind mir aber völlig unbekannt, so dass es sich wohl um Bromskirchener Familien handeln dürfte.

Insoweit könnte „mein“ Johannes Graff Müller der zweiten Bromskirchener Mühle, der Unterlinspher Mühle gewesen sein. Jedenfalls war er ein sehr umtriebiger Müller (Züschen, Eppe, Bromskirchen, Goddelsheim, Mengeringhausen) mit einer etwas bewegten Lebensgeschichte, auch wenn viele Details noch nicht bekannt sind.
Im Hinblick auf das nette Angebot von Günter vom Verein Historisches und kulturelles Bromskirchen e.V. werde ich aber dazu noch einen gesonderten Beitrag verfassen.

Eine Bitte habe ich aber noch!

Denn ich habe beim Überprüfen meiner Aufzeichnungen festgestellt, dass die am ~25.03.1781 in Bromskirchen getaufte Anna Maria Graff nicht nur Patin am ~13.09.1801 in Mengeringhausen bei der Taufe des Johann Gottfried Ludwig Graf war, eines Sohnes ihres Bruders Johann Daniel Graff (~08.11.1778 in Bromskirchen, +25.10.1841 in Mengeringhausen) und der Johanne Catrine Elisabeth Himmelmann (*07.02.1778 in Mengeringhausen, +14.02.1835 in Mengeringhausen); sondern sie höchstwahrscheinlich auch am ~07.06.1812 in Helsen Patin war.

Denn am ~07.06.1812 wurde in Helsen Johanne Marie Friederike Graf getauft, eine Tochter des Müllers der Mittelsten Mühle zu Helsen Johannes Graf und der Johanna Christiane Margarethe Hagemeyer. Paten waren 1) Johanna Maria Göbert (?) aus Mengeringhausen, 2) Friedrich Franz Graff, absens, des Täuflings Vaters Geschwister.

Insoweit könnte die am ~25.03.1781 in Bromskirchen getaufte Anna Maria Graff in Mengeringhausen mit einem N.N. Göbert verheiratet gewesen sein.

Da es bei ARCHION über Landeskirchliches Archiv Kassel>Twiste>Mengeringhausen
ein Familienbuch Mengeringhausen 1824 – 1895, und insbesondere einen KB-Registerband 1822 – 1901 sowie einen Tote-Registerband 1742 – 1822 gibt würde ich nun um kurze Prüfung bitten, ob sich über das alphabetische Namensregister der Sterbeeintrag der Anna Maria Göbert, geb. Graff finden lässt und darüber dann auch der Name des Ehemannes. Denn in der Regel war im Totenbuch von Mengeringhausen angegeben „Ehefrau des …“ bzw. „Witwe des …“ sowie wie viele Kinder hinterlassen wurden.

Da die Heirat vor Juni 1812 erfolgt sein muss, wird die Familie im Familienbuch und die Heirat im KB-Registerband leider nicht aufgelistet sein.

Die Trauung der Eheleute N.N. Göbert & Anna Maria Graff könnte in Mengeringhausen erfolgt sein. Allerdings hatte ich bei meiner seinerzeitigen Suche die Trauung von Johann Daniel Graff & Johanne Catrine Elisabeth Himmelmann vor Sep. 1801 nicht gefunden.
Theoretisch, aber wenig wahrscheinlich könnten die beiden Trauungen sogar in Bromskirchen erfolgt sein.

Viele Grüße
Ralf
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  #8  
Alt 30.03.2019, 17:53
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Karla Hari Karla Hari ist offline
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hab folgendes in Mengerinhausen gefunden


Tote
1837 Nr.1 (Bild34)
Anna Maria Göbert
Ehefrau des Tambour-Major Daniel Goebert
Alter 55J 9M 7T
hinterläßt einen Ehemann und 4 majorenne Kinder
gest. 1.1.1837 2 Uhr morgens
beerdigt 4. Januar


Trauung
1804 sind kopuliert
am 29ten Januarii Tambour Daniel Göbert (k.w. Angaben)


1809 findet sich ein Taufeintrag (Bild13)
Johann Daniel Konrad geb. am 11. September getauft am 17. ejusdem
Vater Regimentstambour Daniel Göbert
Mutter Marie geb. Graff
Paten 1. Müller Daniel Graff
2. Soldat Konrad Gröbert
3. Karoline Elisabeth des Korporal Kaplan Frau
4. Karoline Elisabeth des Korporal Christian Göbert Frau
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  #9  
Alt 30.03.2019, 18:58
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Hallo Karla Hari,

super! Du bist ja ganz große Klasse!
Das rundet doch die Daten der Familie GRAFF in Mengeringhausen ab.
Anna Maria Graff (*Bromskirchen 25.03.1781, +Mengeringhausen 01.01.1837), °°29.01.1804 in Mengeringhausen mit dem Tambour-Major Daniel Goebert.

Da sie vier Kinder hinterlassen hat bedeutet das mindestens drei weitere Taufen, wenn auch nicht zwingend in Mengeringhausen, da sie möglicherweise ihren Ehemann bei den Feldzügen im Tross begleitet haben könnte oder dieser an einem anderen Garnisonsort stationiert war.
Im Idealfall könnte sich aus diesen Taufeinträgen ein Hinweis auf den Aufenthalt der Brüder Frantz Philipp Graff (*Goddelsheim 19.09.1784) und Friedrich Franz Graff (Pate am ~am 07.06.1812 in Helsen) ergeben, wobei ich zu der Annahme neige, dass Frantz Philipp und Friedrich Franz personenidentisch sein könnten.

Dafür habe ich aber eine plausible Erklärung dafür gefunden, dass sich der Müller Johannes Graff (*um 1720, +Mengeringhausen 30.10.1792) in Mengeringhausen niedergelassen hat.

Denn ich habe nun die Eltern und Halbgeschwister seiner 2. Ehefrau ermitteln können. Denn Catharina Elisabeth Löwenstein (~Goddelsheim 06.10.1748, +Mengeringhausen 04.06.1813) wurde mit ziemlicher Sicherheit als Clara Elisabeth Löwenstein, Tochter der Eheleute Johann Friedrich Löwenstein (~Harpshausen 13.05.1704, +Goddelsheim 26.07.1767 in Goddelheim) & Anna Maria Hase, verw. Stracke (*um 1702, +Goddelsheim 03.02.1776) getauft.

Ihr Halbbruder Schmiedemeister Johann Jacob Löwenstein (~Goddelsheim 26.10.1745, +Goddelsheim 27.03.1806) war Taufpate am ~19.07.1775 in Eppe bei der Taufe des Johannes Graff und ihre Halbschwester Engel Catharina Löwenstein (~Goddelsheim 12.02.1743, +Mengeringhausen 03.10.1808) war Taufpatin am ~21.07.1777 in Eppe bei der Taufe der Johannette Engel Catharina Graff. Daraus folgt der familiäre Bezug.

Engel Catharina Löwenstein wiederum wurde am °°03.12.1783 in Goddelsheim mit Johann Friedrich Schneider aus Mengeringhausen getraut und ist dann offenbar zu ihrem Ehemann nach Mengeringhausen gezogen. Aufgrund dessen gab es auch für den Müller Johannes Graff einen familiären Bezug, indem er nach 1784 zu der Schwägerin nach Mengeringhausen gezogen ist.

Da haben sich doch jetzt Dank sehr guter Hilfeleistung und ein wenig Recherche in vorhandenen Daten und eigener Gedankenspiele diverse neue Erkenntnisse zu dem etwas geheimnisvollen Leben des Müllers Johannes Graff ergeben, auch wenn seine Herkunft weiterhin ungeklärt bleibt. Das sind die Tücken der Müllerforschung.

Da hat sich meine etwas spekulative Anfrage nach Bromskirchen doch richtig gelohnt. So macht Forschungsdenken Spaß!

Viele Grüße
Ralf
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  #10  
Alt 30.03.2019, 20:21
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Zitat:
Zitat von maggi52 Beitrag anzeigen
Hallo Ralf,
in Bromskirchen gibt es einen Verein, den:
http://www.historisches-und-kulturel...omskirchen.de/. ... Ich habe einen der "Archivare" angeschrieben und nach einer Aufstellung der Müller (wenn so etwas existiert) und gezielt nach Graf(f) gefragt. ... Wenn es etwas Zeit hätte, könnte ich auch fragen, ob ich in die alten Kirchenbücher Einblick erhalte.
Hallo Günter,

das ist ein sehr nettes Angebot!

Die Homepage des Vereins Historisches und kulturelles Bromskirchen e.V. war mir aber schon bekannt. Hervorzuheben ist dabei die interaktive Hausnamenkarte. Das ist m.E. eine interessante Idee und Umsetzung und mag als Beispiel für andere Orte dienen. Ich jedenfalls kenne vergleichbares nur für Menden im Märkischen Kreis.

Da auf der Homepage der Pfad „Projekte>Historisches>Ahnenforschung“ steht hatte ich im September 2016 Kontakt mit Herrn Helduser, dem Vorsitzenden des Vereins Historisches und kulturelles Bromskirchen e.V. aufgenommen.

Herr Helduser, mit dem ich auch mehrfach telefoniert hatte, war sehr nett und informativ, konnte mir aber konkret nicht weiterhelfen, da dem Verein nur eine Verkartung der Kirchenbuchdaten vorliegt, welche aber kaum Daten vor 1800 enthält.

Seinerzeit waren die Kirchenbücher von Bromskirchen noch nicht digitalisiert. Deshalb hatte ich auch mit Frau Helduser gesprochen, welche dem Kirchengemeindevorstand angehört. Daher wusste ich auch, dass die Originalkirchenbücher von Bromskirchen und wohl auch von vielen anderen Kirchengemeinden aus dem Dekanat Biedenkopf jeweils vor Ort in den Pfarrgemeindearchiven liegen und die Kirchengemeinden stets darüber beschließen müssen, ob die Kirchenbücher zur Digitalisierung abgegeben werden sollen. Die Digitalisierung der Kirchenbücher der Ev. Kirchengemeinde Bromskirchen war Ende 2016 noch nicht thematisiert worden. Deshalb hatte ich Frau Helduser ausführlich über ARCHION und die Beteiligung durch das Zentralarchiv der Ev. Kirche in Hessen und Nassau berichtet. Letztendlich ist die Digitalisierung und online Stellung der Kirchenbücher der Ev. Kirchengemeinde Bromskirchen nun ja auch vollzogen worden.

Herr Helduser hat mir auch das Projekt Mühlen im Amt Battenberg von Herrn Braun empfohlen und dessen Kontaktdaten vermittelt. Ich habe aber noch keinen Kontakt aufgenommen, weil ich zum einen die Spur nach Bromskirchen zunächst besser belegen wollte und ich zum anderen gelesen habe, dass das Digitalisierung der Kirchenbücher der Ev. Kirchengemeinde Bromskirchen als Grundlage für einen "Mühlenwanderweg" dienen soll. Insoweit scheinen Lage und technische Ausstattung bzw. Zweck (Mahlmühle, Ölmühle, Schlagmühle usw.), nicht aber die Namen der Müller vorrangiges Ziel der Projektausarbeitung zu sein.

Im Kirchspiel Bromskirchen gab es im 18. Jhdt. zumindest die Oberlinspher Mühle und Unterlinspher Mühle in Bromskirchen und in Somplar die Gerlachsmühle. Die Oberlinspher Mühle wurde aber wohl seit 1571 durchgehend von der Müllersippe Steuber betrieben.

Ich habe nun auf der Homepage des Vereins Historisches und kulturelles Bromskirchen e.V. gesehen, dass im Juni 2017 Band 2 der Bromskircher Hefte erschienen ist mit einem Artikel „Mühlen im Linsphertal“. Sofern darin wider Erwarten Johannes Graff oder sein Sohn Johann Adam Graff als Müller erwähnt sein sollten, würde ich mit über eine Mitteilung freuen.

Der von mir gesuchte Johannes Graf ist ein sehr umtriebiger Müller gewesen. Er könnte ein Sohn des untersten Müllers zu Goddelsheim Johann Jost Graf (~12.01.1683 in Bottendorf; +06.04.1739 in Goddelsheim) & der Anna Catharina Göge (~07.02.1697 in Goddelsheim; ^04.06.1734 in Goddelsheim) gewesen sein, sofern er personenidentisch mit Joh. Valentin Graff (~18.10.1716 in Goddelsheim), Joh. Jost Graff (~07.08.1718 in Goddelsheim) oder Joh. Conrad Graff (~02.11.1720 in Goddelsheim) wäre, was aber noch belegt werden müsste.

Von den sieben Kindern aus der ersten Ehe wurden aber nur die drei jüngeren Kinder (Maria Elisabeth Graf (*26.01.1763), Catharine Elisabeth Graf (*14.07.1765, +02.02.1777 in Eppe) und Christiane Margaretha Graf (*29.07.1767) in Eppe geboren. Unklar ist daher, wo Johannes Graff sich vor 1763 aufgehalten hatte.

Aus der Archivalie „Verpachtung und Verpfändung der Walmenmühle bei Eppe sowie Bestimmungen über die Pacht aus der Mühle (1750 - 1813), HStAM, 125 Nr. 2730“ ergibt sich zwar ein werthaltiger Hinweis auf die Herkunft des Johannes Graff. Denn aus dem in Arolsen ausgestellten Erbbestandsbrief zur Walmenmühle zu Eppe vom 26.08.1755 für den Müller Johannes Graff ergibt sich, dass zunächst der Müller Johannes Weteckind, danach der Müller Johannes Meyer von Bringhausen den Erbbestand der großen Mahlmühle am 18.07.1753 übernommen hat. Es gab wohl Probleme mit der Instandsetzung der Mühle. Dann hat sich der Müller Johannes Graff von Züschen gemeldet. Leider konnten bislang im Kirchenbuch Züschen keine relevanten Spuren gefunden werden.
Am 18.06.1781 hat der Müller Johannes Graff seiner Tochter Anna Christina Graf (*um 1761) die Erbbestands Walmenmühle bey Eppe quasi als Mitgift überlassen, so dass der Bräutigam Bernhard Bruchhäuser die Mühle führen soll, welcher in dem Extract schon als Walmenmüller bey Eppe bezeichnet wird, weil er vermutlich dort schon tätig war, so dass leider seine Herkunft ebenfalls unklar bleibt.

Dies bedeutet aber, dass Johannes Graff noch 1781 als Müller der Walmenmühle zu Eppe geführt wurde, obwohl er sich praktisch dort nicht aufgehalten hat.

Nach der Archivalie „Reichsfreiherrlich von Burscheidischer Konduktor Poettecken in Nordenbeck, Wilhelm Koch, Heinrich Rabe und Konsorten in Eppe gegen den Müller Johannes Graff zu Eppe wegen Ansprüchen auf Schadenersatz wegen Schädigung durch das Mühlenwehr (1776), HStAM, 125 Nr. 4563“ musste Johannes Graff aber Schadenersatz leisten, so dass er möglicherweise deswegen aus dem Waldeckischen nach Bromskirchen in das benachbarte Darmstädtische (Landgrafschaft Hessen-Darmstadt) geflüchtet sein könnte. Dann stellt sich aber die Frage, ob er dort dann als Mühlenpächter tätig sein konnte oder nur inoffiziell als Mühlenknecht in einer der Bromskirchener Mühlen tätig war.

Irgendwie spannend ist immer noch die Frage nach dem Verbleib des Sohnes Johann Adam Graff, welcher bekanntlich am ~11.07.1779 in Welleringhausen Taufpate war und welcher höchst wahrscheinlich auch älter als seine Schwester Anna Christina Bruchhäuser, geb. Graf (*um 1761) war, welche aber die Walmenmühle in Eppe für ihren Ehemann erhalten hatte. Denn wenn Johann Adam Graff nicht vor dem 18.06.1781 verstorben wäre oder in andere Mühle eingeheiratet hatte, dann hätte es doch nahegelegen, dass der einzig bekannte Sohn aus der ersten Ehe die Walmenmühle als Erbpachtmühle weiter betreiben würde. Insoweit könnte Johann Adam Graff durchaus zeitweise Müller in Bromskirchen gewesen sein, auch wenn dies bislang noch nicht belegbar ist.

Viele Grüße
Ralf
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