#1  
Alt 23.02.2022, 12:22
Grisabel Grisabel ist offline weiblich
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Die Suche betrifft das Jahr oder den Zeitraum: 1914
Genaue Orts-/Gebietseingrenzung: Bremen
Konfession der gesuchten Person(en):
Bisher selbst durchgeführte Internet-Recherche (Datenbanken):
Zur Antwortfindung bereits genutzte Anlaufstellen (Ämter, Archive):


Hallo zusammen,

mein Opa Oswald Alexander Leisegang war anscheinend auch in Bremen, wie ich gerade festgestellt habe. Bei seiner Musterung wurde Ansgarikirchhof 6 als Wohnadresse notiert. Geboren in Leipzig, zur Musterung in Bremen, da muss er auch in Bremen gewohnt haben.

Das Bremer Adressbuch von 1914 hat mir nun verraten, dass sich unter der Adresse Concordia (Herberge zur Heimat I) befand. Wurde sich dort damals schon mehr um die mittellosen Menschen gekümmert? Oder war es auch eine normale Herberge für beispielsweise Wandergesellen im Handwerk? Weiß jemand mehr darüber?

Als Beruf war im Musterungsformular übrigens Hausdiener jetzt Zapfer angegeben. Ich frage mich nun, ob er dort gearbeitet hat, und deshalb dort wohnte, oder ob er möglicherweise woander gearbeitet hat. Oder ob er tatsächlich auf der Walz war und nichts im ursprünglichen Beruf gefunden hat. In seinem späteren Leben wird Maurer als Beruf genannt.
Gibt es für diesen Zeitraum Meldeunterlagen in Bremen?

Danke fürs Mitdenken und sonnige Grüße
Petra
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LG Petra
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  #2  
Alt 23.02.2022, 16:34
Uwe Uwe ist offline
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Hallo Petra,

in einer Quelle, die ich online fand, wurde die "Herberge zur Heimat" als sogenanntes Verkehrslokal empfohlen. Weiß nicht, ob Dir das hilft.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verkehrslokal

Ansonsten hat das Bremer Staatsarchiv historische Meldeunterlagen, soweit ich weiß. Mußt mal nachfragen, ob die das Jahr 1914 im Archiv haben.

Gruß
Uwe

Geändert von Uwe (23.02.2022 um 16:37 Uhr)
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  #3  
Alt 23.02.2022, 18:19
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Grisabel Beitrag anzeigen
Oder war es auch eine normale Herberge für beispielsweise Wandergesellen im Handwerk?
Hallo Petra,

genau so ist es. Es waren Einrichtungen der Inneren Mission.

Mit besten Grüßen
Wolfgang


https://konversations_lexikon.de-aca...0878/Herbergen

https://de.wikipedia.org/wiki/Herber...rge_zur_Heimat

Geändert von Wolfg. G. Fischer (23.02.2022 um 18:51 Uhr)
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  #4  
Alt 23.02.2022, 19:49
Grisabel Grisabel ist offline weiblich
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Danke Uwe und Wolfgang.

Ich habe mir jetzt wieder einmal den Musterungseintrag mit den Addressen angeschaut. Und damit ihr wisst wovon ich rede hier nochmals der Link zu ancestry; einen anderen Link habe ich leider nicht.
https://www.ancestry.de/imageviewer/...036?pId=105189

Mir scheint es so, dass zunächst dort Ansbacherstr. 33 und mit gleichem Stift der Hausdiener als Beruf dort stand, das dann aber durchgestrichen wurde.
Ebenfalls durchgestrichen ist auch Hauptbahnhof b/Ebrecht (lt. Adressbuch ist das das Bahnhofsrestaurant) Nicht durchgestrichen und somit wohl der letzte Stand ist die Concordia Herberge und der Zapfer.


Würde man von Leipzig nach Bremen gehen, um dort als Hausdiener zu arbeiten? Oder arbeitet man als Hausdiener, weil man im erlernten Beruf nichts findet und überleben muss? Oder ist man gar in der Eigenschaft als Hausdiener durch die Gegend gereist und in Bremen gestrandet? Ihr merkt, ich versuche mir alle Möglichkeiten vorzustellen.
__________________
LG Petra
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  #5  
Alt 23.02.2022, 20:06
Wolfg. G. Fischer Wolfg. G. Fischer ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Grisabel Beitrag anzeigen
Oder arbeitet man als Hausdiener, weil man im erlernten Beruf nichts findet und überleben muss?
Das nehme ich an.

LG Wolfgang
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  #6  
Alt 24.02.2022, 08:41
Grisabel Grisabel ist offline weiblich
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Zitat:
Zitat von Wolfg. G. Fischer Beitrag anzeigen
Das nehme ich an.

LG Wolfgang

Danke Wolfgang. Das war auch die für mich wahrscheinlichste Erklärung. Alles andere würde nicht so gut zusammen passen.


Vielleicht noch dass die Familie komplett wegen dem Tod der Mutter von Leipzig weg nach Bremen gegangen ist, aber die Verwandten sollten eigentlich in anderen Gegenden sein, den bisherigen Spuren nach. Aber man sieht ja hier dass man nie sicher sein sollte.
__________________
LG Petra
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