#71  
Alt 01.10.2018, 09:58
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Ja, wir drehen ....
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  #72  
Alt 01.10.2018, 11:04
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Und stehen vor der nächsten Mauer. Den Bernhard Wennemar von Scheven, vom Ratmann Johann von Scheven aus Sprockhövel
nach Anklam geholt, dort mit Anna Sophie Diennies verheiratet, kann ich in Sprockhövel nicht finden.
Zu seinen Anklamer Aktivitäten scheint der/die Betreiberin der schon früher verlinkten Website mehr zu wissen.
http://wieman-kolbe.de/stavenhagen.html

@ consanguineus: hattest Du da schon Kontakt? In Gedbas tritt er/sie als mathildegen auf

Gefunden habe ich eine Belehnung eines Wenemar Bernhard von Scheven mit dem Gut Wulfing im Kirchspiel Sprockhövel durch die Äbtissin von Gevelsberg im Jahr 1719 (aus Curt von Scheven, Urkunden und Regesten zur Genealogie derer von Scheven).

War das nun einer der beiden Anklamer? Oder ein in Sprockhövel ansässiger Wenemar Bernhard von Scheven? Das Gut Wulfing gehörte jedenfalls ursprünglich zu den umfangreichen und verstreuten Besitzungen des Jürgen von Scheven im Neuenhaus, Vater der drei Auswanderer-Brüder

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (01.10.2018 um 11:50 Uhr) Grund: mathildegen
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  #73  
Alt 01.10.2018, 11:38
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consanguineus consanguineus ist offline männlich
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Guten Morgen Xylander,

die Belehnung des Wennemar Bernhard mit dem Gut Wulfing ist ja hochspannend! Ich kenne mich natürlich mit den von Scheven in ihrem Kiez um Sprockhövel nicht aus, weiß also nicht, ob es da mehrere Personen dieses Namens gab. Der Name Wennemar scheint ja ein vorher bei den von Scheven schon vorgekommen sein.

Aufgrund einer 1426 stattgefundenen Belehnung in der Familie meines Vaters weiß ich, daß es durchaus denkbar ist, daß Wennemar Bernhard trotz seines Wohnsitzes in Anklam mit einem Gut im weit entfernten Sprockhövel belehnt wurde. Im Falle meiner Familie lag das Gut in Niedersachsen, aber drei der belehnten Brüder lebten in Köln bzw. Danzig. Offenbar war es also nicht zwingend erforderlich, daß der oder die Lehnsnehmer in der unmittelbaren Umgebung des Lehnsgutes lebten. Wozu auch? In der Regel wurden Bürgerlehen ja von den Lehnsnehmern nicht selbst bewirtschaftet, sondern in irgendeiner Form an Bauern weitergegeben.

Interessant wäre in Hinblick auf Wennemar Bernhard die Frage, ob er der einzige Lehnsnehmer war, oder ob es sich um einen Lehnsverband gehandelt hat, also eventuell vor Ort ansässige Brüder oder Vettern Mitbelehnte des Gutes Wulfing waren.

Viele Grüße
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Suche:

Johann Heinrich Jonas ANDRAE, Pastor, * 1796 in Kutzleben
Johann Heinrich CLEVE, Hofmeister auf der Domäne Bornhausen, * um 1775
Andreas HEINRICH: Bürger und Zimmermeister in Querfurt, * um 1770
Anton BLANKE, Halbspänner in Klein Rhüden, * um 1750
Andreas Christian HAGERODT, Ackermann und Krüger in Ahlshausen, * um 1740
Johann Heinrich MAASBERG, Müllermeister, Kaufmann und Brinksitzer in Söhlde, * 1725

Geändert von consanguineus (01.10.2018 um 12:33 Uhr)
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  #74  
Alt 01.10.2018, 12:17
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consanguineus, ja, ich dachte mir auch schon, dass die Entfernung keine Rolle spielte. Ob Lehnsverband, weiß ich nicht. Bisher kenne ich hauptsächlich die Vergabe "zu zwei Händen": Mann und Frau, Witwe und Sohn/Verwandter usw.

Den Namen Wennemar kennen wir bei den von Scheven schon vorher, und zwar auf dem Stammgut Scheven, unklar auf welchem der dortigen Teilhöfe.

Er kommt aber in den mir bekannten Quellen sonst selten vor, und gerade in der Kombination mir Bernhard tippe ich dann doch auf den aus Anklam (welchen der beiden eigentlich? Gelebt haben sie beide noch, jedenfalls steht nirgendwo weiland. Oder war das in den Bürgerbüchern nicht üblich?) Stutzig macht mich nur, dass in der Belehnung seine Herkunft nicht genannt oder von Curt von Scheven nicht zitiert wird.

Ich weiß ja nicht mal, wo das Gut Wulfing lag. Heinrich Westebbe, Sprockhöveler Heimatforscher, meint in der Nähe der Kirche. Zum Kloster Gevelsberg gehörten andererseits die Stammgüter auf dem Scheven, zwar Kirchspiel Sprockhövel, aber Bauerschaft Haßlinghausen.

Von Haßlinghausen sind die alten Hypothekenbücher online, die Einträge beginnen in der ersten Hälfte des 18. JH. Auf Scheven sind zwei Höfe aufgeführt, der FN von Scheven taucht nicht auf.

Du siehst, ich rätsele herum, muss nachdenken.

Im vorigen Post habe ich noch eine Frage an Dich nachgeschoben

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (01.10.2018 um 12:18 Uhr)
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  #75  
Alt 01.10.2018, 12:37
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Zwei Puzzleteilchen aus Anklam hab ich noch:
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Johan Niclas.jpg (61,2 KB, 22x aufgerufen)
Dateityp: jpg Jürgen.jpg (230,9 KB, 22x aufgerufen)
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  #76  
Alt 01.10.2018, 12:45
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Xylander, die Belehnung von Brüdern war durchaus üblich und schon deswegen sehr sinnvoll, da zumindest bei Erblehen die Chance auf Verbleib des Lehens in der Familie dann etwas wahrscheinlicher wurde, wenn einer Lehnsnehmer kinderlos blieb oder die Kinder eines der Lehnsnehmer ausfielen.

Wenn Wennemar Bernhard im Jahre 1719 belehnt wurde, kann es sich dabei eigentlich nur um den Vater Joachim Diedrichs handeln, da jener zu diesem Zeitpunkt meiner Schätzung nach um die 50 Jahre alt gewesen sein wird. Dessen Vater Bernhard Wennemar wäre folglich bei der Belehnung um die 80 Jahre alt, was mir für eine Neubelehnung jetzt nicht so wahrscheinlich vorkommt. Handelt es sich denn überhaupt um eine Neubelehnung oder um eine Lehnserneuerung? Geht das aus dem Regest hervor?

Nein, zu besagter Dame hatte ich noch keinen Kontakt.

Viele Grüße
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  #77  
Alt 01.10.2018, 13:37
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Zitat:
Zitat von Gandalf Beitrag anzeigen
Zwei Puzzleteilchen aus Anklam hab ich noch:
Danke Gandalf, das wird ja eine ganze Kolonie.

Cord, der Vater des Johan Niclas, war 1697 gestorben (laut Curt v. Scheven)
Was war er von Beruf?

Und Jürgen war ein Bruder von Joachim Diedrich.

Viele Grüße
Xylander
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  #78  
Alt 01.10.2018, 13:44
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Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Xylander, die Belehnung von Brüdern war durchaus üblich und schon deswegen sehr sinnvoll, da zumindest bei Erblehen die Chance auf Verbleib des Lehens in der Familie dann etwas wahrscheinlicher wurde, wenn einer Lehnsnehmer kinderlos blieb oder die Kinder eines der Lehnsnehmer ausfielen.
Wenn Wennemar Bernhard im Jahre 1719 belehnt wurde, kann es sich dabei eigentlich nur um den Vater Joachim Diedrichs handeln, da jener zu diesem Zeitpunkt meiner Schätzung nach um die 50 Jahre alt gewesen sein wird. Dessen Vater Bernhard Wennemar wäre folglich bei der Belehnung um die 80 Jahre alt, was mir für eine Neubelehnung jetzt nicht so wahrscheinlich vorkommt. Handelt es sich denn überhaupt um eine Neubelehnung oder um eine Lehnserneuerung? Geht das aus dem Regest hervor?
Nein, zu besagter Dame hatte ich noch keinen Kontakt.
Viele Grüße
Stimme Dir zu, consanguinus. Zwei Brüder sind mir auch schon begegnet, auch Vater und Sohn.
Ich tippe auch auf Wennemar Bernhard, aus demselben Grund, und weil wahrscheinlich die Reihenfolge der Vornamen beachtet wurde, um Verwechselungen zu vermeiden. Und schließlich wegen der Titulierung als wolehrenvest und wohlfürnehm.
Zum Regest: schicke ich Dir nach dem Mittag. Den Anhang hatte ich ja wieder rausgenommen.

Viele Grüße
Xylander

Geändert von Xylander (01.10.2018 um 14:00 Uhr)
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  #79  
Alt 01.10.2018, 13:57
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Cort war ein "Kauffman" ....
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  #80  
Alt 01.10.2018, 14:02
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Ach, entschuldige Gandalf, ich meinte den Johan Niclas
Viele Grüße
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