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  #1  
Alt 08.06.2017, 10:43
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Standard Lebensgeschichte entziffern aus 19. Jh. Teil III

Quelle bzw. Art des Textes: Handgeschriebener Text aus dem 19. Jh., vermutlich Teil einer Lebensgeschichte
Jahr, aus dem der Text stammt: 1887?
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Schlesien
Namen um die es sich handeln sollte:


Wenn der zu transkribierende Text nicht in deutscher Sprache verfasst ist, sind Sie hier falsch! Siehe gelbe Hinweisbox oben!

Liebe Meister der alten Schrift,
diese 4 kleinformatigen Seiten lagen bei den bereits durch Eure Hilfe entzifferten seiten der Lebensgeschichte. Vermutlich gehören sie noch dazu.
Vielleicht könnt Ihr mir ja nochmals behilflich sein?
Ich wäre sehr dankbar für Euer Können!
Herzliche Grüße, Ulrike

Bitte tippen Sie hier den Text Zeile für Zeile ein, soweit Sie diesen selbst entziffern können. Sie können unsichere Wörter mit einem Fragezeichen und fehlende Stellen mit Punkten kennzeichnen. Nennen Sie zumindest unbedingt die Orts- und Familiennamen, die im Text vorkommen (sofern lesbar bzw. bekannt)!
Eine Anrede, eine freundliche Bitte und am Schluss ein netter Gruß erhöhen die Motivation der Helfer!
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf A.pdf (650,4 KB, 19x aufgerufen)
Dateityp: pdf B.pdf (646,8 KB, 5x aufgerufen)
Dateityp: pdf C.pdf (673,6 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: pdf D.pdf (667,0 KB, 5x aufgerufen)

Geändert von Ulli2017 (08.06.2017 um 10:45 Uhr)
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  #2  
Alt 08.06.2017, 14:28
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Karla Hari Karla Hari ist offline
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hola

a.pdf

Dienstbuch in Händen, kann also an
2t weg, habe auch zu hause zu thun,
ehe ich in die Fabrik gehe, ich soll aber
noch 14 Tage bleiben, und Agnes will
mich überreden bis Ostern zu bleiben
und diese weis, wie sie ist, ich bleibe
nicht. Darauf sagte ich zu Höhe, es kente
recht gut gehen, wenn Anna manchmal
nicht so hartköpfig wäre, sie hat ihre
guten Seiten, aber bekomt sie ihr
Wesen, so wirft sie ihr das ganze
Eßbesteck vor die Füsse, da nehmen
die Kinder heraus, werfen es
schmuzig hinein, dann Rustert? es.
Es ist auch mit mir so, als sie die Stube
bezogen, sagte Alois, Mutter, ihr brauchte
weder feuerung noch Beleichtung
und mir kentet ihr ein Dienstmädel
ersparen; weiter kam ich nicht, ich
herte Geräusch, sah nach, da kam
Alois Ahnungslos durch die Küche, Anna
schwang hinaus, fing im Haus einen
furchtbaren Lärm an. Ich hatte
auf sie Geschimpft

Tagebuch 1887 den 5 May
dem 18/4 kam ich aus Reuenbach
durfte aber nicht bei Alois bleiben, weil
es die Frau nicht will, um bin ich
heite schon 2 Wochen da, es hat mich aber
noch niemand von Alois besucht, den 3/5
der kl Alois, der liebe Gott behüte
mich vor Krankenlager, ach wie gut
hat es doch Gott mit dem l. Fater gemacht
den konte ich Pflegen, aber, wer wird
mich = den 6/5 war Alois bei mir den 19/5
war ich auf des lieben Faters Grabe pflegen
Ida habe ich auch beleidigt, das sie mich
nicht sieht, wenn ich gleich bei ihr bin
mit dieser Verachtung straft sie micht
weil ich meine Tochter nicht so verachte
wie sie es wollen = kann die vieleicht
davir, das ihr Mann das Brod durch
Arbeit, und nicht durch Geschäft verdient:
Ist sie deshalb nicht so gut wie die Söhne
mein Kind? wenn mich auch die Söhne
unterstützen, die Schwiegertöchter
haben für mich noch keinen Finger
gekrümmt: und wie oft braucht eine
alte tief gebeugte Mutter Throst
und Handreichungen?
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #3  
Alt 08.06.2017, 15:36
mawoi mawoi ist offline
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C
Jetzt ist es schon 2 Monat, das ich über
meines Sohnes Rochus Schwelle nicht
getreten bin, ob auch mein Herz ob
so unverdienter Verachtung täglich
blutet, und desto eher bricht, ist
dieser stolzen Frau, und ihres ganz
zu ihren Dienstbaren Sklaven
gemachten Gatten, welcher die
Liebe zu seiner Muter ganz leise
zeigen darf, ganz gleich, ich bin
eine Last, die sie sich gerne ab-
schüttelten, darf mich doch mein
Sohn jetzt blos besuchen, das
sie es nicht weis, aber warum
läßt sich ein Mann dieses
von seiner Frau Biethen? -
auch wenn er von ihrem Vermögen
zehrte, wie dies umgekehrt der
Fall ist, müsste er Herr seiner
Handlungen sein. Ich bitte Gott
unzehlige mahl, indem ich bei den
Bildniß meines unvergeßlichen
Gatten weine, er soll diesem elenden
Dasein ein Ende machen oder
wenn ich noch leben soll,
mir einen Weg zeigen, wie
ich mir mein Brod verdienen
kann, damit ich diese Almosen
nicht brauche, denn man gibt
jedem Bettler eine Gabe, dann ist er einen freund.- Dies
ist für eine Mutter, die ihre
Kinder so mühsam Erzogen,
hart- ach zu hart.-
ob ich gleich von Anna schon vieles
erduldet, mir sogar nachsagen
lassen mus, ich sähe überall
Zwietracht, was, Gott ist mein
Zeuge, noch niemals meine
Absicht war, obwohl ich manches
sehe und here, wo ich als Mutter
zu sagen hette, sind doch die
jungen Frauen zu klug und
die alten haben nur nicht
zu Wirtschaften verstanden,
so hat sie keinen so langen
Zorn). Der liebe Gott gieb,
das niemand in meine Lage
komt.

VG
mawoi

Geändert von mawoi (08.06.2017 um 16:35 Uhr)
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  #4  
Alt 08.06.2017, 16:50
mawoi mawoi ist offline
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B
Heute den 14. Juni hatte ich Rochus zu
seinen 34t Geburtstag, weil ich ihm
nichts schenken konte, eine Gurlande
gebunden, ich trug sie früh 1/2 5 ...
Rochus kam heraus, und ich kante, das ich
nicht hinein kommen solte, doch ich bezwang
mich, ging hinein und grüßte. Madam
Franke war über ihrer Fresur;
stand wie angewurzelt vor den
Spiegel, stat zu antworten, brumte
sie so etwas wie gut Morgen, aber
zu verstehen wars nicht, ich gratulirte
Rochus, welcher sehr freundlich zu mir
war, und ging fort, sie hat nicht Ade
gesagt= Rochus kam bald darauf
zu mir, er, noch Ich, sagten ein Wort
wegen dem Entpfang Seitens Ida.
Aber kann ein Sohn, der seine arme
Mutter zu Lieben vorgibt, ruhig zusehen,
das sie seine Frau so schmählich...
Ich bin mir nicht Bewußt, sie durch ein
Wort beleidigt zu haben! Das sie etwa
denkt, ich würde um ihre Gunst betteln
eher suche ich mein Brod bei fremden
zu haben, halten sie sich eine
fremde Frau- nun ich kann
mich nicht Todt weinen, so viel
Threnen ich auch vergisse.
Den 30/10 ging ich von Böhm zu
Bürgel, weil ich dort weniger
Mithe brauche, und Ebenerdig wohne.
Den 2/11 Beschenkten mich Alois und
Marie zu meinem Geburtstag.
Den 18/12 wollten sie nach Waldenburg
fahren, ich sollte im Laden etwas
Obacht geben, deßhalb aß ich zeitig zu
Mittag und blieb deshalb bald in der
Post. Da kam Höhe aus Gottesber
zurück, setzte sich, da er müde war,
aufs Sopha, und ging nicht gleich hinauf.
Da kam seine Pauline mit dem Kaffe-
topf und sagte zu ihm, Fater, Du
mußt machen,, das ich zum 2ten zihen
kann, es ist ein reines Spektakel.
ich hatte voriges 1/4 Jahr gekündigt
und dieses wieder, ich habe das

VG
mawoi
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  #5  
Alt 08.06.2017, 18:16
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Das scheint ja doch etwas mehr Text zu sein. Wenn das keine Motivation ist die deutsche Schreibschrift zu lernen, dann weiß ich auch nicht. Es ist nicht schwer. Reichlich Text zum üben ist ja nun da
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #6  
Alt 09.06.2017, 07:31
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und d.pdf:

heite den 1/9 bin ich wieder ganz
unglücklich Rochus zieht in die Mittel-
Mühle, er hat zu paken und zu Räumen
aber sie verkehrt blos mit der Blau
Schmiedin, braucht mich nicht, so oft
ich meine Dienste schon angeboten
die oft ich um Verdienst Jamere
hält sie sich fremde Frauen, Ich
hatte mich so gefreut, ihm einmahl
nahe zu haben, und jetzt kent
Ida mich nicht, geht einen Umweg
um mir nicht zu begegnen?
heite den 6/9 bin ich krank habe große
Schmerzen in meiner bösen Seite
auch die ausgerenkte Schulter tut
weh; Alois und Mari besuchten mich
den 7/9 fuhr Rochus ein haus in
diersdorf besehen, und Mari Pachtete
des Winters Wohnung. den 15/9 1887
kaufte Rochus Nieder Langwalterdorf
ein schönes haus mit 3 Morgen Grund
für 3050 Thaler, holte den 29/9 seine
Sachen in Reichenbach, haben viel
Arbeit, wo ich helfen kente, aber,
um mich nicht in ihrer Nähe

den 10/6 machte Alois eine Reise
von der er am 16/6 abends zurück kam
den 8/7 war Mari mit mir bein
Grabe des l Faters er hatte Geburtstag
Sontag den 10/7 ging ich mit Paul und
Mari das Kloster Gristau besuchen,
Heite den 19/7 bin ich von allen
Entblößt: ich habe kein Brod, Butter
Mehl, kein Fett, kein Salz soger nicht
ein Streichholz Kaffe und Zuker Zigare
noch auf Morgen = Ach ich schreie
oft laut auf vor Angst ... was
soll ich anfangen auf die alten
Tage mich als Kinderfrau Verei...
verstand. der liebe Gorr verläßt
mich nicht, soeben brachte mir Alois
2 .. Mehl 1/4 .. Kaffe, .. Farin 1/2 .. Butter
heite den 23/7 bin ich krank, Kummer
Entbehrung, und besonders die grobe
Verachtung Idas thun das ihrige;
heite den 30/7 war ich in Waldenburg
habe ein 5 Kit Kartoffel fir 30 Pf und
1/4 Schweinefleisch geholt.
den 3/8 war ich mit Mari bei Fr Häusler
den 2/9 war ich, Mari,u Alois bein
Grabe des l. Faters, und bei Frau
Häusler.
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #7  
Alt 09.06.2017, 10:47
Verano Verano ist offline
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"2 .. Mehl 1/4 .. Kaffe, .. Farin 1/2 .. Butter"

https://www.google.de/search?q=altes...h=652&dpr=1.25


Das Zeichen für Pfund.
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #8  
Alt 09.06.2017, 11:15
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Karla Hari Karla Hari ist offline
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oh cool, hab ich wieder was gelernt, bin ja nicht umsonst hier
__________________
Lebe lang und in Frieden
KarlaHari
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  #9  
Alt 09.06.2017, 11:22
mawoi mawoi ist offline
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Hallo,
noch ein paar Kleinigkeiten:

heite den 1/9 bin ich wieder ganz
unglücklich Rochus zieht in die Mittel-
Mühle, er hat zu paken und zu Räumen
aber sie verkehrt blos mit der Blau
Schmiedin, braucht mich nicht, so oft
ich meine Dienste schon angeboten
so oft ich um Verdienst Jamere
hält sie sich fremde Frauen, Ich
hatte mich so gefreut, ihm einmahl
nahe zu haben, und jetzt kent
Ida mich nicht, geht einen Umweg
um mir nicht zu begegnen?
heite den 6/9 bin ich krank habe große
Schmerzen in meiner bösen Seite
auch die ausgerenkte Schulter tut
weh; Alois und Mari besuchten mich
den 7/9 fuhr Rochus ein haus in
diersdorf besehen, und Mari Pachtete
des Winters Wohnung. den 15/9 1887
kaufte Rochus Nieder Langwalterdorf
ein schönes Haus mit 3 Morgen Grund
für 3050 Thaler, holte den 29/9 seine
Sachen in Reichenbach, haben viel
Arbeit, wo ich helfen kente, aber,
um mich nicht in ihrer Nähe

den 10/6 machte Alois eine Reise
von der er am 16/6 abends zurück kam
den 8/7 war Mari mit mir bein
Grabe des l Faters er hatte Geburtstag
Sontag den 10/7 ging ich mit Paul und
Mari das Kloster Gristau besuchen,
Heite den 19/7 bin ich von allen
Entblößt: ich habe kein Brod, Butter
Mehl, kein Fett, kein Salz sogar nicht
ein Streichholz Kaffe und Zuker Zigare
noch auf Morgen = Ach ich schreie
oft laut auf vor Angst ... was
soll ich anfangen auf die alten
Tage mich als Kinderfrau Vermithen
mich bringt die Scham um den
verstand. der liebe Gott verläßt
mich nicht, soeben brachte mir Alois
2 Pfund Mehl 1/4 Pfund Kaffe, .. Farin 1/2 Pfund Butter
heite den 23/7 bin ich krank, Kummer
Entbehrung, und besonders die grobe
Verachtung Idas thun das ihrige;
heite den 30/7 war ich in Waldenburg
habe ein 5 Kit Kartoffel fir 30 Pf und
1/4 Schweinefleisch geholt.
den 3/8 war ich mit Mari bei Fr Häusler
den 2/9 war ich, Mari,u Alois bein
Grabe des l. Faters, und bei Frau
Häusler.

VG
mawoi
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  #10  
Alt 09.06.2017, 12:07
Verano Verano ist offline
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Hallo Ihr Fleißigen!

Vor Farin ist auch das Pfundzeichen:
http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WB...&lemid=DF00330
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Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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19. jahrhundert , handschrift , lebensgeschichte teil iii , schlesien

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