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  #11  
Alt 20.03.2021, 14:01
Benutzerbild von OlliL
OlliL OlliL ist offline männlich
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Moin,


als ich mit der Ahnenforschung anfing hatte ich das hehre Ziel alles zu transkribieren. Das sah dann bei Spaltenbüchern anfänglich so aus:

1_orig.JPG

1_trans.JPG

Irgendwann wurde mir das dann zu lästig, und ich bin darauf übergegangen:

2_orig.JPG

2_trans.JPG

Aber irgendwann später wurde mir dann klar - das wird eine so immens große Aufgabe wirklich alles transkribiert niederzuschreiben, das ich inzw. nur noch die Einträge wiedergebe, die ich selber nur mit Hilfe der Lesehilfe hier gelesen bekomme. Und da bewegen wir uns dann eher im 18. oder 17. Jhd. ohne Spalten....

Viele Grüße,
OlliL
__________________
Mein Ortsfamilienbuch Güstow, Kr. Randow: https://ofb.genealogy.net/guestow/
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  #12  
Alt 20.03.2021, 14:59
Sebastian_N Sebastian_N ist offline männlich
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Zitat:
Zitat von Garfield Beitrag anzeigen
Hallo

Ich notiere mir normalerweise überhaupt keinen Text dazu, hänge aber Fotos von Kirchenbucheinträgen oder Printscreens uä. im meinem Programm als Anhang an. So kann ich jederzeit direkt nachlesen. Beispielsweise die standesamtlichen Einträge in Italien haben ziemlich viel Fliesstext inkl. Zeugen, die eher bürokratischer Art sind und damit für mich ziemlich irrelevant. Ich würde Stunden oder Monate an Arbeit investieren, wenn ich diese Texte alle transkribieren würde.
Daher notiere ich mir auch einfach die relevanten Daten in meinem Programm (was auch immer die sind, natürlich nehme ich auch sowas wie Namen der Grossväter oder Berufe auf).

Einzige Ausnahme waren bisher die Fälle, in denen ich in der Lesehilfe nachgefragt habe. Da speichere ich den transkribierten Text natürlich, weil ich ihn ja eh schon vorliegend habe. Sowie Einzelfälle, bei denen mir eine Person genug wichtig war oder es ein Problemfall war, da habe ich die Einträge transkribiert bei der Quelle in WikiTree hinzugefügt, damit andere (fremdsprachige) Ahnenforscher die Daten besser nachvollziehen können.
Exakt genauso mache ich das auch!

consanguineus, eine (wissenschaftlichen) Aspekt darfst du nicht vergessen, du "verfälschst" die originalen Quellen. Lass es mich erklaren.

Sobald du (genau wie jeder von uns) Text abschreibst, wirst du davon ausgehen müssen, dass du Fehler machst, mal wie pingelig du arbeitest. Vielleicht ganz selten, aber dadurch, dass du wohl viele Daten hast, also viele KB Texte und man nie weiß (logischerweise), wann man Fehler macht, dürftest du automatisch deinem eigenen Text auf Dauer nicht vertrauen können.

Ich würde transkribieren, wenn man es nicht lesen konnte oder ähnlichen Gründen, wie von Garfield angegeben. Oder wenn man ein Buch schreibt und anschaulichen Text braucht oder eine Transkription für die Leser bei angefangenen Ausschnitten von KBs.

Ansonsten würde ich das so machen, dass die originalen KB Text "für sich sprechen" sollten. Denn diese bleiben unverfälscht (ja einer der Vorteile von Scans).

Beste Grüße

Seb

P.S.: Zu OlliL's Einwand. Ich habe Spalten mit "backlash" angegeben. Zum Beispiel: Name, Vorname / (neue Spalten) Geburtsdatum / Geburtsort etc.

Geändert von Sebastian_N (20.03.2021 um 15:00 Uhr)
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  #13  
Alt 20.03.2021, 19:58
Benutzerbild von consanguineus
consanguineus consanguineus ist gerade online männlich
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Hallo zusammen,

ich danke Euch sehr für Eure Antworten!

Es wird dann für mich dabei bleiben, die Spaltenkirchenbucheinträge lediglich dem Inhalt nach zu erfassen, und zwar in meiner Excel-Tabelle und in meinem eigenen Schema. Der Informationsgehalt der Spaltenkirchenbücher ist ja nun wirklich unmißverständlich. Ich werde in meiner Ahnenliste auch nur die jeweilige Quelle angeben, und wenn spätere Leser meiner bislang ungeschriebenen Ahnenliste meinen, meine Angaben anzweifeln zu müssen, dann sei es ihnen unbenommen, diese Quellen anzuzapfen. Immerhin müssen sie sie nicht mehr ausfindig machen.

Bei den Kirchenbucheinträgen vor 1815 werde ich ebenfalls bei meiner Vorgehensweise bleiben und sie wörtlich erfassen. Meistens sind sie ja auch nicht so lang, verbergen dafür aber nicht selten wichtige Informationen, deren Wert man erst später zu schätzen weiß. Daß ich einen Scan des Originals nicht nachhalten werde liegt ganz einfach daran, daß ich nicht zu jedem Eintrag einen Scan habe. Manche Archive lassen eben keine Fotos zu. Und wozu auch? Es gibt Miarbeiter, Profis, die sehr gut darin sind, alte Schriften zu entziffern. Jeden Scan zu Hause zu haben würde die Sache meines Erachtens nicht "wissenschaftlicher" machen. Ich bin für eine möglichst fehlerfreie Transkription immer noch selber verantwortlich. Sie wird nicht dadurch besser, daß meine Festplatte voll von Scans ist.

Mir liegt eine Familienchronik aus den 1930er Jahren vor, aus der ich manche Information entnommen habe. Ich habe jede inzwischen fast jeden Kirchenbucheintrag, der dort wiedergegeben wird, im Original oder auch bei Archion gesehen und festgestellt, daß der Verfasser der Chronik nicht einen einzigen Fehler gemacht hat. Er hat extrem sorgfältig gearbeitet und dieselbe Sorgfalt haben auch die Menschen walten lassen, die dieses Buch druckreif gemacht haben. Damit will ich nur sagen, daß es durchaus möglich ist, nahezu fehlerfrei zu arbeiten. Ich kann es für mich natürlich nicht garantieren, aber ich gebe mir Mühe. Die eigentliche Schwierigkeit besteht ja häufig nicht darin, den Wortlaut eines Kirchenbucheintrages zu erfassen, sondern aus diesem die richtigen Schlüsse zu ziehen, den Zusammenhang zu erkennen.

Viele Grüße
consanguineus
__________________
Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #14  
Alt 20.03.2021, 20:17
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Garfield Garfield ist offline weiblich
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Hallo consanguineus

Das ist doch in Ordnung so. Es kommt ja auch auf die Umstände an, in denen man forscht und was man genau an Daten zusammentragen will.

Bei mir ergab es sich so, dass ich mir in meinem ersten Ahnenforschungs-Urlaub Notizen aus den Kirchenbüchern machte, aber mir wurde schnell klar, dass das alleine zu wenig war und auch zu zeitintensiv, da ich pro Jahr maximal eine Woche zur Verfügung habe. Also hatte ich angefangen, möglichst viele Fotos von Kirchenbucheinträgen zu machen und die dann zu Hause in Ruhe auszuwerten. Da ich sie nun habe, verknüpfe ich sie natürlich, denn es kommt schon ab und zu vor, dass ich noch etwas genauer wissen will, z.B. das Todesdatum aufgrund der Heiratseinträge der Kinder eingrenzen oder sowas.

Beim Zivilstandesamt hier darf man nur Einträge, die älter als 1875 sind, kopieren lassen. Die neueren muss man wegen Datenschutz abschreiben (was mir absolut keinen Sinn ergeben will). Die habe ich natürlich auch nur abgeschrieben, weil es aber im Verhältnis nur wenige Seiten waren und meine eigene Sauklaue schlimmer ist als die im Original-Eintrag, habe ich dann alles ins Programm eingegeben mit Hinweis, dass ich das gelesen und interpretiert habe. Das muss für andere Forscher dann halt auch reichen.

Zitat:
Zitat von Sebastian_N Beitrag anzeigen
P.S.: Zu OlliL's Einwand. Ich habe Spalten mit "backlash" angegeben. Zum Beispiel: Name, Vorname / (neue Spalten) Geburtsdatum / Geburtsort etc.
Das finde ich eine gute Idee, werde ich künftig wohl so machen.

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Die eigentliche Schwierigkeit besteht ja häufig nicht darin, den Wortlaut eines Kirchenbucheintrages zu erfassen, sondern aus diesem die richtigen Schlüsse zu ziehen, den Zusammenhang zu erkennen.
Das denke ich auch.
__________________
Viele Grüsse von Garfield

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  #15  
Alt 20.03.2021, 21:58
Sebastian_N Sebastian_N ist offline männlich
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Hallo an alle,

das einzige Problem, dass ich sehe mit dem puren Transkribieren ist, wenn man ein Wort oder einen Namen nicht richtig entziffern kann und dann steht da. Bei einem Scan kann man dann hier im Forum nachfragen oder es zuhause in Ruhe selbst entziffern.

Ein Grund, waren ich sehr gern Scans habe, ist das Gefühl der Nähe zur Materie a la damals wurde das Brautpaar gerade verheiratet oder das Kind gerade getauft, der Pfarrer trug das t an selben Tag ein und nun habe ich einen tollen Scan davon. Boah.

Beste Grüße

Seb

Geändert von Sebastian_N (20.03.2021 um 21:59 Uhr)
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  #16  
Alt 21.03.2021, 11:32
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hepfi hepfi ist offline weiblich
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Ich habe ein Word-Datei und schreibe dort alle Transkripte rein, wobei ich aber die Tabellenüberschriften abkürze, das Datum in moderner Form aufschreibe und Daten wie die Hebamme meistens weglasse. Grund: So habe ich auch die Texte durchsuchbar in einer Datei und ich finde viel schneller was. Es geht mir nicht um eine genaue wissenschaftliche Transkription, nur um den Inhalt.
Ich habe aber auch Screenshots von allen Quellen sortiert und im Ahnenforschungsprogramm inkl. meines Texts angehängt.
__________________
Man muss die Tatsachen kennen, bevor man sie verdrehen kann. (Mark Twain)
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