#1  
Alt 07.11.2020, 15:54
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conny-mario conny-mario ist offline männlich
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Standard Stammbaum- Adoption eintragen?


Hallo zusammen,
Mein Mutter war im Kleinkindesalter adoptiert worden.
Meine Fragen lauten:
Muss ich im Stammbaum jetzt die Adoption mit eintragen?
Dann hätte ich aber keine biologische Linie mehr, um z.B. per DNA noch andere Verwandte finden zu können.
Meine Mutter lebt noch, aber ich habe keinen Kontakt zu ihr.
Das Aktenzeichen der Adoption ist mir bekannt, darf ich dieses überhaupt einsehen?
Da könnte ich ja den leiblichen Vater meiner Mutter vielleicht finden, da dieser nicht auf der Geburtsurkunde steht(also waren die Eltern wohl nicht verheiratet gewesen).

Danke für Eure Mühen

Gruß Mario
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Allen einen guten weiteren Erfolg bei der Ahnenforschung.
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  #2  
Alt 07.11.2020, 16:27
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Hallo

Um welche Art Stammbaum geht es? Normalerweise erforscht man in der Genealogie eigentlich die Blutsverwandtschaft. Heutzutage wird es aber ein bisschen kompliziert bei Patchworkfamilien usw.
In meinem Offline-Programm trage ich daher auch "Verwandte" ein, die weder leiblich noch auf dem Papier verwandt sind, aber sozial halt seit 30 Jahren zur Familie gehören. Natürlich immer mit entsprechender Notiz.
Bei den meisten Programmen kannst du Eltern und Adoptiveltern eintragen, so dass du beide Eltern eintragen kannst. Wo du dann lieber weiter forschen möchtest, bleibt dir überlassen.

Bei Online-Stammbäumen müsstest du schauen, ob dort auch DNA-Testergebnisse eingetragen werden. Dann solltest du nur die biologischen Eltern als "normale" Eltern eintragen, damit du korrekte DNA-Matches erhälst. Falls es dort ein Notizfeld gibt, könntest du ebenfalls einen Hinweis zu den Adoptiveltern eintragen und wenn es die Option für Adoptiveltern gibt, kannst du sie dort eintragen.
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  #3  
Alt 07.11.2020, 17:24
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Hallo Garfield,
Ich benutze Ahnenblatt(Vollversion).
Mir ist wichtig, was hat höhere Priorität, Adoption oder Biologisch im Stammbaum, um weiter zu kommen.
Am Ende soll ein Stammbaum entstehen, der auch für die Nachkommen relevant ist.
Gruß Mario
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  #4  
Alt 07.11.2020, 20:49
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Hallo,
in der Ahnenforschung geht es eigentlich primär um die biologische Abstammung, die ja im Grunde unveränderlich ist. Bei der Adoption handelt es sich um ein reines Rechtsgeschäft, dessen Wirkungen sich mehrfach geändert haben.
Vor 1977 wurde z.B. durch Adoption die Verwandschaft zur bísherigen Familie nicht aufgehoben. Heute erlischt - bei Adoption eines minderjährigen Kindes - die Verwandschaftbeziehung zur bisherigen Familie vollständig. Die Adoptiveltern gelten rechtlich wie leibliche Eltern und es besteht keinerlei Verwandschaftsverhältnis mehr zu den bisherigen Eltern. Dies gilt aber nicht für die Adoption eines Erwachsenen, was ja auch vorkommt.
Ich würde nur, wenn ich Informationen über die leiblichen Eltern hätte, zweigleisig fahren. Sofern auch ein Wechsel des Namens stattgefunden hat und beide Namen bekannt sind, würde ich dann "beide" Personen getrennt erfassen und die Linien auch getrennt verfolgen. Entsprechende Notizen sollten selbstverständlich sein.
Entscheidend für die eigene Familie (und Kinder) sollte m.E. die emotionale Bindung sein.
Ich denke, man muss auch die Entwicklung berücksichtigen: künstliche Befruchtung, gleichgeschlechtliche Partnerschaften ...
Zunehmend Gründe für Adoptionen.

Gruß
Lothar
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Geändert von Genialoge (07.11.2020 um 20:54 Uhr)
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  #5  
Alt 08.11.2020, 15:25
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Hallo,
Danke für die Antwort, aus der ich lese: da meine Mutter vor 1977 schon volljährig war,
die bisherige Verwandschaft erhalten bleibt und somit auch erbberechtigt ist.

Gruß Mario
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  #6  
Alt 08.11.2020, 16:15
KaetheK KaetheK ist offline
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Hallo,

auch meine Mutti ist nicht von leiblichen Eltern großgezogen worden. Ich formuliere das mal freundlich, denn die richtige Mutter hat das Baby im Krankenhaus zurück gelassen, weil sie keine Verwendung dafür hatte. Die Frau, die sich dieses Babys angenommen hat im Jahr 1945, wo kaum einer mit sich selbst zurecht kam, hat mit ihrem späteren Ehemann meiner Mutti ein liebevolles Zuhause gegeben. Und für mich sind diese beiden meine Großeltern und sie stehen im Stammbaum. Wenn mein DNA-Test jetzt Ende November durch ist, ist für mich auch nur von Interesse, was zu allen anderen Linien gehört, diese Erzeuger sind mir restlos "Wurscht".

Vielleicht seht Ihr das anders - ich seh´s halt so.

LG KaetheK
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Geändert von KaetheK (08.11.2020 um 17:03 Uhr) Grund: Korrektur
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  #7  
Alt 08.11.2020, 18:34
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Zitat:
Zitat von KaetheK Beitrag anzeigen
...
Die Frau ... hat mit ihrem späteren Ehemann meiner Mutti ein liebevolles Zuhause gegeben. Und für mich sind diese beiden meine Großeltern und sie stehen im Stammbaum.

...
Das sehe ich ganz genau so. Es ist m.E. schon entscheidend, wie, wann oder warum es zu einer Adoption gekommen ist. Und welche Linien ich für meine eigenen Zwecke verfolge, bleibt allein mir überlassen.
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  #8  
Alt 08.11.2020, 18:44
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Selbstverständlich ist es jedem überlassen, wen er in seinen Stammbaum einträgt. Mit Ahnenforschung hat aber ein Stammbaum, in dem die Linie der Adoptiveltern weiterverfolgt wird aber nichts mehr zu tun. Ich habe zwar großes Verständnis dafür, wenn jemand zu seinen Adoptiveltern ein ebenso enges Verhältnis aufbaut wie andere zu ihren leiblichen Eltern. Oder sogar ein engeres. Auch kann ich den Frust über die Mutter nachvollziehen, die ihr Baby verlässt oder aus welchem Grund auch immer zur Adoption freigibt. Dennoch ist Ahnenforschung kein Wunschkonzert. Das Blut wird nur über die biologischen Eltern weitergegeben.
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Suche:

Joh. Christian KROHNFUSS, Jäger, * um 1790
Anton BLANKE, Halbspänner in Kl. Rhüden, * um 1750

Joh. Andr. MAASBERG, Bürger und Windmüller in Peine, * um 1730
Daniel KRÜGER, Amtmann in Bredenfelde, * err. 1729
Georg Melchior SUDHOFF, Pächter in Calvörde, * um 1680
Dorothea v. NETTELHORST a. d. H. Kapsehden, * um 1600
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  #9  
Alt 08.11.2020, 19:04
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Hallo,

Zitat:
Zitat von consanguineus Beitrag anzeigen
Das Blut wird nur über die biologischen Eltern weitergegeben.
ja, das stimmt schon. Aber ich möchte nicht wissen, wievele Kuckuckskinder in unseren Stammbäumen sind oder wieviele ledige Mütter (warum auch immer) einfach irgendeinen Namen angegeben hatten.

Adoption kommt in meinen Stammbäumen nicht vor, aber vermutlich würde ich beide Linien verfolgen, die leibliche und die Adoptivlinie. Ich verfolge ja auch Geschwister und deren Nachkommen um evtl Verbindungen mit anderen Stammbäumen zu erhalten. Die gehören streng genommen auch nicht dazu.
__________________
Viele Grüße .................................. .
Christine
.. .............
Wer sich das Alte noch einmal vor Augen führt, um das Neue zu erkennen, der kann anderen ein Lehrer sein.
(Konfuzius)

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  #10  
Alt 08.11.2020, 19:38
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Christine, wenn wir jetzt an der Ehrlichkeit unserer Vorfahren oder der Glaubwürdigkeit von Kirchenbüchern oder anderer Quellen mit offiziellem Charakter grundsätzlich zweifeln wollen, dann können wir diese Freizeitbeschäftigung "Ahnenforschung" auch bleiben lassen. Wenn der Standesbeamte schreibt, daß A und B die Eltern von C sind, dann gehe ich zunächst davon aus, daß das auch so ist. Es sei denn, es existieren stichhaltige Beweise für einen anderen Sachverhalt.
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