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  #1  
Alt 05.06.2017, 20:49
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Registriert seit: 24.03.2017
Ort: Berlin
Beiträge: 14
Frage Lebensgeschichte entziffern 19. Jh. Teil II

Quelle bzw. Art des Textes: Handgeschriebene Lebensgeschichte
Jahr, aus dem der Text stammt: 1887
Ort und Gegend der Text-Herkunft: Schlesien
Namen um die es sich handeln sollte:


Wenn der zu transkribierende Text nicht in deutscher Sprache verfasst ist, sind Sie hier falsch! Siehe gelbe Hinweisbox oben!
Liebe interessierte Entzifferungskünstler,
in diesem Forum habe ich bereits wertvolle Hilfe bekommen, um die 1. Seite einer handgeschriebenen Lebensgeschichte zu entziffern.
Nun habe ich noch weitere Seiten, die vielleicht von meiner Ur-Ur-Großmutter stammen, was ich hoffe, aus dem Zusammenhang erkennen zu können. Ab Seite 3 ist die Reihenfolge der Seiten mir leider noch unklar.
Ich freue mich über jede Hilfe und teile deshalb gern diese spannende Geschichte!
Herzliche Grüße, Ulrike


Bitte tippen Sie hier den Text Zeile für Zeile ein, soweit Sie diesen selbst entziffern können. Sie können unsichere Wörter mit einem Fragezeichen und fehlende Stellen mit Punkten kennzeichnen. Nennen Sie zumindest unbedingt die Orts- und Familiennamen, die im Text vorkommen (sofern lesbar bzw. bekannt)!
Eine Anrede, eine freundliche Bitte und am Schluss ein netter Gruß erhöhen die Motivation der Helfer!
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf LG S.2.pdf (796,9 KB, 9x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG Rest S. 2.pdf (543,3 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 3 Fragezeichen.pdf (884,1 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 3 Fragezeichen Rest.pdf (671,9 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 4 Fragezeichen.pdf (954,3 KB, 1x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 4 Fragezeichen Rest.pdf (818,8 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 5 Fragezeichen.pdf (848,5 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG Rest S.5 Fragezeichen.pdf (720,9 KB, 0x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 6 Fragezeichen.pdf (911,4 KB, 6x aufgerufen)
Dateityp: pdf LG S. 6 Fragezeichen Rest.pdf (776,3 KB, 2x aufgerufen)
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  #2  
Alt 05.06.2017, 21:45
Verano Verano ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2016
Beiträge: 7.789
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LG S.5 Fragezeichen:

Der Verdienst klein, Krankheit suchte uns heim, der kl
Robert starb am 10. August 1861. Der Fater hatte Tiphus und
Halsentzündung, Durchgemacht, so zogen wir nachdem wir
alles bezahlt hatten mit 3 Kindern und 28 Gulden in Privatwohnung
Der Fater ging auf Tagarbeit, weil es nicht aufs nöthigste
langte, ging ich mit ihm in Wald Holzflößen um verdienen
zu helfen, ich hatte mir aber die Hand zu sehr angesträngt,
und auf den Flek wo sie 6 Jahre zuvor böse gewesen, wurde
sie wieder, nun saß ich 6 Wochen wo ich nur das allernöthigste
machen konnte, das war eine schlechte Zeit – nun musten wir
trachten was andres anzufangen;

Ich mache hier weiter!
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #3  
Alt 05.06.2017, 22:05
Verano Verano ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2016
Beiträge: 7.789
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weiter:

trachten was andres anzufangen; da nahm ich meine
Halskette, versetzte sie gegen 8 Gulden mit diesem Geld
fingen wir Salathandel an, ach wie oft haben wir 2 Nächte
hintereinander nicht geschlafen und gedarbt um es zu
Pferd und Wagen zu bringen, wie oft hatten die Kinder
noch ein Stickl Brod gemocht, es hatte keins aber das Herz
blutete und trieb zu neuer Tätigkeit an; endlich war Pferd
und Wagen angeschaft, aber auch das Geschäft erforderte
mehr Geld, dort ist manche Grenn geflossen – doch Gott
auf dem der Fater immer vertraute, half uns, und obwohl
ich schwer krank an Leber und Bauchfellentzündung, und
fortwehrenden Magenkrampf (welchen ich durch 25 Jahre in
höchsten Grad hatte) gewesen war, konnten wir doch das Geschäft
vergrößern, so daß der Fater wenn der Grünzeuchhandel zu
Ende war, mit Getreide und Brettern handelte, bis wir nach
Jahren (nachdem uns 1864 am 8. Dezember ein Mädchen nahmens
Maria getauft wurde) eine Stelle pachten und 1 Kuh halten
konten; indessen war unser Sohn Rochus zur Schule nach
Freidenthal geschikt worden, das erste Jahr war er in Erbersdorf
2 folgende Jahre in Freidenthal in der Realschule, das kostete uns
viel Geld, monatlich 8 – 12 Gulden für Kost und Logi, wo bliben Bücher,
Zeichenmaterial und Schreibrequisitten, Kleidung, Schuhe,
Schulgeld? was kostete der Musikunterricht? obwohl er sich durch
Fleiß und Dienstwilligkeit seinen Studiengenossen gegenüber sich

Die Fragezeichen gehören zum Text.

Der Rest LG S. 5 Fragezeichen folgt
__________________
Viele Grüße August

Die Vergangenheit ist ein fremdes Land, dort gelten andere Regeln.
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  #4  
Alt 05.06.2017, 22:09
Verano Verano ist offline
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.06.2016
Beiträge: 7.789
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LG Rest S. 5 Fragezeichen:


noch manches Verdienen muste, gab es doch für uns Opfer genug
da besonders durch das Jahr 1866 der Fater viel Geld in Preusen
verloren hatte. O wir wusten oft nicht wo das Kostgeld hernehmen.
__________________
Viele Grüße August

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  #5  
Alt 06.06.2017, 09:45
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Registriert seit: 24.03.2017
Ort: Berlin
Beiträge: 14
Standard Danke!!!

Lieber Verano, lieber Balthasar70,

ich bin sprachlos! Einerseits über die bewegende Lebensgeschichte meiner Vorfahren, andererseits über Eure Hilfsbereitschaft und Euer Können!

Ich danke Euch sehr!
Herzliche Grüße, Ulrike
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  #6  
Alt 06.06.2017, 12:30
Verano Verano ist offline
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Zitat:
Zitat von Ulli2017 Beitrag anzeigen
...Euer Können!

Hallo Ulrike, die Schrift ist nicht besonders schwer zu lesen. Die spezielle Rechtschreibung Deiner Vorfahrin verhindert ein flüssiges Schreiben.

LG S. 4 Fragezeichen

Herr Martin nicht immer in Ohren gelegen hette, ihm sein in
Hof umgebautes Haus Abzupachten weil um der Fater gern in
Damrau geblieben wer, auch die Restauration gern behalten hette,
da doch die ganze Einrichtung, Tische, Bänke, Stühle, Sophas, Bilder, Spiegel, Lampen,
Glaser, Flaschen, Fäßer, Ladeneinrichtung, kolonade, kurz alles uns geherte,
sagte sich der Fater, wo soll ich mit diesen Sachen hin? Pachteten wir, bekamen
auch Konsession darauf, doch nun sollte es sein Eingerichtes werden, und trotz
dem, das unsere Verhältnisse sehr beschrenkt waren, und wir fast alles selber
Bauen musten, verlangte Martin doch 90 Thaler Müthe; wir haben den
Gartenzaun, semtliche Kolonaden, Taffeln und Benke, Verschlag in Haus,
kurz alles, sogar in einer Stube das Tagezirn* gezalt, ¼ Jahr ohne
Schank gesessen, zur Spezerei war es zu Entlegen, und was das schlimste
war, in Winter konnte kein Kind wegen der Glätte welche die Martin
Jungen machten, in Sommer wegen den bösen Gänsen kommen,

Ich mache hier weiter!
* Keine Ahnung, was Tagezirn ist, und ob ich es richtig gelesen habe.
__________________
Viele Grüße August

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  #7  
Alt 06.06.2017, 12:42
mawoi mawoi ist offline
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Registriert seit: 22.01.2014
Beiträge: 3.556
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Hallo August,

Tagezirn= Tapezirn

VG
mawoi
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  #8  
Alt 06.06.2017, 13:16
Ulli2017 Ulli2017 ist offline weiblich
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Ihr seid alle großartig! Jetzt fehlt nur noch die ganze Seite 6 (?).
Für die weiteren Blätter in einem anderen Format werde ich ein neues Thema eröffnen. Eventuell gehören sie auch noch dazu. Vielleicht hatte die Verfasserin kein anderes Papier mehr -
DANKE DANKE DANKE
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  #9  
Alt 06.06.2017, 13:30
Verano Verano ist offline
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Zitat:
Zitat von mawoi Beitrag anzeigen
Hallo August,

Tagezirn= Tapezirn

VG
mawoi
Yes!
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Viele Grüße August

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  #10  
Alt 06.06.2017, 13:32
Verano Verano ist offline
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Beiträge: 7.789
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Hier brauche ich nicht weiter machen. Im anderen Thread hat Balthasar die Ergänzung schon fertig.
Leider ist durch die doppelte Anfrage nichts koordiniert worden.
__________________
Viele Grüße August

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19. jahrhundert , handschrift , lebensgeschichte ii , schlesien

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