#1  
Alt 21.11.2019, 02:53
Kai Heinrich2 Kai Heinrich2 ist offline männlich
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Standard Artikel: Todesursachen in Sterbeeinträgen

Hallo,

ein interessanter Artikel, wie man heutzutage die Todesursache in einen Sterbeeintrag deuten kann:
https://www.riffreporter.de/unverkae...-todesursache/

Liebr Gruss,
Kai
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Meine Namensliste / mein Stammbusch:
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Derjenige welcher bis zu seinem Tod die meisten Ahnen zusammen bekommt gewinnt!
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  #2  
Alt 21.11.2019, 11:57
Benutzerbild von Friedrich
Friedrich Friedrich ist offline männlich
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Moin Kai,


ich denke, manche "Auszehrung" war besser diagnostiziert als die Todesursachen heute.


Friedrich
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"Bärgaf gait lichte, bärgop gait richte."

(Friedrich Wilhelm Grimme, Sauerländer Mundartdichter)
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  #3  
Alt 21.11.2019, 14:58
Benutzerbild von AKocur
AKocur AKocur ist offline weiblich
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Hallo,

sehr interessanter Artikel.

Es ist schon erschreckend, wie lapidar mit dem Totenschein und damit ja der Todesursache bei uns umgegangen wird.

Ich habe das selbst vor kurzem noch beim Tod meines Vaters miterlebt. Obwohl die Ärzte im Krankenhaus in dem er starb (1 Tag vor seiner geplanten Entlassung!) selbst sagten, sie könnten sich seinen Tod nicht erklären, hätte für die Staatsanwaltschaft der Totenschein (vermutl. Herzinfakt) völlig ausgereicht. Mein Bruder und ich mussten auf eine Autopsie bestehen, um wirklich Klarheit zu haben, woran unser Vater starb. Erste Gegenfrage als wir nach einer Autopsie fragten: "Haben Sie konkrete Vorwürfe gegen die Klinik?" Es kam einem wirklich vor, als wolle man gar nicht wissen, woran ein Mensch gestorben ist. Umstände, Unklarheiten? Völlig egal. Da wundert es gar nicht mehr, dass diese Todesengel/Massenmörder immer erst nach viel zu vielen Opfern gestoppt werden.

Interessant finde ich auch, wie häufig "Herz- und Kreislaufversagen" als Ursache angegeben wird. Darüber habe ich mich mal mit meiner Tante (meine Beraterin in medizinischen Fragen, weil sie Jahrzehnte lang Intensivkrankenschwester war) unterhalten. Sie meinte, das sei keine Todesursache sondern normal, wenn ein Mensch stirb. Recht hat sie.

Ich habe mir auch schon öfters gedacht, dass solche deskriptiven TUs wie "Auszehrung" dann doch ein besseres Bild der Todesumstände geben. Auch wenn sie vielleicht die eigentliche, direkt zum Tode führende Erkrankung vernachlässigen.

LG,
Antje
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  #4  
Alt 24.11.2019, 21:05
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UlrikeMe UlrikeMe ist offline weiblich
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Hallo

und danke für diesen interessanten Artikel.

Eine meiner Großtanten starb 24-jährig im Jahr 1908 eines plötzlichen und unerwarteten Todes. In der Familie wurde immer erzählt, dass sie an einer Gehirnblutung verstorben sei. Da es in der Folge in dieser Familie zwei weitere derartige Fälle gab (darunter meine Muter), klang das recht plausibel.
Umso erstaunter war ich, als ich im Sterbebuch von 1908 lesen musste, dass diese junge Frau an Tuberkulose verstorben sei. In dieser Familie gab es keine Tuberkulosefälle, das weiß ich. Aber warum steht das so im Sterbebuch? Konnte sich der eintragende Priester unter einer Gehirnblutung nichts vorstellen und hat daher die ihm bekanntere Tuberkulose eingetragen?

Der Artikel erhellt da so einiges.

Beste Grüße,
Uli
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  #5  
Alt 28.11.2019, 22:55
Benutzerbild von Araminta
Araminta Araminta ist offline
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Ich finde den Artikel auch sehr interessant obwohl es mich nicht wirklich überrascht.

Ich weiß nicht ob es hier her passt aber es hat mich schon länger interessiert, weshalb in KB Einträgen (fast) immer eine Todesursache dabei steht, bei Einträgen aus dem Standesamt oder Archiv jedoch nicht oder selten. Bei mir ist es jedenfalls so.
Und gerade bei den zeitlich jüngeren Ahnen würde mich das doch sehr interessieren.
Gibt es da eine Möglichkeit das herauszufinden?
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