#11  
Alt 29.12.2008, 10:59
schaefera
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Adreßbuch für Dresden und die Vororte 1916, II. Band

Weinberger,Julius,Zauberkünstler u.Dekor.-Maler,
Stephanstr. 25 Eg.
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  #12  
Alt 07.01.2009, 12:52
schaefera
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Nr.1326
Ladung

Der Marionettenspieler Peter Nadig, 39 Jahre alt aus Köln, dessen Aufenthalt unbekannt ist, und welchem zur Last gelegt wird: am 16.1.1890 zu Saarbrücken das Gewerbe eines Taschenspielers im Umherziehen ausgeübt zu haben, ohne den für dieses Gewerbe erforderlichen Wandergewerbeschein eingelöst zu haben. Übertretung gegen Paragraph 1 Nr.4,9,Nr.1 und 18 des Gesetzes vom 3.7.1876, wird auf Anordnung des königlichen Amtsgerichts hierselbst auf Donnerstag, den 10.7.1890, vormittags 8:00 Uhr, vor das Königliche Schöffengericht zu Saarbrücken zur Hauptverhandlung geladen Auch bei unentschuldigtem Ausbleiben wird zur Hauptverhandlung geschritten werden.

Saarbrücken den 5.5.1890
Genthe
Gerichtsschreiber des königlichen Amtsgerichts III.

Öffentlicher Anzeiger zum
Amtsblatte der Königlich Preußischen Regierung zu Trier
1890
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  #13  
Alt 07.01.2009, 13:03
schaefera
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Nr.1443

Gegen den Velocipedecircusbesitzer Jakob Schwender IV aus Hertlingshausen unterm 10. Dezember 1888 erlassene Steckbrief wird hiermit erneuert.

Neunkirchen, den 8. Mai 1890
Königliches Amtsgericht

Öffentlicher Anzeiger zum
Amtsblatte der Königlich Preußischen Regierung zu Trier
1890
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  #14  
Alt 10.01.2009, 16:55
schaefera
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Die Kunstreiter und Musikus Rosenbach´ schen Eheleute aus Neubrück im Großherzogthum Posen und die Kunstreiter Hannstein´schen Eheleute aus Marienwerder sind längere Zeit hindurch, namentlich in den Monaten März und April d. J, im diesseitigen Regierungsbezirke in einem mit einem Fuchsengländer bespannten Planwagen, worauf sich außer ihnen noch ihre drei Kinder befanden, umhergereist, ohne einen bestimmten Zweck ihrer Reise darthun zu können.
Die verehelichte Kunstreiter Rosenbach ist dringend verdächtig, wahrend dieser Zeit hier und im Dorfe Woltersdorf bedeutende Summen Geldes entwendet zu haben, nachdem sie zuvor die Bestohlenen durch die Vorspiegelung von Zauberkünsten verleitet hatte, ihr Geld in die Hand zu geben.
Zugleich ist es nicht unwahrscheinlich, daß die verehelichte Rosenbach, oder deren Reisegenossen, auch an anderen Orten auf ähnliche Art Diebstahle bewerkstelligt haben.
Deshalb fordern wir hiermit Jedermann, der etwa von den bezeichneten Personen, die mit Ausnahme der verehelichten Hannstein nachstehend signalisirt sind, bestohlen oder sonst verkürzt sein sollte, auf, sich binnen 14 Tage» hier oder bei dem ihm zunächst liegenden Gerichte zu melden, und das vollständige Sachverhültniß unter Anführung der Beweismittel zu Protokoll zu geben.
Kosten erwachsen den Beteiligten dadurch auf keinen Fall.
Flatow bei Cremmen, den 10. Juni 1842.
Königl. Land- und Stadtgericht Cremmen.

Signalement des Kunstreiters und Musikus Rosenbach.
Vor- und Familienname: Karl August Rosenbach, Geburtsort: Beaulieu,
Aufenthaltsort: Neudruck,
Religion: evangelisch,
Alter: 36 Jahr,
Größe: 5 Fuß 2 Zoll,
Haare: schwarz,
Stirn: frei,
Augenbraunen: schwarz,
Augen: braun,
Nase und Mund: proportionirt,
Bart: schwarz,
Kinn: rund,
Gesichtsbildung: länglich,
Gesichtsfarbe: gelblich,
Gestalt: untersetzt.

Signalement der verehel. Rosenbach.
Vor- und Familienname:
Wilhelmine Rädel,
Geburtsort: Beaulieu,
Aufenthaltsort: Neubrück an der Warthe,
Alter: 33 Jahr, Größe: 5 Fuß 1/5 Zoll,
Haare: schwarz,
Stirn: bedeckt,
Augenbraunen: braunschwarz,
Augen: braun,
Nase: länglich,
Mund: gewöhnlich,
Zähne: gesund,
Kinn: rund,
Gesichtsbildung: länglich,
Gesichtsfarbe: gesund und gelbbraun,
Gestalt mittel,
Sprache: deutsch,
besondere Kennzeichen: ist hochschwanger.

Signalement des Kunstreiters Hannstein.
Vor- und Familienname: Johann Ludwig Hannstein, Geburtsort: Hollersleben,
Aufenthaltsort: Crämersborn,
Religion: katholisch,
Alter: 43 Jahr,
Größe: 5 Fuß 3 Zoll,
Haare: schwarz,
Stirn: frei,
Augenbraunen: schwarz,
Augen: grau,
Nase und Mund: gewöhnlich,
Bart: schwarz,
Kinn: rund,
Gesichtsbildung: länglich,
Gesichtsfarbe: gelblich,
Gestalt: mittel,
besondere Kennzeichen: trägt einen Schnurr- und Backenbart.

Amtsblatt der Regierung in Potsdam
1842
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  #15  
Alt 15.01.2009, 23:15
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Mirijam Mirijam ist offline
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Standard Wandermusiker

Auch ich habe einen Wandermusiker, ich habe ihn an 6 Stellen gefunden
Geburt ca. 1757 in der Neumark
1794 Düsseldorf als Soldat
1798 Offenheim - Oberfelderhof
1815 Neuhof bei Altleiningen
1820 Ripperterhof bei Pamsen
1837 Enkenbach b. Kaiserslautern

Sein Sohn war Musiker und Wirt
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  #16  
Alt 18.01.2009, 15:38
Nanofie Nanofie ist offline weiblich
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Hallo Marlis und Mirijam,

auch ich habe einen Musikus unter meinen Vorfahren. Er kam um 1865 von
Ostpreußen nach dem Eichsfeld. Dort hat er seine Frau kennengelernt und dann, nach der Geburt meines Urgroßvaters, auch geheiratet. Diese Daten habe ich aus dem Kirchenbuch, konnte aber leider bisher keinen Sterbeeintrag von ihm und seiner Frau finden. Vielleicht ist er ja später weitergezogen. Ich kann mir unter dem Beruf Musikus auch nicht so recht etwas vorstellen. Spielten die bei öffentlichen Verantstalungen oder etwa die Orgel in der Kirche?

MfG Nanofie
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  #17  
Alt 19.01.2009, 15:58
Marlies
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Zitat:
Zitat von Mirijam Beitrag anzeigen
Auch ich habe einen Wandermusiker, ich habe ihn an 6 Stellen gefunden
Geburt ca. 1757 in der Neumark
1794 Düsseldorf als Soldat
1798 Offenheim - Oberfelderhof
1815 Neuhof bei Altleiningen
1820 Ripperterhof bei Pamsen
1837 Enkenbach b. Kaiserslautern

Sein Sohn war Musiker und Wirt
Hallo Mirijam,

war denn schon bekannt, das er mehrere Kinder hatte? Oder wie hast Du ihn "verfolgen" können?

Viele Grüße
Marlies
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  #18  
Alt 19.01.2009, 16:06
Marlies
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Zitat:
Zitat von Nanofie Beitrag anzeigen
Ich kann mir unter dem Beruf Musikus auch nicht so recht etwas vorstellen. Spielten die bei öffentlichen Verantstalungen oder etwa die Orgel in der Kirche?
Hallo Nanofie,

wenn bei Dir Musikus steht, war er entweder ein geschulter Tonkünstler oder eine Person, die zu bestimmten Anlässen z. B. bei Hochzeiten zum Tanz aufspielten. Hätte er Orgel gespielt,wäre die Berufsbezeichnung sicher Organist gewesen.

Viele Grüße
Marlies
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  #19  
Alt 19.01.2009, 18:05
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Mirijam Mirijam ist offline
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Zitat:
Zitat von Marlies Beitrag anzeigen
Hallo Mirijam,

war denn schon bekannt, das er mehrere Kinder hatte? Oder wie hast Du ihn "verfolgen" können?

Viele Grüße
Marlies
Hallo liebe Marlies, ich habe vom Landesarchiv Speyer Fotokopien.
1. Geburt 1757 in der Neumark -( bei der Geburt des zweiten Sohnens Gottfried 1798
verzeichnet)
2. 1794 Geburt des 1. Sohnes Peter in Düsseldorf. Mein Vorfahre war österreichischer Soldat. Die Geburt des
Sohnes konnte nicht eingetragen werden, da die Franzosen die österreichische Armee überfallen hätten
und sie flüchten mußten: Aussage meines Vorfahren
3. 1798 Offenheim - auf dem Oberfelderhof Geburtsurkunde der reformierten Gemeinde zu Offenheim bei der Geburt des 2. Sohnes Gottfried
4.1815 Hochzeiturkunde des 2. Sohnes Gottfried auf dem Neuhof b. Altleiningen. Eltern sind aufbesagtem Hof wohnhaft. In der Hochzeitsurkunde gibt Gottfried an
1789 geboren zu sein.???????
5.1820 Sterbeurkunde der Ehefrau wohnhaft auf dem Ripperterhof bei Ramsen
6.1827 Hochzeit des 2. Sohnes Peters in Ruppertsecken und Bestätigung durch meinen Vorfahren die Geburt im
Spätjahr 1794. Mein Vorfahre wohnte zu dieser Zeit in Enkenbach bei Kaiserslautern.

Mein Mann und ich haben den Oberfeldhof, den Neuhof,
den Ripperterhof und Enkenbach persönlich besucht.
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  #20  
Alt 19.01.2009, 18:30
niederrheinbaum niederrheinbaum ist offline
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Hallo, Marlies!

Normalerweise mußten die Wandermusiker einen Wander- oder Reisepass bei ihrer Obrigkeit beantragen.

Darin oder in einer Art Anlage wurden Vermerke eingetragen, wenn sie sich in anderen Herrschaftsbereichen aufhielten.

Ob die entsprechenden Unterlagen zur Beantragung und Weiterführung der Wander- bzw. Reisepässe noch erhalten sind,
ist leider sehr unterschiedlich.

Du meinst hier wohl den Johann Adam Fleck aus Fulda, den Du in einem anderen Beitrag erwähnst?
Vielleicht sind im Stadtarchiv von Fulda noch Unterlagen zu den Wander- bzw. Reisepassbeantragungen vorhanden.

Viele Grüße, Ina
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